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Passwort zur Seele | Erotischer SM-Roman

von

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Dieses E-Book entspricht 208 Taschenbuchseiten

Zwei Frauen. Zwei Kolleginnen. Zwei Freundinnen. Melanie und Daniela.
Melanie begibt sich zum ersten Mal in SM-Abenteuer und wird süchtig danach. Damit setzt sie ihre Ehe aufs Spiel. Kann das gutgehen?
Und auch Danielas Sex-Leben wird durch einen Zufall durcheinandergebracht. Nichts ist mehr, wie es war. Anerzogene Tabus werden gebrochen, sexuelle Fetische endlich ausgelebt.
Über allem aber steht die Freundschaft der zwei Frauen.
Ein Roman übers Loslassen ... Zulassen ... sich fallen lassen ...
und das Ausbrechen aus dem Alltag.

Passwort zur Seele | Erotischer SM-Roman

von Alexandra Gehring

Trotz der sommerlichen, warmen Temperatur, fühlten sich ihre Hände kalt an. So langsam war es doch vorbei mit ihrer inneren Ruhe und Gelassenheit. Unruhig wechselte sie ihre Sitzposition, schaute starr aus dem Fenster. Der Regen hatte nachgelassen, und die Sonne setzte sich mehr und mehr durch.
Als der Zug in den Bahnhof einfuhr, spürte sie, wie ihr Herz klopfte, ihre Hände feucht wurden. Bekleidet nur mit ihrem neu erworbenen roten, knielangen Sommerkleid, dunkelroten, hochhackigen Schuhen, rotem BH, ohne Slip, betrat sie den Bahnsteig. Das Kleid war blickdicht, das war nicht ihr Problem, es waren ihre Sinne, ihr Bewusstsein, ihre Empfindungen.
Ein Luftzug umspielte ihren nackten Arsch, ihre Pussy und erinnerte sie erneut deutlich an ihre Mission.
Mit einem Lächeln auf den Lippen drückte sie ihr Kleid an ihren Körper. Eines hatte ER von Anfang an erreicht, es war schon jetzt ein erregendes, sinnliches Erlebnis. Alles war so anders, von ihm gewollt anders.
Aber wer war ER?
Sie stand jetzt auf dem Bahnsteig, hatte nur ihre Clutch in der Hand. Er wusste genau, wie er sie aus ihrem geordneten, gewohnten Alltag in seine Welt holte. Außer ihrer Geldbörse, ihrem Handy, Schlüssel, Scheckkarte, Lippen- und Konturenstift hatte sie nichts dabei. Diese Psychospielchen schienen ihm nicht fremd zu sein. Im Gegenteil.
Melanie schaute sich um.
Als sie auf die runde Bahnhofsuhr zusteuerte, dem abgesprochenen Treffpunkt, ging ein sinnlich, aufwühlendes Prickeln durch ihren Körper. Sie würde einen Unbekannten treffen und nicht nur das. Melanie fuhr mit ihrer Zunge über ihre Lippen. Unzählige Reisende liefen mit ihren Rollkoffern an ihr vorbei. Die Türen schlossen sich, der ICE setzte seine Fahrt fort. Auf den Schultern ihres Vaters sitzend, winkte ein kleines Mädchen ihrer Mutter hinterher. Abschiede. Ankünfte. Schon immer hatte Melanie ein gewisses Faible für Bahnhöfe gehabt, liebte auch beruflich diese Art des Reisens.
Eine neue Durchsage ertönte aus den nachhallenden Lautsprechern, kündigte die Einfahrt eines ICE an. Nur wenige Minuten später fuhr der auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig ein. Melanie beobachtete, wie eine Schulklasse ausstieg und sich nach und nach um den Lehrer sammelte.
Ein kurzer Blick hoch auf die Uhr. Wenige Minuten über der Zeit.
»Melanie?« Sie schaute hoch, ihn an, nickte. Sie hatte nicht zu reden, einfach nur zu befolgen. Auch das hatte er geschrieben.
In seinem dunklen Anzug, dem weißen Hemd, seiner sportlichen Statur, entsprach er ihrem Bild, das sie aufgrund seiner Profilangaben in ihrer Fantasie erstellt hatte. Sie hatte kein Foto von ihm. Lars. Es hätte auch anders kommen können ...
In einem SM-Portal hatte er sie angeschrieben. Er sei glücklich verheiratet, hätte zwei Kinder, wohne im Umkreis der bayrischen Landeshauptstadt. Beruflich sei er selbständig, Inhaber einer größeren Firma. Klar und deutlich hatte er geschrieben, dass er keine Freundin oder gar Partnerin suche. Er war glücklich mit seiner Familie. Es ging ihm nur um das exzentrische Ausleben seiner Lust und der seiner Gespielin. Natürlich setzte er beidseitige absolute Diskretion voraus.
Melanie wollte die Steigerung. Mit seiner offenen, jedoch unaufdringlichen Art zu schreiben, hatte er einen wahren Taumel in ihrem Kopfkino ausgelöst.
Mehrmals täglich checkte sie ihren E-Mail-Account, hatte vergeblich auf Nachrichten von ihm gewartet. Er hatte sie bewusst kurz gehalten, und hielt somit den Spannungsbogen hoch.
Ihr war klar, dass sie sich wie ein junges, pubertierendes Mädchen verhielt, nicht wie eine gestandene, achtunddreißigjährige verheiratete Frau, die eine dreizehnjährige Tochter hatte. Vernünftig war nun wirklich anders, aber ... vernünftig hatte sie zu lange gehabt!
»Lass uns zum Auto gehen!« Melanie gefiel der sonore volle Klang seiner Stimme.
Wenige Minuten später saß sie in den edlen, dunkelroten Ledersitzen des schwarzen, luxuriösen Jaguars.
Auf der Fahrt zum Studio sprach er nur sehr wenig.
»Zeig dich mir!«
Sie zog das Kleid hoch, zeigte ihm ihre glattrasierte Votze. Ein kurzer Blick reichte ihm. Es war sein Recht, sie zu kontrollieren.
Ohne Slip war angeordnet.
Auch diese ganz unpersönliche, gewollt lieblose Behandlung hatte sie erwartet. Es war ein Teil des Spiels, eine der vielen Facetten, die SM bot. Sie war ein Objekt für ihn, ein Objekt, das er benutzen würde. Melanie erwartete keine Komplimente oder gar Sympathiebekundungen. Sein ruhiges, selbstsicheres, maskulines Auftreten empfand als sie sehr angenehm, spürte sie doch, wie hibbelig sie das jetzt schon machte. Er verhielt sich real so, wie er es ihr geschrieben hatte, wie sie es erhofft hatte.


Im Chat hatte sie ihm geschrieben, er habe keine Rücksicht zu nehmen, auch wenn sie eine Session dieser Art bisher noch nicht erlebt hatte.
»Während der Maso-Session gehörst du mir«, war seine kurze, klare, eindeutige Ansage.
Jetzt klatschten die ersten Peitschenhiebe auf ihre Haut.
Zum Aufwärmen nahm er eine spezielle Peitsche, bei der Stoff und Ledertails miteinander verwebt waren. So konnte er von der ersten Minute an relativ heftig durchziehen, ohne Melanie gleich zu überfordern. Er wusste, wie wichtig das Aufwärmen für die Sensibilisierung ihrer Muskeln, für das Anregen körpereigener, hormoneller Schutzfunktionen war.
Ein extrem lautes, klatschendes Geräusch hallte durch den Raum. Melanie spürte ein Brennen, ein stechendes Ziehen.
Es ging los.
Der nächste Treffer sauste auf ihre Haut nieder. Es war der Anfang, ihr war bewusst, dass er sie an ihre Grenzen führen würde. Im Detail hatte Lars ihr seine Neigung und die Art der Session beschrieben. Deshalb war sie hier. Mit Vernunft hatte das nichts mehr zu tun. Vielleicht war gerade das der Grund, sich in solch ein Abenteuer zu stürzen. Sie war das Objekt für seinen Fetisch, wollte ihm gefallen, ihm Lust bereiten. Ihm, dem Unbekannten. Für sie war das die ersehnte, erträumte Erfüllung ihrer masochistischen, tief devoten, sexuellen Fantasien. Sie wollte ihren Körper spüren, rücksichtslos, hart genommen werden. Wie extrem hatte sie sich in den letzten Monaten verändert!
Er steigerte die Intensität der Schläge. Immer häufiger zuckte sie zusammen, biss sich auf die Lippen, drehte sich leicht, versuchte, wenigstens mit der Schuhspitze die Bodenhaftung nicht zu verlieren.
Nach etwa dreißig Hieben wechselte er zu einer reinen Lederpeitsche. Jetzt stöhnte sie nach jedem Treffer auf. Nach jedem Hieb stellte es ihr für Sekunden die Luft ab. Hektisch versuchte sie, zwischen den Schlägen kontrolliert weiterzuatmen. Noch spürte sie nur Schmerz und es war ein langer Weg bis der Lustschmerz alles andere überwog.
Das gestreckte Hängen erzeugte schon jetzt einen heftigen Schmerz in ihrer Oberarmmuskulatur. Ihr Kopfkino sagte ihr, dass er sich an ihrem Stöhnen, am Winden ihres Körpers, an den sicherlich immer deutlicher sichtbaren Striemen aufgeilte. Das törnte auch sie an.
Er unterbrach. Sie spürte, wie er sich das bisherige Ergebnis ansah. Für einige Sekunden berührte er ihre Arschbacken.
Durch das Verbinden ihrer Augen, schärften sich ihre anderen Sinne, machte sie sensibler für jedes Geräusch, jeden Hieb, jede Berührung. Sie hörte seinen Atem. Bald darauf ein Zischen. Der Rohrstock traf sie in einer entspannten Phase. Jetzt war jeder Hieb eine Mutprobe.
Als er ihr die Anzahl der Schläge nannte, wusste sie, was auf sie zukam. Es schüttelte sie durch. Sie drehte sich weg, versuchte, auszuweichen. Er lief mit, schlug knallhart zu. Ihr Kopf sackte auf ihr Brustbein. Mit verbissenem Gesicht ließ sie es über sich ergehen. Er schlug in Vierer-Intervallen, machte eine kurze Pause, dann die nächsten Hiebe.
Die Vierzig hatten es in sich, ließen sie oft in dem Seil hängen. Wieder rappelte sie sich auf, versuchte, den Druck ihres Körpergewichts zu reduzieren, indem sie sich wenigstens für einige Sekunden auf die Fußspitzen stellte. Nach einer kurzen Pause griff er zu einem Flogger, einer Riemenpeitsche mit über fünfzig Gummitails. Er stand hinter ihr, löste den Verschluss ihres BHs. Wie sie geschrieben hatte, fielen ihre wuchtigen Brüste in eine leicht hängende Position. Umgehend klatschten die ersten Hiebe auf ihre Titten. Sie konnte die Schläge nicht sehen, konnte sich nicht auf die Treffer vorbereiten. Für Bruchteile von Sekunden das zischende, klatschende Geräusch, dann der kurze, ziehende Schmerz. Sie dachte nicht mehr, sie ließ es geschehen.
Lars nutzte das aus, schlug in unregelmäßigen Abständen zu, machte sich den Spaß, ab und zu auf den Boden zu schlagen. Auch dann zuckte Melanie zusammen. Weit legte sie den Kopf in den Nacken, schützte ihren Kopf, presste ihre Lippen übereinander, erwartete den nächsten Hieb.
Wieder und wieder klatschten die Schläge auf ihre Haut.
Ohne ihr wöchentliches, intensives sportliches Training würde sie sicherlich schon jetzt konditionell Probleme bekommen.
Wieder diese Zehntelsekunde des Auftreffens. Sie stand dazu, hatte es so gewollt. ER war es, der sie züchtigte.
Ein Aufschrei! Ein Nippel wurde besonders hart getroffen. Wie Nadelstiche trafen die Gummiteile auf ihre Brüste. Sie hing jetzt schon für viele Minuten im Seil, konnte sich nicht mehr auf den Fußspitzen halten, drehte sich um ihre eigene Achse. Die senkrecht nach oben gestreckten Hände, ihre extreme Körperspannung, machten das Atmen schwerer, immer mehr zu einer Tortur. Sie spürte ein Taubheitsgefühl in ihren Händen und pausenlos die ganze Schwere ihres Körpers.
Lars entfernte die Augenbinde. Sofort senkte sie den Blick, dennoch merkte sie, wie er sie ansah.
Er setzte zwei Klammern auf ihre Nippel. Eine davon erzeugte einen bösartigen Schmerz, stellte ihr die Luft ab. Ein Aufschrei. Jetzt zappelte sie an dem Seil.
»Soll ich diese neu ansetzen?«
»Jaaa ... Bitte!«
Er schaute in ihr schmerzverzerrtes Gesicht. »Zehn Schläge mehr! Schau mich jetzt an! Was bist du? Sag es mir!«
Sie schaute in sein Gesicht, seine Augen. Es dauerte, bis sie antwortete. Sie schluckte. »Ich bin deine Masosklavin!« Melanie antwortete leise, mit schmerzverzerrter, gebrochener Stimme.
Jetzt erst setzte er die Klammer erneut an.

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