Leseprobe von:
Die Sklavin im Bann der dunklen Wollust | Erotischer SM-Fantasy Roman
von Angelique Corse
Wie viel Zeit vergangen war, konnte Anja kaum sagen, doch sie rang nach Luft und löste ihre Arme vorsichtig von ihm. Ihre Wangen hatten sich dunkelrot gefärbt.
»Wie süß.« Dorian strich erst darüber und kniff anschließend leicht zu. »Du gefällst mir immer besser. Aber bevor du vor mir kniest, werde ich mir ein wenig Unterstützung holen. Ich hoffe, du hast nichts dagegen.«
»Wie? Unterstützung?«
Anja war verwirrt. Von einem Dreier hatte niemand gesprochen. Obwohl die Vorstellung durchaus reizvoll war. Ihre Irritation wuchs, als Dorian lachte.
»Bitte! Glaubst du, das Personal hat nicht gemerkt, wie du meine Partnerin am Eingang mit deinen Blicken regelrecht verschlungen hast? Obwohl das auf Gegenseitigkeit beruhte.«
Plötzlich fiel es Anja wie Schuppen von den Augen. Natürlich ... Die Türsteherin, es konnte nicht anders sein. Die Hitze in ihrem Körper wuchs und ein Teil von ihr wäre am liebsten weggelaufen.
»Es tut mir leid ... Ich wusste nicht ...«
»Kein Grund, sich zu entschuldigen oder gar peinlich berührt zu sein.« Dorian legte die Hand unter ihr Kinn und ihre Lippen berührten sich flüchtig. »Bea und ich führen seit mehreren Jahren eine offene Beziehung, in der wir uns gegenseitige Freiheiten durchaus erlauben. Ansonsten wäre es mit der Arbeit hier nicht unbedingt in Einklang zu bringen. Abgesehen davon beruht dein Verlangen, wie gesagt, auf Gegenseitigkeit.«
»Ganz genau ... Wer kann einer solchen Frau schon widerstehen?«
Wie aus dem Nichts war die Türsteherin hinter Anja aufgetaucht und bevor diese sich vollständig umdrehen konnte, zog Bea sie schon an ihre Brust. Anja schloss die Augen. Sie fühlte sich sofort entspannt und geborgen und im Gegensatz zu Dorian trug Bea kein starkes Parfüm.
»Du bist so wunderschön.«
Bevor Anja etwas darauf erwidern konnte, küsste Bea sie zärtlich. Diesmal reagierten ihre Lippen wie von selbst und Anja stöhnte leise auf. Auch wehrte sie sich nicht dagegen, als Bea langsam den Verschluss ihres Kleides öffnete und ihre Hand auf ... legte. Im Gegenteil, ein Stöhnen sprang über ihre Lippen.
»Meine Damen. Ihr wisst, dass Intimitäten in diesem Bereich verboten sind.« Dorians Timbre klang halb ernst, halb gespielt. »Wenn ihr spielen wollt, sollten wir uns zurückziehen.«
Anja folgte Dorians Blick und bemerkte, dass er wohl den Playroom meinte. Ihr Herz machte einen Satz. Zwar wusste sie durch Drew, wie solche Zimmer aussahen, war jedoch noch nie in einem gewesen.
»Du brauchst keine Angst zu haben.« Plötzlich lagen Beas Lippen wieder auf ihren. »Du kannst uns vertrauen. Unsere Erfahrung ist breit gefächert.«
»Danke dir.«
Trotz der lieben Worte spürte Anja die Dominanz. Gehorsam ließ sie sich von den beiden in das römische Zimmer führen. Auf den ersten Blick wirkte die Einrichtung wie eine Reise in die Vergangenheit, aber bei genauem Hinsehen erkannte man die Ketten, einen kleinen Käfig und die Streckbank.
»Gefällt es dir?« Bea gurrte verführerisch und strich Anja über die Haare. Diese zog die Luft ein und nickte.
»Zieh dich aus und dreh dich um«, ...