Leseprobe von:
Verdorben, unanständig und unersättlich | Erotischer Roman
von Svenja Mund
Abends erzählte sie davon in der Wohngemeinschaft. Alle waren begeistert und versprachen, sie so gut wie möglich zu unterstützen, insbesondere, was die Zimmersuche anging. Bei ein paar Bier endete der Tag in einem feuchtfröhlichen Abend, und Johanna freute sich auf eine wohlige Nacht mit Gerd.
***
... Als Gerd kam, klagte sie ihm ihr Leid. Er lud sie ein, zum Wannsee zu fahren, um dort zur Entspannung etwas spazieren zu gehen.
Dort legte er seine Hand auf ihren Hintern. »Schade, dass du deinen Minirock heute nicht anhast«, versuchte er, sie aufzumuntern, wusste er doch, dass Johanna für erotische Themen sehr empfänglich war.
»Dafür ist es mir schon ein bisschen zu frisch«, meinte die dann und lachte, »aber warte mal.« Sie blieb stehen und öffnete den Knopf ihrer Hose. »So, nun hast du mehr Platz.«
Gerd grinste sie an, dann fuhr er mit den Fingern auch gleich unter ihr Höschen, um ihre Backe fest in die Hand zu nehmen. Diese derbe Zärtlichkeit verfehlte ihre Wirkung nicht, Johannas trübe Gedanken lösten sich langsam in nichts auf.
»Und ich finde es schade, dass es schon so kalt ist«, gurrte sie schließlich, »hier ist niemand.«
»Du möchtest ein wenig ...?«
»Wäre doch eine Idee, findest du nicht?«
Gerd schmunzelte. »Aber wenn wir uns mit Taten und Gedanken schon ein bisschen heißmachen, ist das eine schöne Vorfreude.« Auch er öffnete den Bund seiner Hose und gewährte ihr Zugriff auf seinen Hintern.
»Für Taten wäre gesorgt«, gurrte sie, »was ist mit den Gedanken?«
»Was stellst du dir denn gerade vor?«
»Dass wir hier mitten auf dem Weg ...«, kam es spontan und bestimmt.
Gerd lachte. »Gute Idee. Wenn es Sommer ist, machen wir das auch mal. Aber jetzt sollten wir daran denken, was wir gleich zu Hause miteinander machen.«
»Hm«, überlegte sie und walkte seine Backe durch, »als wir zu dritt ...?«
»Klar habe ich das gesehen, du hast aufgeschrien vor Lust. Oder war es, weil es wehgetan hat?«
»Nee, Lust ist schon richtig. Das müssen wir auch mal wieder machen«, setzte sie leise hinterher.
Gerd sagte nichts, offensichtlich hatte er ein Problem damit. »Als ich dich geschlagen habe, platztest du vor Wut«, erinnerte er schließlich, »aber das ist doch jetzt gar nicht so.«
»Nein, aber ich möchte es gern zum Üben ... oder wie ich das sagen soll. Es hatte mir gutgetan«, fügte sie hinzu, und dann: »Sex ist sehr wichtig für mich. Ich fühle mich stark, ich traue mich, meine Meinung zu sagen, zu tun, was ich will, was mir gefällt.«
Gerd nahm sie in den Arm. »Ich denke, dass du das so oder so geschafft hättest.«
»Nein. Ohne den befriedigenden Sex mit dir hätte ich doch gar nicht gewusst, was mir fehlt. Sieh dir meine Schwester an: Die Arme versauert immer noch in dem Kaff und wird es auch tun, bis sie anfängt zu studieren. Ich wünsche ihr sehr, dass sie dann endlich aufwacht.«
»Hast du das Gefühl, hier aufgewacht zu sein?«
»Ja. Nicht erst hier. Ich weiß jetzt, was ich will. Ich fühle mich gut, als Frau. Ich glaube, dass Menschen ohne guten Sex das i-Tüpfelchen fehlt, stark zu sein, selbstbewusst.