E-Books als ePUB für Tolino & iBooks,
Kindle (mobi) und PDF bestellen...

Wilde Triebe | Erotische Geschichten

(48)

von

Ähnliche Geschichten aus:
Anthologien
Auch als Buch erhältlich

Dieses E-Book entspricht 192 Taschenbuchseiten

Zwölf feurige Kurzgeschichten, die Ihnen durch und durch gehen werden ...
Fühlen Sie mit dem Aktmodell, wenn es von jungen Männern gezeichnet wird, begleiten Sie die Journalistin, die einen sexy Holzfäller nicht nur nach seinem harten Job ausfragen soll … Oder wollen Sie sich lieber an der Versteigerung eines ehemaligen Mitschülers auf einem Klassentreffen beteiligen?
Egal, wofür Sie sich entscheiden – diese knisternd-erotischen Geschichten werden Ihnen schlaflose Nächte bereiten!

Wilde Triebe | Erotische Geschichten

von Eve Passion

Ich bin unsicher, wie ich mich verhalten soll. Auf dem Weg zu seiner Hütte bricht mir der Absatz des rechten Schuhs. Ich bin nicht überrascht, denn schließlich bin ich nicht auf eine Waldbegehung vorbereitet und natürlich völlig falsch gekleidet. Ich entscheide mich, ohne Schuhe weiterzulaufen und versuche, barfuß meinem Interviewpartner näher zu kommen.
Als ich auf zwei Meter an ihn herangetreten bin, teilt er mir ohne Begrüßung mit: »Fließend Wasser gibt es in dem Fluss, den Sie dahinten rauschen hören, die Heizung werfe ich gleich an. Es wird bald stark regnen, passiert häufig zu der Jahreszeit, daher ist der Aufenthalt draußen gleich beendet. Bis Sie barfuß drin sind, ist es vermutlich mitten in der Nacht.«
Sein Blick bleibt während der ganzen Rede auf dem Spaltblock vor ihm. Ich bin nicht mal eine direkte Ansprache wert.
Mit diesen Worten richtet er sich auf und trägt einen Stapel Holzscheite an mir vorbei. Ohne abzuwarten, stiefelt er mit großen Schritten in die Hütte.
Wortlos folge ich ihm, da mir spontan keine sinnvolle Reaktion einfällt. Nach mehreren lauten Flüchen, begleitet von Schmerzenslauten, als ich auf die kantigen Zweige und Samen trete, brauche ich einige Minuten, um die Tür zu erreichen. Ich verfluche den Tag, an dem ich beschlossen habe, dass Turnschuhe hässlich sind und mir nur edles Werk an die Füße kommt. Humpelnd betrete ich den schiefen Holzboden, offensichtlich ist das Haus ein Eigenbau der Arbeiter. Ein Zimmermann würde die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.
Direkt hinter dem Eingang finde ich einen kleinen Schreibtisch, darauf eine Karte der Gegend – in Gitternetzlinien unterteilt. Fast alle Bereiche im Osten sind mit rotem Stift markiert. An der Legende darunter erkenne ich, dass diese neu bepflanzt worden sind. Anscheinend ist das Fällen keine endgültige Vernichtung, sondern ein klar ausgearbeiteter Plan mit dauerhafter Aussaat neuer Bäume. So ein ökologisches Denken habe ich hier nicht vermutet, wo doch solch riesige Waldflächen über Jahrzehnte genug Holz boten, bevor sie ausgebeutet wurden. Erfreut notiere ich mir im Geiste diesen positiven Einsatz für die Umwelt und plane, ihn in meinem Artikel zu erwähnen.
Inmitten des Raumes befindet sich ein Feuer in einer großen Metallschale. Als Betten dienen breite Holzplanken, die mit Seilen von den Wänden heruntergeklappt werden können. Es hat in etwa den Charme einer Gefängniszelle im tiefsten Sibirien. Überall sind Tierfelle auf dem Boden, auf den Holzliegen und sogar an den Wänden, vermutlich zur Wärmedämmung. Sie verströmen ein etwas muffiges und sehr tierisches Aroma.
Jack zieht die Tür von innen fest zu und schiebt den schweren Holzbalken als Riegel davor. Erst fühle ich mich eingesperrt, doch als kurz danach Wolfsgeheul ertönt, bin ich froh, dass die Tür so gut gesichert ist. Ich schaue aus einem der kleinen Fenster und staune über die tiefe Dunkelheit. Die breiten Baumkronen schlucken viel Licht, dazu türmen sich aktuell fast schwarze Wolken über uns auf. Es dauert nicht lange, bis die ersten Tropfen fallen. Wenig später fließt das Wasser an der Hütte vorbei ins Tal.
Obwohl ich bald darauf alle Kleidung trage, die ich mitgenommen habe, zittere ich am ganzen Leib. Sobald die Sonne fehlt, kühlt sich die Temperatur auf nur wenige Grad runter. Von einer der Schlafstätten greife ich mir eine graue Wolldecke. Würde ich näher an die Feuerstelle heranrücken, riskiere ich, von fliegenden Funken getroffen zu werden oder meine Kleidung in Brand zu stecken. Polyester brennt ziemlich schnell, also versuche ich, mir lieber heiße Gedanken zu machen und stelle mir vor, wie mein grantiger Mitbewohner sich das Hemd auszieht. Ich kenne keine Frau, die sich nicht wenigstens einmal vorgestellt hat, mit einem rustikalen Holzfäller wilde Spielchen zu treiben. Er ist urtümlich maskulin und strahlt absolute Unnachgiebigkeit aus.
Jack schnitzt an einem Stück Holz. Sein kurzes Messer flitzt über das Material und es scheint, als hätte er tatsächlich Talent. Nach einiger Zeit ist eine klare Figur zu erkennen. Ob er lange dafür geübt hat? In meinem Kopf sehe ich ihn nackt an einem wilden Fluss sitzen, die Füße im Wasser und in seinem Schoß lauter abgearbeitete Holzreste.
Während ich vor mich hinträume, lasse ich mich seitlich fallen und schaue in die Flammen. Der Flug war lang gewesen, dazu die Autofahrt hierher. Fragen stelle ich ihm morgen, dazu fehlt mir inzwischen die Energie. Über die Ausstattung der Unterkunft zu diskutieren, erscheint mir ebenfalls sinnlos. Wir sind in der Wildnis, es gibt keine Alternative.
Die Müdigkeit beginnt gerade von mir Besitz zu ergreifen, als ich fühle, wie man eine zweite Decke über meine Schultern legt. Nicht nur die Decke soll mir zusätzliche Wärme verschaffen. Ich fühle, wie sich ein schwerer Körper hinter mich legt und mehr Hitze ausstrahlt, als die Flammen es je könnten. Erst will ich protestieren, doch ich fühle mich so wundervoll gewärmt, dass ich die angebotene Hitze ohne zu hinterfragen annehme. Vermutlich ist es in dieser Gegend sogar üblich. Die Selbstverständlichkeit, mit der er handelt, überrascht mich. Ein starker Arm umfasst meine Taille und sein Brustkorb drückt mich beim Einatmen leicht nach vorn.
Ich bin rundherum beschützt und fühle sogar etwas, dass man als Romantik bezeichnen könnte. Erst denke ich, dass er ebenso müde sein muss wie ich, doch dann spüre ich, wie seine Hand an meiner Taille zu wandern beginnt.
»Wenn ich die Gelegenheit habe, eine Frau mitten in der Einsamkeit des Waldes zu verführen, dann nutze ich meine Chance«, höre ich seinen tiefen Bass.
Plötzlich komme ich mir wie ein naives kleines Mädchen vor. Natürlich, er war seit Wochen allein hier draußen, einzig der wöchentliche Kontakt zu seinen Kollegen mit der Lebensmittellieferung bestand. Eine Frau hatte er länger nicht mehr gesehen, geschweige denn berührt. Erst ärgere ich mich, dass mich darauf niemand aufmerksam gemacht hat, doch ich hätte selbst daran denken können.
Komischerweise bereitet mir der Gedanke keine Angst, sondern ein erregendes Kribbeln. Ich bin aus unerfindlichen Gründen sicher, dass er mir nicht wehtun wird und die Gelegenheit, einen absolut trainierten Holzfällerkörper zu berühren, ist auch für mich nicht alltäglich. Die Idee, ihn in seine Schranken zu weisen, oder gar zu protestieren, kommt mir nicht. Stattdessen kreisen meine Gedanken um die Heftigkeit, mit der er mich wohl nehmen wird. Vielleicht ist er auch fertig, bevor es für mich anstrengend wird, schließlich muss sich in ihm einiges aufgestaut haben.
Als wenn er meine Gedanken lesen kann, sagt er: »Mach dir keine Sorgen, wir kümmern uns hier sehr gut um uns selbst. Ich kann länger, als dir lieb sein wird.«
Damit ist meine Frage ungestellt beantwortet. Er hält sich mit Wichsen im Training. Ich drehe mich um, sodass unsere Gesichter gegenüberliegen und ich mir genauer ansehen kann, was auf mich zukommt. Die Tatsache, dass er bereits vollkommen nackt ist, finde ich völlig natürlich.
»Wir sollten für Gleichstand sorgen, was die Kleidung betrifft«, schlägt er vor.
Da meine Temperatur inzwischen um einige Grad gestiegen ist, habe ich nichts dagegen, mich von allen Kleidungsstücken zu trennen. Für Scham oder Zurückhaltung ist hier kein Platz. Ich liege völlig ausgeliefert vor ihm, fühle seinen ganzen Körper an meinem. Überall wo unsere Haut sich berührt, fängt es an zu glühen, als wenn viele kleine Vulkane auf meinem Körper verteilt sind und bald aktiv werden. Er hat es nicht eilig, sieht mich nur an und berührt mein Gesicht mit seiner rechten Hand. Sein linker Arm stützt meinen Kopf und umfasst meine Schultern so kraftvoll, dass meine Brüste prall an seine Front gedrückt werden. Wir sehen einander in die Augen und ich versuche zu lesen, was in seinem Kopf vorgeht, doch das tiefe Grün ist wie ein See ohne Grund.
Im Zeitlupentempo kommt er näher und ich bin gespannt, wie sich seine vollen Lippen auf den meinen anfühlen werden. Ich schließe die Augen, um völlig zu genießen, was auf mich zukommt. Es ist eine wundervolle Mischung aus Gier und absoluter Leidenschaft. Bereits bei diesem Kuss wird mir klar, dass er um nichts in der Welt zu stoppen gewesen wäre. Es war kein Funken von Ungeduld in ihm, doch alles an seinem Körper und seinem Handeln macht deutlich, was er will und dass er es sich nehmen wird. Während seine Zunge die meine sucht, wandert seine rechte Hand in Richtung Süden. Zwar knetet er meine Brüste und spielt auch kurz mit seinem Daumen an den Brustwarzen, doch er hat ein klares Ziel und hält sich nicht lange im oberen Bereich auf. Zeige und Mittelfinger finden zielsicher meine Klit und beginnen, sie mit kreisenden Bewegungen zu wecken.
Ein tiefer Seufzer dringt aus meiner Kehle, denn spätestens jetzt ist mir klar, dass ich es nicht mit einem Anfänger zu tun habe. An meinem rechten Oberschenkel fühle ich seine starke Mitte und ich freue mich jetzt schon darauf, sie gleich näher zu spüren. Ich denke anfangs, er hat bereits einen harten Schwanz, doch innerhalb kürzester Zeit stelle ich fest, dass ich mich getäuscht habe. Das, was ich nun fühle, ist nicht einfach nur hart, sondern erzählt mir davon, dass ich gleich von einem Stück Stahl durchbohrt werde. Seine Finger sind zwischenzeitlich tief in mich eingedrungen, um mein Innerstes zu erkunden. Mit feinen massierenden Bewegungen in meiner Spalte, holt er den tief in mir wartenden Saft hervor. Die ganze Zeit über hat mich sein Mund verwöhnt und mir keine Atempause gegönnt, auch nicht, als er mich auf den Rücken dreht und mit seinem ganzen Gewicht auf mir liegt. Seine Knie drücken meine Oberschenkel nach außen, sodass mein Eingang für ihn grenzenlos offen liegt. Er hält mich immer noch fest umschlungen und streichelt mit seiner rechten Hand mein Gesicht. Ich fühle seine Eichel an meiner Klitoris auf- und abreiben und strecke mein Becken nach oben, um ihm zu signalisieren, dass ich mehr als bereit bin, ihn in mir aufzunehmen.
Doch er lässt mich warten und scheint es zu genießen, die Vereinigung herauszuzögern. Mein Atem geht schneller.
...
Nach ungefähr einem Monat befinde ich mich in einem fast erholsamen Halbschlaf, als ich registriere, wie sich das leise Piepen der Videoüberwachung über meiner Eingangstür meldet. Neben meinem Bett wird die Sicht durch den Spion auf einen kleinen Bildschirm projiziert. Vor der Tür steht Neil und er ist völlig unbekleidet. Mit der rechten Hand bestätige ich den Türeinlass und setze mich auf. Bevor ich mich hinstellen kann, ist Neil bereits an meinem Bett und küsst mich ohne Vorwarnung leidenschaftlich. Seine starken Arme halten mich fest, als sei ich der Rettungsring eines Ertrinkenden.
Während sein linker Arm weiter meine Hüfte umfasst, reißt mir seine rechte Hand den Einteiler herunter, den seine Haut von meiner trennt. Ich presse mich an ihn und fühle seine pulsierende Erregung. Seine Lippen bleiben auf mir, als sein Gewicht mich zurück auf mein Bett dirigiert. Willig lasse ich mich nach hinten fallen, breite meine Schenkel aus und empfange ein unfassbar dickes Glied. Zum ersten Mal bin ich dankbar für die Schallisolierung, denn sämtliche Mitbewohner hätten sonst meine ekstatischen Schreie gehört. Es ist nicht so, dass ich lange nicht mehr gevögelt worden bin, aber das, was in mir steckt, scheint weit über das normale Maß hinauszugehen. Obwohl meine Reaktion ihn anfeuert, kümmerte er sich in erste Linie um seine eigene Befriedigung. Immer noch im Klammergriff, treibt er sein Fleisch in mich, die Muskeln seiner Oberschenkel zucken an meinen, seine Erlösung ist jetzt nicht mehr weit. Ich versuche, seinen Orgasmus zu verzögern, indem ich einen schwachen Moment seiner Umklammerung nutze. Mein Körper dreht sich auf seinen und ich entziehe ihm meine Spalte mit einer fließenden Bewegung nach oben. Seine Hände greifen tief in meine Hüften und ziehen mich wieder nach unten, doch ich bleibe stark. Nur seine Spitze verbleibt in mir, der Rest liegt im Freien und wartet auf erneuten Einlass. Ich möchte mir unser spontanes Abenteuer nicht so schnell nehmen lassen und bestimme daher ab sofort das Tempo. Langsam hebe und senke ich meinen Körper auf den glühenden Speer, der mich teilt, manchmal nur bis zu seiner Hälfte, dann wieder ganz.
Völlig auf mich selbst konzentriert, merke ich zu spät, wie Neil unsere Position wieder zu seinen Gunsten wendet. Die Geschwindigkeit wird erhöht und es bleibt mir nur, zu nehmen, was er mir gibt. Bewundernd wandern meine Augen über seinen sehnigen Oberkörper. Obwohl er sich offensichtlich nicht lange beherrschen kann, erkenne ich die gute Kondition, die in ihm steckt. Feine Linien zeichnen sich unter seiner Haut ab, die Anspannung ist gut erkennbar. Gern würde ich noch mehr davon sehen und alles berühren, doch plötzlich spannt sich sein ganzer Körper an wie eine Stahlfeder, um nur Sekundenbruchteile später auf mir auseinanderzubrechen wie poröses Gestein.
***
Am nächsten Morgen verhält er sich nicht anders als sonst. Für einen kurzen Moment überlege ich sogar, ob ich das Erlebnis geträumt habe. Doch als wir für einen Augenblick allein an seinem Forschungstisch stehen, fühle ich seine Hand auf meinem Hinterteil. Es ist also wirklich passiert und anscheinend ist er offen für eine weitere Erfahrung. Bevor ich ihn darauf ansprechen kann, wird er vom Leiter in dessen Bereich gerufen.
Da meine Pause beginnt, wechsle ich in den Hauptraum. Ich setze mich zu den Kollegen und wir unterhalten uns angeregt über alles Mögliche. Irgendwann kommen wir natürlich auf den Tratsch und nichtanwesende Personen werden erwähnt. Darunter auch Neil.
»Das ist alles seit der Marsmission. Hätten sie daran nicht gemeinsam teilgenommen, wäre er auch nicht so deprimiert«, sagt ein Mann.
Das zustimmende Nicken aller anderen lässt mich aufhorchen.
»Wie meinst du das, was ist denn passiert?«, will ich wissen.
»Er hat dort seine Frau verloren. Der fremdartige Virus hat sie als eine der Ersten erwischt, innerhalb von sechs Stunden war sie schon nicht mehr ansprechbar. Sie wurde vor Ort beerdigt und er hat die Station als einer der wenigen Überlebenden verlassen. Es hat Wochen gedauert, bis sie ihn aus der psychiatrischen Seelsorge entlassen haben. Seitdem hat er niemanden mehr in seine Nähe gelassen.«
Das erklärt einiges. Natürlich hält man sich aus Eigenschutz andere Menschen vom Hals, um nicht wieder einen solch schweren Verlust durchleben zu müssen. Lieber allein, aber dafür sicher vor Gefühlen. Um nicht allzu neugierig zu wirken, frage ich nicht weiter nach.
Auch die anderen schweifen ab und am Ende sitzen wir zusammen und spielen Scrabble. Wer einen wissenschaftlichen Begriff mit mehr als fünfzehn Buchstaben legt, muss in die Angeber-Kasse einzahlen. Ein giftgrünes Sparschwein mit drei Augen und Federn statt Kringelschwanz. Eine Assistentin erzählt stolz, dass sie es als Bastelarbeit selbst gebaut hat, um sich von der Einöde der Umgebung abzulenken. Sobald nichts mehr hineinpasst, wird davon ein neues Spiel auf der Erde bestellt und mit der quartalsmäßigen Lieferung gebracht. Ich bin gut gelaunt und lache mit den anderen, die Arbeit hier macht doch mehr Freude als erwartet.
Auf dem Weg zu meiner Kabine begegne ich Neil. Mit dem neuen Wissen über seine Vergangenheit reizt es mich umso mehr, ihm nahe zu sein, auch wenn ich damit vermutlich in einen gefährlichen Bereich vorstoße. Bevor er betont achtlos an mir vorbeilaufen kann, stelle ich mich ihm frech in den Weg.
»Sie wollten mir doch bei Gelegenheit diese Trainingseinrichtung genauer erklären, wie wäre es heute Abend?«, locke ich ihn.
Er dreht sich zu mir um und scheint nur kurz zu zögern, während er mich mustert. Keinerlei Überraschung in seinem Gesicht, mehr eine Form von Erwartung. Als wenn es völlig selbstverständlich ist, dass ich ihn nach einem intimen Treffen frage. Ich überlege, mich darüber zu ärgern, doch dann besinne ich mich. Schließlich ist es einerseits nachvollziehbar und außerdem will ich ihn selbst als abweisenden Macho.
»Natürlich, ich erinnere mich«, sagt er gelassen. »Was halten Sie von heute Abend gegen zehn Uhr irdischer Zeit? Melden Sie sich kurz per Call, bevor Sie starten. Und ziehen Sie sich etwas Lockeres an, unbequeme Kleidung behindert nur die Aktivität.«
Wie gewohnt zieht er weiter, ohne meine Zustimmung abzuwarten, obwohl er doch eine Frage gestellt hat. Etwas anderes habe ich auch nicht erwartet. Dennoch kann ich mir einen kleinen Seufzer nicht verkneifen. Ich schaue seinem festen Hinterteil hinterher, während es um die Ecke und aus meinem Blickwinkel verschwindet.
Wir folgen beide dem normalen Tagesablauf und gehen nach dem abendlichen Beisammensein mit den anderen zurück in unsere Schlafstätten. Als ich sicher sein kann, dass alle anderen eingeschlafen sind und niemand uns beobachten wird, nehme ich über die Videobildschirme kurz Kontakt auf und dirigiere ihn zum Fitnessraum. Ich trage lediglich ein Top, das mir viel zu lang ist, und geradeso über meine Pobacken reicht.
Im Sportbereich wartet er bereits auf mich, seine Augen nehmen mein Gesicht gar nicht wahr. Reden ist nicht erwünscht und würde vielleicht die Kollegen aufschrecken, daher sage ich nichts und stelle mich an die Schlingen.
Ich ziehe meinen Körper mit beiden Armen in die Höhe, als würde ich an Ringen turnen wollen. Etwa einen Meter über dem Boden hängt ein breites Band mittig in der Konstruktion. Ich lasse meinen Körper langsam mit weit gespreizten Beinen nach unten sinken. Freudig schwingt das Gestell leicht nach vorn wie auf einer Schaukel. Neil steht vor mir und betrachtet mein Geschlecht. Als ich mir vorstelle, wie es wäre, wenn er mich oral befriedigt, geht er auf die Knie. Seine Hände umfassen meine Pobacken und er setzt seinen Mund auf meiner Perle an. Alles, was gerade noch in meinem Kopf aktiv dachte, wird gelöscht und auf Null gesetzt. Ich fühle nur noch, sende alle Energie, die ich habe, in meine untere Mitte.
***
Während die Wellen in mir wieder kleiner werden, höre ich seltsame Geräusche in meiner Nähe. Ich hebe meinen Kopf und sehe, wie er sich einen Double-Vibrator überstülpt. Diese schöne Erfindung soll sowohl ihn als auch mich stimulieren. Ein weicher Silikonschlauch umschließt seinen Penis und gibt feine Impulse an ihn ab. Zeitgleich tut die genoppte Oberfläche in meinem Inneren ein gutes Werk. Bisher kenne ich dieses Spielzeug nur von Bildern, es wird sicher heftiger als mir lieb ist.
Da ich nicht feuchter werden kann, ist keinerlei Gleitgel nötig. Neil positioniert sich genau an meiner Vagina und testet, wie sich das Eindringen mit Aufsatz für uns anfühlt. Es dehnt mich vom ersten Millimeter an und macht deutlich, was hier noch zu holen ist. Auch für ihn wird es intensiver, sobald er seinen prallen Schwanz ganz reingeschoben hat, denn dann drückt das Silikon die inneren Kontakte noch näher an seine Haut. Als wenn die Beschaffenheit nicht drastisch genug wäre, ist in das gesamte Teil eine feine Elektronik eingebaut, die zusätzlich rotieren und Vibrationsimpulse senden kann. Neil arbeitet sich in mich und kaum berühren seine Hoden meine Haut, drückt er auf die kleine Fernbedienung, die in seiner Hand gewartet hat. Es ist unbeschreiblich, so viel auf einmal zu empfinden.
Manchmal hat man einfach nur durchschnittlichen Sex, solchen, bei dem man hofft, dass er nicht allzu lange dauert und der Mann nicht merkt, wie gelangweilt man eigentlich ist. In anderen Fällen gibt es den überraschenden Fick, der neue Stellungen und Erregung mit sich bringt. Meist ist dieser zwar schneller beendet als gehofft, aber trotzdem bleibt es kalkulierbar. Es ist erkennbar, wann der andere seinen Höhepunkt haben wird, die Konzentration ist immer zu einem kleinen Teil beim Partner.
Doch dieser Vibrator macht dies alles zunichte. Es ist keinem von uns beiden möglich, auf den anderen zu achten. Alles Denken ist abgeschaltet, sämtliche Energie sammelt sich in den Genitalien. Ich kann nicht sagen, ob Neil ihn mit Absicht vibrieren lässt oder ob er es einfach nicht schafft, ihn zu deaktivieren. Wir krallen uns beide in die Seile und die kleine Kabine um uns herum nimmt alle Emotionen in sich auf wie ein Schwamm.

Schreiben Sie die erste Kundenrezension!

REZENSION SCHREIBEN

Ihre Bewertung*
0 / 5 Sterne
Hinweis:
Ihre E-Mail Adresse wird natürlich nicht in den Kundenrezensionen veröffentlicht!