Leseprobe von:
Die Schule der wollüstigen Kurtisanen | Historischer Erotik-Roman
von Tessa Devon
Vorsichtig verschob ich das Gitter noch ein Stück mehr und hoffte, dass es sich nicht von der Wand löste. Neugierig spähte ich in die Öffnung. Ich hatte einen guten Blick in das andere Zimmer. Der große Schreibtisch des Vikars war keine zwei Meter entfernt. Wenn der Vikar wieder mit Berta sprechen wollte, würde ich alles beobachten können. Für mich fand sich immer ein Grund, mich im Esszimmer aufzuhalten.
Zufrieden schob ich das Gitter wieder vor die Öffnung, deckte den Tisch und eilte zurück in die Küche. Berta erzählte ich von meiner Entdeckung nichts. Das Guckloch würde vorerst mein Geheimnis bleiben. Dann brachte ich die Speisen nach oben.
Der Vikar und seine Schwester betraten das Zimmer, ehe ich mich entfernen konnte. Der Vikar tat so, als würde er mich gar nicht bemerken. Ich hingegen ließ beim Hinausgehen meinen Blick schnell über seinen Hosenlatz gleiten, konnte aber keine Erhebung sehen.
Berta und ich nahmen unser Frühstück ein und begannen mit den üblichen Morgenarbeiten. Montags pflegte Agatha die Damen der Gemeinde vor dem Mittagessen zu besuchen. Bald würde sie zu ihrer üblichen Runde aufbrechen. Bevor sie ging, kam sie jedoch zu unserer Überraschung in die Küche.
»Berta, der Vikar hat beschlossen, dass du weitere Unterweisungen benötigst, damit du dich künftig in der Öffentlichkeit gebührlicher benimmst. Geh hinauf, der Vikar erwartet dich. Rose, du weißt, was du zu tun hast.«
Ich nickte stumm und Agatha verließ den Raum. Berta sah mich mit ängstlichem Blick an.
»Du musst zu ihm gehen. Keine Sorge, ich passe auf. Ich bin im Esszimmer«, sagte ich.
Berta nickte und wir traten in den Flur. Agatha hatte das Haus verlassen. Ich ging in das Esszimmer und Berta klopfte an die Tür zum Studierzimmer. Während sie eintrat und die Tür hinter sich schloss, huschte ich, so leise ich konnte, zum Gitter neben dem Kaminsims und schob es zur Seite. Der Vikar stand vor seinem Schreibtisch, auf dem seine große Bibel aufgeschlagen lag. Ich hörte, wie er Berta aufforderte, sich vor den Schreibtisch zu stellen, sich über den Tisch zu beugen und laut aus der Bibel vorzulesen.
Berta tat, was er ihr befohlen hatte. Sie beugte sich weit vor, sodass ihre üppigen ... halb aus ihrem Mieder quollen, und begann, mit zögerlicher Stimme vorzulesen. Sie sprach so leise, dass ich nicht verstehen konnte, welche Stelle sie vorlas. Der Vikar stand dicht neben ihr. Einen Moment ergötzte er sich an dem Anblick des halb nackten ..., dann stellte er sich hinter Berta, umfasste ihre Hüften und rieb sich an ihrem Gesäß. Berta hielt überrascht mit dem Vorlesen inne. Doch als der Vikar ihr mit belegter Stimme befahl, weiterzulesen, fuhr sie fort. Der Vikar nahm seine Hände von ihren Hüften, hob ihren Rock an, zog ihre kurze Unterhose herunter und presste sich an ihre ausladenden Pobacken. Seine Hände waren zu ihren ... gewandert und umschlossen sie von hinten. Berta las immer leiser und langsamer. Da löste sich der Vikar plötzlich von ihr. Als Berta verstummte und sich aufrichten wollte, befahl er ...