Leseprobe von:
Die heiße Nonne - dreckig und versaut | Erotischer Roman
von Cassidy Phillips
Die Tür knallte zu. Adriana lehnte sich dagegen und kniff die Augen zusammen. Ihr Atem ging stoßweise.
Beruhigen. Sie musste sich beruhigen.
Sie öffnete wieder die Augen und betrachtete ihr Gästezimmer. Das Château de Sanctis hatte es nicht nötig zu protzen. Die Einrichtung glänzte durch einfachen, aber eleganten Charme wie cremefarbene Möbel, dunklen Holzboden und kleine Gemälde an den Wänden. Sie hatte sogar ein eigenes kleines Badezimmer. Das war natürlich kein Vergleich zu ihrem Zimmerchen im Kloster. Dort hatte sie ein kleines, komfortables Bett, und hier war es ein großes Doppelbett, auf dem sie sich ausstrecken konnte und immer noch Platz hatte.
Ob Jean es darin schon getrieben hatte?
Sie versuchte, an etwas furchtbar Abtörnendes zu denken. An den Diakon zum Beispiel. An die Mutter Oberin. An satanistische Musik. Bei manchen Dingen war es recht praktisch, dass es die Berufung verbot. Es schützte sie vor den gefährlichen Dingen des Lebens. Wie zum Beispiel einem Jean de Sanctis.
... Er vereinte alle sieben Todsünden in einer Person. Und konnte Adriana in ernsthafte Schwierigkeiten bringen. Er hatte sie als brave und fügsame Frau bezeichnet, aber was er nicht wusste: Genau das war sie nicht. Sie befand sich noch immer in der Profess. Es war die Zeit nach dem Noviziat, bevor sie ihr Gelübde ablegte. Eine Probezeit sozusagen. Und es fiel ihr so viel schwerer, dies einzuhalten, als gedacht. Es hatte mit einfachen Verstößen angefangen.
Sie hatte sich heimlich ein Partykleid gekauft und es niemals getragen. Sie fand es einfach schön, ein Kleid zu besitzen. So klein es für Menschen wie Jean erschien - für eine Ordensschwester war es ein Verstoß gegen das Armutsgelübde.
Schließlich war sie heimlich in einer Bar was trinken gegangen. Hatte mit dem Türsteher rumgeknutscht. Die Mutter Oberin hatte sie erwischt und gesagt, sie solle es sich wirklich gut überlegen.
Das hier war keine Prüfung, um zu sehen, wie gut sie sich in der Profess machte. Es war ihre letzte Chance. Was für eine Ironie.
Sie drohte, aus dem Kloster zu fliegen. Und Jean drohte, dort hineinzukommen. Und sie konnten es beide nur verhindern, indem sie dieses Seelsorgegespräch führten.
Und Jean de Sanctis war eine schwere Prüfung. Wie er sie geküsst und an sich gezogen hatte.
Genauso hatte sie es sich immer erträumt. Leidenschaftlich von einem Mann genommen zu werden. Und wie er sie dann angesehen hatte ...
Adriana schloss die Augen und sah ihn in ihrem geistigen Antlitz. Ein sexy Teufel in Person.
Adriana, füge dich deiner Lust!
Ja, genauso musste es sein. Gott wollte sie prüfen. Nichts anderes.
Diese Lippen ... seine Hände auf ihren Schultern, ihrem Körper und wie sie sich auf ihre Oberweite gelegt hatten. Adriana errötete noch mehr.
Nicht Oberweite. Eher ... Sie dachte ständig so unanständige Wörter. Unkeusche Gedanken. Sie war eine fürchterliche Ordensschwester. Und sie hatte ihn gespürt.
Adrianas Atem erhob sich. Es hatte ihr gefallen, wie er einfach auf sie zugekommen war und sich genommen hatte, ...