Leseprobe von:
Geiles Verlangen | Erotische Geschichten
von Oscar Deubel
Sie werden es nicht glauben, aber ich habe vor ein paar Tagen an der Bushaltestelle eine Frau kennengelernt - eine wahre Göttin - und bin noch am selben Abend mit ihr zu einem Rudelbumsen gefahren. Ich erzähle diese Geschichte aber lieber von Anfang an:
Ich stand also morgens an meiner Haltestelle, um mit dem Stadtbus ins Büro zu fahren, als sie in mein Leben trat: Helena! Das wollte ich hier eigentlich noch nicht verraten, denn ich habe ihren Namen natürlich erst viel später erfahren. Aber ich muss ihren Namen jetzt nennen, denn genauso kam sie mir vor - wie eine griechische Göttin!
Diese Helena trug ein dünnes weißes Kleid mit einem mäandrierenden Muster unten an den Ärmeln und am Rocksaum. Und dann dieser Gang! Sie kam mir nicht entgegen, sie stolzierte über den Fußweg, schwebte fast über ihre Bühne.
Ich konnte meine Augen nicht von ihr lassen und starrte sie wohl regelrecht mit offenem Mund an. Denn sie kam direkt auf mich zu, hakte sich bei mir ein und stolzierte gemeinsam mit mir in den Bus der Linie 18.
Nachdem wir nebeneinander auf einer Bank Platz genommen hatten, fragte sie mich, was wir beiden Hübschen denn heute Abend wohl machen würden.
Ich brachte kein Wort heraus. Was hätte ich auch vorschlagen sollen - ins Kino gehen oder eine gute Flasche Wein aufmachen?
»Nun, dann will ich etwas vorschlagen«, sagte sie. »Wir gehen schön essen und ... danach wild durch die Gegend.«
Ich war total baff, sagte weder Ja noch Nein.
Doch sie kramte unbeirrt eine Visitenkarte aus ihrer kleinen Handtasche. Helena Jürgens stand darauf, ihre Adresse und Telefonnummer. »Sei doch bitte gegen siebzehn Uhr dreißig bei mir, dann können wir vorher noch etwas trinken«, sagte sie und entschwand an der nächsten Haltestelle aus dem Bus.
Apropos Haltestelle: Ich hätte meine Haltestelle danach beinahe verpasst, so sehr war ich noch in ihrem Bann. Und an diesem Tag brachte ich im Büro auch nicht viel Gescheites zu Papier.
Doch dies war beileibe kein gebrauchter Tag, nein: Dies war womöglich der erste Tag in meinem neuen Leben ...
***
Ich machte etwas früher Feierabend, nahm zu Hause noch eine Dusche und zog mein schönstes Hemd und eine sommerliche Kombination an; auf eine Krawatte verzichtete ich.
Pünktlich zur vereinbarten Uhrzeit klingelte ich an ihrer Haustür. Sie betätigte umgehend den Summer und ich stieg mit beinahe wehenden Schritten die zwei Treppen zu ihrem Appartement hinauf.
Helena erwartete mich fast nackt in der Etagentür. Sie trug nur einen BH mit hübsch platzierten Mesh-Einsätzen, einen String, einen Strapsgürtel und Seidenstrümpfe - bis auf ihre Strümpfe alles in Dunkelblau.
Als ich mich ihrer Tür näherte, drehte sie sich um, präsentierte mir ihr geiles Hinterteil und stolzierte auf ihren hochhackigen Pumps zurück in die Wohnung. Bei ihrer Sitzgruppe im Wohnzimmer blieb sie stehen und wartete auf mich.
Ich konnte gar nicht anders, als sie in den Arm zu nehmen und meine Hände dabei umgehend auf ihrem Rücken und ihrem ... auf Wanderschaft zu schicken. Schnell war der BH aufgehakt ...