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Unverklemmt | Erotischer Roman

von

Dieses E-Book entspricht 176 Taschenbuchseiten

Um ihren heiß umschwärmten und sexuell sehr erfahrenen Professor Adrian zu erobern, erweitert Studentin Myra nach und nach ihre erotischen Grenzen. Keinesfalls will sie in seinen Augen als verklemmt gelten. So lässt sie sich immer williger in die Höhen der sündigen Lust führen. Doch plötzlich bricht Adrian den Kontakt zu ihr ab. Myra leidet sehr unter der Trennung und will die Hoffnung auf gemeinsame leidenschaftliche Stunden noch nicht aufgeben. Da stolpert sie als Komparsin eines Erotikfilms in eine sinnenfreudige Affäre mit dem Hauptdarsteller.
Bringt der leichtlebige Darsteller womöglich noch eine überraschende, erotische Wendung in ihr Leben und kann Myra ihre heiße Liebe zum Professor hinter sich lassen?

Über den Autor Jenna Norman:
Was macht eine Schülerin, die Autorin werden und daher Literaturwissenschaften studieren möchte? Sie trampt nach ihrem erfolgreichen Schulabschluss durch das Land, lernt Leute, Museen und natürlich das Nachtleben kennen. Die Studienanmeldung überlässt sie getrost dem Vater zu Hause, zusammen mit einer allgemeinen Vollmacht. Doch die abenteuerlustige sowie sorglose Tochter bedenkt nicht, dass Eltern nur „das Beste“ für ihr Kind wollen. So entscheidet der Vater, dass ein Wirtschaftsstudium erheblich lukrativer für seine Tochter wäre. Die naive Leichtigkeit der Jugend beschert Jenna bei ihrer Rückkehr einen ziemlichen Schock und bringt ihr lehrreiche Erfahrungen sowie eine sichere kaufmännische Leitungsposition ein. Ihre Leidenschaft für das Schreiben ist jedoch bis heute ungebrochen. Jenna Norman ist das Pseudonym einer deutschen Autorin. Neben Ratgebertexten, biografischen Kurzgeschichten, Liebes- und Frauenromanen liegt ihr besonderer Schwerpunkt auf der erotischen Literatur. Diese Literaturform ermöglicht es, die Grenzen der erotischen Erfahrungen zu sprengen. In der Fantasie können sexuelle Spielarten ausprobiert, genossen und neu entdeckt werden. Jenna wünschte nur manchmal, neben Familie, Tieren und Job noch mehr Zeit für diese Leidenschaft zu finden.

Unverklemmt | Erotischer Roman

von Jenna Norman

»Diese Airline muss ich auf jeden Fall weiterempfehlen. Der Service ist einzigartig.« Adrians Stimme war jetzt belegt. Die Stewardess genoss endlich seine volle und ungeteilte Aufmerksamkeit. Myras restliche Eifersucht wurde von ihrem glühenden Körper nun vollständig verscheucht. Ein Blick zu Adrians Hand, die noch immer, sanft und fest zugleich, die der Stewardess umklammerte, in deren Hand sich noch immer das gefüllte Wasserglas befand, pulverte all die restlichen Hormone von Myra hoch. Was könnte diese geschickte Männerhand nicht alles mit einem Frauenkörper anstellen. Unwillkürlich zog sie die Schultern nach hinten, als sie sich vorstellte, wie Adrian sanft ihre nackten Brüste streicheln würde. Spiralförmig näherte sich die Spitze seines Mittelfingers ihrer bereits steifen Brustwarze. Er umrundete bedächtig ihre Brustspitze, ohne sie jedoch zu berühren. Sanft glitt er den Warzenhof entlang, der sich bereits erwartungsvoll zusammengezogen hatte. Ihre Warze reckte sich Adrian nun förmlich entgegen – um Beachtung bittend, nein flehend. Myra entfuhr ein Stöhnen.
»Myra? Ist alles in Ordnung?«, hörte sie aus der Ferne Adrians dunkel belegte Stimme.
»Ich glaube, ich muss mal kurz … mich mal kurz frisch machen«, holperte Myra und sprang so ruckartig aus ihrem Fenstersitz hoch, dass sie sich unsanft den Kopf an der Deckenverkleidung stieß. Adrian, der den Gangplatz innehatte, machte ihr sofort geistesgegenwärtig Platz.
Sie flüchtete regelrecht auf die Bordtoilette. Das Schließen der Toilettentür und das Hochschieben ihres Shirts sowie des BHs erfolgten nahezu gleichzeitig. Myra schloss die Augen und führte die Bewegungen an ihrer Brust genau so durch, wie sie sie vorher fantasiert hatte: spiralförmig, sanft erfahren. Langsam bewegten sich ihre Finger kreisförmig auf ihrem Warzenhof. In ihrer Vorstellung waren es jedoch Adrians Finger. Myras Körper erzitterte im Gleichklang mit den sicheren Schritten irgendeiner Stewardess im Gang. Die Stimmen außerhalb der Bordtoilette schienen sich immer mehr zu entfernen. Myra hörte nur noch ihr eigenes Stöhnen, verlangend nach Befriedigung. Leidenschaftlich drehte sie nun ihre Brustwarze zwischen ihrem Zeigefinger und dem Daumen.
***
Langsam kam sie wieder im Hier und Jetzt an. Der wunderschöne Rausch war verflogen, doch Zufriedenheit blieb zurück. Myra wusch sich langsam die Hände. Erst jetzt waren ihre Sinne wieder bereit, die Umgebung sowie die Realität zu erkennen. Sie sah sich ernüchtert in der Bordtoilette um. Sie war klein, beengt, minimalistisch – genauso, wie ihre Chancen, ihrem heiß geliebten Professor jemals etwas näher kommen zu können. Nach einer gefühlten Unendlichkeit verließ Myra ihren Zufluchtsort, die stinkende, enge Flugtoilette. Mit einem genuschelten »Dankeschön« ließ sie sich auf ihren Sitz am Fenster fallen, nachdem ihr Professor kurz auf den Gang gegangen und ihr so Platz gemacht hatte. Die Stewardess war weg. Erst einmal.
Myra atmete erleichtert auf, doch eine gehörige Portion Eifersucht kam zurück und verwandelte sich in Unsicherheit.
Zwar hatte dieser leidenschaftliche Flirt zwischen Adrian und Darlene mit der heftigen aphrodisierenden Wirkung auf sie, Myra tatsächlich wirkungsvoll von ihrer Flugangst abgelenkt, doch die Anspannung war einer Unsicherheit gewichen.
Nachdem das Flugzeug über den Wolken war, die Sicherheitshinweise auf Englisch und Deutsch vorgestellt worden waren und der Sicherheitsgurt wieder gelöst werden konnte, schaute Myra gedankenverloren aus dem Fenster. Adrian hatte versucht, sie mit ein paar lustigen Bemerkungen zu unterhalten. Doch als sie nur mehr pflichtbewusst als wirklich amüsiert gelacht hatte, widmete sich ihr Professor jetzt schweigend seinem aufgeklappten Laptop.
Myra hatte dunkelbraune, fast schwarze Haare, die zu einer kessen Kurzhaarfrisur geschnitten waren. Sie war zwar sportlich schlank, doch leider fehlten ihr die typisch weiblichen Rundungen, um den Männern aufzufallen. Ihre Brüste waren kleine Knospen, die ihrer Meinung nach aussahen, als seien sie zu wenig gedüngt worden. Ihr Po war schmal, ihre Schenkel auch. Myras Augen waren hell und konnten sich nicht für eine Farbe entscheiden: mal leuchteten sie grün, mal blau. Für viel Schminke hatte sie nie die Zeit, denn das Betriebswirtschaftsstudium mit ihren Aufgaben, den Leistungserfordernissen und ihr zusätzlicher Traumjob als studentische Hilfskraft bei ihrem bereits seit dem ersten Semester von ihr verehrten Professor, dem Juristen Adrian Orwood, standen im Vordergrund. Sie hatte ein schmales Gesicht mit großen, roten Lippen – das einzig Verführerische an ihr, wie Myra fand. Doch reichte dies aus, um solch einen umwerfend attraktiven und begehrten Mann wie Adrian irgendwann für sich gewinnen zu können?
Offensichtlich hatten ihm die blonden Haare der Stewardess gefallen, ebenso ihre strahlenden warmbraunen Augen. Darlene war perfekt geschminkt gewesen und hatte mit Ausnahme ihrer kleinen Brüste sehr wohlgeformte, breite Hüften und einen Po. Wenn Adrian offensichtlich genau das Gegenteil von Myra attraktiv fand, würde sie dann ihre Träume auf eine gemeinsame Nacht mit ihm endgültig aufgeben müssen?
Spontan musste Myra an ihre Studienfreundin Jane Gleedish denken. Jane hielt von Adrian als Wunschmann für ein erotisches Abenteuer nicht viel. »Zu hübsch, zu attraktiv, zu verliebt in die Frauenwelt und vor allem zu sehr verehrt von Frauen.« Für ihre Freundin war Adrian ein Playboy, dem durch seinen hoch angesehenen Beruf und sein Vermögen alle Möglichkeiten offenstanden, seine Sexfantasien ausgiebig auszuleben.
Myra grinste leicht. War ihr das alles egal oder war es sogar das Geheimnis des »verbotenen« Reizes, den ihr Professor und ihr Chef auf sie ausübte?
Eine Turbulenz brachte das Flugzeug plötzlich zum Absacken. Einige Fluggäste stöhnten leicht auf und Adrian legte erneut mit besorgter Miene seine Hand auf die ihre, die auf ihrem Oberschenkel ruhte. Myra sah in seine warmen Augen und ihre freudige Laune kehrte spontan zurück.
Inzwischen hatte auch Myras körpereigene Chemie die Regie über sie so weit übernommen, dass ihre Flugangst einem beruhigenden und glücklichen Wohlbefinden gewichen war. Bei diesem Flug hatte Myra ihre Panik besiegt und konnte nun die nächsten zwei Tage in vollen Zügen genießen, ehe sie wieder in ihre ernüchternde Realität zurückfliegen musste.
***
Beim Mensabesuch in der Mittagspause hatte er ihren Teller auf sein Tablett gelegt und selbstverständlich für sie mitbezahlt. Es dauerte nicht lange, da war er auch hier ein Magnet für Frauen geworden, die er kavaliersmäßig mit Respekt, Wärme und Dominanz unterhielt. Myra saß neben ihm, beobachtete all dies und war stolz, irgendwie zu Adrians Leben zu gehören. Er hatte sie während seiner lebhaften Gespräche, in denen er mit seinen Armen und Händen gestikulierenden seine ständigen Flirtversuche unterstrich, oft kurz am Arm berührt. Jedes Mal hatte ein warmes Prickeln ihren Unterleib durchzogen. Ihre Erregung, die so nach und nach ihre gesamte Vagina durchflutet hatte, war immer heftiger geworden. Adrian stundenlang beim Reden zuhören und zuschauen zu dürfen, war hypnotisierend und entfesselte nicht nur Myras erotischen Fantasien, sondern auch gleichermaßen ihr sexuelles Verlangen nach diesem Mann. Was in ihr während der gesamten Zeit vorgegangen war, war zwar viel zu heftig für eine »betriebliche« Besprechung, aber machte die Meetings umso reizvoller.
Nun erwartete sie noch ein abwechslungsreicher und aufregender Abend in der deutschen Stadt der Sünde mit ihrem geliebten Professor.
Myra entschied, sich, erst einmal ausgiebig zu duschen, um ihre Anspannung zu verlieren. Danach ließ sie sich wieder auf ihr Hotelzimmerbett fallen. Sie war kein bisschen ruhiger geworden. Das warme Wasser, das über ihre Haut gelaufen war, hatte noch ganz andere Gefühle erzeugt: körperliche Erregung und das Verlangen, Adrian heute Abend wenigstens ein wenig näher kommen zu können.
Heute Abend nach dem Musicalbesuch würden sie und Adrian allein sein – ohne einen dritten Gesprächspartner. Myra wusste, dass Adrian überall sofort Kontakt bekam und Menschen, vor allem die weiblichen unter ihnen, magnetisch anzog. Daher befürchtete sie, nicht genug zu Adrians Unterhaltung beitragen zu können – ihn zu langweilen oder im schlimmsten Falle sogar dümmlich auf ihn zu wirken.
Energisch schüttelte Myra jedoch dann den Kopf. Nein – der heutige Abend war pure Freizeit in Gesellschaft mit dem Mann, den sie heimlich verehrte. Sie würde diesen ganz besonderen Abend in vollen Zügen genießen und nichts verpassen wollen.
Im Moment lag sie frisch geduscht und abgetrocknet sowie völlig nackt auf dem blütenweißen Hotelbett und war noch immer erregt. Sie hatte noch über eine Stunde, bis Adrian und zwei Mitarbeiter der hamburgischen Universität sie zu dem Musicalbesuch im Foyer des Hotels treffen würde.
Myra begann, zu träumen. Was würde passieren, wenn sie nur ein einziges Hotelzimmer bekommen hätten – wenn er gerade neben ihr läge – genauso nackt wie sie jetzt nach dem Duschen. Adrian war ein Mann, der seine häufig zweideutigen Bemerkungen mit seinem attraktiven, bubihaft-schelmischen Lächeln abschwächte – ihnen sogar eine harmlose Note verleihen konnte. Ein verdorbener Mann, unbedachter Junge und erfahrener Liebhaber zugleich, der zudem bestimmend war. Was für eine betörende Mischung!
Obwohl das restliche Duschwasser auf Myras Haut langsam verdunstet war, spürte sie bereits wieder eine warme Feuchtigkeit in ihrem Intimbereich.
Was würde Adrian jetzt tun, wenn er neben ihr läge? Würde er sie quälen mit zu viel respektvollem Streicheln? Würde er sie nur bewundernd betrachten, eine verdorbene Bemerkung fallen lassen, wie »Du verführerische Perle«, oder würde er sich einfach auf sie werfen und sie nehmen? Alle drei Möglichkeiten ließen Myras Kitzler spürbar anschwellen.
Was Adrian auch täte, alles wäre ihr recht – jetzt und hier, wo sie sich nach ihm sehnte – nach seinem sportlichen Körper, seinem weich-verdorbenen Lachen, seinen kurzen, ungebändigten Wuschelhaaren.
...
Nun drehte sich Adrian nach Myra um: »Wäre es dir recht, hier etwas zu trinken?«
»Ja, klar«, antwortete Myra gleichgültig. Sie wunderte sich, dass sie überhaupt noch zur Kenntnis genommen und gefragt wurde. Vermutlich lag es nur daran, dass sie seine Angestellte und Studentin war, die er wohl nicht verärgern wollte. Zudem bemühte sich Adrian stets um ein galantes Benehmen gegenüber allen anwesenden Frauen. Da durfte sich Myra auf seine höfliche Frage gerade eben wohl nichts einbilden.
Eigentlich wäre Myra lieber ins Hotel gegangen, wollte jedoch auf keinen Fall einen zickigen Eindruck hinterlassen. Adrian hielt ihr und Darlene inzwischen kavaliersmäßig die Tür zu der Kneipe auf, nachdem der Türsteher ihnen aufmunternd zugenickt hatte. Myra betrat nach Darlene das Gebäude.
***
Der Raum, den sie betraten, war sehr edel ausgestattet: dunkelroter Samtteppich, grün gemusterte Barocktapete und mehrere Separees, die von schweren, farblich meisterhaft auf die Barocktapete abgestimmten, dunkelgrünen Vorhängen verdeckt waren.
Allerdings konnte Myra nirgendwo eine Bar oder Tische entdecken, an denen man ein Getränk hätte bestellen und genießen können.
Eine in einem wertvoll wirkenden, engen, durchsichtigen dunkelgrünen Minikleid gekleidete Empfangsdame schritt nun freundlich lächelnd auf sie zu.
»Ich mache das schon«, nickte Adrian, als Darlene ihr Portemonnaie zog.
»Bereits der Eintritt kostet hier Geld?«, fragte Myra und schaute Darlene verdutzt an.
»Ja, und das nicht wenig. Dieser Klub ist eine ganz exklusive und bekannte Adresse in Hamburg.« Doch als Darlene Myras erschrockenes Gesicht sah, ergänzte sie: »Dein Chef hat die Rechnung für uns übernommen. Er ist ein richtiger Gentleman, Myra. Ich darf dich doch so ansprechen?«
Myra nickte verwirrt. Doch Darlene hatte schon ihre Erklärungen fortgesetzt: »Hier herrscht Unterwäschepflicht und wir werden uns hinter den Vorhängen entkleiden. Dort drüben«, sie zeigte auf den gegenüberliegenden Vorhang an der Wand, »hinter diesem Vorhang sind die Schließfächer. Da kannst du deine Oberbekleidung und Tasche sicher einschließen.«
»Unterwäschepflicht?«, Myra konnte es kaum glauben. »In einer Kneipe?«
Nun kam Adrian verschmitzt lächelnd auf sie zu. »Dies ist ein Swingerklub, das hat Darlene uns doch draußen erklärt.«
»Ich habe euch nicht zugehört«, gab Myra zu.
Adrian lachte auf. »Warst du schon einmal in einem Swingerklub?«, fragte er sie mit einem leicht verdorben-tiefen Tonfall.
»Nein.« Myra dehnte dieses Wort in die Länge, als könnte die Zeit, die dieses Wort nun brauchte, um vollständig ausgesprochen zu werden, ihr helfen, die Situation klarer zu sehen. »Ist das nicht eine Örtlichkeit, bei dem man – also fremde Männer und Frauen – sich sehr nahekommen?«, drückte sie ihre vagen Erinnerungen an eine Fernsehdokumentation über solche Etablissements stotternd aus.
»Nichts muss, alles kann. Mit anderen Worten: Du darfst hier auch einfach nur ein Glas Cola trinken und nichts tun. Allerdings musst du dann damit leben, dass du einiges versäumst.« Adrian hatte einen Riesenspaß, denn er schien zu bemerken, dass Myra mit sich kämpfte. Sollte sie da wirklich mitgehen, in Unterwäsche an der Bar sitzen und Adrian womöglich zusehen, wie er mit einer anderen Frau rummachte? Andererseits könnte es sehr spießig auf den Mann ihrer Träume wirken, wenn sie noch nicht einmal bis zur Bar mitkäme. Nackt hatte er sie heute ja schon gesehen – wenn auch völlig unbeabsichtigt.
»Was ist nun, Myra? Sollen wir uns heute mal in der Stadt der Sünde in den Swingerklub wagen oder doch lieber eine solidere, aber langweiligere Kneipe suchen? Denk nur bloß nicht, ich würde dich in Hamburg auf der Reeperbahn alleine zum Hotel gehen lassen. Dafür bist du viel zu hübsch, Myra. Auf dem Rückweg würdest du dauernd belästigt werden.« Adrian machte es Myra nun unmöglich, abzusagen. Er schaute nun etwas ungeduldig auf die Tür zum Hauptraum.
»Okay, heute Abend unternehmen wir mal etwas Verrücktes.« Myra gab sich geschlagen. In diesem Moment war sie sehr erleichtert über ihren Kauf der schwarz-roten, hauchdünnen Dessous, die sie an diesem Abend unter ihrem Kleid trug. Dann war das Geld dafür, das sie eigentlich gar nicht übriggehabt hatte, wenigstens nicht umsonst ausgegeben.
»Nun, dann lass dich mal überraschen«, lachte Adrian auf. Ein rauer, verdorbener Tonfall mischte sich in seine tiefe Stimme.
»Adrian, lass dich erst mal von mir überraschen, wenn ich meine Oberbekleidung abgelegt haben«, flötete Darlene.
»Ein bisschen Vorgeschmack auf verführerische Frauenkörper habe ich heute Abend schon bekommen«, deutete Adrian mit einem Augenzwinkern Myra gegenüber an, der nun doch die Hitze in die Wangen strömte.
Nachdem sie sich jedoch in eines der Separees hinter einem grünen, schweren Vorhang bis auf ihre Reizunterwäsche entkleidet hatte, rutschte die Hitze ihrer Wangen zielsicher in ihren Unterleib. Es war abenteuerlich, aufregend und gleichzeitig herrlich verdorben, was sie hier tat, und dabei hatte der Abend gerade erst begonnen.
***
Myra hörte Adrian und Darlene schon leise miteinander im Vorraum sprechen. Wagemutig trat sie hinter dem Vorhang hervor. Sie wusste, dass ihre hauteng geschnürte, schwarz-rote Spitzenkorsage deutlich zeigte, dass sie an diesem Abend durchaus auf ein erotisches Abenteuer gehofft hatte. Ein sehr kurzer Spitzenminirock, der in die Korsage eingenäht war, verdeckte ihren knappen rot-schwarzen Stringtanga. Ihre roten Stöckelschuhe hatte sie anbehalten. Myras zierliche Brüste schienen förmlich aus den noch kleineren Körbchen herausquellen zu wollen – sie richteten ihre angeschwollenen Brustwarzen direkt Adrian entgegen.
»Wow! Mein Gott, Myra bist du heiß«, rutschte es Adrian heraus, dessen Stimme sich förmlich überschlug.
Doch auch Adrians Auftreten verschlug Myra die Sprache. Ein glänzendes, hautenges Latex-Muskelshirt gab seine enorm trainierten Oberarme frei. Wie und vor allem wann bitte kann ein solch engagierter Universitätsprofessor, der täglich viele Stunden mit seinen Forschungen und seiner Lehre beschäftigt ist, bloß solche Muskeln bekommen, fragte sich Myra, während sie merkte, dass ihr die Hitze ins Gesicht schoss und gleichzeitig wieder ein gewisses Schamgefühl aufkam. Adrians ebenfalls hautenge Latexpants zeigten deutlich, dass nicht nur sein Oberkörper hervorragend gebaut war. Der Latex um seine Hüften spannte inzwischen ziemlich heftig, was Myra mit großer Freude und einem orkanartigen Willkommenskribbeln in ihrer Vagina registrierte.
Nun entdeckte Myra auch Darlene, die es vorgezogen hatte, ein Hauch von nichts zu tragen. Ihr schwarzer Strappy-Body bestand aus schwarzen Bändern, die zwei transparente Ministoffteile um die Brüste und ihrer Scham hielten und nur durch ein paar Schleifen zusammengehalten wurden. Darlene in Geschenkbändchen – kam es Myra in den Sinn und sie musste grinsen.
»Ladys, mein Hals ist inzwischen ganz trocken geworden – im Gegensatz zu anderen Körperteilen«, zwinkerte Adrian beiden Frauen nacheinander zu. »Die erste Runde geht natürlich auf mich.« Damit breitete er die Arme aus und schob Myra und Darlene durch die mit einem automatischen Öffner versehene Tür in die Bar.
Wenn ich das alles meiner Freundin Jane erzähle, wird sie mir nichts davon glauben, was ich ihr noch nicht einmal verdenken kann, ging es Myra durch den Kopf.
An der langen Bar saßen einige Männer und Frauen, die sich sehr angeregt zu unterhalten schienen. Eine Kellnerin kam auf sie zu und erzählte ihnen, dass das Buffet in einer halben Stunde eröffnet würde. Bis dahin könnten sie etwas trinken, sich unterhalten oder sich in den Nebenräumen auf den Matten vergnügen. Adrian flirtete kurz mit der Kellnerin, steckte ihr einen Geldschein zu und drehte sich dann zu seinen beiden Begleiterinnen um. »Mir ist heute nach Champagner. Euch auch?« Die Damen nickten.
Nach dem zweiten Glas Champagner wurde Myra lockerer. Zusammen mit dem Gläsern Sekt nach dem Musicalbesuch fühlte sie sich jetzt berauscht, was ihr in diesem Moment sehr recht kam. Adrian war zuvorkommend zu ihr und auch zu Darlene. Die Stewardess redete viel und gestikulierte wild, während Myra schweigend die anderen Leute beobachtete.
Plötzlich stand jedoch ein junger Mann bei ihnen und sprach Myra im fließenden Englisch an. »Man bekommt den Eindruck, dass euer Begleiter deine Werte nicht so richtig zu schätzen weiß«, umgarnte er Myra, die überrascht hochblickte. »Ich – ich weiß nicht, ich bin seine …«, doch dann stockte sie. Mit einem Professor oder Chef in einen Swingerklub zu gehen, erschien doch ein wenig zu unmoralisch, um es hier locker auszuposaunen.
Voller Freude bemerkte Myra jedoch, dass Adrian nun nicht mehr mit Darlene redete, sondern mit einer kleinen, senkrechten Falte über seiner Nasenwurzel ihrem Gespräch folgte.
»So, und du glaubst, meine Werte zu kennen?«, mit einer kleinen Handbewegung deutete Myra auf ihre noch immer zierlichen, jedoch dennoch aus der Korsage herausquellenden Brüste.
»Sie sind doch unübersehbar«, zwinkerte ihr der Mann zu. »Ich bin im übrigen Sven und wie heißt du?«
»Myra, aber wenn du willst, darfst du mich auch ›meine Göttin‹ nennen«, pokerte Myra. Sven wurde augenblicklich rot. Aus ihren beiden bisherigen Beziehungen wusste Myra, dass manche sanften Männer auf solche Unterwerfungsspielchen standen.
»Okay, meine Göttin. Ich habe euch ein wenig belauscht und gehört, dass ihr aus England kommt«, versuchte sich Sven weiter in Small Talk. Seine Augen wanderten ihren Körper entlang und stoppten an ihren Stöckelschuhen. Sein Atem ging etwas schneller.
»Korrekt, in England ist es üblich, dass die Männer in Swingerklubs den Fuß der Frau küssen, ehe sie sich mit ihr unterhalten dürfen.« Myra zog einen Fuß aus den High Heels und hielt ihn Sven hin. Ihre rot lackierten Fußnägel glänzten im elektrischen Licht.
»Wirklich? Ich bin immer dabei, wenn es darum geht, andere Bräuche kennenzulernen«. Damit kniete sich Sven vor Myra, nahm ihren Fuß in seine beiden Hände und drückte einen festen, feuchten Kuss auf ihre Fußoberseite. Inzwischen schauten mehrere Gäste herüber.

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