Leseprobe von:
Verruchte Spiele | Erotische Geschichten
von Yvonne Bräuning
Weder wich sie zurück, noch sträubte sie sich, als wir beide in einem brennenden Kuss dahinschmolzen, als hätte die personifizierte Unschuld nur auf diesen ersten Schritt gewartet. Sie war doch längst darüber im Bilde, was die Stunde geschlagen hatte und wie sie mich um den Finger wickeln konnte. Ja, sie mich - nicht ich sie! Voller Gier steigerte ich die Intensität meiner Offensive, um sie endgültig schachmatt setzen zu können: »Denkst du, ich würde dir attraktivem, aufgeschlossenem ... nicht entgegenkommen? Ich hätte da einen annehmbaren Vorschlag, wie du die Summe anderweitig begleichen könntest - ahnst du, was ich mit Naturalien meinen könnte?«
Es entstand eine längere Kunstpause, wo ich schon befürchtete, dass Lu mich kurzerhand vor die Tür setzen würde. Doch mein ausgeheckter Plan schien zu funktionieren.
»Was bitte, stellst du dir konkret unter Naturalien vor? Bin ich da auf dem richtigen Dampfer oder auf dem Holzweg? Hast du Schlitzohr etwa die Absicht, meine Schulden durch sexuelle Dienste an meinem Körper abzuschreiben? Sprich Klartext und mach aus deinem Herzen keine Mördergrube. Ich bin längst keine ... mehr, die nicht die Hormontriebe der Männer bestens kennengelernt hat. Meinst du nicht, ich hätte längst schon begriffen, worum es dir eigentlich geht? Wenn es das ist, was ich denke, bekommst du unter diesen Umständen natürlich von mir mein absolutes Go. Nichts lieber als das, um aus dem angerichteten Schlamassel ohne Blessuren herauszukommen. Du ahnst gar nicht, wie erleichtert ich darüber bin, und dass du Schlawiner sogar noch deinen Sextrieb in mir abreagieren kannst. Habe ich den Nagel auf den Kopf getroffen?«
Ich war baff - ich war geschockt - ich war ausgeknockt! Darauf war ich nicht gefasst, was für eine abgebrühte Nudel da neben mir saß. Doch der Zweck heiligte die Mittel! Um nicht völlig als Loser dazustehen, ging ich zum alles entscheidenden Angriff über. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, stand ich auf, zog Lu nach oben und küsste sie leidenschaftlich. Dabei ertastete ich auf der Zunge ein winziges metallisches Kügelchen, das sich später als luststeigerndes Piercing entpuppen sollte. Sie blieb nicht untätig, schob absichtlich ein Bein zwischen meine und drückte energisch gegen den ... Lu drückte mich zurück auf die Couch und ließ sich, mit dem Gesicht zu mir, breitbeinig auf die Oberschenkel absinken. Ihre ausgestreckten Arme umschlangen fest meinen Hals - den Oberkörper hatte sie leicht nach hinten wegkippen lassen.
»Wie ich durch meinen hauchdünnen String bemerke, hältst du im Verborgenen einen ..., der mich granatenmäßig anturnt. Hält er auch, was er verspricht? Du kannst es nachher gern beweisen, aber vorher stoßen wir mit dem Rest im Glas nochmals an, bevor du zum eigentlichen Stoßen übergehst.«
Lu war von dem inhalierten Sekt spürbar aufgekratzt und in ... Die letzten Tropfen passierten ihren Kehlkopf und den Geschmack dieses süffigen Getränks teilten wir in einem ausgiebigen Zungenduell. Begierig schob ich dabei den Saum ...