Leseprobe von:
Aida - Eine Oper in Lust, Ekstase & Schmerz | Erotischer SM-Roman
von Cory Wiseman
»Dagegen hilft eine Runde Tanzen, nicht wahr?« Rune setzte sein gewinnendstes Lächeln auf. »Außerdem gefällt mir der Gedanke, dich nochmals in den Armen zu halten.«
»Rune, der Verführer.« Sie kicherte. »Aber für einen singenden, schwingenden Swing bin ich stets zu haben.«
Sie bestellten die Getränke und standen auf, um zu tanzen. Zwei flotten Songs folgte ein gemächlicher Blues, bei dem sich Isabel dicht an ihn schmiegte. Die Tanzfläche war mittlerweile ausreichend gefüllt, die Beleuchtung schummrig. So fiel es nicht auf, wie keck sie ihre ... an ihm rieb und er im Gegenzug ihren Rücken bis hinunter zum Po streichelte. Ihr Körper fühlte sich heiß und willig an, vermutlich hatte der Alkohol das seine dazu beigetragen. Er hatte unbeschreibliche Lust auf sie. Obwohl Rune ihren Schwips nicht ausnutzen wollte, konnte er der Versuchung nicht widerstehen, ihr Küsse aufs Haar und die Stirn zu hauchen. Anscheinend hatte Isabel nichts dagegen einzuwenden. Sie lehnte sich zurück in seine Arme, presste ihre Mitte gegen seinen Oberschenkel und bot ihm die kaum merklich geöffneten Lippen. Diese Einladung konnte er unmöglich ausschlagen. Rune drückte seinen Mund auf ihren und drang mit der Zunge in sie ein. Noch nie hatte er den ersten Kuss so exzessiv erlebt. Sie schmeckte nach Paradise, einem Mix aus Gin, Orange und Apricot Brandy. Darunter nahm er den Geschmack ihrer Lust wahr, der jegliche Zurückhaltung beiseitedrängte. Seine Hände glitten über ihren Körper, bis der Song schlagartig endete und er in die reale Welt zurückgezerrt wurde.
Atemlos starrte er sie an. Sie war die begehrenswerteste Frau, die sich Rune vorstellen konnte. Der Glanz ihrer Smaragdaugen, die feuchten Lippen, der üppige ..., der sich ihm unter heftigen Atemzügen entgegendrängte. Am liebsten hätte er ihr die Kleider vom Leib gerissen und es mitten auf der Tanzfläche mit ihr getrieben. Ihr schossen wohl dieselben Gedanken durch den Kopf. Die Intensität, mit der sie ihren Körper an ihn drückte, sprach deutlicher als Worte.
Rune konnte kaum erwarten, dass die Combo weiterspielte, seine Gier auf Isabel wuchs mit jeder Sekunde. Die ersten Töne eines Slow-Fox erklangen, er zog sie in seine Arme und sie tanzten zwei Figuren. Isabel streckte sich zu seinem linken Ohr.
»Ich will dich in mir, Rune«, flüsterte sie.
Das Adrenalin, das in diesem Moment durch seinen Körper jagte, ließ ihn einen Atemzug lang taumeln. Er schaute ihr fragend in die Augen.
»Bist du sicher?«
Isabel nickte, ohne seinen Blick loszulassen.
Er nahm sie an der Hand und führte sie zur Bar, um die Getränke zu bezahlen. Auf dem Weg in sein Zimmer blieb sie abrupt stehen.
»Warte bitte!« Sie sah ihn verunsichert an. »Ich ... hab dich nicht gefragt, ob du momentan liiert bist. In dem Fall ...«
»Keine Sorge. Ich bin seit fast einem Jahr Single. Und du?«
»Noch nicht ganz so lang. Aber mein letztes Mal ist eine Weile her.«
Rune zog sie zu sich und gab ihr einen zarten Kuss.
»Dann ist ja alles bestens.«
Das Lächeln, das in diesem Augenblick um ihre Lippen spielte, ...