Leseprobe von:
Ich will es obszön | Erotische Geschichten
von Mandy Moore
»Trotzdem ist es nicht erlaubt. Außerdem tragen sie Flip-Flops. Ich bezweifle, dass sie damit die Pedale ordentlich bedienen können.« Der Kerl hat mich wirklich am Kieker. Das Einzige, was ich jetzt noch tun kann, ist, Schadensbegrenzung zu betreiben.
»Wir sind in Italien und es ist brütend heiß, haben Sie doch etwas Verständnis für mich«, bitte ich ihn inständig.
»Tut mir leid, es gibt Gesetze, an die sich alle Verkehrsteilnehmer halten müssen, auch Sie.«
»Und was genau bedeutet das jetzt für mich?«, wage ich zu fragen.
»Nun, so wie es aussieht, müssen Sie mit einer Anzeige und einer empfindlich hohen Geldstrafe rechnen«, erwidert er trocken. Mein Magen krampft sich schmerzlich zusammen.
In diesem Moment gibt es für mich nur noch eine Möglichkeit, wie ich vielleicht ungeschoren davonkommen kann. Ich muss alles auf diese eine Karte setzen. Ich gehe einen Schritt auf ihn zu, dämpfe meine Stimme und sehe den Kerl so verführerisch wie möglich an.
»Ich bin mir sicher, es gibt auch eine andere Lösung.« Um meine Worte zu unterstreichen, führe ich meine Hand in meinen Schoß. Erstaunen zeichnet sich im Gesicht des Polizisten ab.
»Ist das Ihr Ernst?«, will er wissen.
Ich lege meine andere Hand auf seinen Unterarm.
»Natürlich. Wir zwei könnten wirklich außerordentlich viel Spaß haben.«
»Steigen Sie sofort in Ihren Wagen und folgen Sie mir«, sagt der Typ streng. Verdammt, ich fürchte, spätestens jetzt sitze ich wirklich bis zum Hals in der Scheiße.
»Ich ... ich.«
»Ich sagte: Sie sollen mir folgen.« Ich wage es nicht, auch nur noch einen Pieps von mir zu geben. Im Wagen sehe ich mir im Rückspiegel in die Augen.
»Das hast du ja wieder einmal erstklassig hinbekommen, Miriam. Jetzt landest du im Knast, gratuliere«, schimpfe ich mich selbst. Zitternd umfasse ich das Lenkrad und folge dem Polizisten. Ich sehe mich bereits bei Wasser und Brot in einer Gitterzelle schmachten. Wie soll ich das nur Klara erklären? Auch ihr Verständnis hat durchaus seine Grenzen.
Zu meinem Erstaunen bleiben wir nicht lange auf der Landstraße und fahren einen stark verwachsenen Kiesweg entlang. An einem Pinienwald vorbei führt er in eine nicht einsehbare Senke, in der ein verfallenes Haus steht, das selbst für italienische Verhältnisse nicht nach einem Gefängnis aussieht. Ich parke meinen Wagen neben dem Gebäude im Schatten.
»Steig aus.« Ungeduldig reißt der Polizist die Tür meines Wagens auf. Sein Blick ist nicht mehr emotionslos. Es ist pure Geilheit, die sich jetzt in seinen dunklen Augen widerspiegelt. Er nimmt mein Angebot also doch an. Bei dieser Erkenntnis fällt mir nicht nur ein Stein vom Herzen, sondern es springt vor Freude in meiner Brust. Als ich vor ihm stehe, öffnet er seine Hose ...
»Avanti, mach schon, runter mit dir«, verlangt der Kerl rau. »Es gibt keine Anzeige, aber nur, wenn du alles tust, was ich will, und nur, wenn ich mit dir zufrieden bin.« Das meint er ganz bestimmt genau so, wie er es sagt. »Und jetzt leg endlich los. Ich hab nicht den ganzen Tag Zeit.«
Lächelnd hocke ich mich hinunter, ...