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Die Pure Lust in dir | 10 Erotische Geschichten

von

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Dieses E-Book entspricht 224 Taschenbuchseiten

Zehn erotische Kurzgeschichten, die unterschiedlicher kaum sein könnten.
Gelegenheit macht halt Liebe.
Ob in der Kunstausstellung, auf der Baustelle oder als letzter Kunde im Café.
Auch die strenge Nachtschwester, die für alle nur »der prüde Engel der Station« ist, hat Bedürfnisse.
Außerdem wären da noch der Klempner, der stets das passende Rohr verlegt, und der frustrierter Familienvater, dem die körperliche Liebe mehr fehlt als alles andere ...
Alle haben eins gemeinsam: Sie erleben unvergessliche Abenteuer in Sachen Lust und Leidenschaft, die ihre Leben verändern.

Die Pure Lust in dir | 10 Erotische Geschichten

von Millicent Light

»Ich hätte mich wirklich informieren sollen.« Ein leichter Schauer durchlief ihren Körper. Zittrig holte sie tief Luft. Sie musste daran denken, wie sie selbst vorhin noch vor dem Spiegel in ihrem Schlafzimmer posiert hatte. Das ein oder andere Gemälde zeigte fast die gleichen sinnlichen Stimmungen.
»Ist Ihnen kalt?« Der Mann neben ihr schien sie genau beobachtet zu haben.
»Nein, ganz bestimmt nicht. Fast schon ein wenig zu warm.« Mit der Hand, die bisher auf seinem Arm gelegen hatte, fächelte sie sich leicht Luft zu.
»Möchten Sie noch ein Glas Champagner?«
»Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee wäre …« Unschlüssig betrachtete sie die Figur vor sich. Die Mischung aus dieser erotisch flirrenden Luft und dem prickelnden Getränk wirkten auf sie wie ein Aphrodisiakum. Und er schien es zu wissen.
Er winkte einem Kellner, der brachte prompt ein neues Glas mit der für sie so gefährlich perlenden Flüssigkeit.
In ihrem Inneren kribbelte es schon seit geraumer Zeit. Eigentlich benötigte sie keinen weiteren Drink, aber sie brauchte auch etwas zum Festhalten. Durch die Nähe des Unbekannten wurde das Kribbeln nicht besser. Ihre Hand konnte unter dem Stoff einen starken Arm spüren. Feste Muskeln, sehnige Stränge, die unter dem Jackenärmel verliefen.
Und seine Augen. Wow. Sogar in der diffusen Beleuchtung stachen sie intensiv hervor. Stahlgraue Augen. Mit kleinen gelben Sprenkeln. Wieso wirkten diese Augen so betörend auf sie? Wieder lief ein kleiner Schauer ihren Körper entlang. Wo sollte das hier hinführen?
»Sie scheinen doch zu frösteln.«
»Offensichtlich …«
»Wollen wir uns die Figur anschauen?«
»Meine Freundin wird mich vermissen.«
»Bis sie sich wieder an Sie erinnert, sind wir in den anderen Räumen angelangt.« In ihr machte sich eine leichte Unsicherheit breit, weil sie nicht wusste, worauf sie sich eingelassen hatte. Zaghaft folgte sie dem Unbekannten in Richtung der letzten Plastik. Der Raum wurde bewusst in einem rötlich-dämmrigen Licht gehalten. In der Mitte befand sich nur eine lebensgroße Skulptur. An den Wänden hingen raumhohe Spiegel, so, dass man das Gefühl hatte, von mehreren sich windenden und liebenden Paaren umgeben zu sein. Von jeder Position im Raum aus wurde man in deren Liebesspiel involviert. Die Stimmung in diesem Zimmer war aufs Höchste stimulierend. Sie hatte ihren Begleiter losgelassen, ihr Champagnerkelch zitterte leicht in ihrer Hand. Die andere hatte sie auf ihr Dekolleté gelegt.
»Was sehen Sie in diesem Kunstwerk?« Dicht an ihrem Ohr hörte sie seine tiefe, raue Stimme. Seine Hand berührte leicht ihre Hüfte. Durch den dünnen Stoff fühlte es sich an, als würde sie direkt auf ihrer Haut liegen. Henny konnte nur verstört Luft holen. Sie wagte kaum, sich zu bewegen.
Sie betrachtete die Bronzefiguren vor sich. Eine nackte und sehr schöne Frau lag auf den Armen abgestützt, seitlich auf dem Boden. Ihre Hüfte ragte hoch in die Luft, die Beine weit gespreizt, öffnete sie sich ihrem Liebhaber. Ihre Scham war vollkommen rasiert dargestellt. Kein Härchen umspielte ihre Spalte. Ihr Partner kniete über ihr, stützte ihr in die Luft ragendes Bein und sein langer, großer, wohl geformter Penis drang in ihre Körperöffnung ein.
In dem Gesicht der Frau war die Wollust deutlich zu erkennen, der Mund leicht geöffnet, die Augen geschlossen, der Kopf in Richtung ihres Liebhabers gedreht. Der Mann schien in der Mimik der Frau zu lesen. Seine Augen waren offen und der Blick direkt in ihr Gesicht gerichtet. Er labte sich an ihrer Leidenschaft.
Hennys Atem ging stoßweise. Sie konnte die Feuchtigkeit zwischen ihren Schenkel spüren. Sie war erregt. Der ganze Abend war eine anregende und kribbelnde Erfahrung.
Ihr Begleiter, der seine Hand immer noch auf ihrer Hüfte liegen hatte, begann, diese zu bewegen. Langsame, kleine Bewegungen, erst auf dem Hüftknochen und dann über die Taille hinauf zu den letzten Rippenbögen.
Gerade wünschte sich Henny nichts mehr, als diese Frau in der Plastik zu sein.
Sie wandte langsam ihren Blick von den Figuren zu der Wand dahinter. Im Spiegel konnte sie deutlich den großen, dunkelhaarigen Mann sehen, der dicht an sie gedrängt jetzt halb hinter ihr stand. Sie verfolgte mit den Augen seine Hand. Ihr waren seine Berührungen absolut nicht unangenehm. Sie fühlte sich nur noch erregter. Der sanfte Druck, der von seinen Fingern ausging, hinterließ Brandmale auf ihrer Haut. Die Reibung des feinen Stoffes überreizte an diesen Stellen ihren Körper. Ganz langsam wurden ihre Knie butterweich. Wie in Zeitlupe lehnte sie sich an seine breite Brust. Hielt den Blick aber weiterhin über den Spiegel auf ihn gerichtet.
Sie beobachtete, wie er den Kopf senkte und seine Lippen ihre Halsbeuge berührten. Es zu sehen und gleichzeitig zu erleben, ließ sie ihren Atem scharf durch die Nase ziehen.
In diesem Moment bereute sie es auch nicht, ihre Haare hochgesteckt und dieses sündhaft enge Kleid angezogen zu haben.
Sie wollte, dass er sie berührte. Sie musste ihn spüren. Dieser Abend war wie geschaffen dafür.
Seine Finger waren auf seiner Entdeckungsreise weiter nach oben gewandert. Mit dem Daumen berührte er die Unterseite ihrer Brust. Strich in kleinen, kreisenden Bewegungen darüber. Sein Mund wanderte indessen zwischen ihrem Ohrläppchen und ihrer Schulter hin und her. Diese sündhaften Lippen drückten kleine Küsse darauf und seine Zunge zeichnete winzige Tupfen dazu. Wenn er den Mund von ihrer Haut nahm, konnte sie seinen heißen Atem wahrnehmen, der über die feuchte Stelle strich und dort eine klitzekleine Gänsehaut entstehen ließ.
»Gehört das auch zur Ausstellung?« Ihre Stimme hörte sich piepsig an.
»Das, meine unbekannte Schönheit, gehört zur Sonderführung.« Das schon vorher sehr raue, markante Timbre, war nun um einiges dunkler und rauchiger.
Henny ging es durch Mark und Bein. Wäre sie nicht zuvor schon aufs Höchste erregt gewesen. Sie wäre bei diesem Klang sofort schwach geworden.
»Ist das die VIP-Behandlung, die auf der Karte ausgepriesen wurde? Oder bekommen das nur auserwählte Gäste?« Der sinnliche Ton in ihrer Stimme überraschte sie.
»Die ist für dich gratis, du bekommst mehr, als du erwartest. Das verspreche ich dir.« Mit diesen Worten drehte er sie zu sich herum und gab ihr den ersten Kuss an diesem Abend.
Henny war schon des Öfteren geküsst worden. Sie war bei Leibe auch keine Jungfrau mehr. Aber dieser Kuss, wow, der hatte es in sich. Es war kein wildes Herumstochern mit der Zunge. Nein. Es war mehr ein erotischer Tanz, spielerisch animierte er sie dazu, sich ihm zu öffnen, sich an ihn zu schmiegen und seine Liebkosungen zu erwidern.
Seine Hände lagen auf ihrem Po und drückten sie ungeniert an seine stark erigierte Männlichkeit. Wie durch einen Schleier drangen die Geräusche der Galeriebesucher zu ihnen durch. Ruckartig und ein wenig verlegen löste sich Henny von ihm. Trat einen kleinen Schritt zurück und schwankte vor innerer Aufruhr.
Er hielt ihr seine große Hand hin und dankbar nahm sie sie an. Ein fataler Fehler. Der Fremde zog sie wieder an sich heran und flüsterte ihr ins Ohr: »Die Ausstellung geht hinter der Tür weiter. Interesse?«
Einen kleinen Augenblick blieb Henny der Atem weg. Was bot er ihr hier an? Wo sollte das enden? Allerdings konnte sie kaum noch stehen, ihr Tanga war durchnässt und ihr Bauch kribbelte wie verrückt.
»Zeig es mir.« Kurz überrascht von ihrer eigenen Courage, nahm sie sein Angebot an.
»Dann komm.« Er löste sich von ihr, nahm erneut ihre Hand und zusammen gingen sie hinter der Figur vorbei zu einem Vorhang, den sie bis eben noch nicht wahrgenommen hatte. Galant hob er die Falten zur Seite und lief mit ihr über einen Flur, von dem links und rechts Türen abgingen. Während er sie weiterführte, hatte er seinen Arm um ihre Taille gelegt und zog sie an sich heran.
Am Ende des Korridors öffnete er eine Tür und sie traten in ein Büro mit einem sehr großen, wuchtigen Schreibtisch, vielen Bücherregalen und einer breiten Ledercouch.
Langsam ging Henny in das Zimmer, ließ für einen Moment die Atmosphäre auf sich wirken. Hier war ein Mann Herrscher dieses Reichs. Feste, dominante Formen, wenig Klimbim. Und das dunkle Holz verlieh Würde. Sie konnte sich ihren Unbekannten gut und gerne hier vorstellen. Vielleicht war er ja sogar der Inhaber der Galerie.
Henny drehte sich zu ihm, um ihn dabei zu beobachten, wie er sich aus seinem Jackett schälte. Sie immer im Blick behaltend, öffnete er die ersten Knöpfe seines Hemdes. Henny war fasziniert.
»Weiter«, war alles, was sie hervorbrachte. Ihr Hals war wie zugeschnürt vor lauter Erregung.
Lasziv hob er eine Augenbraue.
»Gleichzeitig«, hörte sie ihn flüstern. Sie konnte ein Schmunzeln nicht unterdrücken.
»Geht nicht.« Verwirrt schaute er sie starr an. Ein Warum stand deutlich in sein Gesicht geschrieben.
»Hast du es dir anders überlegt? Dann geh besser jetzt. Denn ich glaube nicht, dass ich nachher ein Nein noch akzeptiere.« Seine heisere Stimme klang zudem etwas ungeduldig.
»Sollte ich es mir lieber anders überlegen?«
»Nein.«
»Gut, aber ich habe keine Knöpfe …« Ihr freches Grinsen wurde mit einem erleichterten Seufzen quittiert und sofort war er bei ihr, legte eine Hand auf ihre Mitte und umfasste mit der anderen ihren Hinterkopf.
Wieder wurde sie, fast bis zu Besinnungslosigkeit, geküsst. Sein Mund eroberte den ihren, seine Zunge und ihre waren eins. Gleichzeitig bewegte er seine Hände über ihren Körper, öffnete den Reißverschluss auf ihrem Rücken und ließ das Kleid langsam und andächtig nach unten gleiten.
»So geht es natürlich schneller.« Bewundernd betrachtete er ihren Körper. Sie trug unter ihrem Kleid keinen BH, ihre Brüste waren klein, prall und bedurften nicht unbedingt Halt. Sie konnte ihn getrost weglassen. Ihre Brustspitzen standen vor Erregung von ihrem Körper ab. Wohl gerundete, kleine Brüste, die vollkommen in seinen großen Händen verschwanden. Die Nippel nahm er zwischen die Finger und presste sie zusammen. Ein Stöhnen entfloh Hennys Lippen.
Bis auf den kleinen roten Stringtanga, der so toll zu der Farbe des Kleides passte, stand sie splitterfasernackt vor ihm.

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