Leseprobe von:
Der Wunsch nach Unterwerfung - versklavt, befriedigt, glücklich | Erotischer SM-Roman
von Lea Steel
Das Erwachen kam viel zu schnell. Wie gern hätte Yvonne es wirklich einmal mit Babette getrieben, aber das würde wohl nur ein Traum bleiben. Sie waren schon seit vielen Jahren miteinander befreundet, aber mehr war da einfach nicht drin. Ob Babette wusste, dass Yvonne mehr für sie empfand? Sie war ganz sicher nicht lesbisch, aber völlig egal waren ihr Frauen auch nicht. Obwohl, nicht Frauen im Allgemeinen. Wenn sie an Sex mit einer Frau dachte, dann ausschließlich an Babette.
Sie hatten sich gegenseitig schon nackt betrachtet, hatten sich ihre Fantasien über Männer ausgetauscht, hatten sich gegenseitig ... zugesehen. Manchmal schalteten sie sogar ihre Webcams ein, wenn sie einen Mann zu Besuch hatten, und ließen die jeweils andere über ein Chatfenster zusehen, wie sie es mit ihm trieben. Das Einzige, wobei sie sich ein wenig berührten, war, wenn sie sich gegenseitig im Intimbereich rasierten. Aber mehr als das war nie zwischen ihnen geschehen. Noch nicht einmal geküsst hatten sie sich. Babette hatte es einfach nicht zugelassen. Und das machte Yvonne schier verrückt. Gerade, weil sie jedes Detail des Körpers ihrer Freundin kannte, sah sie ihn in seiner Herrlichkeit so oft in ihren wilden Träumen vor sich. Jede Hautfalte, jedes kleine Pigmentchen. Manchmal kam ihr dieser Körper vertrauter vor als ihr eigener.
Doch in Wahrheit kam sie ihr nie so nahe, wie sie es sich wünschte. Ab und zu modelte Babette für ...magazine und Yvonne hatte wirklich jedes Heft, in dem auch nur ein winziges Bildchen Babettes abgedruckt gewesen war.
Natürlich wusste Babette nichts von dieser Sammlung, sie hätte ihre Freundin wahrscheinlich für besessen gehalten, herzhaft darüber gelacht und hätte das Ganze dann einfach vergessen, wäre wieder zum ganz normalen Tagesgeschehen zurückgekehrt. Die Kartons mit den Magazinen waren sicher unter Yvonnes Bett versteckt, sortiert nach Erscheinen und mit einem kleinen Lesezeichen auf jeder Seite, auf der Babette in die Kamera lächelte oder ihren Körper anderweitig von den anonymen Käufern der Zeitschriften bestaunen ließ.
Yvonne quälte sich hoch. Sie war im Schlaf tatsächlich unter dem Einfluss des Traumes ... Da sie zu jeder Jahreszeit nackt schlief, hatte sich ein nasser Fleck auf dem Laken gebildet. Doch darum wollte sie sich später kümmern. Sie schleppte sich ins Badezimmer und ließ sich warmes Wasser in die Wanne ein.
Sie war froh, dass sie noch eine Wohnung mit einer Badewanne statt einer Duschkabine bekommen hatte. Sie mochte es nicht, wenn das Wasser auf sie einprasselte, sondern entspannte sich lieber im Liegen. Zum Glück musste sie die nächsten Tage nicht in die Uni. Das Studium der Kunst- und Kulturgeschichte fiel ihr nicht schwer, da sie sich sehr für dieses Thema begeisterte und schon mit viel Vorwissen eingestiegen war. Und auch von den kleinen Nebenjobs, mit denen sie sich nicht mal so schlecht ihren Lebensunterhalt finanzierte, hatte sie erst mal frei.
So konnte sie sich heute alle Zeit der Welt lassen. Auf dem Schränkchen stand eine ...