Leseprobe von:
Die versaute Tochter des Teufels | Erotischer Fantasy-Roman
von Carol Stroke
..., im gleichen Moment löste sich der Dämon auf und würde sich vor Luzifer verantworten müssen. Gerade als ich mich ebenfalls auflösen wollte, donnerte es an die geschlossene Tür.
»Ist bei Ihnen alles in Ordnung?«, rief eine mir bekannte Männerstimme.
Was sollte ich machen? Verschwinden? Aber aus irgendeinem Grund wollte ich ihn noch einmal sehen. Ich öffnete die Tür und dieser Kerl schob mich sacht auf die Seite und blickte sich im Raum um. »Ist bei Ihnen alles in Ordnung?«
»Das haben Sie bereits gefragt.«
»Sie müssen wissen, hier sind in den letzten Monaten seltsame Dinge passiert. Es gab mehrere Tote.«
»Selbstmorde«, korrigierte ich ihn.
»Ja, ja, glauben Sie, was auch immer Sie wollen.« Er sondierte weiterhin den menschenleeren Raum.
»Woher wussten Sie, wo ich bin? Sind Sie mir gefolgt?«
Er stellte sich nun direkt vor mich, beugte sich etwas zu mir und atmete tief ein. »Diesen betörenden Geruch würde ich überall wiederfinden«, stellte er flüsternd fest.
Warum überkam mich gerade das Verlangen, ihm seine Kleider vom Leib zu reißen? Ich musste weg!
Kaum hatte ich diesen Gedanken gedacht, bahnte sich ein gefährliches Knurren aus seiner Kehle. Es überkam mich abermals eine Gänsehaut, die von meinem Nacken hinab zu meinem unteren Rücken verlief und in einem wohligen Kribbeln in meiner Mitte endete.
Mein Mund öffnete sich gerade so weit, um ein leises Seufzen auszustoßen, als ich seinen Daumen spürte, der leicht über meine Lippen streichelte, bevor er sich zu mir beugte und mich küsste.
Als sich unsere Berührung löste, hatte ich sofort das Gefühl in meiner Brust, als ob mir etwas Wertvolles entrissen worden wäre, und ich schaute ihn irritiert an. »Was läuft hier gerade, Lykaner?« Doch dann sah ich, wie schnell sein Atem ging und wie das Bernstein in seinen Augen heller erschien, als er mich wie ein Appetithäppchen ansah.
»Dämon?«, stellte er in einem verwunderten Ton fest.
Meine Gedanken rasten währenddessen um die Frage, ob er mich fressen oder vernaschen wollen würde. Ich wäre für vernaschen und vielleicht ein bisschen beißen. Aber eigentlich musste ich weg. Nur, ich wollte nicht. Und zudem war ich nicht so leicht zu haben. Da musste sich ein Mann mehr anstrengen, als mich nur mit so einem Blick anzustarren und mir wieder so nahe zu kommen, wie er es gerade tat.
Es kam eine verräterische, kribbelnde Wärme zwischen meinen Schenkeln auf, als seine Lippen erneut die meinen in einem leidenschaftlicheren Kuss verschlossen.
Wem machte ich hier etwas vor? Ich wollte diesen Mann, jetzt und hier. Die Vorstellung, dieses Labor zu verlassen, ohne ihn in mir gespürt zu haben, war fast schmerzhaft.
Während sich unsere Zungen bereits umspielten, ließ ich meine Hand an seiner Anzughose entlang über seinen ... gleiten. Meine Mundwinkel hoben sich etwas unter unserem Kuss bei dem Gedanken, diesen Prachtkerl gleich in mir zu haben.
»Zieh die Hose aus, oder ich reiße sie dir von deinen Beinen«, befahl ich ihm vor Lust keuchend und er folgte meinem Befehl. Seine Schuhe flogen über den Boden ...