Leseprobe von:
Obszöner SexUrlaub zu viert | Erotischer Roman
von Svenja Mund
Im Hinausgehen hangelte sich Iris ein Shirt vom Boden, zog es aber nicht an, sondern zog es, wohlig in sich hineinlächelnd, hinter sich her über den staubigen Boden.
»Duschen können wir nachher noch«, meinte sie, »ich muss erst mal ordentlich frühstücken. Und ich brauche Kaffee!«
Sie hatte fremdgevögelt. Mit dem besten Freund ihres Partners. Na und? Hatte sie ein schlechtes Gewissen? Kein Stück! Es war so geil gewesen, und Albert war beim Sex genauso versaut wie sie selbst, das gefiel ihr besonders gut.
Er war hinter ihr hergetrottet.
In der Küche begutachteten sie, was sie gestern außer Alkoholika noch gekauft hatten: Käse, Tomaten, Oliven, Butter, Weißbrot.
»Was wollen wir mehr?«, fragte Iris, warf das Shirt auf den Tisch und wollte aufdecken, während Albert sich um frischen Kaffee kümmerte.
»Sollen wir nicht draußen essen?«, fragte er, als Iris die Teller verteilte. »War doch nett da hinten in der Ecke.«
»Wir haben nichts an. Wenn nun die gestrenge Hausdame kommt?«
»Na und? Die hat bestimmt schon nackte Männer und Frauen gesehen. Außerdem steht ihr Rad nicht vor ihrer Hütte, sie ist wahrscheinlich gar nicht da.«
»Na, so was Verantwortungsloses«, meinte Iris, grinste übers ganze Gesicht und trug das Tablett mit den Utensilien nach draußen. »Sie sollte doch immer anwesend sein, wenn Leute hier sind!«
»Stimmt. Wir wollten doch auch noch Wein bestellen. Ich häng ihr einen Zettel dran.«
»Du willst nur sehen, ob sie doch da ist, damit du ihren Hintern noch mal betrachten kannst.«
Albert blieb stehen und drehte sich zu ihr hin: »Liebste Iris. Nachdem ich deinen ... so ausführlich kosten konnte, interessieren mich andere ... überhaupt nicht mehr!«
Herzhaft musste sie lachen. Er war der perfekte Charmeur. Amüsiert sah sie ihm nach, wie er seinen ... Richtung Hütte bewegte.
Frühstück auf einem italienischen Weingut, nackt mit einem neuen Lover! Iris war zwar mehrfach befriedigt, kam aber aus ihrer frivolen Stimmung gar nicht mehr heraus. Immer wieder musste sie zu Albert hinsehen. Mit den Füßen hangelte sie unterm Tisch nach ..., wäre sie am liebsten gleich wieder über ihn hergefallen.
Aber nachher, Alter, dann bist du dran!
»Wir müssen noch entscheiden, ob wir heute noch oder erst morgen zurückfliegen«, sagte sie vorsichtig, als sie den letzten Kaffee hinunterkippte.
»Ein Piccolo wäre jetzt gut, findest du nicht?« Mit charmantem Lächeln zündete er sich eine Zigarette an.
»War das jetzt deine Antwort?«, fragte sie und lachte.
»Aber wir haben ja keinen.«
»Ich weiß auch nicht, ob ich jetzt schon wieder Alkohol vertragen könnte. So ganz ist das noch nicht verdaut von gestern.«
»Wenn der Piccolo nicht auf den unverdauten Alkohol kann, dann müssen wir doch auf jeden Fall noch bleiben, bis er verdaut ist.«
»Um dann den Piccolo drüberzuschütten? Aber wir haben doch keinen«, meinte sie und grinste dabei amüsiert.
»Tja, das ist natürlich schwierig: Ob wir wollen oder nicht, wir müssen noch Piccolo kaufen. Anders ist dein Problem mit dem unverdauten Alkohol ja offensichtlich nicht zu lösen.«