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Spanking | Erotischer Ratgeber

(12)

von

Dieses E-Book entspricht 128 Taschenbuchseiten

Seinen Partner übers Knie zu legen oder auszupeitschen, ist für viele eine besonders heiße Sexfantasie. Oft schrecken sie aber vor ihrer Verwirklichung zurück, weil sie befürchten, damit ernste Schäden anzurichten.
Höchste Zeit also für diesen Ratgeber! Er erklärt dir, mit welchen Schlaginstrumenten und mit welchen unterschiedlichen Techniken du deinen Partner züchtigen kannst – und wie du zugleich dafür sorgst, dass diese Erfahrung auch für ihn ein lustvoller Genuss wird.
Herzliche Grüße
Arne Hoffmann

Spanking | Erotischer Ratgeber

von Arne Hoffmann

Warum finden es manche Menschen erregend, gezüchtigt zu werden?
Wenn du dir diesen Ratgeber besorgt hast, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dich die Vorstellung scharfmacht, dir jemanden mit der Peitsche, dem Rohrstock oder auf eine andere Weise vorzunehmen. Vielleicht schreckst du aber auch davor zurück, weil du Hemmungen hast, einem anderen Menschen Gewalt anzutun. Wir alle haben gelernt, dass es nicht okay ist, jemand anderem absichtlich wehzutun, und vielleicht hat dich das bislang daran gehindert, deine erotischen Fantasien Wirklichkeit werden zu lassen.
Wenn du bisher so gedacht hast, kann es helfen, dass du dir den Unterschied zwischen einvernehmlicher und nicht einvernehmlicher Gewalt noch klarer machst als bisher. Menschen haben die Freiheit, selbst zu Körperverletzungen einzuwilligen, wenn damit etwas verbunden ist, was die Sache aus ihrer Sicht wert ist. Sie tun das zum Beispiel, wenn sie sich von einem Chirurgen aufschneiden lassen, wenn sie an sich Tätowierungen oder Body Modification vornehmen lassen und wenn sie bestimmte Sportarten wie Boxen ausüben. Auch was erotische Aktivitäten angeht, haben Menschen vielfältige Gründe, Schmerzen und sogar das Risiko von Verletzungen zu ertragen. Wenn du dir solche Gründe vor Augen führst, kannst du nicht nur unnötige Sorgen und Ängste verringern, sondern verstehst auch besser, was in deinem (vielleicht erst noch gewünschten) Partner vorgeht.
* Der erste und offenkundige Grund ist, dass manche Menschen nun einmal Masochisten sind und durch Schmerzen sexuell erregt werden. Diese Reaktion ist gar nicht so verrückt, wie sie klingt. Schmerzen können eine Reaktion des vegetativen Nervensystems auslösen, die schnellere Atmung sowie erhöhten Herzschlag und Blutdruck erzeugt – Symptome, die auch für sexuelle Erregung typisch sind. Außerdem lösen Schmerzen eine Ausschüttung körpereigener Stoffe aus, sogenannte Endorphine, die zu einem intensiven Hochgefühl führen können, manchmal sogar zu einem tranceartigen Bewusstseinszustand. Und nicht zuletzt gieren viele Masochisten danach, dass ganz bestimmte Stellen ihres Körpers behandelt werden – Stellen, die oft erogene Zonen darstellen und die über Nervenstränge direkt mit den Geschlechtsorganen verbunden sind.
* Natürlich reagieren auch Masochisten nicht auf jede Form von Schmerz auf diese Weise. Kopfweh oder ein Blinddarmdurchbruch lösen auch bei ihnen keinen Orgasmus aus. Der Schmerz sollte möglichst gekonnt in ein erotisches Spiel eingefügt sein. Außerdem bevorzugen viele Masochisten nur eine bestimmte Form von Schmerz: Sie lassen sich zum Beispiel liebend gern auspeitschen, würden aber das Weitermachen augenblicklich verweigern, sobald ein Rohrstock ins Spiel kommt – oder umgekehrt.
***
Wie können deine ersten Schritte aussehen, wenn diese Praktik neu für dich ist?
Wenn du diesen Ratgeber liest, hast du womöglich noch niemals einen anderen Menschen im erotisch-liebevollen Spiel geschlagen. Mach dir keine Sorgen: Auf den folgenden Seiten erfährst du, wie du dich solchen Aktionen ganz sanft und Schritt für Schritt annähern kannst, ohne dass du dich oder deinen Partner überforderst. Du musst dich lediglich darauf einstellen, dass du nicht von Anfang an als Super-Master oder Super-Domina auftreten kannst, sondern dein Partner dein allmähliches Lernen mitbekommt. Dabei vergibst du dir nichts, wenn du mit einem Menschen lernst und deine erworbenen Künste bei einem anderen Menschen anwendest (der dann vermutlich fragt, wieso du das so gut kannst). Jedenfalls erfordern zum Beispiel gezielte Peitschenhiebe, die du vielleicht aus SM-Pornos kennst und die dort aussehen, als würden sie ganz lässig aus der Hüfte erfolgen, in Wahrheit lange Stunden an Übung. Auch du wirst nicht darum herumkommen.
Dir erotische SM-Videos aufmerksam anzusehen, kann aber einen ersten Schritt darstellen. Achte darauf, wie die Akteure stehen, wie sie zuschlagen und wo das Schlaginstrument schließlich landet. Du kannst dir hier schon einiges abschauen.
Noch besser wäre es natürlich, wenn du einen Profi finden kannst, der dir zeigt, worauf du etwa bei der Verwendung einer Peitsche zu achten hast. Vermutlich gehört ein solcher Profi nicht zu deinem Bekanntenkreis. Dann hinge es von dir ab, wie forsch und selbstbewusst du jemand Fremden um Hilfe bitten möchtest. Vielleicht gibt es ja einen SM-Stammtisch oder ein anderes Szenetreffen in deiner Stadt: Kannst du dir vorstellen, jemanden dort um Hilfe zu bitten? Oder jemanden, den du auf einer Online-Kontaktbörse für SMer, wie die »Sklavenzentrale«, ansprichst? Oder sogar eine Domina, die du dafür vermutlich entlohnen müsstest? In diesem Fall kann es sogar eine gute Idee sein, dass du dir selbst ein paar Schläge erteilen lässt. Auch wenn verschiedene Menschen ein unterschiedliches Schmerzempfinden haben, weißt du dann wenigstens ungefähr, was du deinem Partner eigentlich zufügst und wie heftig du zu Werke gehen kannst. Hältst du selbst es aus, ein Dutzend Schläge einzustecken? Wie geht es dir danach?
Aber das wäre nur der Idealfall. Ich gehe für alles Weitere davon aus, dass du niemanden findest, der dich unter seine Fittiche nimmt, sondern dir alles Notwendige mithilfe dieses Ratgebers selbst beibringen musst.
Wenn du den Einsatz von Schlaginstrumenten auf eigene Faust lernen möchtest, ist es zunächst einmal sinnvoll, wenn du nicht mit deinem Partner oder deiner Katze beginnst, sondern mit einem unbelebten Objekt. Manche nehmen dafür ein Stofftier, andere die Couch, aber am geeignetsten ist ein weiches Kissen oder eine flauschige Decke – weich genug, damit dort die Spur zurückbleibt, die dein Schlaginstrument erzeugt hat. So weißt du genau, wo du getroffen hast. Je nachdem, mit welchem Instrument du zuschlägst, ist das anfangs vermutlich noch nicht genau die Stelle, auf die du gezielt hattest. Aber nach und nach findest du heraus, worauf du zu achten hast.
Erst wenn du ausreichend Finesse entwickelt hast, dass jeder Schlag auch wirklich sitzt, solltest du dein Lernen an einem lebenden Menschen fortsetzen. Aber natürlich bittest du auch ihn nicht: »Darf ich mal eben deinen Rücken blutig peitschen, um zu trainieren, damit ich nicht versehentlich die falsche Stelle treffe?« Stattdessen gibt es eine ganze Reihe sinnvollerer Möglichkeiten, die Sache langsam angehen zu lassen:
* Dein Partner darf seine Kleidung oder zumindest Teile davon anbehalten, bevor du ihn dir vornimmst. Auf diese Weise hat er einen gewissen Schutz, auch wenn der demütigende oder intimere Effekt, der durch Nacktheit entsteht, schwächer wird. Der einzige Nachteil bei diesem Vorgehen ist, dass du nicht auf Anhieb sehen kannst, ob du mit deinen Schlägen körperliche Blessuren hinterlässt. Das müsstest du dir gegebenenfalls zwischendurch ansehen.
* Dein Partner schützt Stellen seines Körpers, die du auf keinen Fall aus Versehen treffen solltest, mit einer Decke oder einem Kissen. Im Verlauf dieses Ratgebers wirst du noch lernen, welche Regionen besondere Gefahrenzonen darstellen.
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Was sind die Grundlagen einer gelungenen Züchtigung?
Irgendwann bist du mit deinen Übungen so weit, dass deine Schläge sitzen und du deinem Partner eine ordentliche Abreibung von Anfang bis Ende gönnen möchtest. Wie könnte eine entsprechende Session aussehen?
Bevor es richtig losgeht, solltest du dich noch einmal mit deinem Partner unterhalten, um einen Eindruck davon zu gewinnen, wie er drauf ist. Wirkt er eher ängstlich oder voll gespannter Vorfreude? Erkundige dich auch noch einmal nach aktuellen Empfindlichkeiten, Verletzungen oder Erkrankungen, die beim Spanking eine Rolle spielen könnten und auf die du achten musst. In erster Linie würde ich hier an Krankheiten wie Asthma, Diabetes und Epilepsie denken, aber verschiedene andere Beeinträchtigungen gehören ebenso dazu. Insbesondere, aber nicht nur, wenn du deinen Partner zum Auspeitschen fesselst, solltest du genau wissen, was du in einem Notfall zu tun hast. Damit sich dein Partner fallen lassen kann, muss er wissen, dass du seines Vertrauens würdig bist.
Dann führst du deinen Partner an den Ort, wo du ihn züchtigen möchtest. Dieser Ort sollte ausreichend warm und gut beleuchtet sein. Schließlich möchtest du gut erkennen können, wo deine Schläge landen. Wenn du einen düsteren Raum für stimmungsvoller hältst, dann sorge für die nötige Dunkelheit mit der Stelle als einziger Ausnahme, wo sich dein Partner befindet. Dort ist es durch entsprechend ausgerichtete Beleuchtung ausreichend hell. Das kann den zusätzlichen psychologischen Effekt haben, dass sich dein Partner wie auf dem Präsentierteller fühlt.
Vielleicht möchtest du es deinem Partner überlassen, deine Schlaginstrumente herbeizuholen und griffbereit auszubreiten. Damit betonst du seine Unterwerfung und seine Rolle als Sklave: Selbst dabei, dass ihm Schmerzen zugefügt werden, muss er aktiv mithelfen.
Allerdings hat es mit den ersten richtigen Schmerzen noch etwas Zeit. Damit dein Partner in einen Zustand kommt, wo er diese Empfindungen genießen kann, solltest du ihn erst einmal ganz allmählich aufwärmen. Das gelingt dir am besten, indem du ihm zunächst leichte und sanfte Schläge verpasst – vielleicht sogar so federleicht, dass du ihn kaum berührst. Damit gibst du ihm die Gelegenheit, sich an diese Form der Zuwendung zu gewöhnen. Er sollte spüren, dass du nicht vorhast, ihn auf unschöne Weise fertigzumachen, sondern dass er dir vertrauen kann. Dein Ziel sollte es sein, dass parallel zur wachsenden Heftigkeit deiner Schläge auch die Erregung deines Partners ansteigt.
Vielleicht willst du auch nicht einmal mit Schlägen anfangen, sondern mit einer einfachen Massage, um deinem Partner bei seiner Entspannung zu helfen. Das bietet sich natürlich vor allem an, wenn dein Partner bei seiner Auspeitschung liegt, statt zu stehen, was ich einem Anfänger ohnehin empfehlen würde. Durch eine solche Massage hast du auch mehr Gelegenheit, dich auf deinen Partner einzustimmen und zu spüren, ob er angespannt ist und auf Berührungen schreckhaft reagiert, oder ob er alles in allem relaxt wirkt.

...
Wie kannst du verhindern, dass du deinem Partner mehr Gewalt zufügst, als er verträgt?
Vielleicht hast du Angst, deinem Partner beim Spanking immer noch zuzusetzen, obwohl er die Grenze des für ihn gut Erträglichen eigentlich schon erreicht hat. Diese Sorge ist vernünftig. Zwar könnte man davon ausgehen, dass dein Partner sich schon meldet, wenn es ihm zu viel wird. Allerdings habt ihr vielleicht ein Rollenspiel vereinbart, zu dem es gehört, dass dein Partner sich deinen Schlägen zu entziehen versucht und »Nein, bitte nicht!« ruft. Schließlich kann es für unterwürfig veranlagte Menschen überaus erotisch sein, um Gnade zu betteln. Wie sollst du ahnen können, dass er das plötzlich ernst meint? Vielleicht hält er auch nur tapfer und mit zusammengebissenen Zähnen weiter aus, weil er meint, dass das zu seiner Rolle als Sklave gehört, weil er seine »Bestrafung« nicht abbrechen möchte oder weil er darauf vertraut, dass du schon selbst am besten einschätzen kannst, wann es genug ist. Die Gefahr ist dann groß, dass du ihn überbeanspruchst und er dir hinterher Vorwürfe dafür macht.
Was ihr benötigt, ist die Vereinbarung eines Signals, mit dem dein Partner unmissverständlich signalisieren kann, wie es ihm gerade geht. Ein solches Signal wird von erfahreneren Sadomasochisten als »Safeword« bezeichnet. Ein passendes Wort solltet ihr gemeinsam auswählen. Wenn ihr ein Rollenspiel miteinander spielt, sind schon mal sämtliche Wörter ungeeignet, die dabei ohnehin mitunter ausgerufen werden, also etwa »Aufhören!«. Dein Partner sollte aber in der Lage sein, sich das Wort zu merken und auch in einer extremen Belastungssituation verständlich auszusprechen. Wenn ihr daran denkt, habt ihr zwischen »Kühlerhaube« und »Teddybär« eine riesige Auswahl möglicher Wörter. Besonders häufig verwendete Safewords sind »Gnade!« – passt zur Situation, wird aber heutzutage kaum noch als Ausruf verwendet – sowie »Mayday!«.
Wenn dein Partner dieses Wort ausruft, solltest du seine Züchtigung augenblicklich abbrechen und dich um sein Wohlergehen kümmern. Andernfalls geschieht alles, was du danach tust, ohne die Einwilligung deines Partners und könnte zum Beispiel eine Körperverletzung oder sexuelle Nötigung darstellen. Es ist auch gut möglich, dass dein Partner ein unerwartetes Problem wahrgenommen hat, das deiner Aufmerksamkeit entgangen ist. Das alles sind gute Gründe, den Abbruch wirklich sofort zu vollziehen, statt zum Beispiel eine »Bestrafung« erst noch zu Ende bringen zu wollen.
Nun ist dieser plötzliche Tritt auf die Bremse eine recht extreme Maßnahme. Menschen, die solche erotischen Spiele genießen, haben sich deshalb etwas einfallen lassen, womit der gezüchtigte Partner das Spiel etwas sanfter mitgestalten kann: den sogenannten Ampelcode. Statt sich auf ein einziges Safeword zu beschränken, das nur eingesetzt wird, wenn für deinen Partner nichts mehr geht, kann er hier durch die Farben einer Verkehrsampel signalisieren, woran du bei ihm bist.
Dabei zeigt dir »rot!« an, dass dein Partner am Ende ist und das Spiel abgebrochen werden muss. Ruft dein Partner »gelb!«, macht er dir damit klar, dass er sich dieser Grenze nähert. Du kannst dein Spanking also fortsetzen, solltest dich aber ein wenig zurücknehmen. Vielleicht lässt du deine Schläge weniger hart werden, vielleicht gönnst du deinem Partner eine Pause – auch um genauer herauszufinden, wo das Problem liegt. Sagt dein Partner »grün«, signalisiert er damit eigentlich nur, dass alles in Ordnung ist und du dich im sicheren Bereich befindest. Da Menschen allerdings selten solche Signale geben, ohne dass ein Grund dafür existiert – sonst könnte dein Partner während eures Spiels ja ständig »grün« sagen –, liegt der Verdacht nahe, dass er dich ermuntern möchte, ein bisschen weniger zaghaft zu sein und eine Nummer zuzulegen. Dieses Wort könnte also ein subtiles Signal dafür sein, dass dein Partner sich ein wenig zu langweilen beginnt.
Während ich die Verwendung solcher Codewörter vor allem Anfängern unbedingt empfehlen würde, sind erfahrene dominante SMer nicht immer begeistert davon. Sie stören sich daran, dass ihr Partner aufgrund solcher Codewörter nicht im Geringsten so »machtlos« ist, wie es eigentlich zu der gemeinsamen Inszenierung gehört, sondern dass er das Spiel und seine Heftigkeit damit erheblich steuern kann.
Eine Möglichkeit, diesen Schwachpunkt zu beheben, besteht darin, dass ihr euch darauf einigt, ein Safeword nur in einem echten Notfall zu verwenden. Das könnten überraschende gesundheitliche Probleme deines Partners wie starke Übelkeit sein, aber auch, dass er zum Beispiel hört, wie sich im Schloss seiner Wohnungstür ein Schlüssel dreht, ihr also unerwarteten Besuch bekommt. In diesem Arrangement darf ein Safeword also nicht verwendet werden, nur weil deinem Partner seine Züchtigung zu heftig wird. In dieser Hinsicht wäre er dir und deiner Einschätzung, wann es mit dem Spanking genug ist, »ausgeliefert«.
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Welche Stellen des Körpers kannst du dir unbesorgt vornehmen und welche nicht?
Wenn du dir deinen Partner bei einer Spanking-Session vorknöpfst, solltest du wissen, dass es bestimmte Stellen des menschlichen Körpers gibt, die du dabei unbedingt meiden solltest, damit du ihn nicht versehentlich verletzt, während du bei anderen Regionen weitgehend unbesorgt zuschlagen kannst.
Folgende Stellen solltest du von deinen Schlägen verschonen:
* Kopf (insbesondere die Ohren) und Hals. Zur einzigen Ausnahme, nämlich Ohrfeigen, gibt es so viel zu sagen, dass hierfür ein eigenes Kapitel in diesem Ratgeber folgen wird. Dass du auf den Kehlkopf und seine Umgebung nicht gewaltsam einwirkst, sollte ohnehin nachvollziehbar sein. Im Halsbereich befinden sich zu viele wichtige Sehnen und Drüsen, außerdem natürlich die Luft- und Speiseröhre.
* der Bereich von Niere, Leber, Lenden und Magen. Eventuell möchtest du deinen Partner sogar mit einem Nierengurt schützen, damit du diese Zone nicht versehentlich triffst. Wenn du nicht weißt, wo genau sich diese Organe befinden, informiere dich vor einer Spanking-Session darüber.
* der gesamte untere Rücken, dabei insbesondere das Steißbein. Wenn du es durch einen unbedachten Schlag zerbrichst, kannst du deinen Partner damit lebenslang schädigen.
* sämtliche Gelenke, also Knie, Ellenbogen und Handgelenke.
* Stellen, die sich unmittelbar über dem Knochen befinden – also etwa das Schienbein und die Wirbelsäule – oder wo Nerven und Adern dicht unter der Haut verlaufen.
Bei folgenden Stellen solltest du zurückhaltender zuschlagen:
* die weiblichen Brüste.
* der Intimbereich bei beiden Geschlechtern. Auch hierzu wirst du eigene Kapitel in diesem Ratgeber finden.
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Worauf solltest du achten, wenn du deinem Partner Ohrfeigen erteilst?
Wenn man sich anschaut, wie Ohrfeigen in Film und Fernsehen dargestellt werden, könnte man annehmen, es handle sich dabei um eine außerordentlich harmlose Form der körperlichen Gewalt: Ein Mann leistet sich einen dummen Spruch oder irgendein anderes Vergehen und kassiert dafür von einer Frau eine schallende Ohrfeige. Diese Frau hat damit ihre Überlegenheit bewiesen, und der betroffene Mann trägt keinerlei Schäden, sondern nur Nutzen davon, indem er sich in Zukunft hoffentlich besser benimmt.
Mit der Wirklichkeit hat dieser Mumpitz wenig zu tun. Tatsächlich gelten Ohrfeigen als eine derart gefährliche Praktik, dass manche SMer Anfängern generell davon abraten.
Zunächst einmal liegt ein Gefahrenpotenzial von Ohrfeigen in der seelischen Wucht, die mit diesem Schlag verbunden sein kann. Häufig drücken sie extreme Verachtung aus und werden vom Empfänger als besonders starke Demütigung empfunden – noch stärker, als wenn ihm jemand ins Gesicht spucken würde. Das kann für manche unterwürfige Menschen zwar gerade deshalb lustvoll und erfüllend sein. Andere kommen damit allerdings psychisch überhaupt nicht klar und das Unterwerfungsspiel muss augenblicklich abgebrochen werden.
Betrachtet man die denkbaren körperlichen Folgen einer Ohrfeige, ist das Risiko sogar noch größer. Zu den schwerwiegenden Konsequenzen kann eine Schädigung der Halswirbel gehören, wenn der Kopf deines Partners zur Seite geschleudert wird, eine teilweise Netzhautablösung, ein Trommelfellschaden und einiges mehr. Führst du die Ohrfeige extrem hart durch, kann sie sogar zu einer gebrochenen Nase führen, einen Zahn oder sogar ein Auge kosten.
Insofern ist es geboten, vor dieser Praktik großen Respekt zu haben. Erfreulicherweise ist das trotz der verharmlosenden Darstellung in Film und Fernsehen bei den meisten ja auch der Fall. Von einer Freundin, die Kampfsport trainiert, weiß ich, dass viele Menschen enorme Schwierigkeiten damit haben, jemand anderen ins Gesicht zu schlagen. Wenn dein Partner also gern geohrfeigt werden möchte und du feststellst, dass du enorme Hemmungen dabei hast, bist du damit kein Einzelfall, sondern eher die Regel.
Indem du dich an die folgenden Tipps hältst, kannst du das Risiko, deinem Partner unbeabsichtigten Schaden zuzufügen, deutlich senken:
* Achte darauf, immer das Zentrum der Wange zu treffen. Wenn du zu hoch zielst, kannst du die Schläfen oder das Auge verletzen, zielst du zu niedrig, den Kiefer. Wenn du das Ohr erwischst, verletzt du dabei eventuell das Trommelfell. Triffst du nur die Vorderseite der Wange, verletzt du mit etwas Pech die Lippen.
* Verringere das Risiko, eine andere Stelle als die anvisierte zu treffen, indem du immer mit deiner Schlaghand ohrfeigst statt mit der Hand, mit der du ungeübt bist.
* Schlage immer mit der offenen statt der geschlossenen Hand zu. Wenn du noch dazu deine Finger etwas auffächerst, dürfte dein Partner den Schlag als weniger unangenehm empfinden.
* Vermeide als Anfänger Schläge mit der Rückhand, denn sonst wird dein Partner von deinen Fingerknöcheln getroffen, was einen größeren Schaden anrichten kann. Wenn es ganz dumm läuft, kannst du dir bei dieser Praktik sogar selbst einen Finger brechen.
* Um eine Schädigung der Halswirbel zu verhindern, kannst du den Kopf deines Partners am Kinn oder der gegenüberliegenden Wange festhalten.

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