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Die Regeln meines Herrn | Erotischer SM-Roman

von

Dieses E-Book entspricht 352 Taschenbuchseiten

Eigentlich hat Ria den besten Verlobten, den frau sich wünschen kann – wäre nur der Sex nicht so eingeschlafen. Ria sehnt sich danach, von einem Mann hart rangenommen zu werden und ihm zu dienen. Als sie zum ersten Mal auf Cyril Kaltwein trifft, ahnt sie nicht, in welchen Gefühlsstrudel sie der dominante Bankfachwirt ziehen wird. Angezogen von seiner souveränen Art und seinen BDSM-Erfahrungen, kann Ria gar nicht anders, als sich auf eine Affäre mit ihm einzulassen. Was Kaltwein in den Sessions von ihr verlangt, bringt Ria an ihre Grenzen und weit darüber hinaus. Angespornt von dem Wunsch, die beste von Kaltweins Sklavinnen zu werden, gibt Ria ihrem Herrn alles – sogar ihr Herz. Die langjährige Beziehung zu ihrem Verlobten hängt plötzlich am seidenen Faden. Wird Ria ihr Verlangen nach Kaltwein zügeln können?

Über den Autor Starla Bryce:
Starla Bryce wurde im Herbst 1992 in Niedersachsen geboren. Hier lebt sie mit Mann und Kind auch heute noch. Nach einigen Veröffentlichungen in anderen Genres hat Starla nun den erotischen Roman für sich entdeckt. Das tabulose Beschreiben sinnlicher Szenen bereitet ihr genauso viel Freude wie das Erschaffen realitätsnaher Charaktere. Privat hält sie sich gern in der Natur auf – ob beim Genießen der ersten Frühlingssonnenstrahlen im Garten oder beim Spaziergang durch den leuchtend bunten Herbstwald.

Die Regeln meines Herrn | Erotischer SM-Roman

von Starla Bryce

»Nein. Definitiv nein!« Rias Mundwinkel zuckten. Eines stand fest: Florin war definitiv kein Anzugtyp. Nicht in hundert Jahren! Er wirkte eher wie ein Junge, der sich Papas aussortierten alten Anzug geschnappt hatte. Florin Degemann war zu schlank für seine Größe von 1,87 Metern. Es schien, als sei sein Körper zwar gewachsen, sein Gesicht jedoch nach der Pubertät nicht älter geworden. Wie sechsundzwanzig sah Florin bei Weitem nicht aus. Je nach Lichteinfall leuchteten seine Haare mal mehr, mal weniger hellblond. Florins Augen waren so grün wie die Blätter der Orchidee, die auf der Wohnzimmerfensterbank zwischen unzähligen staubigen Teelichthaltern und der Porzellan-Frettchen-Sammlung von Florins Tante Griemhild ein einsames Dasein fristete. Das Wohnzimmer war, wie der Rest der Zwei-Zimmer-Wohnung, ein Arrangement aus zusammengewürfelten Möbeln und Dekorationsartikeln, dem der Geruch von Knoblauch, Sojasoße und Garam Masala anhaftete und wohl auf Lebenszeit anhaften würde. Denn das Kochen würde Florin gewiss nicht aufgeben. Koch sein war nicht nur ein Beruf für Florin – es war seine Passion. Für Florins Chef im Imbiss Zum Wurstmeister war dagegen einfach nur wichtig, dass Florin anwesend war und die Pommes rechtzeitig aus dem heißen Frittierfett herauszog.
Vor drei Jahren war Ria zu Florin in das Sechsfamilienhaus aus der Vorkriegszeit gezogen. Außer dass die Tapete im Badezimmer abblätterte und die Heizung ab und zu streikte, gab es nichts auszusetzen.
Florin sah über die Schultern an sich herab, verwundert über Rias unverblümte Reaktion. »Echt? Der saß ganz gut!«
Das weiße Hemd war mit mehr Falten durchzogen als das Gesicht eines Shar-Pei-Hundes. Der schwarze Anzug selbst war aus billigem Satinstoff gefertigt. Ärmel und Hosenbeine waren einige Zentimeter zu kurz.
»Saß. Wann hast du ihn zum letzten Mal getragen?«
Florin sah nach oben an die Decke – seine typische Nachdenkpose. »Hmm … Muss zu meiner Konfirmation gewesen sein.«
Ria lachte auf. »Wie alt warst du da? Vierzehn? Ist ja nur … einige Jahre her! Wieso sollte der auch nicht mehr passen? Du warst bestimmt schon mit vierzehn so groß wie jetzt!«
»Haha!« Florin streckte die Arme zu den Seiten aus. Die Ärmel rutschten noch höher, an den Schultern spannte das Sakko. »Ich muss auf jeden Fall am Samstag im Anzug bei Paddy auftauchen! Es herrscht Anzugpflicht. Da bin ich zum ersten Mal dabei und dann ausgerechnet an einem Tag mit Anzugpflicht !«
Ria grinste. »Du hättest auch sagen können, dass du nicht kommst, weil du keinen Anzug besitzt!«
»Ich habe doch einen!«
»Na ja … Der gehört eher in die Kiste mit dem Aufdruck Jugenderinnerungen.«
»Ich finde, der geht noch. Ist doch bloß für einen Abend. Und es ist doch nur Paddy!«
Letztens hatte Florin seinen alten Klassenkameraden Paddy beim Einkaufen wiedergetroffen. Die beiden waren zusammen zur Realschule gegangen und hatten mehrere Jahre eine enge Freundschaft gepflegt. Nach dem Abschluss hatten sie sich jedoch aus den Augen verloren, weil Paddy für ein Jahr ins Ausland gegangen war. Nun wohnte Paddy wieder in der Stadt, gar nicht weit von ihm entfernt.
»Es kommen aber auch noch andere, oder?«, warf Ria ein.
Florin lachte. »Wir werden wohl kaum zu zweit pokern.«
»Haha! Ich an deiner Stelle würde mir jedenfalls einen anderen Anzug besorgen. Oder besser gesagt: Irgendwas besorgen, dass den Namen auch verdient hat! Wenn schon, dann solltest du auch wie ein richtig spießiger Anzugträger aussehen! Und, so leid es mir auch tut: Der hier bringt es nicht. Hast du die Mottenlöcher nicht gesehen? Ich fürchte, da kann kein Schneider was retten.« Ria trat auf Florin zu und schaute sich das Elend aus nächster Nähe an. »Und gut riechen tut der auch nicht mehr!«
»Den kann ich doch waschen!«
»Waschen?« Ria schüttelte den Kopf. Ihre Mutter war nicht gerade ein wandelnder Hausfrauenratgeber gewesen, aber ein bisschen was hatte sie ihr schon mit auf den Weg gegeben. »Anzüge gibt man in die Reinigung! Die kommen nicht in die Waschmaschine!«
»Echt? Was soll da schon passieren?«
»Hast recht … Bei dem Ding kann es nicht schlimmer werden!«
»Sei doch nicht so negativ!«
»Du kannst dich doch kaum bewegen in dem Teil! Und sieh dir mal die Hose an. Deine halben Unterschenkel gucken raus!«
»Kann das nicht als … ääh … Siebenachtel-Mode oder so durchgehen?«
Ria schüttelte lachend den Kopf. »Nein, kann es nicht! Und wenn du den zu unserer Hochzeit trägst, schlage ich dich!«
»Das würdest du nicht wagen!« Florin tat empört. »Ich denke, du magst sowieso keine Anzüge, Mäuschen?«
Ria schüttelte den Kopf. »Mag ich auch nicht. Aber weißt du, was ich mag?« Ihre Lippen suchten Florins Hals und liebkosten die zarte Haut. »Ich mag dich. Sehr sogar!«
Florin grinste. »Ach, waren wir nicht schon bei Ich liebe dich angekommen?«
»Ja, das waren wir. Ich liebe dich ja auch. Und weil ich dich liebe, möchte ich, dass wir mal wieder etwas Unanständiges machen.«
In Gedanken sagte Ria das Wort ficken, doch das auszusprechen, kam nicht infrage. Das wäre Florin zu ordinär. Er war der Meinung, richtig dreckiger Sex und alles, was in diese Richtung wies, sei pervers. Im Laufe der sechs Jahre, die sie mit Florin nun schon zusammen war, hatte sich Ria an seine Art gewöhnt. Sie spielte mit. Und doch wurde sie diese Stimme nicht los, dieses kleine Flittchen in sich, das ständig nach mehr verlangte. Die Seite, die danach bettelte, in die schwarzen Tiefen des BDSM vorzudringen.
»Soso … Etwas Unanständiges! So was zum Beispiel?« Florins Lippen trafen auf Rias Mund, in der Hoffnung, ein Feuerwerk auszulösen. Was bei Ria ankam, war jedoch nicht mehr als der Einheitsbrei aus trockenen Küssen, den Florin ihr alltäglich servierte.
»Ich hätte gern ein bisschen mehr hiervon!« Rias Zunge zwang Florins Mund, sich weiter zu öffnen. Sie forschte nach Florins Zunge und umspielte diese in fordernden Kreisbewegungen.
»Davon kannst du mehr haben!« Florin trug Ria ins Schlafzimmer. Hier war der Ort, an dem er sie vernaschte. Wie eine edle Kostbarkeit legte Florin seine Verlobte auf dem Bett ab. »Du möchtest also, dass wir es mal wieder tun?«
»Ja, das will ich!« Ich will, dass du mich fickst, bis ich dich um Gnade anflehe!, setzte Ria gedanklich hinzu.
Florin begann, Rias Hals zu küssen. Jeden Zentimeter beschenkte er mit leisen Küssen. Ria schloss die Augen.
»Ich liebe dich!«, hauchte Florin seiner Verlobten ins Ohr.
»Und ich liebe dich!«
Vorsichtig tasteten sich Florins Hände unter Rias dünnes Langarmshirt, schoben den BH leicht an und kneteten dann Rias Brüste. Florins Berührung hatte eher etwas Entspannendes als Erotisierendes. Dennoch nahm sich Ria vor, den Sex zu genießen. Ihre Fotze lechzte geradezu danach, gestopft zu werden. Die letzten Tage waren sexlos gewesen und Ria brauchte dringend Florins Schwanz.
Florin schob Rias Shirt hoch, zog es ihr über den Kopf und pfriemelte dann an Rias BH herum, bis sie es nicht mehr aushielt und ihm half, den Verschluss zu öffnen.
»Diese kleinen Biester!« Florin grinste entschuldigend. Seine Hände machten sich daran, an Rias rosa Nippeln zu zupfen, die sich von dem helleren Warzenhof absetzten.
Wäre Ria nicht so wild darauf gewesen, genommen zu werden, wäre Florins Schuljungenmiene Grund für sie gewesen, das Schlafzimmer zu verlassen und sich etwas anderem zuzuwenden. Stattdessen zog Ria Florin das Jackett aus und knöpfte das faltige Hemd auf. Sie konnte es nicht eine Sekunde länger ertragen, Florin in diesem Aufzug zu sehen! Sie wollte ihn nackt. Auf ihr. In ihr. Sie wollte, dass er ihr zeigte, dass er der Mann war, der die Kontrolle über ihre Lust hatte und sie zum Stöhnen brachte.
Sie ließ sich in die Laken sinken und zog die eng anliegenden schwarzen Leggins aus. Darunter kam ein gelber Slip zum Vorschein, der Rias kostbare Höhle komplett verdeckte und nicht ein bisschen preisgab.
In Zeitlupentempo bewegte sich Florins Hand auf Rias verhüllte Pussy zu – um sie dann mit ebenso langsamen Berührungen zu streicheln. Es war ein sanftes Streicheln, doch es verfehlte seine Wirkung nicht. Ria seufzte vor Lust, während ihre Muschi immer feuchter wurde. Sie war bereit, Florins Schwanz tief in sich aufzunehmen und in sich zu behalten, bis sie gefüllt wäre mit dem Saft seiner Lust.
Erst nach einer kleinen Ewigkeit zog Florin Rias Slip aus – und sah direkt auf eine Pussy, deren Schamlippen die kostbare Klitorisperle verhüllten wie die Blütenblätter einer Tulpe ihren Stempel. Ein sanfter brauner Flaum überzog Rias Pussy. Florin bevorzugte es, wenn Ria untenrum natürlich aussah und nicht wie »ein Marzipanschwein«.
»Ich liebe deinen Duft!«, flüsterte Florin und vergrub seinen Kopf in Rias Schoß. Seine Nase nahm den süßen Geruch von Rias startbereiter Pussy auf. Ein Kuss folgte auf den nächsten. Florins Zunge suchte Rias Perle und umspielte sie. Ria spreizte ihre Beine stärker, damit Florin alles genauestens betrachten konnte, was sich ihm zwischen ihren Beinen bot.
»Jaaa …«, flüsterte Ria. Florins Zunge war geübt darin, ihre Pussy ausgedehnt zu verwöhnen. Sie saugte an Rias Perle, leckte sie in einem Rhythmus, von dem sie wusste, dass es nur noch eine Frage der Zeit wäre, bis sich ihr Orgasmus ankündigte. Doch so wollte sie nicht kommen. Sie wollte seinen Schwanz in sich spüren. »Zieh deine Hose aus!«, verlangte Ria.
Florin löste sein Gesicht von Rias Pussy und kam ihrem Wunsch nach. Er stellte sich vor dem Bett auf, machte die Knöpfe auf und versuchte dann, so lässig wie möglich aus der zu engen Hose zu steigen. Ria verzieh ihm, dass er dabei so gar nichts von einem professionellen Stripper an sich hatte.
Die weißen Boxershorts landeten zusammen mit der Anzughose auf dem Boden. Ria bekam wenig davon mit, denn ihre Augen fixierten Florins Penis. Sein Stab war nicht allzu dick, jedoch von beachtlicher Länge und wurde von dunkelblonden Schamhaaren umrahmt.
Als Florin seinen schlanken Körper auf Ria legte, konnte sie es nicht mehr erwarten, dass er in sie eindrang. »Ich will dich. Jetzt.«
Florin gab Ria einen Kuss auf den Mund. Er schmeckte nach ihrer Fotze. Ria leckte sich über die Lippen.
...
Ich möchte mehr über BDSM erfahren. Und ich glaube, dass du mir da ein paar Einblicke geben kannst. Oder?
War das direkt genug? Oder zu direkt? Würde Kaltwein damit zu Florin laufen und sie wie ein unartiges Schulmädchen verpetzen? So schätzte Ria ihn nicht ein. Sie starrte auf ihr Handy und wartete auf eine Nachricht. Stattdessen kam ein Anruf. Schnell hängte sich Ria die Tasche um und verschwand auf die Damentoiletten, wo es leise war. Nur ein Schreien, das die Tür nicht ganz zu schlucken vermochte, zeigte ihr an, dass Mark mit seinem Song begonnen hatte.
Mit dem Ellbogen öffnete Ria eine der beiden Klokabinentüren. Es schien niemand sonst hier zu sein und das war Ria mehr als recht. Erst als Ria die Kabine verschlossen hatte, nahm sie ab. »Hey!«
»Hallo schöne Frau!« Kaltweins Stimme jagte direkt in Rias Unterleib. »Ich wusste gar nicht, dass du auf Abwegen wandelst …«
Was sollte Ria antworten? Es war eine blöde Idee gewesen! Sie konnte Florin nicht so hintergehen! Auch wenn sie sich selbst einredete, bloß ein paar interessante Infos von Kaltwein zu wollen, so wusste sie doch tief in ihrem Innern, dass sie mehr wollte. Viel mehr! »Ich … Ich dachte nur, da du letztens über diese Messe da geredet hast, dass du mir ein bisschen Unterricht geben könntest.«
»Unterricht willst du haben … soso.« Ria ahnte, wie breit Kaltweins Lächeln am anderen Ende der Leitung war. »Wie stellst du dir diesen Unterricht denn vor?«
Stille.
»Ich weiß nicht … Du wärst dann ja praktisch mein Lehrer. Also würdest du für mich entscheiden. Es geht mir halt darum, dass ich mal ein bisschen BDSM-Luft schnuppere. Vorausgesetzt, du kennst dich damit aus und willst mir darüber erzählen.« Boah, wie dämlich du dich anhörst! Ria wollte ihren Kopf gegen die Wand der Toilettenkabine hämmern. Nur ihre Abneigung gegenüber öffentlichen Toiletten hielt sie davon ab. Obwohl – im Café Number 8 war es ihr gelungen, ihren Ekel ganz gut auszublenden. Die Geilheit hatte gesiegt.
»Ich könnte dir stundenlang etwas über die vielen Bereiche des BDSM erzählen. Aber was bringt das schon, wenn du es nicht selbst erlebt hast?«
»Bedeutet das …« Ria wagte nicht, die Vorstellung in ihrem Kopf bis zum Ende laufen zu lassen.
»Das bedeutet: Wenn du das willst, werde ich dich dominieren und dir zeigen, wie welche Spiele im BDSM-Bereich gespielt werden können. Ich werde dir nicht alles zeigen, da ich nicht für alles eine Vorliebe habe, aber ich werde dir vieles zeigen. Bist du sicher, dass du das willst? Das wird kein Zuckerschlecken werden! Vergiss alles, was du bisher über Sex und Rollenverteilung gelernt hast. Du fängst bei mir komplett bei null an. Wenn ich spiele, spiele ich richtig. Du wirst meine Sklavin sein und das tun, was ich von dir verlange.«
Ria schluckte den Kloß in ihrem Hals hinunter. Es wurde ernst! Plötzlich waren Rias Fantasien mit Kaltwein gar nicht mehr so weit davon entfernt, Wirklichkeit zu werden. Ria hasste sich selbst für ihr Verlangen. Doch was sollte sie dagegen machen? Er zog sie einfach zu sehr an. Die letzten Tage waren wie ein einziger, ewig langer Gedanke an ihn gewesen. Längst hatte der Teufel auf Rias rechter Schulter den Engel von ihrer linken Schulter gestoßen und lachte hämisch über seinen Triumph.
»Ja, ich will es.« Es fühlte sich falsch an – und gleichzeitig so gut! Ihr Leben lang war Ria darauf bedacht gewesen, alles richtig zu machen und ein guter Mensch zu sein. Jetzt wollte der Teil von ihr, der in den letzten Jahren hatte zurückstecken müssen, die Kontrolle übernehmen. Der Teil, der seine sexuellen Sehnsüchte ohne Rücksicht auf Verluste ausleben wollte.
»Du hast überhaupt keine Erfahrung in diesem Bereich?«
Ria schüttelte den Kopf, bis ihr einfiel, dass Kaltwein sie nicht sehen konnte. »Nein, gar keine.«
»Gut. Dann werden wir das ändern. Wie kommst du eigentlich darauf, mit diesem Anliegen zu mir zu kommen? Findest du das nicht etwas gewagt?«
»Ich kenne sonst niemanden, der Ahnung in diesem Bereich hat.« In diesem Bereich … Wieso konnte sie es nicht einfach beim Namen nennen? Ich kenne niemanden, der Peitschen kauft, um einer Frau damit den Arsch zu versohlen und sie anschließend hart zu ficken. Sicher fickte er hart. Alles an ihm wies darauf hin.
»Was ich mache, ist nichts für schwache Nerven. Darüber solltest du dir wirklich im Klaren sein.«
»Wovon genau redest du?«
»Das wirst du sehen, wenn es so weit ist. Rechne einfach mit dem Schlimmsten. Blümchensex und Rosen gibt es bei mir nicht. Wenn ich dir etwas beibringen soll, mache ich das nach meinen Regeln.«
»Regeln?«
»Ja, es gibt Regeln. An die musst du dich halten. Ich werde dir nach unserem Telefonat eine Nachricht schicken, in der du alle Regeln aufgelistet findest. Speichere dir den Text gut ab, damit du jederzeit darauf zurückgreifen kannst. Aber sorge dafür, dass niemand außer dir den Text zu lesen bekommt!«
»Das mache ich.« Rias Stimme war mehr ein Piepsen. Sie wollte es, wollte nach seinen Regeln spielen. Aber war sie Kaltwein und seinen Spielen auch gewachsen?
»Sehr schön! Dann freue ich mich auf dich.«
»Ich … mich auch«, hauchte Ria.
»Ab jetzt bin ich für dich dein Herr und Meister. Du darfst mich aber weiterhin duzen. Wenn irgendjemand anderes, zum Beispiel Florin, dabei ist, bin ich natürlich Cyril für dich. Verstanden?«
»Ja, ich habe verstanden, mein Herr.«
Wie komisch das aus ihrem Mund klang! Ria dankte dem Himmel dafür, dass während ihres Telefonats niemand die Damentoilette betreten hatte.
»Sehr gut. Dann schicke ich dir gleich die Regeln. Und deine erste Aufgabe.«
Er würde ihr also Aufgaben stellen. Dass es sich dabei weder um Mathe- noch um Haushaltsaufgaben handelte, war nicht schwer zu erraten. Die Neugier in Ria war entfacht. Was wohl ihre erste Aufgabe sein würde?
»Okay«, sagte Ria.
»Gut. Bis dann!«
Nicht lange danach traf die versprochene Nachricht ein:
Hey, schöne Frau! Das sind deine Regeln:
1. Die Regeln mache ich. Als dein Herr und Meister bestimme ich, was du zu tun und zu lassen hast. Alles, was du nicht nach meinen Anordnungen umsetzt, wird Konsequenzen haben.
2. Du setzt deine Aufgaben so schnell wie möglich um. Mir ist egal, was oder wie viel du zu tun hast. Du musst dir deiner Stellung als Sklavin bewusst sein und deinen Pflichten nachkommen.
3. Du löschst deinen Verlauf bei WhatsApp in regelmäßigen Abständen. Am besten immer sofort! Ich will nicht, dass das rauskommt. Also pass gefälligst auf!
4. Du erzählst niemandem hiervon. Nicht mal deiner besten Freundin!
5. Ich will, dass deine Fotze rasiert ist. Immer! Ich will, dass nicht ein einziges Haar an deinem Fötzchen zu finden ist. Zeig mir heute Abend, dass du diese Regel erfüllt hast. Ich warte auf dein Foto!
Hat er sich das gerade ausgedacht oder aus dem Internet kopiert?, ging es Ria durch den Kopf. Eines war jedenfalls nicht zu leugnen: Fotze … Das geschriebene Wort beschwor ein Kribbeln in Rias Lustzentrum herauf.
Sie hatte eingewilligt und nun würde sie seine Sklavin sein. Rias Schlampen-Ich vollführte Jubelsprünge. Sie hatte einen Herrn und Meister: Cyril Kaltwein!
Ria speicherte Kaltwein gleich unter einer anderen Bezeichnung in ihrer Kontaktliste einzuspeichern, damit Florin keinen Verdacht schöpfte: H und M. Das nicht vorhandene Profilfoto von Kaltwein bei WhatsApp würde sie jedenfalls nicht verraten.
Kaltweins erste Aufgabe an sie ließ ebenfalls nicht lange auf sich warten. Es war eine Sprachnachricht.
Du kannst mir jetzt zeigen, wie sehr du willst, dass ich dich dominiere. Ich hoffe, du hast etwas Heißes an, untenrum meine ich. Ich rede davon, was dein Fötzchen bedeckt. Piss in dein Höschen. Dann nimm das vollgepisste Teil in den Mund und mach ein Video, in dem du mir dein hübsches Gesicht zeigst. Vergiss den Dirty Talk nicht!
Die Stimme, die ihr letztens erst eine heiße Schokolade angeboten hatte, verlangte nun so etwas von ihr! Ria war empört und erregt in gleichem Maße. Es war unverschämt, ja, mehr als das. Es war pervers! Doch gerade das machte den Reiz aus. Noch nie hatte Ria mit dem Gedanken gespielt, dass ihr Urin etwas Erotisches haben könnte. Ganz zu schweigen davon, ihn zu probieren.
Ria zog ihre knielangen Leggins aus, ließ sie in der Handtasche verschwinden und sah nach, welchen Slip sie heute Morgen aus dem Kleiderschrank gefischt hatte. Nein! Warum musste es ausgerechnet einer der grauen Baumwollschlüpfer sein? An diesem Slip war nichts Verführerisches, man konnte ihn getrost als Liebestöter bezeichnen.
Ria tippte eine WhatsApp-Nachricht an Kaltwein:
Ich mach das, wenn ich wieder zu Hause bin, ja? Dauert nicht lange. Bin gerade noch im »Xylophon«.
Sie konnte ihm unmöglich diesen grauen Lustkiller präsentieren! Außerdem: Wo sollte sie mit dem vollgepissten Slip hin? Ihn wieder anziehen? Kam nicht infrage!
Kaltweins Antwort, wieder eine Sprachnachricht, kam prompt:
Du machst das Video genau da, wo du jetzt bist! Du hast zehn Minuten. Wenn innerhalb der Zeit nichts von dir kommt, nehme ich an, dass du es nicht ernst genug meinst.
Und wie ernst es Ria war! Das war ja genau der Grund, wieso sie ihm nicht ihren grauen Schlüppi zumuten wollte! Ria wünschte sich, in der Vergangenheit nicht stets einen großen Bogen um Strings und Pantys gemacht zu haben. Doch es war zu spät. Der graue Lustkiller umhüllte ihre Pussy. In Rias Handtasche gab es keinen sexy Ersatzstring. Ria setzte heiße Strings kaufen auf ihre innere Einkaufsliste. Es war Sommer, da fror man nicht in den Dingern. Und dass Frauen ständig Pilzinfektionen wegen dem Tragen von Strings bekamen, konnte ja auch ein Märchen sein, das sich die Feministinnen ausgedacht hatten. Ria wollte alles tun, um ihrem Herrn zu gefallen.
Würde er abfällig auf den Anblick des grauen Schlüpfers reagieren? Zehn Minuten blieben ihr, um das Video zu Kaltweins Zufriedenheit fertigzustellen. Und immerhin war sie ja auf ihn zugekommen. Einen Rückzieher zu machen kam nicht infrage!
Er verlangte in dem Video Dirty Talk. Ria liebte verbale Erotik und hatte oft genug versucht, Florin dazu zu bringen, heißere Dinge als Lass uns Bungabunga machen! in ihr Ohr zu hauchen.

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REZENSION SCHREIBEN

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