Leseprobe von:
Schloss der dunklen Leidenschaft | Erotik SM-Audio Story | Erotisches SM-Hörbuch
von Angelique Corse
»Vergangenheit soll man ruhen lassen, sie jedoch nie gänzlich aus dem Blickfeld verlieren«, sprach die Gräfin, während sie Celina eine der Treppen hinaufführte.
Diese erschrak. Hatte Sophia ihre Gedanken gelesen? Gewundert hätte es sie nicht. Aber es blieb keine Zeit, darüber nachzugrübeln, denn nur wenige Sekunden später öffnete die Gräfin eine weitere Tür und trat ein.
Als Celina sah, was sich dort abspielte, gefror das Blut in ihren Adern und sie blieb erstarrt stehen. Auf einem großzügigen, aber augenscheinlich unbequemen Sofa lag eine schlanke, unbekleidete Frau. Ihre wallenden, goldblonden Haare bedeckten fast die ganze Sitzfläche, konnten jedoch nicht über den aus Celinas Sicht verstörenden Anblick ihrer gefesselten Hand- und Fußgelenke hinwegtäuschen. Diese waren ohne Abstand zusammengebunden und Erstere außerdem über ihrem Kopf fixiert. Doch entgegen Celinas Erwartung sträubte die junge Frau sich nicht, sondern schloss genießerisch die Augen. Ein Mann, dessen Alter schwer einzuschätzen war, stand gebeugt über ihr. Seinen Kopf zierte deutlich eine Halbglatze, andererseits schien sein Gesicht faltenfrei. Außerdem fiel ihm ein Fluss schwarzer Haare in die Stirn, während er die zarte Haut seiner Gespielin mit Bissen traktierte.
Vom schmalen Hals über die kleinen, aber festen Brüste hin zum flachen Bauch – kein Zentimeter war vor ihm sicher. Nach und nach wurden kleine, rötliche Wunden sichtbar, doch anstatt sich zu wehren, stöhnte die junge Frau verlangend auf und bog sich ihm entgegen. Der Mann – augenscheinlich der Dunkelgraf – grinste und schlug seine Hände grob in das willige Fleisch, knetete die Brüste oder umspielte die harten Warzen mit der Zunge.
Celina schluckte. Alles in ihr schrie danach, sich abzuwenden. Es gehörte sich nicht, andere Leute beim intimen Akt zu beobachten. Doch ihr Körper war wie festgefroren, kein Muskel gehorchte, so sehr sie sich auch bemühte. Stattdessen breitete sich eine große Hitze in ihrem Schoß aus. Celina presste die Lippen zusammen. Wie war es möglich, dass ein solcher Anblick sie erregte?
»Gefällt dir, was du siehst?« Sophias Stimme ließ Celina zusammenfahren. Ihre Gegenwart hatte sie vollkommen verdrängt, ebenso wie ihre Überraschung, dass sie dieser Anblick nicht zu stören schien. Celina nickte kaum merklich und ihre Augen weiteten sich, als der Graf seiner Gespielin befahl, die Beine zu spreizen. Ohne Widerspruch gehorchte diese und gab Celina den Blick auf ihr Lustzentrum frei.
Ein Anblick, der auch dem Grafen zu gefallen schien. »Wunderschön.«
Das dunkle Timbre ließ Celina erschauern und ihr Herz schlug ein paar Takte schneller, während ihr Verstand erbost auf sie einredete. Ein solches Spiel war verabscheuungswürdig.