Leseprobe von:
Die devote Königin - vom eigenen Lustsklaven unterworfen | Erotischer Roman
von Julia Ward
Ich lachte erleichtert nach diesem doch noch gelungenen Gespräch auf, kam aber damit nicht weit, denn plötzlich erhob sich Ivar unvermittelt von dem Sessel und stand in der nächsten Sekunde direkt vor mir. Bevor ich überhaupt reagieren konnte, riss er mich von meinem Platz hoch an seine breite Brust und senkte seine Lippen besitzergreifend auf meine.
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Vor Überraschung wegen des plötzlichen Überfalls gefror ich einen Moment lang zum Eiszapfen. Damit hatte ich beileibe nicht gerechnet, aber ich spürte genau, wie mein Körper nach dem kurzen Schreck durchaus Gefallen an der Nähe zu dem Krieger fand. Sein Kuss raubte mir jeglichen Verstand, für mich fühlte es sich an, wie ein Drahtseilakt zwischen Lust und Schreck. Mein Verstand wollte sich naturgemäß wehren, da er die Kontrolle über die Situation verlor und Ivar mich auf dem falschen Fuß erwischte, als er mich aus dem Nichts küsste. Aus einem Reflex heraus presste ich meine Hände an seine muskulöse Brust und wollte ihn von mir schieben, auch wenn das Verlangen nach mehr in mir förmlich an die Oberfläche sprudelte wie ein Geysir.
Meine höchstens als halbherzig zu bezeichnende Befreiungsaktion gelang mir nur, weil Ivar meinen Rückzug süffisant grinsend zuließ, ansonsten hätte er mich ohne Probleme überwältigen können. Kräftemäßig war er mir haushoch überlegen, gleichzeitig überragte er mich um mehr als eine Haupteslänge, was ihn in meinen Augen nur noch attraktiver erscheinen ließ. Man hätte wirklich meinen können, dass Ivar in der Antike den alten Meistern als Vorlage für ihre kleidungsarmen Skulpturen diente, schoss es mir durch den vor Verlangen und Zweifeln schwirrenden Kopf. Er troff nur so vor dominanter Männlichkeit, sowohl körperlich als auch geistig, was mich tierisch anmachte.
Als würde seine fast schon unfaire Attraktivität nicht reichen, um mich aus der Fassung zu bringen, fühlte sich seine nackte Haut warm unter meinen Händen an, fast schon erhitzt, trotz der freizügigen Kleidung, die meine Diener ihm aufgezwungen hatten. Alles an ihm elektrisierte mich, ich konnte ihm nicht widerstehen. Korrektur: Ich wollte ihm nicht widerstehen, auch wenn es wahrscheinlich die klügere Entscheidung wäre. Aber wann handelte ich in seiner Nähe schon intelligent, das würde schließlich an ein Wunder grenzen. Selbstironie half mir schon immer in schwierigen Situationen, aber heute erreichte ich auch hiermit eine Grenze.
Seine Erscheinung, sein Wesen, alles an ihm weckte Gelüste in mir, die ich schon lang versuchte zu begraben, da sie für eine Königin äußerst unangebracht erschienen. Ivar könnte durchaus der Mann sein, der mir meine geheimen sexuellen Wünsche zu erfüllen vermochte, denn das hatte er soeben autoritär und äußerst besitzergreifend unter Beweis gestellt, dachte ich wie in einem Rausch, während ich ihn intensiv musterte. Meine Hormone luden mich zur Verruchtheit ein, was mich meine große Rede vorhin fast Lügen strafte, wo ich in offizieller Funktion so selbstsicher behauptete, nicht hinter ...