E-Books als ePUB für Tolino & iBooks,
Kindle (mobi) und PDF bestellen...

EscortLady | Erotischer Roman

von

Ähnliche Geschichten aus:
Auch als Buch erhältlich
Romane

Das Leben ist zu kurz,
um keine Geheimnisse zu haben …

Als EscortLady
versteht sich Ophelia darauf,
die geheimsten Wünsche
ihrer exklusiven Kunden zu erfüllen.
Ihre eigenen Bedürfnisse kommen
dabei oft zu kurz.

Alles ändert sich,
als der erfolgreiche Sänger Trystan
in ihr Leben tritt
und die Grenze zwischen wahrer
und käuflicher Liebe
zu verschwimmen beginnt.

Denn plötzlich kommen
ihre echten Gefühle zu Tage,
die sie sich bei ihrem Beruf
als EscortLady nicht erlauben darf …

Über den Autor Clarissa Thomas:
Clarissa Thomas lebt, liebt und schreibt in einem beschaulichen Küstenort Nordeuropas. Die Inspiration für ihre Texte findet sie in zufälligen Begegnungen, intensiven Blicken oder einem Sonnenaufgang am Strand. Besonders fasziniert sie die geheimnisvolle Anziehungskraft zwischen zwei Menschen – geistig wie körperlich. Wenn Clarissa an einer neuen Geschichte arbeitet, darf nur ihre Mitbewohnerin sie unterbrechen: Chauchat, eine ebenso elegante wie eigensinnige Siamkatze.

EscortLady | Erotischer Roman

von Clarissa Thomas

Als mir Chris die Tür öffnete, dachte ich zunächst, mich in der Nummer des Hotelzimmers vertan zu haben. Lady Saphir hatte mich darüber informiert, dass es sich bei ihm um einen neuen Klienten handelte, einen jungen Mann, mit dem ich mir ganz besonders viel Mühe geben sollte. Hier jedoch strahlten mich die unbekümmerten Augen eines Teenagers an, für den gerade endlose Sommerferien begonnen hatten.
»Bist du ... äh, sind Sie ...«
»Ja, ich bin Chris – und Sie können nur Ophelia sein. Ich bin so froh, dass es geklappt hat. Kommen Sie doch rein.«
Ich trat in das Zimmer, mich kurzzeitig umblickend, ob nicht eventuell doch eine Verwechslung vorlag. Aber nein, auf der Kommode lag bereits der obligatorische Umschlag mit dem Geld.
Obwohl ich ihm nur wenige Jahre voraus war, trennten uns doch Welten. Ich hatte mittlerweile einiges erlebt, während Chris so wirkte, als sei er nie aus der heilen Welt eines Vorstadtkindes hinausgekommen.
»Wie alt bist du?«
»Achtzehn. Seit gestern.«
Als uneingeforderten Beweis hielt mir Chris seinen Ausweis hin, ich musste lächeln.
»Und du hast direkt nach deinem achtzehnten Geburtstag nichts Besseres zu tun, als dir eine EscortLady auf ein Hotelzimmer zu bestellen?«
Meine Frage brachte ihn etwas aus dem Konzept, er setzte sein breitestes Grinsen auf, wurde dann ein wenig rot und erklärte schließlich: »Ich ... ich wollte einfach nicht ... nicht länger darauf warten ... mit einer Frau zu schlafen.«
Kaum hatte ich die Verwunderung über das Alter meines neuesten Klienten einigermaßen verdaut, überraschte er mich schon mit der nächsten Information.
»Du hattest noch nie Sex?«
Er schüttelte den Kopf und senkte dann seinen Blick zu Boden, als würde er sich schämen.
»Bist du sicher, dass du diesen besonderen Moment mit mir erleben willst?«
Es war köstlich mitanzusehen, wie er eilig nickte, mich anstrahlte und dann noch einmal zu einem Nicken ansetzte.
»Ach, das erste Mal wird überschätzt. Ich bin tierisch nervös, schon wieder durchgeschwitzt, obwohl ich eben erst duschen war, und vermutlich wird alles sehr, sehr schnell gehen. Da will ich zumindest eine Frau, die weiß, was sie tut, die cool dabei bleibt, sonst wird das doch eine totale Katastrophe.«
Bevor ich mich noch weiter mit Chris’ irgendwie stimmiger Logik auseinandersetzen konnte, überreichte mir Chris den Umschlag. Nachdem ich einen kurzen, fachmännischen Blick auf den Inhalt geworfen hatte, fragte ich ihn, woher er so viel Geld hatte.
»Gespart. Seit ich sechzehn bin, fiebere ich auf diesen Tag hin. Meine Mum denkt, ich würde alles für Markenklamotten ausgeben, aber das hier ist mir wichtiger ... Sie sind mir wichtiger.«
Instinktiv wollte ich ihm mit der Hand über den Kopf streichen, aber dann wurde mir wieder klar, dass ich kein Kind vor mir hatte, sondern einen Klienten. Einen Klienten mit einem besonderen Anliegen, aber ich würde ihm seine Wünsche erfüllen.
»Sie machen das doch, oder?«
Seine Unsicherheit war fast schon körperlich greifbar.
»Zunächst einmal, sag einfach du zu mir, sonst komme ich mir so alt vor. Und dann ... dir ist klar, worauf du dich einlässt, ja? Du wirst noch mit vielen Frauen schlafen, da bin ich mir sicher, aber ich werde für immer die Erste bleiben.«
»Schon klar. Ich habe nicht nächtelang vor dem Rechner gesessen und mir die Seiten von unzähligen Begleitagenturen angesehen, um jetzt zu kneifen. Sie ... Du gefällst mir von allen am besten. Wie du dich beschreibst, deine Interessen, und natürlich die Bilder ... Wegen diesen Bildern habe ich kein Auge zugekriegt.«
Langsam fand ich mich in meine Rolle, die Rolle der Verführerin, der Geliebten, die Rolle der zutiefst Begehrten.
»Wenn dich die Fotos von mir so begeistert haben, wirst du hoffentlich nicht enttäuscht von der Realität sein ...«
Für das Treffen mit Chris hatte ich mir einen schwarzen Minirock und eine weiße, ziemlich enge Bluse angezogen, deren obersten Knopf ich bei diesen Worten öffnete, um mein Dekolleté besser zur Geltung zu bringen.
Seine Reaktion war beachtlich. Er betrachtete mich mit der anhaltenden Ehrfurcht eines Sünders, der soeben eine Göttin erblickt hat.
»Soll ich weitermachen?«, fragte ich Chris, obwohl wir beide die Antwort längst kannten.
»Ja ... bitte.«
Sein Tonfall hatte etwas Flehendes. Ein berauschendes Machtgefühl durchströmte mich. In diesem Augenblick war ich alles, woran Chris denken konnte, und auch später würde er sich noch oft an diesen Moment erinnern. Es war meine Aufgabe, ihm den Weg in eine Welt der Sinnlichkeit und Erotik zu ebnen, und ich würde großartig dabei sein. Entjungferungen standen sicherlich nicht als Spezialität in meinem digitalen Portfolio, aber wen interessierte das schon? Chris jedenfalls nicht. Er war zu gespannt darauf, was als nächstes passieren würde ...
»Ich könnte das alles für dich ausziehen ... Was meinst du?«
Chris schüttelte den Kopf. »Lass es an. Ich kann mich jetzt schon kaum zurückhalten. Wenn du mir auch nur einen Zentimeter mehr von deiner Haut zeigst, komme ich sofort.«
Sein Wunsch war mir Befehl, also setzte ich mich auf ihn. Normalerweise hätte ich nun mit einer ausführlichen Liebkosung seines Schwanzes begonnen, doch die Eichel glänzte bereits, ein Tropfen der Lust rann an der Spitze herunter. Jede weitere Stimulation hätte zu einer unverzüglichen Eruption geführt.
Chris hielt die Hände im Bettlaken verkrampft. Ich befreite sie und presste sie auf meine Oberschenkel. Als ich mich zu ihm hinunterbeugte, um ihn zu küssen, passierte es. Unter meinen Lippen öffnete sich sein hübscher Mund, dem ein spitzer Schrei entwich. Sein ganzer Körper erzitterte.
»Das ... das war ... wow ... ich kann es kaum glauben.«
Chris rang um Atem.
»Ruh dich ruhig ein paar Minuten aus, wenn du magst.«
»Ausruhen? Das ist ja so, als hätte man den Astronauten von Apollo 11 gesagt: Leute, ihr steht jetzt zwar mit der Raumfähre auf dem Mond, aber bitte schlaft erst noch eine Nacht drüber, bis ihr wirklich da hinausstolziert und in die Geschichte eingeht.«
Ich musste aus vollem Herzen lachen. Chris hatte einen ganz eigenen, wirklich hinreißenden Humor. Noch ein paar Jahre, vielleicht eine andere Frisur, einen gepflegten Bart, und er würde der Schwarm aller Frauen sein. Ein unangebrachter Stolz schlich sich in meine Wahrnehmung.
»Bitte lach mich nicht aus«, sagte Chris, der meine Reaktion in seiner Unerfahrenheit falsch gedeutet hatte.
»Ich lache dich nicht aus – ganz im Gegenteil. Es freut mich nur, ein paar Stunden mit einem so sympathischen Menschen wie dir zu verbringen.«
Das war dünnes Eis. Jede Escortdame, die eine authentische GirlFriendExperience anbot, bewegte sich darauf. Es ging darum, einem Klienten das Gefühl zu geben, als wäre man nur für ihn da. Er sollte die Buchung und den Umschlag voller Bargeld vergessen und stattdessen aufrichtige Zuneigung erleben. Dabei blieb es natürlich nicht ausgeschlossen, dass er mit entsprechenden Gefühlen reagierte – und sich verliebte.
Chris war ein ganz besonderer Fall. Er ging gerade die ersten Schritte in der Welt der Leidenschaft, sein Herz lag offen vor mir. Ich hätte nicht einmal die Hand ausstrecken müssen, um es mir zu holen.
»Hast du einen festen Freund?«, fragte er mich und ich entgegnete so unverfänglich wie möglich: »Nein, weshalb fragst du?«
»Ich stelle es mir nur schwierig vor. Sich für Geld mit anderen Männern zu treffen, wenn es da jemanden gibt, den man ... den man ...«
Er fand nicht das richtige Wort, also sprang ich ihm bei: »... den man liebt. Meinst du das?«
»Ja genau.«
»Ich weiß gar nicht, ob ich wirklich lieben kann. Das heißt, ich konnte es einmal, aber dann ... nach der Trennung ... egal. Du hast dein Erspartes darauf verwendet, mit mir ein paar Stunden zu verbringen, da werde ich dich doch nicht mit meinem Gefühlsleben langweilen.«
Chris lächelte mich verlegen an.
»Und was machen wir jetzt?«, fragte er schließlich mit einem erneuten Anflug von Ungeduld.
»Wir könnten gemeinsam duschen und unsere Körper noch ein wenig näher kennenlernen ... einverstanden?«
Ich hatte den Satz kaum beendet, da sprang Chris bereits vom Bett auf und lief in Richtung Bad. Mein jüngster Klient gab den perfekten Gentleman, zeigte mir, wo Handtücher und Shampoo zu finden waren, ließ das Wasser schon einmal vorlaufen, half mir dabei, meinen Spitzen-BH zu öffnen.
»Das ist ein Handgriff, den du noch oft gebrauchen wirst«, erklärte ich zweideutig lächelnd, als er die Häkchen aus der Öse befreite. Sein Blick weidete sich an meinen Brüsten. Ich nahm seine Hände und legte sie vorsichtig auf meine entblößten Rundungen. Augenblicklich richtete sich sein Schwanz wieder auf, so schnell und so prall, wie es nur jungen Männern direkt nach dem Sex vergönnt ist. Schnell zog ich auch Chris aus.
Das Wasser hatte die ideale Temperatur. Ich begann damit, seinen Rücken ausführlich einzuseifen, an seinen Schultern verweilte ich länger als nötig. Sie waren breit und von beachtlichen Muskeln durchzogen.
»Trainierst du viel?«, fragte ich ihn, und er errötete ein bisschen.
»Oh ... das ist dir aufgefallen? Ja, ich mache regelmäßig Sport, besonders Liegestütze, aber ich habe gar nicht das Gefühl, dass ich wirklich ansetze.«
»Es sieht gut aus, Chris. Jetzt dreh dich bitte um.«
Mit dem Schwamm fuhr ich an seinem Oberkörper entlang, die Brustwarzen ganz beiläufig streichelnd.
»Du bist dran.« Ich stellte mich an die Wand, die Beine auseinander, die Arme abgestützt, und präsentierte Chris meinen Hintern.
»Gott, bist du schön.«
Seine zarten Berührungen mit dem Schwamm und sein Kompliment erregten mich mehr, als ich es mir eingestehen wollte. Ich genoss es, mich seiner Neugier zu überlassen, und als ich spürte, wie seine Finger die empfindsame Zone zwischen meinen Beinen erkundeten, stöhnte ich leise auf.
»Soll ich aufhören?«, fragte Chris, erneut verunsichert durch meine Reaktion.
»Nein, überhaupt nicht. Bitte ... mach weiter ...«
Wir ließen uns Zeit. Während das Wasser unsere Körper benetzte, glitten seine Finger langsam, Millimeter um Millimeter, tiefer in meine geöffnete Spalte hinein.
»Chris ...«
»Ja?«
»Ich will mehr.«
»Jetzt gleich? Hier?«
Mein wollüstiges Nicken war Antwort genug. Auf dem Rand des Waschbeckens hatte ich die Kondome abgelegt. Er nahm sie sich, doch von all der Seife war die Verpackung so rutschig, dass er sie nicht öffnen konnte. Ich half ihm, sank auf die Knie und stülpte ihm die hauchzarte Kunststoffhülle mit meinem Mund über. Es wäre ein guter Auftakt gewesen, ihn französisch zu verwöhnen, doch ich war selbst zu erregt, um nicht auch an mich zu denken.

Schreiben Sie die erste Kundenrezension!

REZENSION SCHREIBEN

Ihre Bewertung*
0 / 5 Sterne
Hinweis:
Ihre E-Mail Adresse wird natürlich nicht in den Kundenrezensionen veröffentlicht!