Leseprobe von:
Mein verruchtes Doppelleben als Cougar | Erotischer Roman
von Christy Brown
Erik schwimmt hinter mir, ich durchquere den Pool, dessen Wasser mir ein klein wenig zu kalt ist, und komme als Erste am Rand an, an dem Liegen unter der Wasseroberfläche zum Entspannen einladen. Darauf achtend, dass meine Schultern nicht aus dem schützenden Wasser ragen, lehne ich mich an die Kante der Liegen und schaue Erik entgegen. Ich habe den Moment verpasst, als er seinen Bademantel abgenommen hat, weil ich vor ihm in den Pool gestiegen bin. So konnte ich seinen Körper noch nicht in ganzer Pracht, also ohne Badehose betrachten, auch jetzt sind seine Schultern vom Wasser verdeckt. Nach einem letzten, kräftigen Schwimmzug kommt er bei mir an, aber er schwimmt nicht neben mich, sondern direkt vor mich, seine Hände rechts und links von mir auf der Kante abstützend. Es sind große Hände, richtige Pranken. Wenn ich recht habe und er Zimmermann ist, sind sie nicht nur groß, sondern auch rau. Das bleibt abzuwarten, bisher habe ich sie lediglich durch den Stoff meines Bademantels gespürt. Nur eine Armeslänge Abstand trennt uns jetzt noch voneinander. Weil er unter Wasser liegt, das ihn vor Wind und Regen schützt, sehe ich seinen Oberkörper noch immer nur in verschwommenen Schemen, aber zum ersten Mal sehe ich sein Gesicht aus nächster Nähe. Seine großen, hellbraunen Augen sind mandelförmig und von langen, braunen Wimpern bekränzt. Nicht nur seine Wangenknochen, auch sein Unterkiefer ist markant. Seine Haut ist straff, glänzend und glattrasiert. Und seine Lippen ... Aus der Nähe sind sie noch viel besser. In ihrer vollen Frische erinnern sie mich an prächtige Früchte auf dem Wochenmarkt. Er lächelt mich an, herausfordernd. Unwiderstehlich. Ich spüre, wie es in meinem Bauch zu flirren beginnt. Langsam verringert Erik den Abstand zwischen uns, indem er seine Arme anwinkelt und sich so an den Rand zieht. Sein breiter Hals taucht aus dem Wasser, dann seine Schultern, die noch mächtiger und definierter sind, als ich zu hoffen gewagt hatte. Das Flirren in meinem Bauch nimmt zu, es fühlt sich an, als gäbe das Karussell Vollgas. Dass mir das Wasser eigentlich zu kalt ist, merke ich jetzt nicht mehr. Auch vom Wind, der mir ins Haar fährt, bekomme ich nichts mehr mit. Bis zu den Schlüsselbeinen taucht Erik auf, dann stoppt er, jetzt nur mehr eine halbe Armeslänge von mir entfernt. Küss mich, denke ich und beiße mir unbewusst auf die Lippen, mein ganzer Körper ist vor Spannung wie gelähmt. Als er sich vorbeugt, umspielt ein leichtes Lächeln Eriks offene Lippen, die so unheimlich lecker aussehen, dass ich den Blick kaum von ihnen lösen kann. Endlich berührt mich sein Mund, allerdings nur ganz leicht - ein zarter Kuss, so flüchtig wie verlockend -, dann zieht Erik seinen Kopf wieder zurück und sieht mich an. Noch immer umspielt dieses Lächeln seinen Mund, ein beinahe provokantes Lächeln, irgendwo zwischen herausfordernd und niedlich. Heiß. Ich fühle mich wie ein Pony, dem man ein Stück Zucker vor die Nüstern hält, nein, eher wie ein Pumaweibchen vor einem wirklich ...