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Die Le(c)ktorin | Erotischer SM-Roman

(15)

von

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Dieses E-Book entspricht 176 Taschenbuchseiten

Verlagslektorin Jennifer lässt sich auf ein riskantes Spiel ein. Der attraktive Alexander möchte mit ihr den Plot für einen erotischen SM-Roman entwickeln. Er schickt ihr stets aufs Neue häppchenweise heiße Geschichten, in denen er äußerst anregend beschreibt, was er gern mit ihr anstellen
würde. So treffen sich die beiden immer wieder, um ihre dunkle Leidenschaft
gemeinsam auszuleben. Doch dann will Alexander Sexspiele mit anderen. Ihre
Beziehung steht auf Messers Schneide …

Die Le(c)ktorin | Erotischer SM-Roman

von Luzy Fear

Die Verlagslektorin musste noch eine Leseprobe überfliegen, bevor sie in den verdienten Feierabend entschwinden konnte. Der Text befand sich in einer auffälligen schwarzen Mappe, deren Oberfläche wie Leder gestaltet war. Ungewöhnlich. Die meisten Möchtegern-Autoren schickten E-Mails mit endlosen Word-Dokumenten. Oder dicke Briefumschläge. Es war Zeit, dass der Verlag hier mal ein Standardverfahren festsetzte. Sie musste die für ihren Bereich eingehenden Vorschläge durchlesen. Anschließend beurteilte sie, ob es sich lohnte, Idee oder Manuskript in ein Buch umzusetzen. Und dann begleitete sie das Projekt. Sie klappte die Mappe auf und nahm das Anschreiben heraus. Es war an sie persönlich adressiert. Hm. Da hatte wohl jemand genau recherchiert, denn im Internet war nur eine allgemeine Adresse angegeben. Unterzeichnet war der Brief schwung- und stilvoll mit schwarzer Tinte. Sie war jetzt richtig neugierig und las:
Sehr geehrte Frau Lange,
Sie sind für Literatur zuständig, die sich an eine überwiegend weibliche Leserschaft richtet. Ich plane ein Manuskript über eine Frau. Durch die Beziehung zu einem Mann entdeckt sie verschüttete Leidenschaften neu. Ein lang gehegter Traum geht in Erfüllung. Damit Sie sich ein genaueres Bild darüber machen können, was mir vorschwebt, habe ich eine Probe aus einer von meinen Kurzgeschichten beigefügt.
Wenn Ihr Verlag grundsätzliches Interesse an einer solchen Veröffentlichung hat, möchte ich mich gerne persönlich mit Ihnen treffen, um Details zu besprechen. Bitte rufen Sie mich an!
Ihr Alexander Gernot Priamos
Das hörte sich erst mal spannend an. Außer dem kurzen Brief enthielt die Mappe nur den Probetext und eine Visitenkarte. Sie fing an, den Auszug zu lesen:
Er nahm seine Taschenlampe und leuchtete der Gestalt am Schreibtisch mitten ins Gesicht. Es war eine Frau, ungefähr Mitte 20 und sehr attraktiv. Ungewöhnlich – eine Einbrecherin. Bisher hatte er bei seiner Tätigkeit für die Firmen-Security nur Männer aufgegriffen. Der gleißende Strahl blendete sie und sie musste die Augen schließen. Das lange, blonde Haar hatte sie im Nacken zu einem Zopf zusammengebunden. Ihr Gesicht war fein geschnitten. Sehr auffällig war ein großer Mund mit vollen Lippen. Eine Schönheit. Das Gefühl der Macht genoss er, wohl wissend, dass er durch den funkelnden Lichtstahl für sie unsichtbar war.
Er konnte jedes Detail an ihr studieren. Sie hatte Angst. Das sah er an der pulsierenden Halsschlagader. Auf der Stirn und über ihrer Oberlippe glänzte die Haut schweißnass. Er konnte eine tolle Figur erkennen, sie war schlank und hatte trotzdem einen gut gebauten Oberkörper. Trotzdem musste er jetzt seinen Job machen. »Wer bist du?«, fragte er kalt. »Ich, ich, w-w-wollte nur …«, stammelte sie und senkte den Kopf. Das gefiel ihm nicht, obwohl die unterwürfige Körperhaltung der Einbrecherin etwas Anrührendes hatte. Mit schnellen Schritten näherte er sich ihr, führte seinen Schlagstock unter ihr Kinn und zwang sie, direkt in die Lampe zu blicken. »Mach die Augen auf und sprich deutlicher«, forderte er sie auf. »Sonst werde ich dir wehtun.«
Die Unbekannte presste die Lippen aufeinander, kniff die Augen zusammen und schüttelte den Kopf. Schnell ging er hinter ihren Drehstuhl und legte den Schlagstock direkt auf ihren Kehlkopf. Sie duftete blumig und frisch, vermischt mit einem leichten Schweißgeruch. Vorsichtig verstärkte er den Druck und beugte sich ganz nah zu ihr herunter. Sein Mund war nun direkt an ihrem Ohr. Er verspürte den Drang, die süße Ohrmuschel mit der Zunge zu necken. Die Frau keuchte leise, so gut es die abgedrückte Luftröhre zuließ. Da war er wieder, dieser betörende Geruch, der seine Gedanken in eine andere Richtung lenkte. Fast hatte er den Eindruck, sie würde die Situation genießen. War es genauso erregend für sie wie für ihn, dass sie ihm ausgeliefert war?
Er zwang sich, seinen Job zu tun. Unerbittlich wiederholte er seine Frage: »Wer bist du und was hast du hier zu suchen?« Sie krallte sich ängstlich in die Armstützen des Ledersessels. Dann fing sie an zu husten und zu röcheln. Oh, er hatte die Zwinge wohl etwas zu fest zugezogen. In Panik versuchte sie, den Stock zu fassen und ihn nach unten zu stemmen, um sich Luft zu verschaffen. Sofort zog er das Schlagwerkzeug zurück. Mit ungeschickten Fingern griff sie ins Leere und konnte für einen Moment wieder frei atmen. Doch so leicht sollte sie nicht davonkommen. Stattdessen legte er seine Hände fast zärtlich von hinten um ihren Hals. Wenn er wollte, könnte er wieder zudrücken.
Plötzlich lehnte sie ihren Kopf mit hochgerecktem Kinn an die Sessellehne, bot ihm ihren Hals dar. Ein leiser Seufzer stieg dabei aus ihrer Kehle auf. Diese Unterwerfungsgeste war ganz eindeutig! Er war sicher: Sie wollte das Gleiche wie er. Seine Hände gaben ihren Hals frei und wanderten mit festem Druck zu ihren Schultern. Dann strich er langsam und genussvoll über ihre Oberarme, spürte dabei eine Erektion anwachsen. Sie atmete schwer, genau wie er selbst. Von hinten langte er beidseitig in ihren Putzkittel. Den hatte sie zur Tarnung angezogen. Mit einem Ruck riss er das Kleidungsstück vorne auseinander, sodass die Druckknöpfe mit einem lauten »Krrk« gleichzeitig aufsprangen.
Nur von einem engen T-Shirt umspannt, waren ihre Brüste nun als kleine Kugeln sichtbar. Einen BH trug sie nicht und er erkannte deutlich, dass ihre Nippel sich steil aufgerichtet hatten. »Na, das kleine Verhör scheint dir zu gefallen«, stellte er fest. Sie schien sich ertappt zu fühlen, denn das Blut schoss ihr ins Gesicht. Wie süß sie mit den roten Wangen aussah. Sehr gut. Durch den weiten Halsausschnitt ihres Oberteils umfasste er ihre Brüste mit festem Griff. Seine Daumen glitten dabei über ihre Nippel. Sie japste laut. Dann nahm er beide Brustwarzen zwischen Daumen und Zeigefinger. »Wer bist du und was machst du hier?«, wiederholte er seine Frage. Während er scheinbar geduldig auf ihre Antwort wartete, massierte er gekonnt ihre Nippel. Sie wand sich auf dem Sitz hin und her und gab sich mit seligem Gesichtsausdruck ganz dem Lustgefühl hin. Zeit für einen Wechsel, dachte er, während es in seinen Lenden pochte.
Er kniff gleichzeitig fest in ihre Brustwarzen und zog die roten Beeren unter dem Shirt in die Länge. Sie quiekte auf. »Du hast zu antworten, wenn ich dich etwas frage.« Seine Stimme klang hart und böse. Der plötzliche Umschwung erschreckte sie, das spürte er. Sie hatte sich wohl zu sehr darauf verlassen, dass ihre Begegnung weiterhin angenehm verlaufen würde. Und sie hatte für einen Augenblick vergessen, dass sie ihm ausgeliefert war. Dafür würde er das lüsterne Persönchen bestrafen. Er zog seine Hände zurück und packte sie im Nacken. Ob sie wollte oder nicht, durch seinen unerbittlichen Griff musste sie sich aus dem Sessel erheben.
Er drehte sie ein Stück und drückte ihren Oberkörper nach vorne herunter auf den Schreibtisch, direkt neben die Lampe. Mit der freien Hand entfernte er den Kittel und das T-Shirt, sodass ihre nackten Brüste mit dem kalten Ebenholz der Tischplatte in Berührung kamen. Sie streckte ihre Arme nach vorne und hielt sich an der Arbeitsfläche fest. In dieser Position gefiel sie ihm besonders gut. Sein Schwengel war in der Hose hart geworden.
Ein Klopfen an der Tür und ein fröhlich hereinpolternder Kollege rissen die Verlagsmitarbeiterin aus der fesselnden Lektüre. Ihre Wangen waren beim Lesen rot geworden und irgendwie fühlte sie sich ertappt. »Hey, Jennifer, wir wollen gleich noch zusammen eine Pizza bei Luigi essen gehen. Kommst du mit?« Sie musste sich zusammenreißen, um nicht ungehalten zu reagieren. »Du, das ist eine total nette Idee. Ich muss hier aber noch ganz dringend eine Sache fertigstellen. Dann fahre ich zu einer Freundin. Sie hat Beziehungsprobleme«, log sie mit bedeutungsvollem Blick und einem leicht schlechten Gewissen. »Ach, so eine Frauengeschichte. Das verstehe ich. Na, das ist schließlich dein Job«, zwinkerte er und verschwand. Sie war dankbar. Draußen wurde es dunkel und der Lärm auf dem Flur ebbte langsam ab. Sie war gierig auf die Geschichte.
Er stellte sich zwischen ihre leicht gespreizten Beine und zwang diese mit seinen Füßen weit auseinander. Sein Schwanz meldete sich immer deutlicher. Es wurde bald Zeit, sie zu ficken. Er legte sich mit dem Oberkörper auf sie und stützte sich seitlich ab. Das raue Gewebe seiner Jacke kratzte über ihre Haut. Dann begann er, sie wild im Nacken zu küssen. Sie wimmerte. Das machte ihn an. Er biss sie in Hals und Nacken und fuhr mit seiner Zunge über die Haut zwischen ihren Schulterblättern. Sie keuchte auf und drängte sich mit dem Hintern gegen seine hammerharte Erektion, die sie deutlich durch ihre Jeans hindurch fühlen musste.
Schade, nur noch eine Seite. Denn jetzt war es richtig spannend. Jennifer wischte sich ein paar Schweißperlen über der Oberlippe weg und blätterte schnell um.
Als er ihre Haut zur Genüge gekostet hatte, erhob er sich wieder. War sie schon so weit, wie es schien? Er trat einen Schritt zurück. Geschickt öffnete er von hinten Gürtel, Knopf und Reißverschluss ihrer Hose. Er streifte das Kleidungsstück nach unten, sodass es über den Chucks um ihre Waden hing. Jetzt hatte sie nur noch einen im Schritt durchnässten Stringtanga an, der ihr hoch zwischen die glatt rasierten Schamlippen gerutscht war. Er fasste ihr mit der Hand von hinten zwischen die Beine. »Du bist feucht«, stellte er fest. Der Duft ihres Geschlechts stieg ihm in die Nase. Die Scham über diese Erniedrigung trieb ihr das Blut in den Kopf. Das erregte ihn und er wollte den Moment weiter auskosten. »Das will ich mir noch etwas genauer anschauen.« Er schob ihren Slip zur Seite, um die feucht glänzende, geschwollene Möse freizulegen. Er griff nach der Schreibtischlampe und leuchtete zwischen ihre bebenden Schenkel. Keine Hautfalte, keine Öffnung und kein Rinnsal blieben ihm in der gleißenden Helligkeit verborgen. Die Peinlichkeit dieser Untersuchung musste unerträglich für sie sein, während ihr Körper mit weiterer Feuchtigkeitsproduktion reagierte.
...
Als sie am Montagmorgen in ihrem Büro saß, überlegte sie. Sollte sie wirklich sofort bei dem Journalisten anrufen und ihm ihre Entscheidung mitteilen? Wirkte das nicht so, als habe sie es nötig? Und was, wenn das Arrangement im Verlag bekannt würde? Sie beschloss, das Telefonat noch etwas hinauszuschieben. Doch bei der Lektüre eines holperig geschriebenen, öden Liebesromans merkte sie, dass ihre Gedanken ständig zu dem geheimnisvollen Autor und zur Idee der gemeinsamen Manuskriptentwicklung wanderten. Stets noch einmal ließ sie das Essen im Restaurant Revue passieren, das mit ihrer Flucht geendet hatte. Auch wenn die Situation sie beunruhigte, hatte alles auch etwas Berauschendes. Da war er endlich, der Kitzel in ihrem Leben. Der Reiz des Verbotenen. Ihr wurde bewusst, wie sehr sie sich vom langweiligen Berufsalltag hatte einfangen lassen. Sicher, sie traf sich mit Freunden, reiste in den Urlaub und machte Wochenendausflüge. Als Andrea noch in der Stadt wohnte, waren sie beide öfter zu Mittelaltermärkten gefahren. Ihre Freundin hatte sich ein paar passende Outfits als Kräuterfrau zugelegt. Mit ihren roten Haaren sah sie allerdings eher wie eine Hexe aus. Einmal hatten ein paar Ritter die »weise Frau« aus Spaß gepackt und in den Pranger gesteckt. Einer hatte Andrea dann den Hintern versohlt, allerdings nur durch das Kleid. Schnell hatte sich eine grölende Zuschauermenge um sie herum versammelt. Einige machten Fotos. Das war sehr lustig gewesen. Hinterher hatten die Studentinnen zusammen mit den Recken Met getrunken und bis tief in die Nacht zu Mittelalter-Klängen abgefeiert. Jennifer hatte es nicht so mit eigenen Verkleidungen. Aber schwarze Sachen, die ein bisschen an historische Zeiten erinnerten, reichten für den Wohlfühlfaktor aus. Jennifer seufzte. Doch sie selbst hatte sich ja für das ruhige Leben ohne größeren Kick entschieden. Beim Mittagessen in der Kantine war sie nicht ganz bei der Sache. »Hallo, Jenni – ich habe dich schon zweimal etwas gefragt!« Ihr Lieblings-Kollege patschte ihr freundlich auf die Hand. »Äh, ja, tut mir leid. Ich bin heute etwas müde!«, versicherte sie schnell. Das Gespräch plätscherte an ihr vorbei. Morgen rufe ich ihn an, beschloss sie. Doch dann war da keine Zeit, denn der Tag war ausgefüllt mit Terminen, Besprechungen und anderen Nebensächlichkeiten. Kurz vor Dienstschluss schlug sie sich mit dem Handballen vor die Stirn. Wer sagte denn, dass sie ihn vom Verlag aus anrufen sollte? Angesichts der Thematik wäre es sowieso viel optimaler, wenn sie das Telefonat von zu Hause aus führte. Die schwarze Mappe war eigentlich auch besser in ihrem privaten Umfeld aufgehoben. Sie packte den Hefter mit seiner Visitenkarte in die Tasche und machte sich auf in die Dämmerung. Ja. Am Abend wäre der richtige Zeitpunkt. Etwas später – sie hatte plötzlich gar keinen Hunger auf Abendbrot – saß sie neben ihrem Telefon. Wie beim ersten Mal klopfte ihr Herz bis zum Hals, als sie seine Nummer wählte. Es tutete endlos, dann ging ein Anrufbeantworter an. So ein Ärger! Trotzdem beschloss sie, eine Nachricht zu hinterlassen. »Hier ist Jennifer Lange«, stieß sie hervor. »Ich habe über Ihren Vorschlag nachgedacht. Bitte rufen Sie mich unter meiner Privatnummer an. Sie müsste auf ihrem Gerät angezeigt werden.« Schnell legte sie wieder auf. Als sie sich erhob, klingelte ihr Handy. Er war dran. »Guten Abend, Frau Lange. Ich habe mich über Ihre Nachricht gefreut. Darf ich trotz Ihrer übereilten Flucht hoffen?«, fragte er mit tiefer Stimme. An ihrem Klang erkannte sie, dass er lächelte. »Ehrlich gesagt bin ich immer noch etwas unsicher, was genau das alles bedeutet«, gab sie zu. »Es ist schön, dass Sie mir gegenüber offen sind. Denn das ist die Grundlage für alles Weitere, das zwischen uns geschehen kann«, antwortete er und ergänzte: »Ich habe mir überlegt, dass vielleicht alles etwas holterdiepolter vonstattengeht. Deshalb könnten wir noch einen Zwischenschritt einfügen, damit Sie ganz sicher sein können.« Er fügte eine bedeutungsvolle Pause ein. »Ja, und das wäre?«, platzte sie heraus. Er lachte leise. »Bevor wir uns treffen, erhalten Sie von mir noch einen weiteren Text. Es geht dabei um Sie und mich und das Ganze ist bereits Teil des geplanten Romans. Ich beschreibe, wie das gemeinsame Essen nach meinen Wünschen hätte ausgehen können.« Sie atmete tief ein. Das würde ihr noch eine kleine Verschnaufpause ermöglichen. »Gut, ich bin einverstanden. Bitte schicken Sie mir das Schreiben an meine Privatanschrift. Nicht auszudenken, wenn es im Verlag in falsche Hände gerät!« Jetzt lachte er laut. »Sie vertrauen mir also genug, um mir Ihre persönliche Anschrift mitzuteilen?«, fragte er. »Haben Sie sich das gut überlegt? Ich könnte ein perverses Monster sein und Ihnen auflauern.« – »Ja, das könnten Sie«, antwortete sie ruhig und ergänzte trocken: »Wie das Biest und die Schöne.« Dann war sie diejenige, die kicherte. In den nächsten Tagen hatte sie es immer besonders eilig, nach Hause zu kommen. Doch sie musste sich wohl noch etwas gedulden. Erst am Freitag angelte sie einen braunen Umschlag aus dem Kasten. Der Brief sah extrem unauffällig aus. Wunderbar. Schnell steckte sie ihre Beute in die Tasche und nahm die Treppenstufen zu ihrer Wohnung im Laufschritt. Sie war gierig auf das, was er geschrieben hatte.
***
Endlich war es so weit. Sie las:
Im Restaurantflur half er ihr in den Mantel. Dann geleitete er sie zur Tür und berührte sie dabei flüchtig, fast zufällig an der Taille. An ihrer Körperhaltung merkte er, dass sie darauf reagierte. Draußen wehte ihnen ein kühler Frühherbst-Wind entgegen. Sie schmiegte sich an ihn. Schützend legte er den Arm um ihre Schultern. Er sehnte sich danach, sie an sich zu ziehen und ihr einen Kuss zu geben.
Hach, wie romantisch, schoss es ihr durch den Kopf. Priamos war trotz seines naturburschenartigen Aussehens ein Gentleman. Doch das waren bekanntlich die gefährlichsten Vertreter ihrer Art.
»Soll ich dich nach Hause bringen? Oder möchtest du noch mit zu mir kommen?«, fragte er stattdessen. Durch den Wollstoff ihres Mantels spürte er ihre Schultern. Sie bebte. Lag es nur an der Kälte? »Lass uns zu dir gehen«, stieß sie hervor. Sie blieben stehen. Er zog sie zu sich heran und schaute in ihre wunderschönen, blauen Augen. Ihre Brust hob und senkte sich wie die einer kleinen, zitternden Taube. Langsam wanderte sein Blick zu ihrem roten Mund. Er beugte sich zu ihr, war ganz nah an ihrem Gesicht. Der betörende Duft ihres Parfums und ihres Haars stieg ihm in die Nase. Dann verschmolzen ihre Lippen zu einem innigen Kuss. Sie öffnete ihre süßen, saftigen Lippen, ließ seine Zunge hinein, gab sich seiner Führung hin. Er hätte ihr direkt auf der Straße die Kleidung vom Leib reißen können, doch er zügelte sich. Keuchend ließen sie voneinander ab. »Ey, Alta, habt ihr kein Zuhause?« Unter Gegröle torkelte eine Horde betrunkener Jugendlicher an ihnen vorbei. Er wollte nur noch hier weg, um endlich ungestört zu sein. Zum Glück hatte er in der Nähe geparkt. »Komm schnell mit in mein Auto«, flüsterte er ihr ins Ohr. Sie erschauderte. Die nächsten fünfzehn Minuten erschienen ihm unendlich, doch dann war es so weit. Er hielt vor seinem etwas abgelegenen Einfamilienhaus. Schnell stiegen sie aus und gingen durch den Garten zum Eingang. Er schloss die Tür auf, zog sie hinein und umarmte sie. Eng umschlungen standen sie in seinem Flur. Erst küsste er sie leidenschaftlich, dann packte er in ihr Haar und zog ihren Kopf nach hinten. Ihre Kehle bot sich ihm mit klopfender Halsschlagader dar. »Gibst du dich mir hin?«, fragte er und umfasste ihren Hals mit der Hand, nicht zu fest, aber spürbar. Es tat so gut, sie unter Kontrolle zu haben, ihre Angst und ihre Erregung zu spüren. Sie wand sich unter seinem Griff und stieß hervor: »Ja, mach mit mir, was du willst.« Sanft und bestimmt drückte er sie auf die Knie herunter und presste ihr Gesicht in seinen Schritt. Sie musste seine Erektion spüren. »Leg deine Hände nach hinten auf den Rücken und umfass mit der linken dein rechtes Handgelenk.« Sie gehorchte. »Jetzt machst du mit den Zähnen meinen Reißverschluss auf und holst ihn mit dem Mund heraus. Die Hände bleiben auf dem Rücken.« Er ließ sie los. Mit feuchten Augen schaute sie von unten zu ihm auf und nickte. Bei diesem Anblick und der Erwartung ihrer Zunge an seinem Schwanz schoss ihm noch mehr Blut in die Lenden. Sie stellte sich geschickt an, wie sie mit den Zähnen nach dem Reißverschluss schnappte und ihn dann mit einem Surren herunterzog. Sein harter Schwengel war immer noch gefangen im Slip, obwohl er sich fordernd nach vorne drängte. Außerdem störte der geschlossene Hosenknopf. Nun zeigte sie echtes Durchsetzungsvermögen. Seitlich biss sie in den Knopf und riss ihn durch eine Drehbewegung mit dem Kopf ab. Dann spuckte sie ihn mit einem frechen Blick nach oben auf den Fußboden. Das war ihm dann doch zu viel. Mit festem Griff packte er ihre Wangen und drückte sie zusammen. Ihr Mäulchen, das er gleich stopfen würde, schob sich zu einem süßen Flunsch nach vorne. Der Druck seiner Finger musste schmerzen, denn sie kniff die Augen zusammen. »Wer hat hier etwas von Zerstören gesagt? Du wirst den Schaden, den du gerade angerichtet hast, reparieren«, sagte er mit sanfter Stimme und fügte hinzu: »Später. Mach weiter und zeig, ob du geschickt bist.« Sie war es. Vorsichtig zog sie seine Hose mit den Zähnen herunter und angelte dann seinen Kolben mit der Zunge aus dem Slip. Mit einem Zischen sog er die Luft ein, als er ihre nasse Zunge an seiner geschwollenen Eichel spürte. Sie umkreiste den Fleischpilz und ließ ihn dann schmatzend in den Mund hinein und wieder heraus gleiten, tief und immer tiefer. Ein unglaubliches Lustgefühl durchschoss ihn und er musste sich konzentrieren, um sich nicht sofort in ihre Kehle zu ergießen. Er packte ihren Kopf und drückte sie keuchend zurück. »Das ist gut, sehr gut«, lobte er und versuchte, wieder einigermaßen zu Verstand zu kommen.
Sie merkte, dass ihr Puls während der Lektüre nach oben gegangen war.

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