Leseprobe von:
Junge Frauen: schamlos, frech und wollüstig! Erotische Geschichten
von Johanna Söllner
»Was tust du da, Ethel? Bedecke dich sofort wieder und geh. Dann bin ich gewillt, über dieses Malheur hinwegzusehen.«
Ich lächle wieder und streichle erneut über ihre Wange. Und sie lässt es erneut geschehen.
»Wollen Sie wirklich, dass ich gehe? Ich habe das Gefühl, dass Sie sich so sehr nach Liebe und Zärtlichkeit sehnen. Ich habe das Gefühl, dass Sie all das von Lord Percy nicht bekommen, oder, Mylady? Das stimmt doch, wenn Sie ehrlich zu sich selbst sind.«
Sie schaut mich an. Wenn es ihr nicht recht wäre, dann würde sie jetzt einen Wutanfall bekommen und mich hochkant nackt, wie ich bin, aus dem Schlafzimmer werfen.
»Bitte, Ethel ... du bringst mich in Schwierigkeiten.«
»Das glaube ich nicht, Mylady. Sie sehnen sich nach Zärtlichkeit. Sie sehnen sich nach Verständnis. Sie sehnen sich nach jemandem, dem Sie vertrauen können.«
Sie steht vor mir. Kein Muskel in ihrem Gesicht regt sich. Und doch sehe ich, wie es in ihr arbeitet. Und dann höre ich leise ihre Antwort: »Du ... du hast recht ...« Sie sagt kein Wort und ich auch nicht. Dann flüstert sie: »Und jetzt?«
Ich trete noch näher an sie heran und nehme ihre Hand. Dann lege ich sie auf meine nackte, ...
»Hörst du es? Fühlst du es? Fühlst du mein Herz? Es schlägt für dich. Du musst nur daran glauben, dass es für dich schlägt.«
Sie steht einfach nur da. Unschlüssig. Natürlich habe ich sie überrumpelt. Ich muss die Initiative ergreifen, sonst ist er gleich wieder vorbei. Dieser kostbare Moment. Ich beuge mich zu ihr hin und küsse sie. Es ist ein vorsichtiger Kuss. Nichts Stürmisches. Ein Kuss, der Vertrauen schaffen soll. Sie wehrt mich nicht ab. Gut. Wir lösen uns voneinander. Blicken uns tief in die Augen.
»Küss mich, Eleanor. Küss mich!«
Ich muss zumindest einen Teil der Initiative ihr überlassen. Sie muss es selbst wollen. Ihre Augen funkeln, als sie mich zu sich heranzieht. Und dann küsst sie mich. Es ist ein wilder Kuss, ein stürmischer Kuss. Ein Kuss, bei dem unsere Zungen einen leidenschaftlichen Tanz aufführen. Wir umarmen uns und dann fallen wir gemeinsam ins Bett. Wir küssen uns und können gar nicht aufhören, uns zu küssen. Schließlich drückt sie mich von sich.
»Warte, Ethel ... warte ... ich denke, wir sollten das richtig machen. Zieh mich jetzt aus. Ich möchte es.«
Wir rappeln uns hoch und dann stehen wir neben dem Bett. Bei der Lady ist es nicht so leicht, sie zu entkleiden. Ich hatte nur das Kostüm einer Dienstmagd an. Und darunter rein gar nichts. Aber Lady Eleanor hat ein Oberkleid und dann ein Unterkleid. Dann noch weitere Wäsche. Und ich kann es gar nicht mehr erwarten, sie nackt zu sehen. Ihre Haut an meiner Haut zu spüren. Mit zittrigen Fingern kämpfen wir beide, sie so schnell wie möglich von den lästigen Klamotten zu befreien. Wir werfen sie einfach auf den Boden und dann ist es geschafft. Wir werfen uns nackt nebeneinander und übereinander ins Bett. Und wieder küssen wir uns. Schließlich schaffen wir es, uns voneinander zu lösen.
»Ich möchte dich anschauen. Eleanor ... ich möchte dich berühren. Ich möchte ...«