Leseprobe von:
Ich bin verdorben und bekomme einfach nicht genug | Erotischer Roman
von Sandra Scott
Hier waren die Häuser etwas niedriger und zum größten Teil aus nackten, roten Ziegelsteinen errichtet.
»Es ist nicht die beste Gegend«, sagte Marc entschuldigend. »Aber das Haus ist schön und das Institut ist hier ganz in der Nähe.«
»Mir gefällt es«, stellte ich fest.
Marc führte mich ins Innere. Wir stiegen die dunkle abgetretene Holztreppe bis in das zweite Stockwerk, in dem seine Wohnung lag. Im Eingangsflur stellte ich meine Tasche und Marc meinen Koffer ab. Dann führte er mich durch die Wohnung, zeigte mir die kleine Küche, das winzige Bad und das geräumige Wohnzimmer mit einer schönen Eckcouch, Echtholzparkett und Zugang zu einem Balkon zum begrünten Innenhof. Die Möbel waren allesamt nicht teuer, aber neu und geschmackvoll ausgesucht. Ich war beeindruckt.
»Und das kannst du dir leisten?«, fragte ich und dachte an die reichlich heruntergekommene Wohnung mit den zusammengestückelten Second-Hand-Möbeln, in der ich gerade mal ein kleines Zimmer bewohnte.
Marc zuckte mit den Schultern. »Es hat seine Vorteile, in keinem angesagten Bezirk zu wohnen. Die Qualität der Wohnung ist weit überdurchschnittlich, aber die Lage macht sie erschwinglich.«
Zuletzt führte Marc mich in sein kleines Schlafzimmer, in dem neben dem breiten Doppelbett nur noch ein kleiner Kleiderschrank und ein schmaler Sessel Platz hatten.
»Eine tolle Wohnung«, befand ich, drehte mich zu ihm und küsste ihn. »Und was machen wir jetzt?«
Marc zuckte mit den Schultern. »Gleich um die Ecke ist ein echt guter Grieche. Wie wäre es, wenn wir dort lecker Essen gehen würden, anschließend machen wir es uns mit einer Flasche Wein auf der Couch bequem und dann ...?«
Ich legte meine Stirn übertrieben in Falten, als müsste ich gründlich darüber nachdenken. Gedankenverloren nestelte ich dabei am Kragen seines Hemdes herum und fuhr mit einer Fingerspitze über seine Brust. »Gegenvorschlag: Wir ... uns gleich hier und jetzt die Seele aus dem Leib, anschließend auch noch im Wohnzimmer auf der Couch, dann auf dem Küchentisch und zum Schluss nochmal unter der Dusche - wenn du dann noch stehen kannst. Und wenn wir zwischendurch Hunger bekommen, plündern wir einfach den Kühlschrank.«
Marc nickte ernst. »Akzeptabel.«
Lachend packte ich ihn am Kragen, ließ mich rücklings auf die Matratze sinken und zog ihn mit mir. Marc lag auf mir, rutschte nach oben und suchte mit seinen Lippen meinen Mund.
Oh, wie sehr hatte ich ihn vermisst! Das Gewicht seines schweren Körpers auf mir, den Duft seiner Haut, seine fordernden, leidenschaftlichen Küsse, den geilen Blick aus seinen wunderschönen blaugrauen Augen! In den Monaten, in denen wir getrennt waren, hatte ich mich nicht zurückgehalten und einige wilde Nächte erlebt, aber mit niemandem war es so schön und so erfüllend wie mit Marc. Ich war ihm verfallen wie beim ersten Mal.
Während wir uns leidenschaftlich küssen, nestelt er das Band um meine Hüfte auf, das mein Kleid hält. Ich helfe ihm dabei, mir das Kleid über den Kopf zu ziehen und hebe meinen Oberkörper, damit er hinter meinem ...