Leseprobe von:
Zeig mir dein Verlangen | 7 Erotische Geschichten
von Trinity Taylor
Ich schlug die Augen auf, hatte nicht gemerkt, dass ich sie geschlossen hatte, aber ich hatte gemerkt, dass der Mann an mir verschwunden war. Er stand noch vor mir, nur seine Lippen berührten mich nicht mehr. Ich wollte mehr, wollte seine Lippen, wollte ihn. Das zeigte ich ihm auch, näherte mich seinem Mund, und er reagierte sofort, küsste mich erneut. Doch diesmal intensiver. Unsere Lippen pressten sich aufeinander, unsere Zungen spielten, jeder erforschte den anderen. Es nahm mir den Atem ...
Er löste sich von mir.
Schwer atmend blickte ich ihn an. Dieser Mann war unglaublich! Er schaffte es, mich innerhalb von Sekunden voll auf Touren zu bringen. Ich war Feuer und Flamme.
»Wollen wir irgendwo weitermachen?«, fragte Mio ruhig.
»Irgendwo?«, hauchte ich und merkte, dass der Wein noch immer mein Denkvermögen beeinträchtigte.
»In ein Hotel oder zu mir?«
»In ein Hotel«, sagte ich und war froh, dass ich doch noch bis drei zählen konnte.
***
Im Fahrstuhl hatte ich mir sehr viele Gedanken gemacht. Ich fühlte mich mit einem Mal wieder vollkommen nüchtern. Wie sollte ich mich und meinen Körper präsentieren? Ob er mich nackt immer noch so reizvoll fand? Was sollte ich tun? Strippen? Oder ihn zuerst ausziehen? Was, wenn wir beide nur linkisch herumstanden? Oder wenn er ...?
»Lisa?«
Ich zuckte zusammen. Der Fahrstuhl war offen. Mio stand in der geöffneten Tür und hielt mir die Hand hin. Mit einem entschuldigenden, kurzen Lächeln ging ich auf ihn zu und nahm seine Hand. Der Weg über den Hotelflur kam mir lang vor. Schließlich blieben wir vor einem Zimmer stehen. Mio zog die Chipkarte oberhalb der Klinke durch und öffnete die Tür. Wohlige Kühle schlug uns entgegen.
Mit einem schnellen, nervösen Blick sah ich mich im Zimmer um. Es war ein normales Hotelzimmer, nur das Bett erschien mir riesig.
»Kingsize«, sagte Mio, als könnte er Gedanken lesen.
»Wunderbar«, brachte ich heraus.
Mit zwei Schritten war er bei der Minibar. »Möchtest du noch einen Schluck ...«
»Oh nein«, unterbrach ich ihn schnell, und sagte einlenkend: »Ich hatte sowieso schon ein bisschen viel.«
Er schloss die Kühlschranktür. Dieser Mann wirkte kein bisschen unsicher. Entweder hatte er jede Woche drei Frauen oder er war einfach nur ungeheuer selbstbewusst und cool. Er kam auf mich zu, beugte sich zu meinem Hals und küsste ihn. Dabei raunte er: »Willst du deinen Mantel nicht ausziehen?«
Ich wollte gerade etwas erwidern, als er mir mit seinen Lippen den Mund verschloss und meinen Mantel von den Schultern schob. Meine Handtasche fiel gleich mit. Seine Hände strichen über meine Oberarme runter bis zu meinen Händen, und weiter auf meine Oberschenkel. Von dort fuhren sie auf meinen Po zu. Sein Körper presste sich gegen meinen und ich spürte seine Härte an meinem Bauch. Eine Hitzewelle schoss mir durch den Körper, direkt auf meinen Unterleib zu. Seine Finger glitten unter mein Kleid und zogen mir den Slip runter. Mein Herz blieb fast stehen. Ging das nicht eine Nuance zu schnell? Er hielt mich noch immer mit seinem Mund bei sich.