Leseprobe von:
Schläge der Lust - zur devoten Sklavin erzogen | Erotischer SM-Roman
von Alexandra Gehring
Gedankenversunken nahm Vanessa ihr Glas in die Hand und trank es leer. Nochmals schaute sie auf den Herrn am Nebentisch. Wieder hatte er sie fixiert. Also doch, er hatte sicher etwas mitbekommen. Sollte er ruhig! Trotzig frech schaute sie zu ihm hinüber, öffnete andeutungsweise etwas ihre Beine. Schnell wandte er sich seiner Frau zu.
Dieser Tag war jetzt schon Kopfkino pur.
Während der Zugfahrt hatte sie immer das Gefühl gehabt, als würden alle ihr kleines Geheimnis kennen. Die Blicke der Männer ...
Als attraktive Frau wurde sie zwar immer beachtet, daran hatte sie sich gewöhnt, aber heute empfand sie das viel intensiver, viel frecher, viel lasziver.
Schmunzelnd musste sie sich eingestehen, dass sie es war, die alle Männer mehr als sonst beobachtete, dass sie sich die Reaktionen schlicht und einfach einbildete. Dann diese deutlich spürbare Nässe zwischen ihren Beinen. Es kam ihr vor, als könnten die Mitreisenden im Abteil sie »riechen«, als wüssten alle den Grund und das Ziel ihrer Bahnfahrt.
Es war keine normale Zugfahrt gewesen. Ihr Abenteuer hatte bereits nach dem Einsteigen begonnen. Gegenüber saß ein gut aussehender Mann mittleren Alters, schaute ab und zu an seiner Zeitung vorbei. Sie spürte seine Blicke.
Wenn sie jetzt die Beine etwas breitmachte ... Für Sekunden dachte sie tatsächlich darüber nach, spürte, wie eine Hitzewallung ihren Körper durchflutete. Tatsächlich schaute er sie gerade und musternd an. Schmunzelnd blätterte sie zur nächsten Seite ihrer Zeitschrift. Sie musste sich eingestehen, dass diese versauten Gedanken sie ganz schön aufgeilten. Auch der Grund ihrer Zugfahrt, ihr Reiseziel, hatte es in sich. Hier wurde nicht die Oma besucht, nicht Tante Anna oder Opa Karl, auch nicht eine ihrer Freundinnen, sondern es war eine Zugfahrt in ein sinnlich-erotisches Abenteuer, mit einem ungewissen Ausgang. Nicht umsonst hatte Alexander die Anreise mit der Bahn »angeordnet«. Er wusste mit Bestimmtheit um die Wirkung.
Sie atmete tief durch. Ein Kribbeln ging durch ihren Körper, ließ sie kurz erschauern. Wenn die wüssten ...
Sie musste nochmals an Alexanders letzte Mail denken, hatte sie sich Wort für Wort eingeprägt: »... wenn du zu mir kommst, gehörst du mir. Ich kann mit dir machen, was ich will. Du wirst meine devote Sub sein, hast voller Stolz deine Weiblichkeit zu präsentieren. Willig, gehorsam und folgsam akzeptierst du deine devote Erziehung und Benutzung. Du gehst an deine Grenzen, um eine perfekte Sub zu werden. Ich zeige dir deinen Weg ... Bestätige mir das Wort für Wort in deiner nächsten Mail.«
Oft dachte sie an diese Mail. So deutlich hatte sie das nicht erwartet. Schon beim Lesen spürte sie damals, wie ihr Pulsschlag sich erhöhte, ihr Blut in Wallung geriet. Diese mehr als deutliche Ansage hatte sie total aufgewühlt, aufgegeilt. Nochmals hatte sie den Text gelesen, war dabei immer tiefer in einen sinnlichen Rausch gesunken.
Fast schon hörig hatte sie ihm Wort für Wort seiner Mail bestätigt. »... du kannst mit mir machen, was du willst ...«