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Verruchtes Spiel | Erotischer Roman

(2)

von

Dieses E-Book entspricht 192 Taschenbuchseiten

Die junge Medizinstudentin Lucy betrachtet Sex als Notwendigkeit, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen.
Als sie aber Mitglied einer Forschergruppe wird, die das Sexualverhalten unterschiedlicher Probanden ergründet, verliert sie sich mehr und mehr im Sog der Begierde.
Sie soll ein Pärchen über dessen BDSM-Vorliebe interviewen. Dabei wird sie Teil dieser Lust und lässt sich auf diverse Abenteuer ein – auch mit ihrem heißen Dozenten Dr. Peter Miller.
Lucy entdeckt für sich die Facetten von Sexualität und Lust sowie die Intensität ihrer eigenen Begierden …

Über den Autor Carol Stroke:
Carol Stroke entführt in ihren Geschichten in die unterschiedlichsten Welten und möchte mit ihren lebensnahen Charakteren und deren Erlebnissen Emotionen hervorrufen – ob es ein Lächeln auf den Lippen ist oder ein wohliges Kribbeln im Körper. Sie liebt es, ihre Leser anfangs auf das vermeintlich Vorhersehbare zusteuern zu lassen, um sie dann mit dem Unerwarteten zu überraschen. Ihr Ziel ist erreicht, wenn die Lust ihrer Charaktere die Lust der Leser zum Höhepunkt treibt.

Verruchtes Spiel | Erotischer Roman

von Carol Stroke

Am späten Nachmittag traf sie vor dem Haus des Ehepaares ein. Lucy blickte sich um. Es war ein ganz normales Haus mit Vorgarten. Was hatte sie auch erwartet? Fleischfressende Pflanzen im Beet, ein Holzkreuz mit Ketten an der Außenwand, Wimmern aus dem Inneren? Schuldbewusst verzog sie ihr Gesicht. Für einen kleinen Augenblick waren ihr tatsächlich diese Klischeegedanken durch den Kopf geschossen.
Sie atmete ruhig durch, öffnete ihren Geist, ging auf die Haustür zu und klingelte. Einen Moment später erschien eine Frau hinter dem Glaseinsatz der Tür, lächelte und ließ Lucy mit einer netten Begrüßung eintreten.
»Sie müssen die Studentin sein, die uns Dr. Miller angekündigt hat«, stellte die sympathisch wirkende Dame fest. »Mein Mann wartet schon auf Sie. Wir sind gespannt auf das Projekt. Wissen Sie, wir hatten sehr gehofft, dass unsere Bewerbung bei dieser Studie berücksichtigt würde. Und nun sind Sie hier.« Die Dame unterstrich diesen Satz mit einem Lächeln, das ihre Augen strahlen ließ.
»Ich bin auch schon sehr gespannt auf unsere Gespräche und auf die Auswertung durch die Studiengruppe«, antworte Lucy etwas mechanisch, da sie befürchtete, die Erwartungen der Probanden nicht erfüllen zu können.
Die braunhaarige Frau führte sie in ein großes Wohnzimmer, wo bereits ein Mann auf einer dem Raum ebenbürtigen Ledercouch saß. Er stand auf, um Lucy zur Begrüßung die Hand zu reichen und nahm dann wieder Platz. Seine Frau setzte sich zu ihm und wies Lucy einen Platz in ihrer Nähe zu.
Lucy packte ihre Schreibutensilien und den Inspirationskatalog aus. Sie hoffte sehr, dass dieser ihr aus einem möglichen Stocken heraushelfen könnte.
»Als Erstes würde ich mich gern vorstellen. Mein Name ist Lucy Smith. Ich bin eine dreiundzwanzigjährige Studentin der Medizin und habe mich für dieses Projekt gemeldet. Da mir das Thema doch sehr fremd ist, entschuldige ich mich gleich für meine Wissenslücken. Ich gehöre wohl eher zu den Theoretikern.« Kaum hatte sie das letzte Wort gesprochen, kamen ihr Zweifel, ob man es nicht falsch verstehen könnte. Sie versuchte, ihre innere Unsicherheit mit einem schiefen Lächeln zu überspielen, das ihr wohl die Frau abnahm. Der Mann aber schaute sie über seinen Brillenrand nur eindringlich an.
»Ähm, dann fangen wir mal am besten an«, räusperte Lucy sich verlegen. »Laut meinen Unterlagen ...«, sie wandte sich dem Ehemann zu, »... sind Sie Dean Johnson. Sie sind einundvierzig Jahre alt und selbständig in der Produktbranche.«
Der blondhaarige Mann nickte zustimmend und schaute sie wieder mit seinen blauen Augen an, als ob er ihre Gedanken lesen wollte.
Lucy unterbrach rasch den Blickkontakt und fuhr fort. »Und Sie sind Melissa Johnson. Hauptberuflich Hausfrau und helfen ihrem Mann bei der Büroarbeit.«
»Ja, das ist richtig.«
»Okay, dann können wir den ersten Teil schon mal als erledigt abhaken.« Sie schaute von ihren Unterlagen auf. »Nun kämen wir zu dem nächsten Punkt: Wie haben Sie festgestellt, dass das Ihre Art der Sexualität ist?«
Nun lehnte sich die Ehefrau etwas zurück und überließ ihrem Mann das Erklären.
»Es war für uns eine Überraschung«, begann er. »Wie es in einer Ehe eben passieren kann, schlich sich ein nebenein¬ander Herleben ein. Jeder hatte seinen eigenen Tagesablauf und unsere gemeinsame Zeit beschränkte sich meist lediglich auf das Wahrnehmen von familiären Terminen. Sie wissen schon: Kinder, Schule und Verwandtschaft. Unser Sexualleben war mittlerweile genauso standardisiert. Als berufstätige Eltern konnten wir nur die kleinen Zeitfenster nutzen, die uns unser Umfeld ließ. Und glauben Sie mir, es steigert nicht gerade den Lustgewinn, wenn man Sex nicht auf Verlangen, sondern mit Zeitdruck hat.«
»Ja, das ist richtig«, stimmte ihm Mrs Johnson zu.
Er fuhr fort: »Eines Nachts, als wir uns die Zeit nahmen, um miteinander zu schlafen, legte ich, während ich in sie stieß, meine Hand um ihre Kehle. Ich kann nicht sagen warum, es überkam mich einfach. Als ob sich meine geheimen Fantasien ihren Weg nach draußen bahnen wollten. Zu meiner Überraschung stöhnte Melissa vor Lust auf und ihre Möse schien ebenfalls zu reagieren. Nicht wahr, Schatz?«
»Oh ja, ich wurde richtig nass.«
»Danach haben wir über das gerade Passierte gesprochen und festgestellt, dass wir beide geheime Fantasien hegten, die wir aus Scham vor dem anderen nicht ausgesprochen hatten. Nachdem uns klar wurde, was das für uns bedeuten konnte, fingen wir an, uns über BDSM zu erkundigen und schlauzulesen. Das war der Anfang einer geilen Zeit, die bis heute anhält.« Er unterstrich seine Aussage, indem er seiner Frau die Hand auf ihr Knie legte und mit einem selbstgefälligen Lächeln auf den Lippen ihren Oberschenkel auf und ab streichelte.
Lucy war noch etwas irritiert über die Wortwahl ihres Probanden und über die Art, wie er seine Frau darstellte. War sie etwa nur ein Sexobjekt für ihn?
»Mrs Johnson, wie fühlen Sie sich dabei, zu wissen, dass er Sie für seine Fantasien benutzt?«
»Moment, Miss Smith, da verstehen Sie etwas falsch. Er benutzt mich nicht. Er gibt mir das, was ich brauche. Von dem ich vorher nicht wusste, wie sehr ich es wollte. Dean ist mein Herr, und ich genieße jegliche Berührung, jeden Befehl und jede Bestrafung, die er mir zuteilwerden lässt.«
»Bestrafung?«, fragte Lucy fast schon in einem schockierten Ton.
»Ja, Bestrafung. Ich kann ein echt ungezogenes Mädchen sein, und der Herr muss seiner Sub zeigen, wer hier der Meister ist.«
Lucy sah, wie sich die Wangen von Mrs Johnson röteten, ihre Atmung sich beschleunigte und ihr Brustkorb sich schneller hob.
»Bitte verzeihen Sie mir, Miss Smith, die Erinnerung an unsere Spiele lässt mich immer wieder aufs Neue in Verzückung geraten«, entschuldigte sie sich.
»Sie müssen sich von der Standardbegrifflichkeit distanzieren«, sagte Mr Johnson. »Hier geht es nicht darum, jemandem Schmerz als Bestrafung im üblichen Sinne zuzufügen. Hier geht es darum, jemandem Schmerz als Bestrafung zur Steigerung seiner Lust zuzufügen. Bildlich erklärt, bin ich der Herr, der Dominate, in unserer Beziehung, der Sadist und sie ist meine Sub, meine devote Sklavin, die durch Schmerz eine höhere Ebene der Lust erreicht. Wir fallen immer noch unter die Begrifflichkeit eines liebenden Ehepaares. Aber wir spalten uns von der Norm ab, wie wir unsere Liebe miteinander ausleben.« Er blickte Lucy direkt in die Augen, wahrscheinlich um ein Begreifen ihrerseits zu entdecken.
»Ähm, ja, ich verstehe, was Sie meinen. Theoretisch zumindest. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, durch Schmerz Lust zu gewinnen ...«
Mr Johnson unterbrach sie. »Die Vorstellungskraft wird wachsen, wenn Sie das erste Mal diese Art von Dominanz erlebt haben. Als Herrin oder als Sub.«
Lucy spürte, wie sich ihr Pulsschlag im Hals erhöhte und sie senkte den Blick.
Mrs Johnson ergriff das Wort: »Mein Mann respektiert mich, ich vertraue ihm zu einhundert Prozent und ich bin überglücklich für dieses Geschenk. Unsere Beziehung hat einen neuen Level erreicht. Wir schweigen nicht mehr über unsere Wünsche, sondern wir erforschen uns. Er gibt mir den Schmerz, den ich brauche. Wir beide erleben eine neue Art der Befriedung. Eine neue Ebene der Selbstwahrnehmung. Seit wir BDSM ausleben, fühle ich mich wieder als schöne Frau. Seine Hingabe beim Spiel, meine Präsenz als Sub, zeigt mir, wie erotisch ich bin. Eines möchte ich Ihnen heute mit auf den Weg geben, was wir allzu leicht vergessen: Wir Frauen sind etwas Wunderschönes!«
Mit diesen Worten beendete die kleine Gruppe ihr erstes Gespräch und sie vereinbarten ihren nächsten Termin.
***
Am Abend war Lucy durch das Interview immer noch auf merkwürdige Art aufgekratzt. In ihr wurde eine nicht erwartete Neugierde geweckt. Vielleicht würde eine Dusche helfen, um wieder etwas runterzukommen. Sie lief ins Bad, zog sich aus und betrachtete sich kurz in ihren Spiegelfliesen. Sie sah eine große, schlanke Frau, die ihren Körper rein im anatomischen Sinne wahrnahm oder wahrgenommen hatte. Irgendetwas hatte sich verändert. Lucy stieg unter die Dusche und ließ das warme Nass an sich hinunterprasseln. Sie seifte sich ein, wobei sie zaghaft über ihre Brustwarzen strich, um die Reaktion ihres Körpers abzuwarten. Danach nahm sie ihren Rasierer und verteilte den Rasierschaum auf ihrem Venushügel, um die kurzen Stoppeln zu entfernen. Auch hier streichelte sie über die weiche, glatte Haut und fuhr mit ihrem Zeigefinger kurz durch ihre Spalte, um an ihrem Kitzler zu stoppen. Sie schien doch erregter zu sein, als sie dachte, da diese zaghafte Berührung bereits ein Kribbeln in ihrem Unterleib auslöste. Lucy stellte das Wasser ab, trocknete ihre Haut und stellte sich nochmals vor den Spiegel. Denn jetzt fiel ihr erst auf, dass ihre Brüste gar nicht mal so schlecht aussahen. Sie nahm sie in die Hände und spürte das Gewicht ihres C-Körbchens in jeder Handfläche. Sie fuhr langsam an der samtenen Haut entlang, bis ihre Zeigefinger und Daumen ihre Brustwarzen zwicken konnten. Lucy biss sich kurz auf die Unterlippe und wollte mehr spüren. Ihre Hände glitten an ihrem flachen Bauch hinunter, bis sie auf ihrem Hügel lagen. Wie sie zuvor erfahren hatte, waren Frauen etwas Wunderschönes und interessant, zu erforschen. Sollte sie es wagen?
Sie stellte einen Fuß auf ihren Badezimmerunterschrank und stand nun breitbeinig vor den Spiegelfliesen. Ihre Schamlippen waren bereits ein Stück geöffnet und sie spürte das Pochen ihres Kitzlers. Sie führte zwei Finger zu ihrem Mund, benetzte diese mit etwas Spucke und öffnete mit der anderen Hand ihre Scham. Ihre Augen sahen ihre Klitoris, die großen und kleinen Schamlippen und den Eingang ihrer Vagina, aber ihr Gehirn ließ sie das Bild einer Rosenknospe wahrnehmen, die von ihr gestreichelt werden wollte. Sogleich berührten ihre Fingerspitzen die bebende Knospe und rieben sie, um im nächsten Moment in ihrer Scham zu versinken. Mit vor Wonne halbgeschlossenen Augen, beobachte Lucy, wie ihr Zeige- und Mittelfinger in ihrem Körper verschwanden. Sie stieß in sich, und je feuchter ihre Scham wurde, desto mehr schwanden ihr die Sinne.
...
Nachdem der Unterricht beendet war, und beide den Raum verlassen wollten, rief Dr. Miller Lucy zurück.
Sie verabschiedete sich von Stella und ging zum Lehrerpult.
»Miss Smith, wie kommen Sie denn mit Ihren Probanden voran?«, fragte Dr. Miller sie, während er sein Unterrichtsmaterial wegpackte.
»Soweit ganz gut. Es ist ein sehr interessantes Thema. Außerdem erhalte ich eine andere Sichtweise auf das standardisierte Sexualverhalten«, antwortete sie.
Dr. Miller blickte auf.
Verlier dich jetzt nur nicht wieder in diesem Braun, schalt sie sich im Gedanken.
»Da bin ich aber mal gespannt auf Ihre Auswertung und Ihren Bericht. Wie oft haben Sie sich denn bisher mit diesem Paar getroffen?«
»Einmal. Aber ich habe gestern das Tagebuch der Ehefrau erhalten, das sehr aufschlussreich war. Ich denke, ich benötige für mein nächstens Interview keinen Inspirationskatalog mehr.«
Dr. Miller nickte ihr zu und nahm auf dem Pult Platz.
Lucy fuhr fort: »Ich werde das Ehepaar das nächste Mal über manche Punkte, die mir noch nicht ganz schlüssig sind, befragen.«
»Zum Beispiel?«
»Zum Bespiel, welcher Lustgewinn hinter dem Verwenden von heißem Kerzenwachs, Wäscheklammern und Peitschenhieben steckt. Zudem wäre es interessant, die Orgasmusfolter und den Einsatz der unterschiedlichen Vibratoren näher erläutert zu bekommen. Und was mich persönlich noch etwas irritiert, ist die Einfachheit des Partnertausches. Die Vorstellung, dass fünf Erwachsene sich gegenseitig befriedigen, entzieht sich mir noch ein wenig«, berichtete Lucy sachlich.
Dr. Miller hatte seine Ledertasche auf seinen Schoß abgestellt und nickte sehr interessiert. Mit einer etwas höheren Stimme, die sich nach einem erneuten Räuspern wieder in seine tiefe und so angenehm umschmeichelnde Tonlage veränderte, sagte er: »Das hört sich doch prima an. Weiter so. Das wird hochinteressant werden, alle Aufzeichnungen auszuwerten. Dann wünsche ich Ihnen noch gutes Gelingen.«
Lucy wollte das Zimmer verlassen, als sie sich doch noch mal umdrehte und fragte: »Wollen Sie nicht mit nach draußen kommen? Die nächste Vorlesung wird doch erst in dreißig Minuten beginnen.«
»Keine Eile, Miss Smith. Ich muss noch kurz etwas in meinen Unterlagen prüfen. Das kann noch ein paar Minuten dauern«, sagte Dr. Miller und fing an, in seiner Ledertasche zu suchen.
Lucy zog die Brauen skeptisch zusammen und ging durch die Tür.
***
Eine Woche war vergangen seit Lucy das erste Interview geführt hatte. Sie klingelte an der Tür und es war wieder Mrs Johnson, die öffnete.
»Hallo, Lucy, komm rein. Dean wartet schon auf dich«, grüßte die anscheinend immer gut gelaunte Frau.
Lucy musste aufpassen, dass ihre Gedanken sich nicht verrannten, und in Mrs Johnson die Sub sahen, die vor kurzem noch Wäscheklammern an ihren Brustwarzen hatte.
Warum wartete Dean eigentlich auf sie?
Im Wohnzimmer angekommen, bot das Paar ihr das Du an. Danach saßen sie zusammen auf der Couch.
»Lucy, wie hat dir mein Tagebuch gefallen? Hat es dir weitergeholfen?«, fragte Melissa Johnson.
Lucy wurde plötzlich heiß und sie schaute verlegen gen Boden, da sie sich daran erinnerte, wie sie sich nach dem Lesen selbstbefriedigt hatte. »Oh ja, es war sehr aufschlussreich«, stotterte sie und blickte hoch.
Dean beobachtete sie. Er hatte sie ertappt.
Lucy fing sich wieder und sprach nun fachbezogener. »Einige Stellen in Ihrem, äh, deinem Tagebuch würde ich gern erklärt bekommen, damit ich es besser verstehe.«
»Dann beantworte zuerst eine Frage von mir.« Dean ließ seinen Blick von ihren offenen Haaren zu ihrem Ausschnitt, bis über ihre enge Jeans gleiten. »Du kommst mir etwas verändert vor, wie das?«
Ihr Brustkorb zog sich zusammen und sie ertappte sich dabei, nervös auf ihrer Unterlippe zu kauen, bevor sie antwortete. »Ich dachte mir, es wäre an der Zeit, etwas Veränderung in mein Leben zu lassen.«
»Hm.« Er blickte sie abschätzend an. »Das ist sicher nicht die ganze Wahrheit, aber ich lasse es mal so stehen.«
»Ähm, ja, nun ... fangen wir einfach mit dem Interview an. Melissa, in deinem Tagebuch erwähnst du des Öfteren die Disziplinierung. Ob durch Peitschenhiebe, Kerzenwachs oder Wäscheklammern. Wie kann ich das verstehen?«
»Es ist für mich keine Folter im üblichen Sinne. Es macht mich heiß, wenn mein Mann mich bestraft. Ich erlebe eine Erregung, die ich in dieser perfekten Form vorher nicht erleben durfte. Wenn er mir die Wäscheklammern an meinen Brüsten befestigt, spüre ich, wie nass ich zwischen meinen Schenkeln werde. Und wenn er mir danach das heiße Wachs vom Schlüsselbein bis zu meinen Nippeln verteilt ... Ich liebe diesen Schmerz.« Sie stieß einen lustvollen Seufzer aus.
Lucys Körper reagierte auf dieses Geräusch, indem sich ihr Schoß kribbelnd zusammenzog. »Da komme ich auch gleich auf die Orgasmuskontrolle oder Orgasmusfolter zu sprechen. Was muss ich mir darunter vorstellen?«
Dean beantwortete dieses Mal die Frage. »Ich treibe sie, laut ihrer Aussage, in den sexuellen Wahnsinn. Ich spiele mit ihr so wie ich will und so lange wie ich will.« Seine blauen Augen fixierten Lucys Augen.
Sie brachte es nicht fertig, den Blickkontakt zu brechen.
»Ich binde sie zum Beispiel an das Andreaskreuz und stimuliere sie mit den verschiedensten Hilfsmitteln. Mal reibe ich die Kerze an ihrem Kitzler entlang, oder fahre mit dem Lederstab der Reitgerte zwischen ihren Schamlippen hindurch. Und wenn ich merke, dass ihr Stöhnen lauter wird, oder sie anfängt zu winseln und ihre Beine nachgeben, stoppe ich mein Tun und versage ihr ihre Erleichterung. Da sie mir zu gehorchen hat, wird sie nicht kommen.«
In Lucys Hals schien ein Kloß aus Pulsschlägen zu stecken und sie bemerkte, wie sie feucht wurde.
»Wenn meine Sub sich wieder etwas gefangen hat, muss sie zwei meiner Finger ablecken, die ich ihr danach in ihre Möse schiebe. Ich bewege sie auf und ab und ziehe dabei an den Klammern an ihren Nippeln. Mein Ohr ist ganz nah an ihrem Mund und wenn sie anfängt, mich um einen Orgasmus anzuflehen, höre ich auf und gehe einen Schritt zurück. Ich genieße ihre Hilflosigkeit. Mit ein paar Peitschenhieben auf ihre Oberschenkel bringe ich sie wieder mehr oder wenig runter. Weißt du, das Problem bei meiner Sub ist, dass sie durch die Hiebe noch geiler wird.«
Melissa rutschte nun tatsächlich etwas unruhiger auf der Couch und Lucys Brüste fühlten sich zu prall für ihren Samt-BH an.
»Wenn ich entschieden habe, dass sie wieder mitspielen darf, nehme ich einen unserer Vibratoren und schieb ihn ihr in das nasse Fötzchen. So gefesselt wie sie ist, kann sie sich nicht wehren und ich bestimme, wie hart und schnell ich sie damit ficke. Und wenn mir ihr Saft schon über die Finger läuft und sie entkräftet vor Geilheit in den Schnüren hängt, dann darf sie für mich kommen. Lucy, kannst du dir jetzt ein Bild davon machen und wären deine Fragen damit beantwortet?« Er schaute sie eindringlich an.
Lucys Lippen bewegten sich nur träge, da sie das Gefühl hatte, keinen Speichel mehr in ihrem Mund zu haben. »Ja, danke, ich kann es mir vorstellen ... äh ... ich meine, die Frage ist beantwortet.«
Seit wann war ihre Haut so eng?
»Ich denke, wir wären dann für heute soweit fertig. Ging ja recht schnell ... Melissa, würdest du mir den im Tagebuch erwähnten Sklavenvertrag zukommen lassen, damit ich weiß, um was es sich dabei handelt?«
»Das mach ich gern.«
Dean führte Lucy zur Tür und legte ihr dabei seine flache Hand auf ihren unteren Rücken. Diese Berührung hatte zur Folge, dass sich ihre Brustwarzen wieder schmerzlich am Stoff des Büstenhalters rieben und ihr Puls schneller ging.
»Wir unterstützen dich gern bei deinen Fragen. Egal, was du wissen möchtest«, sagte Dean. »Wir versuchen, dir bestmöglich weiterzuhelfen. Bis bald.«
»Ja, bis bald.«
Ihre Beine wollten mit großen Schritten eine Distanz zum Haus aufbauen, aber sie rief sich zur Ordnung und versuchte, lässig das Grundstück zu verlassen.
***
Lucy war nach diesem Interview wieder extrem unruhig. Ihr war, als wäre sie auf der Suche nach etwas, das sie nicht benennen konnte. Sie wusste nur eines, dass ihr Gehirn danach nicht mehr rational denken konnte, sondern von purer Lust gelenkt wurde. Ihre Nippel zogen, ihre Klit pochte und ihr Sein schrie nach Befriedigung. Während sie noch vor ihrer Haustür stand, rief sie vom Handy aus Jacob an.
»Hallo«, erklang eine ruhige tiefe Männerstimme.
»Hi, hier ist Lucy, hättest du Lust und Zeit, bei mir vorbeizukommen?«
Da Jacob nur zu ihr nach Hause eingeladen wurde, wenn es um Sex ging, würde er gleich wissen, was los war.
»Kein Thema, ich bin in fünfzehn Minuten bei dir.«
Sie lief die Treppen zu ihrem Stockwerk hoch und den langen Flur zu ihrem Zimmer entlang. Ihre Gedanken überschlugen sich, denn ihr war schon während des kurzen Telefonats klargeworden, das ihr heute der übliche Standardsex nicht reichen würde. Nur wie sollte sie es Jacob erklären?
Wenig später öffnete Lucy, nur mit einem Bademantel bekleidet, ihrem Studienkollegen die Tür. Dieser schaute sie überrascht an, da sie ihre Haare offen über ihre Schultern fallen ließ, statt sie, wie immer, in einem strengen Dutt zu verstecken. Im Gegenzug musste sie sich konzentrieren, ihm ins Gesicht und in seine braunen Augen zu schauen, da sie es nicht abwarten konnte, seinen Schaft aus der Hose zu befreien.
»Lucy, irgendwie wirkst du heute etwas verändert auf mich«, merkte Jacob an, als er seinen durchtrainierten Körper an ihr vorbei in ihr Zimmer zwängte.
»Oh, ich hoffe, es ist nicht so schlimm für dich«, gab sie fast schon enttäuscht von sich.
»Nein, auf keinen Fall«, beruhigte er sie sofort. »Ganz im Gegenteil. Wollen wir anfangen?«
»Ja, das wäre nett.«
Wieder das übliche Vorgehen. Beide würden sich ausziehen, er würde in sie stoßen, sie sich zum Höhepunkt rubbeln, er käme, dann eine kurze Pause, nebeneinander liegend, und ein »Bis demnächst«. Was Jacob aber nicht ahnte, war, dass Lucy heute ihr eigenes Spiel spielen wollte.
Jacob zog sich seine Sachen aus und ging zu ihrem Bett, auf das er sich niederließ. Sie stellte sich vor ihn und warf ihren Bademantel über den Bürostuhl. Die Erinnerung an ihr Badezimmerexperiment kam zurück.

Ramona 30.09.2019 

Lustempfinden garantiert 30. September 2019 Format: Kindle Ausgabe Oha, was für ein toller erotischer Roman. Ich wurde bereits auf den ersten Seiten abgeholt und bin durch die kurzen, ansprechenden Kapitel von Höhepunkt zu Höhepunkt gerauscht. Die Lust und das Kribbeln hat zu keiner Zeit nachgelassen. Wie gerne wäre ich so manches Mal an Lucy's Stelle oder Seite gewesen. Der wunderbar, sinnlich, berauschend, flüssig, erotische Schreibstil der Autorin hat mich geflasht. Einfach toll und ich möchte unbedingt mehr von der Autorin lesen. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet, ganz besonders Lucy's Neugier auf alle Spielarten der Lust haben mich berührt. Ich hatte fantastische Lesestunden, befinde mich noch immer im Rausch der Sinne. Lasst euch darauf ein, habt Spaß. Ich bedanke mich beim Verlag für die Bereitstellung des Lese Exemplares, dass hat meine ehrliche Meinung zum Buch in keinster Weise beeinflusst.

Elisa W. 25.09.2019 

Cover: Lässt erahnen, dass es sich hierbei um keine seichte Kost handelt, sondern eher an SM rankommt. Was ich insbesondere immer interessant finde ist, wie viel das Cover den Inhalt des Buches wiederspiegelt und dieses hier trifft es auf dem Punkt. . Schreibstil: Ich kam sehr flott voran, ein paar Tipp-/Schreibfehler habe ich vorgefunden, aber fällt was nicht auf. . Meinung: Ich fand die Idee dahinter sehr sagen wir es mal interessant. Eine so brave Studentin wird zu einer "Sexbombe" bzw. BDSM Süchtigen. Erhaltet durch ein Pärchen einen Einblick in eine andere Art von Sex und mit ihrem Professor geht sie auch auf Tuchfühlung. Es ist prickelnd mit Sicherheit, heftig an manchen Stellen und auch ein wenig amüsant.

REZENSION SCHREIBEN

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