E-Books als ePUB für Tolino & iBooks,
Kindle (mobi) und PDF bestellen...

Acht erotische Geschichten mitten aus dem Leben | Erotische Geschichten

von

Dieses E-Book entspricht 192 Taschenbuchseiten

Acht Frauen lassen Sie teilhaben an ihren aufregenden erotischen Abenteuern: Begleiten Sie Steuerprüferin Charlotte bei ihrem ersten Dreier, verfolgen Sie, wie Julia ihren Chef nach ihrer Pfeife tanzen lässt, oder schmunzeln Sie über den Universitätsprofessor, der zum Spielball seiner Studentin Anna-Lena wird. Vielleicht schauen Sie sich bei Ihrem nächsten Hotelaufenthalt auch die Rezeptionistin genau an und erinnern sich an Helena, die ihre Finger nicht von Liv Sophie lassen konnte. Und was werden Fiona, Emma, Valentina und Tessa wohl so erleben?

Über den Autor Linda May:
Linda May hat es sich zur Aufgabe gemacht, erotische Literatur mit viel Gefühl zu schreiben. Erotik in all ihren Facetten nimmt in ihren Büchern einen großen Teil ein, es wird aber immer auch eine Geschichte erzählt. Dabei beschreibt Linda die Charaktere der Protagonisten so, dass im Kopf der Leserin und des Lesers ein Bild entsteht und die Gefühle und das Handeln der Personen nachvollzogen werden können. Eine besondere Rolle spielt Erotik unter Frauen – egal ob zärtlich, dominant oder devot. „Ich freue mich, wenn Ihnen meine Bücher gefallen und Sie mir Anregungen für zukünftige Geschichten schicken. Zögern Sie nicht, mir Ihre Wünsche mitzuteilen – vielleicht lesen Sie in einem der nächsten Bücher ja dann ‚Ihre‘ Geschichte.“

Acht erotische Geschichten mitten aus dem Leben | Erotische Geschichten

von Linda May

Als er Julia einstellte, war er von ihren Leistungen und Zeugnissen sehr angetan. Ihre Attraktivität tat das Übrige. Er wusste noch genau, in welchem Kostüm sie zum Gespräch erschien und ihn durch ihr selbstbewusstes Auftreten – und nicht zuletzt mit dem häufigen Übereinanderschlagen ihrer wunderschönen Beine – kurz aus dem Konzept brachte und ihn in ihren Bann zog. Trotzdem dachte er zum damaligen Zeitpunkt nie an das, was sich heute scheinbar ereignen würde. Mit ihren zweiunddreißig Jahren war sie zwar acht Jahre jünger als er, dies übte jedoch einen besonderen Reiz auf ihn aus. Natürlich war sie selbstbewusst, das mochte er. Und auch die eine oder andere spitze Bemerkung fiel in der Vergangenheit und manchmal verursachte ihre Reaktion für einen kurzen Moment Gedanken an das Unmögliche, ja, an das Unvorstellbare. Und von Anfang an blieb sie immer so lange im Büro, bis er sie schließlich nach Hause schickte. Es gab Tage, an denen er bis spät in die Nacht an seinem Schreibtisch saß. Und heute schien wieder ein solcher Tag zu werden. Nur diesmal würde er sie nicht nach Hause schicken, dazu hatte er sich schon voll und ganz auf „ihr Spiel“ eingelassen. Aber was war heute anders?
Sie brachte ihm am frühen Morgen einen Kaffee und er fragte sie, ob sie seine Mail gelesen hätte. Sie war bereits im Hinausgehen, drehte sich kurz vor der Bürotür um
und schaute ihn unschuldig an. „Ja, das habe ich!“, lautete ihre Antwort. Er wartete auf den nächsten Satz, sie sah ihn jedoch nur an.
„Und, schaffen Sie das bis morgen?“, fragte er. „Wenn ich will, ja!“, antwortete sie mit einem Grinsen. „Und – wollen Sie?“, ergänzte er spontan und verwirrt.
„Wenn Sie mich lieb bitten, vielleicht“, lachte sie ihn an, öffnete die Tür und trat hinaus.
Für einen kurzen Moment versagte ihm die Sprache und ehe er begriffen hatte, welches Spiel sie soeben begonnen hatte, war er schon mittendrin.
Er lehnte sich in seinem schweren Stuhl zurück und überlegte, wie er reagieren sollte.
Es erregte ihn, wie sie mit ihm sprach und er entschied sich, ihr eine Mail zu schreiben.
„Dann bitte ich Sie jetzt mal ganz lieb“, schrieb er mit einem grinsenden Emoji hinter dem letzten Buchstaben und drückte auf senden. Ihre Antwort kam prompt.
„Sie werden mich heute nicht nur darum bitten, das verspreche ich Ihnen“, las er in der Antwort und genau jetzt spürte er seine Erektion. Immer wieder las er diesen Satz und in seinem Kopf spielten sich die wildesten Fantasien ab. Was hatte sie vor?
Er dachte über seine Reaktion nach und währenddessen klingelte sein Telefon. Es war der Klingelton, der einen internen Anruf signalisierte. Er nahm den Hörer in die Hand.
„Möchten Sie noch einen Kaffee haben?“, fragte sie ihn so, als wäre alles, wie es immer war. Er bejahte ihre Frage und konnte es kaum erwarten, bis sie sein Büro betrat.
Sie klopfte kurz, öffnete die Tür und stellte das Tablett links außen auf seinen Schreibtisch. „Haben Sie sonst noch einen Wunsch?“, fragte sie ihn sehr direkt.
„Nein, alles bestens“, antwortete er. Sie stand vor seinem Schreibtisch und grinste ihn an. Er schaute in ihr Gesicht und seine Lippen zeigten ein deutliches Schmunzeln.
„Habe ich das mit Ihrem Versprechen richtig verstanden?“, durchbrach er die
Stille und ging in die Offensive. Sie zuckte mit den Schultern, zog eine Schnute.

„Das werden wir später sehen“, säuselte sie ihm zu, drehte sich um und verließ sein Büro. Es waren nur einige Sekunden, die er ihr hinterhersah. Sie bewegte sich sehr elegant auf ihren hohen Pumps, die ihre perfekten Beine trotzdem noch verlängerten.
Sie trug schwarze Strümpfe zu einem dunkelgrauen Kostüm, alles war perfekt aufeinander abgestimmt. Diese Sekunden waren wie eingebrannt, ihr Po zeichnete sich
deutlich unter dem engen Rock ab. Dieses Bild setzte sich in seinen Gedanken fest.
Er atmete tief durch und befreite sich aus seiner kurzen Träumerei.
***
Es war mittlerweile 15 Uhr und er beschloss, einen Rundgang durch das Büro zu machen
und zu schauen, in welcher Stimmung seine übrigen Angestellten waren. Er durchschritt Julias Büro, die ihren Kopf anhob und ihn süffisant angrinste.
Als er den Flur entlangging, nahm er die Weihnachtsstimmung bewusst wahr. Aus einem größeren Büro, in dem vier Mitarbeiter saßen, klang das unvermeidliche Last Christmas
von Wham! aus dem Radio und automatisch begann er, mitzusingen. Er betrat das große Büro und seine Mitarbeiter stimmten ein. Grundsätzlich pflegte er den lockeren und vertrauensvollen Umgang mit seinen Mitarbeitern, damit hatte er in seinem Berufsleben die besten Erfahrungen gemacht. Man unterhielt sich über die bevorstehende betriebliche Weihnachtsfeier und er schaute noch in zwei weiteren Büros vorbei. Er hatte sich abgelenkt, kehrte in sein Büro zurück und setzte sich an seinen Schreibtisch. Das Mailprogramm war noch geöffnet und im internen Eingangsordner las er ihren Absender. Er öffnete die Mail.
„Ich habe sehr genau bemerkt, wie Sie beim Hinausgehen auf meinen Po und meine Beine gestarrt haben. Hat Ihnen gefallen, was Sie gesehen haben?“, las er wieder und immer wieder. Spontan antwortete er: „Sehr sogar“, und drückte auf senden. Nun saß er vor dem PC und wartete auf eine Antwort. Sie ließ ihn schmoren. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam ihre Antwort. „Darüber werden wir später noch reden – wenn ich es will!“.
Es erregte ihn zusehends, plötzlich und unerwartet in die untergeordnete Rolle gedrängt worden zu sein. Diese Art der Dominanz hätte er ihr niemals zugetraut und je länger er sich bestimmte Bilder ausmalte, desto erregter wurde er. Er wollte, dass sie ihn dominierte und er dabei voll und ganz auf seine Kosten kam. Diese Konstellation, die sich nun umgekehrt anhand der Machtverhältnisse ergeben würde, machte ihn fast wahnsinnig, einen klaren Gedanken konnte er nicht mehr fassen. Und Julias Outfit tat sein Übriges. Seine Fantasien zauberten ein Bild nach dem anderen vor seine Augen.
Und ja, er wollte von seiner Assistentin unterworfen werden – von einer solchen Situation hatte er oft geträumt, jedoch spielte Julia dabei keine Rolle. In seinen Fantasien spielte eher eine bestimmte Mandantin oder die Ehefrau eines Bekannten diese Rolle.
Auf seine Arbeit konzentrieren konnte er sich heute schon lange nicht mehr.
***
Die ersten Mitarbeiter verabschiedeten sich in den Feierabend. Er konnte es kaum erwarten, mit Julia allein zu sein. Nur was sollte er machen? Die Initiative ergreifen?
Gegen 18 Uhr verließ die letzte Mitarbeiterin das Büro und er wollte abwarten, was passierte. Kurze Zeit später hörte er das Klimpern eines Schlüsselbundes an der Haupteingangstür. Er erhob sich, öffnete seine Bürotür und sah gerade noch, wie Julia ihren Schlüssel von innen in das Schloss steckte und die Tür verschloss. So konnte niemand trotz Schlüssel die Bürotür aufschließen. Sie drehte sich zu ihm um und grinste.
Langsam ging sie auf ihn zu, blieb kurz vor ihm stehen. Er spürte ihren Atem, sie blickte ihn ernst an.
„Mein Spiel gefällt dir also“, flüsterte sie ihm zu und durch das überraschende Duzen war die Distanz zwischen Chef und Assistentin plötzlich nicht mehr vorhanden. „Du machst mich geil damit“, flüsterte er zurück und begann, sie langsam mit seiner Hand von ihrer Schulter abwärts zu berühren.
„Du bist ein echtes Luder, das hätte ich dir niemals zugetraut. Und scheinbar kennst du meine verborgenen Wünsche sehr genau“, flüsterte er ihr leicht stöhnend zu.
Sie griff seine Arme, presste diese über seinen Kopf an den Türrahmen und schaute ihn nur an. Ihr Blick war diabolisch, ernst und doch verspielt. Ihr Kopf kam dem seinen immer näher. Mit ihrer linken Hand griff sie zwischen seine Beine und konnte seine Erregung sehr deutlich fühlen. Er schloss die Augen und hoffte, sie würde jetzt genau in diesem Moment seinen Reißverschluss öffnen, sich vor ihn knien und genussvoll seinen Schwanz blasen. Unerwartet nahm sie ihre Hand weg und griff fest an sein Kinn. Er hielt die Augen geschlossen, bis er eine sehr leichte Ohrfeige spürte. Er stöhnte auf. „Du wirst ausschließlich das machen, was ich dir erlaube, lieber Leon“, flüsterte sie in sein Ohr.
Er öffnete seine Augen, die erwartungsvoll leuchteten. Wieder gab sie ihm einen Klaps auf die rechte Wange und blickte ihn fragend an. Er begriff, dass sie auf eine Antwort wartete. „Ja, das werde ich“, sagte er stöhnend zu ihr. Sie ließ von ihm ab, blickte jedoch an ihm herab und nahm die immer größer werdende Ausbeulung seiner Hose grinsend zur Kenntnis.
„Mach uns eine gute Flasche Rotwein auf und stell die gefüllten Gläser auf deinen
Schreibtisch“, kommandierte sie. Er ging in den Besprechungsraum, in dem auch einige alkoholische Getränke lagerten. Er suchte die Flasche mit dem besten Rotwein, ging in die Büroküche und öffnete sie. Hier sah er kurz in den Spiegel und konnte eine sehr leichte Rötung seiner Wange erblicken. Er strich mit seiner Hand darüber und dachte sofort an ihren Blick. Schließlich kehrte er mit einem Tablett, auf dem sich die Flasche und zwei Gläser befanden, in sein Büro zurück und blieb beim Betreten kurz stehen.
Ihr Anblick erregte ihn sofort, kurze Zeit konnte und wollte er seine Blicke nicht von ihr lösen. Julia saß in seinem schweren Ledersessel, hatte Rock und Bluse ausgezogen und ihre Beine in den schwarzen, halterlosen Strümpfen leicht übereinandergeschlagen auf seinen Schreibtisch gelegt. In die Stereoanlage hatte sie eine CD mit Hintergrundmusik eingelegt, die sanft aus den Boxen tönte. Er stellte das Tablett ab, füllte die beiden Gläser und reichte ihr eines.
„Auf unseren Abend, scheinbar einen ganz besonderen“, flüsterte er und stieß mit ihr an. Er dachte, sie würde etwas ergänzen – aber Julia grinste ihn nur an. Er betrachtete sie sehr genau. Der knallrote Lippenstift, abgestimmt mit ihrem Nagellack, der spitzenbesetzte BH, der von ihren Brüsten mehr durchscheinen ließ, als er verdeckte, der Spitzenabschluss ihrer halterlosen Strümpfe, die High Heels mit dem spitzen Absatz.
An ihrem Körper harmonierte alles und es fiel ihm schwer, zu entscheiden, wohin er zuerst schauen sollte.
...
Wieder überkam mich diese innere Wärme, was war nur mit mir los? War es die Art und Weise, wie sie mich ansah und ansprach? Oder waren es meine fantasievollen Gedanken, die sich in meinem Kopf ausbreiteten? Ich hatte keine Antwort.
Den kurzen Weg in der achten Etage zur Suite ging sie vor mir, ihre Bewegungen waren sehr harmonisch. Sie öffnete die Tür und ließ mich zuerst eintreten. Mein Gepäck stand bereits im Ankleidezimmer, meine Kosmetikbox im Bad. Sie erklärte mir kurz einige „Basics“ der Suite und wollte sich verabschieden.
„Darf ich etwas anmerken?“, fragte sie mich. „Natürlich, gerne“, war meine Antwort.
„Ihr Vorname Liv Sophie ist sehr außergewöhnlich, aber wunderschön.“ Sie lächelte mich an. „Danke, das höre ich sonst nur von Männern.“ Ich erwiderte ihr Lächeln und setzte fort: „Helena ist ebenfalls ein schöner, eleganter Vorname. In der heutigen Zeit lernt man selten Menschen mit solchen Vornamen kennen. Wie lange müssen Sie heute noch arbeiten?“, fragte ich sie neugierig und aus dem Bauch heraus. „Glücklicherweise nur bis 23:30 Uhr, dann werde ich abgelöst.“ Sie ergänzte: „Im Restaurant sitzt noch eine sehr große Gesellschaft, ich habe Ihnen einen Tisch in einem ruhigeren Bereich reservieren lassen.“ „Sehr aufmerksam von Ihnen, vielen Dank“, erwiderte ich. „Darf ich sonst noch etwas für Sie tun?“, fragte sie und ihr Blick war wieder sehr geheimnisvoll und direkt. „Vorerst nicht, danke“, antwortete ich mit einem Schmunzeln.
„Zögern Sie bitte nicht, mich sofort zu kontaktieren, falls ich Ihnen behilflich sein darf.“ Sie lächelte zum Abschluss. Bevor sie die Tür hinter sich schloss, drehte sie sich noch einmal zu mir, lächelte und blickte mich direkt an. Mein Blick schien sie zu beeindrucken.
Ich öffnete den Koffer, räumte die Sachen in den Schrank und in die Schubladen.
Ich zog mich aus, warf meine Dessous und die Strümpfe in den Sessel neben dem Bett, das Kostüm hängte ich in den Schrank. Ich stellte mich unter die geräumige Dusche und ließ das warme Wasser an mir herunterprasseln. Zwangsläufig dachte ich an Helena und fragte mich immer wieder, warum dies so war. Bisher fühlte ich mich nicht zu Frauen hingezogen, hier passierte dies zum ersten Mal in meinem Leben – und es schien nicht nur eine Laune zu sein. Vor allem gefiel es mir außerordentlich gut und dies teilten mir meine Gefühle überdeutlich mit. Ich schminkte mich nach, wählte spitzenbesetzte Dessous aus, zog ein Sommerkleid darüber und schlüpfte in meine Sling-Pumps, um ins Restaurant zu gehen. Der Fahrstuhl hielt im Erdgeschoss, Helena sah mich und kam mir sofort entgegen. „Sie sehen toll aus.“ Lächelnd betrachtete sie mich und ging neben mir bis zum Restaurant. „Danke.“ Ich freute mich über das Kompliment. Sie brachte mich direkt an den für mich reservierten Tisch und verabschiedete sich von mir.
***
Ich verzichtete auf eine Vorspeise, bestellte mir einen leichten Weißwein und das Hauptgericht. Helena sah ich nicht mehr.
***
Ich betrat die Suite, setzte mich auf die Terrasse und steckte mir eine Zigarette an. Schlafen wollte ich nicht sofort und blätterte in der Karte des Room Service. Letztendlich entschied ich mich, noch etwas zu bestellen. Schließlich war am nächsten Tag die erste Besprechung um 12 Uhr angesetzt, also konnte ich länger schlafen und relaxen. Es war mittlerweile 23:30 Uhr, als ich die Servicetaste am Telefon drückte. „Hier ist der Room Service, guten Abend Frau Wagner. Was darf ich für Sie tun?“, begrüßte mich eine bekannte Stimme – es war Helena. Ich lächelte in mich hinein.
Ich wollte sündigen und bestellte eine Flasche des Weißweines, den ich im Restaurant getrunken hatte und von der Dessertkarte eine große Variation an Dolci. „Sehr gerne, Frau Wagner“, bestätigte Helena und verabschiedete sich. Es dauerte nicht lange, bis es schellte und ich die Tür öffnete. Helena stand vor mir mit einem kleinen Servierwagen, auf dem im oberen Bereich meine Bestellungen perfekt arrangiert und dekoriert standen. Helena schob den Wagen hinein und fragte mich, wo sie eindecken sollte. Ihre Kleidung war noch dieselbe, lediglich der Lippenstift war nachgezogen und betonte ihre vollen Lippen besonders. „Es ist eine laue Sommernacht, decken Sie bitte auf der Terrasse ein.“
Helena schob den Wagen auf die Terrasse und deckte den kleinen Tisch mit einer Tischdecke, Besteck und Stoffserviette ein. Den Weißwein öffnete sie und goss einen kleinen Schluck in das Glas. „Möchten Sie den Wein probieren?“, fragte sie. Ich probierte und gab ihr durch ein Nicken zu verstehen, dass alles perfekt war.
„Haben Sie nicht schon Dienstschluss?“, fragte ich neugierig. „Ja, aber ich wollte Ihnen noch die Bestellung bringen.“ Sie lächelte mich an und ihre Augen funkelten. Ich überlegte, ob ich nun nachfragen sollte, warum sie dies unbedingt noch machen wollte.
„Dann setzen Sie sich bitte zu mir, ich lade Sie ein. Auch wenn dies gegen die
Gepflogenheiten in einem Luxushotel spricht, bestehe ich darauf – und außerdem ist es ja jetzt ihre Freizeit.“ Ich lächelte und sah sie an. Sie überlegte kurz, ging in das Wohnzimmer, öffnete die Vitrine über der Bar und nahm ein Weißweinglas in die Hand. Vom unteren Boden des Servierwagens nahm sie ihre Handtasche und stellte diese auf das Sofa. Ich nahm ihr das Glas ab, füllte es und deutete ihr an, sich auf den Stuhl gegenüber zu setzen. Wir stießen an und kamen schnell ins Gespräch, ich bot ihr das „Du“ an, was sie sehr gerne annahm. Ich erzählte ihr ein wenig von meinem Job, Helena über ihren. Auch private Dinge kamen zur Sprache, Helena war genauso wie ich bereits einmal geschieden und lebte alleine. Die Stimmung zwischen uns war eigenartig vertraut und Helena zog mich magisch an. Es waren nicht nur ihre Augen, in die ich ständig blicken wollte.
Mit dem langstieligen Löffel begann ich, immer wieder etwas anderes von dem großen Dessertteller zu probieren. Helena hatte ich den zweiten Löffel gereicht, sie hatte jedoch abgelehnt. Als ich das Tiramisu probierte, war ich hin und weg. Ein traumhafter Geschmack, ich schnalzte mit der Zunge und reichte Helena den Löffel.
„Probier bitte, es schmeckt traumhaft.“ Als sie den Löffel entgegennahm, berührten sich unsere Hände etwas länger und ich verspürte einen sehr leichten Druck Helenas.
Sie probierte das Tiramisu, schloss genießerisch ihre Augen und stimmte mir zu. Nun nahm sie mit dem Löffel ein wenig der Mousse au Chocolat vom Teller, führte den Löffel zu ihrem Mund und leckte den verbleibenden Rest sehr provokant mit ihrer Zunge ab. Dabei blickte sie mich an, ich lächelte und in meinen Gedanken stellte ich mir das vor, was sie mit ihrer Zunge anstellen könnte.
Helena stand auf, füllte Weißwein nach und als sie so dicht neben mir stand, konnte ich wieder ihren Duft bewusst wahrnehmen, der perfekt zu ihr passte. Ich bot ihr eine Zigarette an und als ich ihr Feuer gab, umschlossen ihre Hände meine. Ich bekam eine Gänsehaut, meine Atmung wurde schwerer. Sie blickte mich an, süffisant, kokett und etwas überheblich. Sie spürte meine Verunsicherung, ich nahm wieder gegenüber Platz.
Wir redeten nicht viel, blickten uns nur an.
Nachdem sie die Zigarette aufgeraucht hatte, erhob sie sich. „Ich verschwinde mal ins Bad, ich kenne mich ja aus.“ Beim Verlassen der Terrasse blieb sie neben mir stehen, beugte sich herab und gab mir einen Kuss auf die Wange. „Es ist sehr schön mit dir, danke“, flüsterte sie mir zu und betrat die Suite. Mittlerweile spürte ich eine feine Wirkung des Alkohols und meine Gedanken schweiften ab. Ich dachte über meine lustvollen Erfahrungen mit anderen Frauen nach, da gab es aber nicht sehr viele. Natürlich die „Mädchenliebeleien“ der späten Jugend und als ich mit meinem ehemaligen Mann einmal in einem Club gewesen war, kam es zu einem Vergnügen mit einem anderen Paar. Die Frau war sehr erfahren und führte mich zu einigen Orgasmen in dieser Nacht, die ich sehr genoss. Nur was wollte Helena? Insgeheim hoffte ich, dass sie genau das wollte, was meine Fantasie hergab. Ich schaute in den Sternenhimmel, als ich Helenas Stimme vernahm.
„Liv Sophie, kommst du bitte mal“, hörte ich und es war keinesfalls als Frage formuliert, sondern ihr Ton war sehr bestimmend und hatte die beabsichtigte Wirkung auf mich.
Ich nahm mein Glas in die Hand, betrat die Suite sehr neugierig und sah Helena mit gekreuzten Beinen im Türrahmen des Ankleidezimmers stehen. Sie hatte Rock und Jacke ausgezogen, die blaue Bluse war geöffnet und gab den Blick auf ihre Dessous preis. Die dünnen, schwarzen Strümpfe waren halterlos, die Pumps verlängerten ihre Beine und wie sie so dort stand, war es ein traumhafter Anblick.
Sie knickte ihren Zeigefinger und deutete mir an, zu ihr zu kommen. Langsam und
provokant grinsend trat ich auf sie zu, das Glas in der rechten Hand. Helena küsste mich auf den Mund, ergriff meine linke Hand und führte mich direkt in das Schlafzimmer. Sie drückte mich an die Wand, nahm meinen linken Arm und hob ihn fest über mir an die Wand. Ihre Gesten waren eindeutig und sie beeindruckte mich damit – ich leistete keinen Widerstand. Sie näherte sich meinem Mund und als ihre Lippen auf meine trafen, öffnete ich sie und unsere Zungen spielten miteinander. Der Moment, sie so intim zu küssen, war einzigartig. Die ganze Zeit hatte ich mir dies gewünscht. Ich stöhnte laut auf und wollte sie mit meiner Hand berühren, sie streicheln. Aber sie ließ es nicht zu, ich entkam ihrem Griff nicht. In der rechten Hand hatte ich das gefüllte Glas mit dem Wein, eine Gelegenheit zum Abstellen war hier nicht vorhanden. So nahm ich den Kuss und ihre Zunge in meinem Mund sehr bewusst wahr und genoss es. Sie hatte eindeutig die Initiative ergriffen und duldete keinen Widerspruch. Helenas rechte Hand suchte den Weg unter mein Kleid, langsam streichelte sie mich mit ihren Fingern an meinen Oberschenkeln. Ich spürte, wie feucht ich wurde und wie sehr sie mich antörnte, mich unsagbar erregte. Ihre Hände strichen immer wieder dort entlang, streichelten mich auch oberhalb meines Lustzentrums, die direkte Berührung ließ sie jedoch vorerst aus.

Schreiben Sie die erste Kundenrezension!

REZENSION SCHREIBEN

Ihre Bewertung*
0 / 5 Sterne
Hinweis:
Ihre E-Mail Adresse wird natürlich nicht in den Kundenrezensionen veröffentlicht!