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Schloss der dunklen Leidenschaft | Erotischer SM-Roman

(19)

von

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Dieses E-Book entspricht 248 Taschenbuchseiten

Hildburghausen Anfang des 19. Jahrhunderts: Die zwanzigjährige Celina ist verzweifelt. Aufgrund finanzieller Probleme sowie der Spielsucht ihres Vaters muss sie sich – entgegen ihrer ursprünglichen Pläne – einen Ehemann suchen.
Als Celina auf einem Ball von einem aufdringlichen Verehrer beinahe vergewaltigt wird, flieht sie in den Wald und stößt auf die mysteriöse Sophia. Sie und ihr Gefährte Morelle führen ein sehr zurückgezogenes Leben in einem Schloss und werden von den Leuten »Dunkelgraf« und »Dunkelgräfin« genannt.
Trotz ihrer Skepsis tritt Celina eine Stelle als Gesellschafterin bei ihnen an und merkt ziemlich schnell, worauf sie sich eingelassen hat. Denn Sophia und Morelle führen sie schamlos in die Geheimnisse der Unterwerfung sowie der außergewöhnlichen Genüsse ein.
Sie sind aber nicht die Einzigen, die ein Geheimnis hüten …

Über den Autor Angelique Corse:
Schon von Kindesbeinen an galt Angeliques größte Leidenschaft dem Schreiben. 2015 begann sie, unter verschiedenen Pseudonymen vielseitige Werke zu veröffentlichen. Mit „Sünde in Schwarz“ legt sie ihr Debüt im Erotik-Genre vor. Was für sie den Reiz an SM-Erotika ausmacht? „Der Kontrollverlust und die absolute Hingabe. Außerdem das Verruchte, Verbotene.“

Schloss der dunklen Leidenschaft | Erotischer SM-Roman

von Angelique Corse

Ein erleichterter Seufzer glitt über ihre Lippen. Die erste negative Hürde auf dem Heiratsmarkt schien erfolgreich überwunden. Denn so heikel und ausweglos ihre Lage auch war – Celina zog ein Leben in Armut einer Ehe mit einem dreißig Jahre älteren Mann vor. Auch wenn sie das Caroline niemals sagen würde. Doch in so einer Verbindung wäre sie niemals mehr als eine mit Ehering geschmückte Hure, einzig und allein dafür zuständig, das verstaubte Bett ihres Mannes zu wärmen.
Die Musiker spielten zum Tanz und Celina erhob sich vom Diwan. Kaum hatte sie das getan, war sie von sechs jungen Männern umringt, die ihr Recht auf einen Tanz einfordern wollten. Celina reichte ihnen willig die mit Spitze bedeckte Hand, obwohl ihr Lächeln nur zum Teil echt war. Ihre Partner waren attraktiv, nach der neuesten Mode gekleidet und von gepflegter Erscheinung. Trotzdem hatte Celina das Gefühl, als würde jeder Einzelne von ihnen sie auf ihr Erscheinungsbild und insbesondere auf ihre hervorgehobene Weiblichkeit reduzieren. Natürlich versuchten sie aus Höflichkeit, den Blick auf ihre Augen oder ihr schmales Gesicht zu richten. Doch Celina spürte, dass die Augen ihrer Gegenüber wie aus einem inneren Zwang heraus immer wieder zu ihrem Dekolleté schweiften. Ebenso waren die Griffe um ihre Taille fester als nötig.
Celina konnte sich lebhaft vorstellen, dass die Herren gern anderes tun würden, als sich nur im Takt der Musik zu bewegen. Obwohl sie nicht prüde war und über eine Menge theoretisches Wissen diesbezüglich verfügte, spürte Celina ein starkes Unbehagen. Trotz der tadellosen Fassade machten diese Männer den Eindruck, als würden sie sie am liebsten sofort ins Bett holen oder schlimmer noch in der nächsten unbeobachteten Ecke verführen. Keiner setzte sich zu ihr oder versuchte, eine Unterhaltung zu beginnen, obwohl ihr Interesse offensichtlich war.
Nach dem gefühlt hundertsten Mal hatte Celina genug. Erschöpft ließ sie sich in die mit Satin bezogenen Kissen sinken und spielte gedankenverloren mit einer Haarsträhne. Verzweifelt versuchte sie, die aufsteigenden Tränen zu unterdrücken. Zwar hatte Celina gewusst, dass bei einer schnellen Verlobung körperliche Reize eine große Rolle spielten, aber dass die Männer sie ansahen wie ein Stück Fleisch, welches man ohne nachzudenken billig erwerben konnte, ging entschieden zu weit.
Celina ballte die Hände zu Fäusten und rief sich selbst zur Ordnung. Ihre schlechte Situation erforderte bedingungslose Anpassung. Sie musste einen Ehemann finden, um jeden Preis. So unauffällig wie möglich tupfte Celina sich die Schweißperlen von der Stirn und versuchte, ruhig zu bleiben.
Plötzlich fuhr Celina wie vom Blitz getroffen zusammen. Sie spürte einen intensiven Blick auf sich. Doch dieser Blick fühlte sich anders an als die übrigen an diesem Abend. Sie spürte Finsternis, Gier, aber auch eine gewisse Erhabenheit. Sie schluckte. Ihre Nackenhaare stellten sich reflexartig auf, als spürten sie ihre Angst. Wer beobachtete sie? Und wo befand sich derjenige? Obwohl Celina gezwungen war, ihre Haltung unverändert beizubehalten, ließ sie ihren Blick so unauffällig wie möglich durch den weiträumigen Saal wandern. Alles, was sie sah, waren Öllichter, Kerzen und Fackeln, die alles in ein leicht gebrochenes Licht tauchten. Nebenbei schwirrten die zahlreichen Gäste angeregt umher, junge Dandys und Männer jedes Alters. Erstere tanzten und schwatzten, während Letztere sich bevorzugt dem Genuss von Brandy und Zigarren widmeten.
Wenn sie nicht gerade auf Brüste starren, dachte sie zynisch.
Celinas Herzschlag beruhigte sich ein wenig, doch eine gewisse Unruhe blieb. War das Ganze vielleicht nur Einbildung?
Auf einmal hatte Celina das Gefühl, als stünde der Beobachter direkt hinter ihr. Sein kalter Atem streifte ihren Rücken. Gleich würde er sie von hinten packen. Blut schoss in Celinas Wangen und alles in ihr schrie danach, sich umzudrehen. Aber sie wagte es nicht – aus Furcht, sich lächerlich zu machen. Schließlich war es nicht einmal sicher, ob dieser Fremde überhaupt existierte.
Celina räusperte sich und griff hinter sich nach ihrem Jäckchen. Sie hatte einen Entschluss gefasst. Mit schnellen Schritten flüchtete sie aus dem Ballsaal, ohne nach links oder rechts zu schauen. Die Angst jedoch blieb, sogar dann, als die Mietkutsche sie wohlbehalten ins Elternhaus gebracht hatte.
Immer noch ängstlich zog sie sich in ihr Zimmer zurück. Was würde Caroline dazu sagen, dass Celina den Ball so überstürzt und ohne Gruß verlassen hatte? Die junge Frau kannte ihre Mutter gut genug, um zu wissen, dass diese ihr keine Vorwürfe machen würde. Aber die Enttäuschung in ihrem Blick zu sehen, war fast noch schlimmer, auch weil die Zeit erbarmungslos davonflog. Sie wollte sich gar nicht vorstellen, wie viel Geld Alvin verspielt hatte, während seine Tochter alles versuchte, um die Familie zu beschützen.
Celina stieß einen langen Seufzer aus und kniete sich auf ihr einfaches Bett. Träumerisch wanderte ihr Blick hinaus zum Mond, dessen silbernes Licht ihr Gesicht streichelte. Schon früh hatte sie sich gewünscht, so frei zu sein wie er. Die Menschen zu beobachten, um die Welt zu reisen und dabei vielleicht Wissen zu erlangen, das noch niemand besaß. Celina blinzelte die aufsteigenden Tränen fort und hoffte, dass ihre Träume nicht unwiderruflich der Vergangenheit gehörten.
Du belügst dich selbst, schallte die Vernunft durch ihren Kopf. Das Leben als Ehefrau endet mit dem Tod. Es sei denn, er macht dich zur Witwe.
Energisch versuchte Celina, ihre Gedanken auf etwas anderes zu richten, und erinnerte sich unwillkürlich an den beschämenden, sonderbaren Vorfall im Ballsaal. Jenes Gefühl jagte noch immer eine Gänsehaut über ihren Körper. An eine Einbildung glaubte sie mittlerweile nicht mehr. Jemand hatte sie beobachtet, dessen war Celina sich ganz sicher.
Doch es hatte sich nicht schmierig und vulgär angefühlt wie bei den anderen Männern des Abends, sondern finster, geheimnisvoll und verführerisch. Diese Tatsache löste, wie Celina erst jetzt spürte, ein starkes Prickeln in ihr aus. Etwas Derartiges kannte sie nicht, höchstens vielleicht von ihren nächtlichen Streifzügen in die Bibliothek und vom Genuss verbotener Bücher.
Wild schüttelte Celina den Kopf. Aber es war zu spät. Wie von selbst lehnte ihr Oberkörper sich nach vorn, sodass ihre Brüste kurzzeitig das Fensterbrett streiften. Obwohl diese noch immer durch das eng geschnürte Korsett verhüllt waren, richteten die Nippel sich sofort auf und entlockten ihr einen Seufzer. Ohne es richtig zu merken, leckte Celina sich über die Lippen und ihre Hände begannen, an den Außenseiten ihrer Oberschenkel entlangzustreichen.
Mit jeder einzelnen Bewegung kehrten Celinas Gedanken zu dem Unbekannten zurück. Wer er wohl war? Da sie sein Gesicht nicht kannte, hatte ihre Fantasie freien Lauf. Lange, schwarze Haare, ovales, leicht kantiges Gesicht. Seine Augen konnte sie nicht erkennen, da er hinter ihr auf dem Bett kniete. Sein kühler Atem glitt über ihren Rücken, während eine Hand nach ihrer Schulter griff.
„Du wolltest heute Abend fliehen.“ Die männlich tiefe, lockende Traumstimme ließ Celina zusammenzucken. Es war das Angenehmste, was sie seit langer Zeit gehört hatte. „Aber es wird dir nicht gelingen.“
Eine Gänsehaut rieselte über Celinas Körper, während das Trugbild mit kräftiger Hand über die Schnürung rieb, ohne diese jedoch zu öffnen. Sie stieß einen unwilligen Laut aus, was ihn auflachen ließ.
„Du möchtest aus deinem Gefängnis heraus, nicht wahr?“
Celina nickte stockend und vergaß beinahe, dass sich außer ihr selbst niemand im Zimmer befand.
„Nun, es liegt allein in deiner Hand, dich daraus zu befreien.“
Ein flüchtiger Kuss berührte ihren Nacken. Wie von Sinnen versuchte Celina, ihre Brüste herauszuheben, doch die massiven Stäbe hinderten sie daran. Mit jeder Bewegung schienen sie sich noch tiefer in ihre Haut zu drücken. Ärgerlich ballte Celina die Hände zu Fäusten und griff nach den Vorderhaken, um diese zu öffnen.
Caroline würde einen Schreikrampf bekommen, dachte sie, zumal das Kleidungsstück dabei zerbrechen könnte.
Aber Celina kümmerte sich nicht darum. Befreit stieß sie die Luft aus und sah zu, wie ihre Brüste wie reife Äpfel in ihre ursprüngliche Position zurückfielen. Sofort nahm Celina sie, streichelte sanft über weiche, etwas kühle Haut, fasste anschließend die Brustwarzen, um sie erneut zu stimulieren. In Sekundenschnelle verhärteten sie sich, wurden sensibler und die Haut darum kräuselte sich. Celina fokussierte ihre Gedanken auf den Unbekannten und für einen Moment waren es nicht ihre, sondern seine Hände, die das Feuer immer mehr entfachten. Selbst die Kälte in ihrem Zimmer spürte Celina nicht mehr. Sie strich sich über die Arme, erkundete jeden Zentimeter ihres Körpers und knetete ihre Pobacken. Einen Wimpernschlag zögerte Celina. Sie gierte nach mehr.
„Tue es.“ Der Befehl aus den Tiefen ihrer Fantasie traf sie wie ein Schlag, der sie aufstöhnen ließ. „In einsamer Lust, so lange es dem eigenen Vergnügen dient.“
Celina wusste zwar nicht, was er damit meinte, gab sich selbst jedoch winzige Klapse und streckte ihren Po unbewusst nach hinten. Das Jauchzen in ihrer Kehle unterdrückte sie gerade noch rechtzeitig. Nicht auszudenken, wenn ihre Mutter sie erwischte.
Celina spreizte die Beine so weit wie möglich auseinander. Eine kurzweilige Pause verschaffte nur der Luftzug, der geradewegs auf ihre erhitzten Schamlippen fiel. Sie spürte die einzelnen Tröpfchen, welche in den rötlichen Locken ihrer Schamlippen warteten. Celina teilte ihre Schamlippen, benetzte den Zeigefinger mit jener farblosen Flüssigkeit, welche die Innenseiten überzogen hatte, und rieb über ihre geschwollene Klit.
Ein leichter Schmerz durchfuhr sie, die flüchtigen Berührungen reichten bei Weitem nicht aus, um sie wirklich zu befriedigen.
Wie schön wären jetzt zusätzliche Hände oder auch ein Gegenstand.
Celina wusste nicht, woher dieser Gedanke kam, und errötete bis in die Haarspitzen. Von irgendwoher erklang das schelmische Lachen ihres Traumbildes.
...
Dass ihre Freundin ihre zum Teil rebellische Ansicht nicht teilte, hatte Celina sich gedacht. Schon immer war Anne die Stille und Gehorsame gewesen, während sie selbst sich durch einen leicht aufmüpfigen Charakter auszeichnete. Dies hatte in der Vergangenheit manchmal zu kleinen Reibereien geführt, aber niemals eine Entfremdung verursacht.
Bis jetzt. Nachdem Anne ihr in den Rücken gefallen war und sie entrüstet gemaßregelt hatte, hatte Celina das Gefühl, einen anderen Menschen vor sich zu haben. Von der Schockiertheit und Annes Aufforderung, demütig vor Gott zu kriechen, ganz zu schweigen. Jener Ratschlag war nicht nur sinnlos, sondern bei näherer Betrachtung auch völlig absurd. Entgegen den Konventionen hatte sie keinen großen Bezug zum Glauben, beschränkte ihre Aktivitäten diesbezüglich auf den wöchentlichen Kirchgang am Sonntag. Und Anne wusste das.
Verbissen kämpfte Celina das Gefühl von Einsamkeit nieder und richtete ihre Aufmerksamkeit stattdessen auf die anderen Gäste des Balls. Dieser war weniger stark besucht als der letzte, was Celina mit Erleichterung erfüllte. Zwar hatte sie trotzdem eine volle Tanzkarte, jedoch berührten die gierigen Blicke sie viel weniger als am Abend zuvor.
Einen Wimpernschlag lang meinte sie sogar, ihren unbekannten Beobachter in der Menge zu spüren. War er auch hier? Der Gedanke selbst dauerte nur kurz, trotzdem reichte es, ihr einen Schauer über den Körper zu jagen. Gleich darauf spürte sie eine starke Hitze, selbst das dünne Seidenkleid schien an ihrem Körper zu kleben. Schweißperlen rannen ihr über Stirn und Schläfen, verfingen sich in einzelnen Strähnen, die aus ihrer Frisur geschlüpft waren.
Um ihre Erregung zu überspielen, nahm Celina eine bequeme Sitzposition ein, wobei ihre roten Wangen mit Sicherheit nicht unbemerkt blieben.
„Verdammt.“ Celinas Hände zitterten wie Espenlaub und sie drückte ihren Rücken gegen die Lehne. Das verhinderte zwar ein nervöses Hin- und Herrutschen, konnte ihre Fantasien jedoch nicht aufhalten. Celina schloss die Augen. Innerhalb weniger Minuten war sie der Welt entrückt.

„Was passiert hier?“, fragte sie sich nach einer Weile und hatte Mühe, klar zu sehen.
Ihre Augenlider waren schwer wie Blei und Celina fühlte sich, als wäre sie gerade aus einer tiefen Ohnmacht erwacht. Außerdem klebte der Seidenstoff wie eine zweite Haut an ihrem Körper und zeichnete ihre weiblichen Formen deutlich nach.
„Ich wünschte, ich könnte es einfach ausziehen“, fauchte Celina verärgert, ohne sich bewusst zu sein, was sie aussprach. Das Korsett drückte gnadenlos in ihre Seiten.
„Warum tust du es nicht?“ Die plötzlichen Worte ließen sie zusammenzucken. Doch anstatt aufzuspringen, starrte Celina wie hypnotisiert auf die geisterhaften Schemen, die sich unruhig und nur wenige Meter von ihr entfernt bewegten. Nach und nach löste sich eine schwarz gekleidete Gestalt aus ihnen. Obwohl Celina weder seine Augen noch sein Gesicht vollständig erkennen konnte, verzogen sich ihre Lippen zu einem strahlenden Lächeln. Der Mann war ohne Zweifel ihr fremder Beobachter. Woher Celina diese Erkenntnis nahm, wusste sie nicht.
„Guten Abend, Celina.“ Die Angesprochene war überrascht, dass er ihren Namen kannte und sie außerdem sofort duzte.
Aber selbst diese seltsame Tatsache ignorierte sie arglos und konzentrierte sich stattdessen auf seine blauschwarzen Haare, die wie ein Umhang über die breiten Schultern fielen. Wie mochten sie sich zwischen ihren Fingern anfühlen? Celinas Augen glänzten vor unterdrücktem Verlangen. Obwohl sie mit derartigen Dingen bisher nur theoretische Erfahrungen hatte, siegten Hunger und Neugierde über jedes andere Gefühl. Ihr Gegenüber schien es zu spüren. Er grinste amüsiert und entblößte dabei zwei Reihen weißer Zähne.
„Hast du es so eilig, meine Schöne?“ Seine Hand legte sich auf ihre Stirn und glitt langsam, aber sicher ihre Wange und den Hals hinab.
Ohne Zögern streckte Celina sich ihm entgegen, sie lechzte nach jeder winzigen Berührung. Doch er ließ sich Zeit und presste seine Lippen auf ihre. Celina keuchte, auch weil er sie mit einem wilden Zungenspiel überfiel. Doch anstatt sich zu wehren, krallte sie sich in seine Schultern und versuchte, das Spiel so gut wie möglich zu erwidern.
Erst nach einigen Minuten lösten sie sich wieder voneinander und Celina rang nach Atem. Sie versuchte, in das Gesicht des Fremden zu schauen. Welche Farbe mochten seine Augen haben? Bestimmt dunkel, geheimnisvoll. Wie würden diese sie anblicken? Wie ein Objekt der Begierde, mit dem man ein paar schöne Stunden verbringen wollte? Oder wie ein billiges Stück Fleisch, welches man danach wegwarf? Die Aussicht auf Letzteres ließ Celina erneut die Hand zur Faust ballen. Es ärgerte sie, nicht zu wissen, was der Fremde beabsichtigte, und noch mehr, dass ihr ein Blick in seine Augen versagt blieb. Denn diese waren das Fenster zur Seele.
Ein unwilliges Murren entwich ihrem Mund und der Unbekannte grinste erneut.
„Keine Angst, meine Schöne. Alles wird zur rechten Zeit ans Licht kommen.“
Celina presste die Lippen aufeinander und schwieg. Obwohl seine Stimme ihr einen Gänsehautschauer über den Rücken jagte, trösteten die Worte sie nur begrenzt. Seit den Vorfällen in ihrer Familie hatte Celina schmerzhaft gelernt, dass Worte häufig über die Realität hinwegtäuschten. Die Begründungen und Versprechungen ihres Vaters erwiesen sich als Schall und Rauch. Sie unterdrückte die Traurigkeit und blickte ihr Gegenüber stattdessen fragend an. Ihr innerer Aufruhr war ihm nicht verborgen geblieben.
„Fürchte dich nicht.“ Celina erschrak, als sie seine kräftigen Finger an ihrem Hals spürte. Würde er etwa …?
„Ich will dich nicht schänden.“
Ist das gleichbedeutend mit ‚Ich will dir nicht wehtun‘? Noch während ihr diese Überlegung durch den Kopf schoss, spürte sie, wie die Luft erneut knapp wurde.
Ihre Augen weiteten sich. Der Fremde würgte sie! Im Bruchteil von Sekunden überzog ein hauchdünner Schweißfilm Celinas Arme und Beine. Der rasende Puls ließ Handgelenke und Schläfen alarmiert pochen, ebenso erfüllte ein brennender Schmerz ihren Hals. Dennoch zwang sie sich, ruhig liegen zu bleiben und sich auf den Fremden zu fokussieren. Was auch immer er vorhatte – Hysterie würde nichts nützen, außer dass sie noch schlechter atmen könnte.
Zu Celinas Verwunderung ließ ein zärtliches Lächeln seine Gesichtszüge weicher werden, doch machte der Fremde keine Anstalten, seine Hand von ihrer Kehle zu nehmen. Stattdessen griff er nach unten und schob mit einer einzigen Bewegung ihre Röcke zur Seite. Etwas Kühles, Undefinierbares streifte über die nunmehr entblößten Schenkel. Celina hörte ihn schwer atmen und die Röte zog sich bis in ihre Haarspitzen. Hatte er bemerkt, dass …?
„Oh.“ Sein warmer Atem liebkoste die Innenseiten ihrer Schenkel. „Du bist feucht.“
Celina wimmerte. Mehr konnte sie nicht tun und dies war nicht allein dem leichten Würgen geschuldet. Woher ihre Erregung kam, wusste sie nicht, dafür aber, dass solche Neigungen als abartig galten.
„Die Menschen verabscheuen oft Dinge, die sie nicht verstehen.“
Mit diesen Worten kroch der Fremde wieder nach oben und strich ihr tröstend übers Gesicht. Für kurze Zeit schloss Celina entspannt die Augen, obwohl die Hand noch immer auf ihrem Hals ruhte. Im nächsten Moment verschloss er ihre Lippen, diesmal mit einer ungestümen Leidenschaft, die Celina nur allzu gern durch Aufsetzen erwidert hätte. Doch sie war nahezu bewegungsunfähig.
„Vertrau mir.“
Celina spürte, wie er langsam ihr Mieder öffnete und den Ansatz ihrer Brüste liebkoste.
Sie stöhnte leise und verfluchte erneut das Korsett. Jenes drückte das sensible Fleisch nach oben, ohne es vollständig freizugeben. Aber genau das wollte und brauchte Celina jetzt. Sie biss die Zähne zusammen und musterte ihr Gegenüber flehend. Das leichte Zittern ihrer Schenkel und das heiße Verlangen nach mehr war kaum noch zu ertragen. Er schmunzelte. Seine Hand legte sich ohne Zögern auf den unnachgiebigen Stoff.
„Jedes Gefängnis ist nur so lange eines, bis man weiß, wie man fliehen kann.“
Er küsste ihren Hals, ohne die Hand fortzunehmen. Celina entspannte sich so gut wie möglich, fuhr aber zusammen, als eine kurze, heftige Bewegung folgte. Erschrocken starrte sie den Fremden an. Er hatte ihr Korsett einfach nach unten gebogen und so ihre Brüste befreit. Ein Keuchen verließ ihren Mund, gefolgt von starker Gänsehaut. Nur knapp unterdrückte Celina den Impuls, die Arme zu verschränken. Niemals zuvor hatte sie jemand so gesehen.
Doch anstatt der erwarteten Scham durchflutete eine verschlingende Hitze ihren Körper, auch weil der Fremde sie ohne Zögern streichelte. Quälend langsam umkreisten seine Finger zuerst den äußeren Rand, zeichneten die Apfelform nach, bevor sie sich den Brustwarzen widmeten. Diese kräuselten sich wie auf ein geheimes Zeichen hin und wurden anschließend hart wie Stein. Celina stöhnte. Alles in ihr bettelte, er solle bloß nicht aufhören, im Gegenteil: Sie wollte mehr, viel mehr.
Der Fremde schien es zu spüren. Abrupt beendete er seine Zärtlichkeiten und begann stattdessen, Celinas Brüste grob zu kneten. Seine Hände gruben sich regelrecht in das empfindliche Fleisch, was sie mit einem erstickten Stöhnen beantwortete. Die Möglichkeit einer Gegenwehr kam ihr überhaupt nicht in den Sinn, obwohl das, was sie hier taten, ungewohnt war.
„Ich werde dir geben, wonach du verlangst, meine Schöne.“ Seine Stimme ließ Celinas Schenkel unwillkürlich zucken. „Zuvor aber werde ich deinem pikanten Geschmack noch ein bisschen Würze hinzugeben.“
Obwohl sie nicht verstand, was genau er damit meinte, leuchteten ihre Augen erwartungsvoll, obwohl auch ein wenig Angst dabei war. Doch Celina wusste, dass er sie nicht verletzen würde. Der Fremde grinste teuflisch, ihr Vertrauen schien ihm zu schmeicheln. Langsam hob er sein Rotweinglas und führte es erst an seine, dann an Celinas Lippen. Diese trank eilig, obwohl sie den Geschmack von Alkohol eigentlich verabscheute.
Plötzlich spürte Celina, wie etwas Feuchtes über ihren nackten Oberkörper rann, und unterdrückte einen Aufschrei.

Karina 13.10.2019 

Leider geht hier viel an Potential verloren, viele Handlungsstränge werden angesprochen, und nicht fertig erzählt. Der Dunkelgraf ist als Celine im Schloss eintrifft, mit einer Dame beschäftigt, was passiert mit Maria, wer hat Celinas Aufenthalt entdeckt und wer hat sie verraten. Warum wird bei den Eltern kurz angesprochen, dass man glaubt zu wissen, wo sich Celina aufhält... Erotisch hat mich das Buch angesprochen, von der Erzählweise, von der Darstellung... Leider wird auch hier oft angesprochen, und nicht fertigerzählt, aber das wiederum regt die Phantasie des Lesers an. Die Tagträume fand ich auch irgendwie seltsam. zu Beginn passend, aber im Schloss????

Brigitte Gruenter 12.10.2019 

Vielen Dank das ich das Buch Rezension lesen durfte. Meine Meinung wurde nicht beeinflußt. Celina, kommt eigentlich aus wohlhabenden Haus, doch ihr Vater verfällt der Spielsucht und sie soll verheiratet werden. Doch eigentlich möchte sie das gar nicht. Da sie einen Traum hat. Sie möchte nicht so wie alle Frauen in diesem Jahrhundert am Herd und zum Kinderkriegen enden. So flieht sie eines Nachts von zuhause und wird im Wald von der Dunkelgräfin aufgesammelt. Und so nimmt ihr neues Leben ihren Lauf. In den sie glücklich zu sein scheint. Aber ob das so bleibt???

Nadine Determann 11.10.2019 

Ein knisternder Roman der Autorin Angelique Corse. Celina die Träumerin, Morelle der Dunkelgraf und Sophia die Dunkelgräfin sind die Hauptprotagonisten in diesem Roman. Die drei sind überzeugend und nehmen den Leser mit in diese SM Story. Der Roman hat prickelnde Szenen, lustvolle Leidenschaft und wird von der Autorin detailliert und heiß erzählt. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen. Er ist überzeugend, locker, leicht und flüssig. Wer gerne dieses Genre liest, ist bei diesem Buch gut aufgehoben. Mein Fazit: Lesenswert

ChrissidieBüchereule 10.10.2019 

Celine die Hauptprotagonisten gibt sich immer mehr ihren tagtraumen hin, die sinnlich, erotisch und spannend zu gleich sind, es zeigt ihre sehnlichsten Wünsche und Träume. Die Wirklichkeit sieht aber etwas anders aus. Mich hat das Buch gut unterhalten aber es hat mir einiges gefehlt, es war mir zu fiktiv geschrieben, man war als Leser irgend wann in der Traumwelt gefangen, die zwar spannend war aber eben nur eine Traumwelt. Manchmal wusste man auch nicht mehr ist man wieder in der Traumwelt oder ihrer wirklichen Welt. Es war zwar schon zu lesen aber es hat mir das gewisse Etwas gefehlt, ich konnte mich nicht so auf Celines Welt einlassen und mitfiebern, trotz guten Schreibstill, haben mir auch etwas die Emotionen gefehlt. Ein gutes Buch für zwischendurch.

Starlight 08.10.2019 

Dieses Buch hat mich wirklich überrascht. Bei historischen erotischen Büchern bin immer etwas skeptisch, denn nicht wirklich vielen Autoren gelingt es das besondere der vergangenen Zeit einzufangen. Doch bei diesem Buch fühlte ich mich direkt in eine andere Zeit versetzt. Ich fieberte richtig mit Celina mit. Kurz um, das Buch hat mir sehr gut gefallen, der Schreibstil ist sehr bildhaft und flüssig. Es macht einfach Spaß dieses Buch zu lesen und ich würde mich sehr über eine Fortsetzung freuen.

Claudia Stadler 05.10.2019 

Das Buch "Schloss der dunklen Leidenschaft" wurde von Angelique Corse verfasst und erschien 2019 im Blue Panther Books Verlag. Das Buch erzählt uns die Geschichte von Celina, die auf einem Ball so einiges erlebt und dadurch zur "Flucht" gezwungen wird. Auf eben dieser lernt sie Sophia und Morelle kennen, die sie in eine Welt der Lust und Liebe entführen. Obwohl die Charaktere nicht immer logisch handeln, kann ich auf Grund des Sprachstils und der Wortwahl die volle Sterneanzahl vergeben. Die Geschichte ist prickelnd und heiß erzählt. Gewisse Passagen vermochten mich zu überraschen. Jeder, der gerne Geschichten liest, in dem sich die Charaktere selbst finden, ist dieses Buch ideal.

Asinus E. 28.09.2019 

Märchen für Erwachsene Augen zu und rein ins Geschehen, möchte man den Lesern zurufen, die dieses Buch gerade zum ersten Mal aufschlagen. Es wird so viel geträumt, dass man gut daran tut, von Anfang an gleich mitzuträumen. Wer möchte es denn nicht entdecken, dieses einsame Schloss mitten im tiefen Wald? Lassen Sie sich einfach von der jungen Celina an die Hand nehmen, hoffen und bangen Sie an ihrer Seite, auch wenn Celinas erotische Abenteuer im Thüringer Werratal schon 200 Jahre zurückliegen. Ausgerechnet hier, wo im Mittelalter unschuldige Frauen als Hexen verbrannt wurden und wo eine höchst umstrittene Irrenanstalt errichtet wurde, wird unsere junge Heldin vom Schicksal hin und hergerissen. Aber, wie gesagt: Es ist ja alles nur ein Traum. Doch ab und zu schlägt man verblüfft die Augen auf. Zum Beispiel, wenn der ach so berüchtigte Marquis de Sade plötzlich ins Spiel kommt, und dann auch noch Juliette und Justine, seine berühmten Romanfiguren. Gern möchte der Leser so ganz nebenbei nach einer Biografie über den Marquis greifen, um nachzuschlagen, ob tatsächlich und wie denn bloß. . . Doch bleiben wir beim Traum, und den hat die Autorin durchaus schön erzählt. Man muss die Celina mögen, und wenn sie nicht gestorben ist, dann lebt sie noch heute. Das Cover hat es in sich. Für alles zusammen vergebe ich gern vier Sterne.

wildberry 27.09.2019 

Das Cover finde ich sehr passend zur Story gewählt und gefällt mir. Schloss der dunklen Leidenschaft ist eine schöne historische Erotik / SM Story. Geheimnisse, prickelnde Szenen und lustvolle Leidenschaft machen die Story spannend. Dies war das erste Buch was ich von der Autorin gelesen habe. Sie konnte mich mit ihrem Schreibstil überzeugen. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen so das ich schnell in die Story von Celina, Morelle & Sophia hinein gefunden habe. Protagonisten und Handlungsorte wurden gut beschrieben. Leider fehlte mir zwischenzeitlich etwas an Tiefe. Trotzdem fühlte ich mich sehr gut unterhalten und kann das Buch weiterempfehlen.

deine_elli 26.09.2019 

Celina ist verweifelt - sie muss einen Ehemann finden, um ihre Familien zu retten. In Wirklichkeit will sie aber frei sein und lieber ihren erotischen Träumen nachgehen. Als sie ein Verehrer zu sehr bedrängt flieht sie ins nahe Schloss und schließt Freundschaft mit dem Grafen und seiner Frau. Endlich kann sie sich ganz ihrer Lust hingeben. Die Geschichte über Celina fängt sehr gut an und ihre kleinen Tagträume sind ziemlich anregend. Allerdings hat der Roman zwei Fehler: Viele Handlungsstränge werden angerissen, aber gar nicht weitererzählt. So wird Celinas Aufenthaltsort verraten, warum und von wem, hab ich nicht ganz nachvollziehen können. Celinas Eltern wissen bald, wo Celina ist und tauchen danach nie wieder in der Geschichte auf. Celinas beste Freundin begegnet ihr auf einmal im Wald, darf auch ein kurzes dreiseitiges Abenteuer erleben und verschwindet dann wieder von der Bildfläche. Und warum ständig alle Leute Tagträume haben wird auch nicht erklärt. Was mich außerdem gestört hat: Der Roman vergisst, was er uns erzählt hat. Erst beobachtet Celina den nackten Grafen bei seinen Spielchen und im nächsten Kapitel hat sie noch nie das Geschlecht eines Mannes gesehen. Dann liegt sie halbnackt in der Natur herum und kurze Zeit später behauptet sie, dass sie sich noch nie so nackt präsentiert hätte. Wenn man der Geschichte das alles verzeihen kann, dann ist das Buch okay.

Angie 25.09.2019 

Erst einmal vielen Dank an den Blue Panther Books Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Anfang 19 Jahrhunderts. Die zwanzigjährige Celina ist verzweifelt. Aufgrund finanzieller Probleme sowie der Spielsucht ihres Vaters muss sie sich entgegen ihrer ursprünglichen Pläne einen Ehemann suchen. So beginnen normaler weiße , Richtung ,Historische Bücher. Aber in diesem geht es ganz anders weiter bzw. zu . Ein Buch mit Erotik, Sm die Wunderbar geschrieben sind. Auch wenn der Mann in diesem Buch eine Untergeordnete Rolle Spielt, finde ich. Und mehr Frau/Frau , hätte sich mehr die Waage halten sollen. Ansonsten gut geschrieben , mit einem Locker , leichtem Schreibstil. Wer solche Bücher mag, dem Kann ich es durch aus Empfehlen !

Angie 25.09.2019 

Erst einmal vielen Dank an den Blue Panther Books Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Anfang 19 Jahrhunderts. Die zwanzigjährige Celina ist verzweifelt. Aufgrund finanzieller Probleme sowie der Spielsucht ihres Vaters muss sie sich entgegen ihrer ursprünglichen Pläne einen Ehemann suchen. So beginnen normaler weiße , Richtung ,Historische Bücher. Aber in diesem geht es ganz anders weiter bzw. zu . Ein Buch mit Erotik, Sm die Wunderbar geschrieben sind. Auch wenn der Mann in diesem Buch eine Untergeordnete Rolle Spielt, finde ich. Und mehr Frau/Frau , hätte sich mehr die Waage halten sollen. Ansonsten gut geschrieben , mit einem Locker , leichtem Schreibstil. Wer solche Bücher mag, dem Kann ich es durch aus Empfehlen !

Shaaniel 22.09.2019 

Blue panther books -Rezensionsexemplar- (unbezahlte Werbung) Schloss der dunklen Leidenschaft -Hier wird sie in die Geheimnisse der Unterwerfung eingeführt ...- 4 Von 5 Sternen Hallo ihr Süßen Da ich schon ein absoluter Fan von Angelique Corse erstem Buch *Sünde in Schwarz*, in der SM Reihe des Blue Panther Books Verlag war, habe ich selbstverständlich darauf Hin gefiebert, daß es weitere Bücher geben wird. Was soll ich sagen mit *Schloss der dunklen Leidenschaft*, hat Angelique Corse mich wieder vollkommen überzeugt und gefesselt. Jedoch hat mir manchmal ein wenig mehr Tiefe der Protagonisten gefehlt. Ich weiß es handelt sich um einen Erotik SM Roman und genau das habe ich auch bekommen. Und auch definitiv genossen, doch denke ich hätten der Geschichte einige Längen und mehr Tiefgang nicht geschadet. Denn die Handlung ist einfach nur genial und absolut Heiß. Ich mag es sehr Historische Erotik (Thriller) zu lesen und ganz dieses Buch absolut empfehlen. Ich bin  gespannt, was mich von dieser grandiosen Autorin, noch erwarten wird. Erotik Romane sind so viel mehr als viele Menschen denken! Ganz lieben Gruß Sonja /Shaaniel

Michaela E. 09.09.2019 

Vielen Dank an NetGalley, dass ich dieses Buch lesen durfte, was aber keinerlei Einfluss auf meine Rezension hat. Die 20jährige Celina soll sich aufgrund der Schulden, die sich aus der Spielsucht ihres Vaters ergeben, entgegen ihren Lebensvorstellungen einen Ehemann suchen. Nachdem sie auf einem Ball nur knapp einer Vergewaltigung entgehen kann, flieht sie in den Wald, wo sie auf Sophia und ihren Begleiter Morelle trifft, die sie in ihr abgelegenes Schloss führen, wo Celina die Stelle als Gesellschafterin annimmt. Dort wird sie dann schnell in die Geheimnisse des SM eingeführt... Eine schöne und leicht zu lesende Geschichte über Fantasien, Träume und Liebe, in einer sinnlichen, erotischen Sprache. Gerne mehr davon....

Gremlins2 09.09.2019 

Schloss der dunklen Leidenschaft | Erotischer SM-Roman von Angelique Corse  Sexualität im 19. Jahrhundert....., nun nicht gerade das was die feine Gesellschaft auf ihren Bällen öffentlich macht. Auch der Stand der Frauen war alles andere als ebenbürtig. Vor diesem Hintergrund, erfreut es den Leser um zu lesen was im Schloss der dunklen Leidenschaft vor sich geht. In einem fließend und sehr angenehm zu lesen Schreibstil durfte ich miterleben wie diese drei Protagonisten ihre Leidenschaft ausleben. Dynamisch, ambitioniert und ohne jegliche langweilige Längen und in der Handlung rund.

Tina B. 08.09.2019 

Dies war mein zweites Buch von Angelique Corse und für mich ist es ihr bisher Bestes. Die Geschichte von Celina, Morelle und Sophia ist sehr prickelnd, überraschend und absolut fesselnd. Mir gefielen besonders die vielen bildhaften Beschreibungen, so konnte ich mir die Protagonisten und Handlungsorte wunderbar vorstellen und war sofort in der Geschichte drin. Außerdem fand ich es sehr spannend, dass die Geschichte Anfang des 19. Jahrhunderts spielt, da war ja nicht nur das Frauenbild ein völlig anderes. Ich habe dieses Buch ganz sicher nicht das letzte Mal gelesen und kann es nur empfehlen.

Ramona 04.09.2019 

Ein erotischer Roman, leicht und flüssig zu lesen. Angesiedelt ist die Geschichte der Celina im frühen 19. Jahrhundert. Celina hat klare Vorstellungen von ihrem Leben, aber diese werden auf eine harte Probe gestellt. Der Adel verliert immer mehr an Bedeutung, ihr Vater hat eine Spielsucht entwickelt und ist hoch verschuldet. Einziger Ausweg scheint ein reicher Ehemann zu sein, um das drohende Desaster von ihrer Familie abzuwenden. Das allerdings widerspricht Celinas Natur, sich einem Mann unterzuordnen, kein selbstbestimmtes Leben zu führen, keine Bücher mehr lesen zu können. Nachdem der schmierige Rudolf sie auf einem Ball fast vergewaltigt, bleibt ihr nur die Flucht. Im Wald begegnet ihr Sophia, die nimmt sie mit aufs Schloss, dort lernt sie Sophias Mann Morelle kennen, der ihr schon in ihren Träumen begegnet ist. Ganz langsam verweben Fantasie, Träume, Wünsche mit erotischer Wirklichkeit. Die drei lernen sich Schätzen und Lieben. Aber vom Dorf her, wirken Kräfte denen sie sich nicht verschließen können. Werden sie ihr Schloss verteidigen können? Lest selbst. Eine wunderbare, sinnlich, erotische Geschichte mit seichten SM Momenten. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, gerne mehr davon. Ich bedanke mich beim blue-panther-books Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplares, dies hatte aber keinen Einfluss auf meine ehrliche Meinung zum Buch.

Bookfever 02.09.2019 

Für mich war es mal sehr interessant, so einen erotischen Roman zu lesen. Ich hatte Angst, dass es nur darum geht und, klar, es ist der Hauptbestandteil des Buches, aber es gab eine Geschichte dahinter. Das Buch spielt in einer Zeit, in der es noch üblich war, dass die Frauen unterwürfige Wesen waren und nichts sein durften als eine Hausfrau. Sie war quasi eine Maschine zur eigenen Befriedigung und Belustigung und dafür da, Kinder zu bekommen. Eigentlich ist das ganz schön unglaublich und traurig! Ein Mädchen, namens Celina, hatte Träume und liebte Bücher. Sie schaffte es zu fliehen und das Ehepaar Sophia und Morelle nehmen sie auf. Das Ehepaar ist ein wenig sonderlich und ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass sie irgendwelche Fantasiewesen sind, bis sich dann ihre Geschichte aufgeklärt hat. Die erotischen Szenen sind auch ganz gut ausgearbeitet, auch wenn ich ihre Dreierbeziehung nicht so berauschend fand, aber das ist meine persönliche Meinung! Das Buch ist für Jeden, der gerade ein paar Denkanstöße braucht und auch ein gutes Beispiel dafür, dass jede Sexuelle Neigung ausgelebt werden darf. SM sollte nicht verpönt werden, denn das wird Kuschelsex ja auch nicht, oder?

Stefanie Brandt 02.09.2019 

Zur Story: Hildburghausen Anfang des 19. Jahrhunderts: Die zwanzigjährige Celina ist verzweifelt. Aufgrund finanzieller Probleme sowie der Spielsucht ihres Vaters muss sie sich – entgegen ihrer ursprünglichen Pläne – einen Ehemann suchen. Als Celina auf einem Ball von einem aufdringlichen Verehrer beinahe vergewaltigt wird, flieht sie in den Wald und stößt auf die mysteriöse Sophia. Sie und ihr Gefährte Morelle führen ein sehr zurückgezogenes Leben in einem Schloss und werden von den Leuten "Dunkelgraf" und "Dunkelgräfin" genannt. Trotz ihrer Skepsis tritt Celina eine Stelle als Gesellschafterin bei ihnen an und merkt ziemlich schnell, worauf sie sich eingelassen hat. Denn Sophia und Morelle führen sie schamlos in die Geheimnisse der Unterwerfung sowie der außergewöhnlichen Genüsse ein. Sie sind aber nicht die Einzigen, die ein Geheimnis hüten …(By Angelique Corse) Mein Fazit: Vorab möchte ich mich bei dem Blue Panther Books Verlag sowie Netgalley recht herzlich für das kostenlose Rezensionsexemplar bedanken. Meine ehrliche Meinung wurde dadurch aber nicht beeinflusst. Mit "Schloss der dunklen Leidenschaft" ist Angelique Corse eine schöne Erotik- sowie SM Geschichte gelungen, welche mich überzeugen konnte. Der Schreibstil ist angenehm leicht und flüssig zu lesen, sodass ich schnell in die Geschichte um Celina, Morelle und Sophia hinein gefunden habe. Alle drei konnten mich ebenfalls als Protagonisten überzeugen. Weiterhin besticht das Buch mit Geheimnissen, knisternder Erotik, gut beschriebenen SM Momenten sowie Leidenschaft. Wer gerne Bücher aus diesem Genre liest, sollte sich dieses definitiv nicht entgehen lassen. Ich gebe dem Buch sehr gerne 5 Sterne und wünsche euch allen viel Spaß beim Lesen.

Sabine M. 17.08.2019 

Celina, Tochter aus (ehemals) reichem Elternhaus, muss - um die Familienehre zu retten - heiraten. Celina entspricht jedoch nicht dem üblichen Frauenklischee, sondern liebt es eigenständig zu denken, zu handeln und vor allem Bücher zu lesen. Sich unterzuordnen kann sie sich nicht vorstellen. Als sie vor einem zudringlichen Verehrer flüchtet, stößt sie auf die mysteriöse Sophia und ihren Gefährten Morelle. Beide wohnen im "dunklen Schloss", über das man so einiges munkelt. Sie haben kaum Kontakt zu den Dorfbewohnern, was die Gerüchte noch anschürt. Sie wird bei den beiden als Gesellschafterin eingestellt und ihre Tagträume finden Erfüllung. Schloss der dunklen Leidenschaft von Angelique Corse spielt im 19. Jahrhundert. Die Menschen sind - nach außen hin - prüde, Frauen werden unterdrückt. Celina, die bis zu ihrem 20. Lebensjahr ein angenehmes Leben führte, wird mit der Wirklichkeit konfrontiert, als ihre Mutter ihr offenbart, dass die Familie wegen der Spielsucht des Vaters kein Geld mehr hat. Der einzige Weg, die Familie zu retten, besteht darin reich zu heiraten. Celina hat jedoch (Tag)Träume, die ihr Liebe und ein sexuell erfülltes Leben versprechen. Celine ist also keine typische Frau dieses Jahrhunderts. Der Autorin ist es gelungen, die Gedanken- und Gefühlswelt von Celine mir als Leserin zu vermitteln. Der Schreibstil ist gut, wenn auch für mich die Szenen der (Tag)Träume anfänglich etwas verwirrend in die Geschichte eingebaut waren. Durch die unterschiedlichen Schriftarten, erkennt man jedoch gut den Unterschied zwischen Traum und Wirklichkeit. Die erotischen Szenen sind angenehm, hauptsächlich handelt es sich um eine Beziehung zwischen den Frauen, Morelle, die männliche Hauptperson, spielt eine untergeordnete Rolle. Ein nettes Buch für Zwischendurch. Leider hat mir an der Geschichte die Spannung gefehlt, die die Story - aufgrund des Themas - hätte haben können. Trotzdem auf alle Fälle lesenswert.

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