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Kyras Tränen | Erotischer SM-Roman

von

Dieses E-Book entspricht 256 Taschenbuchseiten

Mit neunzehn bereits Vollwaise, verkauft Kyra ihre Unschuld und unterschreibt einen Vertrag, der sie zur bedingungslos dienenden Sklavin macht. Sie glaubt, sich dadurch vor Missbrauch schützen zu können, gerät aber in einen Strudel aus Abhängigkeit, Verzweiflung und Brutalität. Innerlich zerrissen, ist sie gefangen in einem Universum sado-masochistischer Erfahrungen, Bondage und Peitschen-Sex, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint. Kyra gibt alle Hoffnungen und sich selbst auf ...
Wird es ihr gelingen, aus dieser Welt von Schmerzen und Selbstaufgabe zu fliehen?

Über den Autor Cole Roberts:
Cole Roberts, geboren 1962 in Stirling, Schottland, arbeitete nach einem Biologiestudium hauptsächlich im Bereich DNA-Analyse und -Forschung und ist Autor mehrerer naturwissenschaftlicher Fachbücher. Vor dreißig Jahren hat er einmal „Die Geschichte der O“ gelesen, ansonsten bestand bisher nie eine Verbindung zur Prosa im Allgemeinen und zur SM- oder Sex-Szene im Besonderen. Seine Protagonistin Kyra hat sich irgendwann in seine Gedanken gedrängt und ihn quasi zum Schreiben aufgefordert. Das hat ihm so viel Freude bereitet, dass er diesen Weg weitergehen und auch künftig erotische Literatur schreiben möchte.

Kyras Tränen | Erotischer SM-Roman

von Cole Roberts

Es ist nicht leicht, seinen Körper zu verkaufen. Sie glauben gar nicht, welche perversen Angebote man bekommt, wenn man selbst platt inseriert: »Jungfrau veräußert ihre Unschuld«. Und wenn man sich auf entsprechende Gesuche meldet, ist es nicht viel besser. Zwei Mal war es bisher zu einem Treffen gekommen. Beide Male verliefen äußerst enttäuschend. Insbesondere der bullig korpulente, stinkende und ganz offensichtlich menschenverachtende zweite Bewerber war so eklig, dass ich kurzerhand geflüchtet bin.
Dann habe ich, versteckt in einer normalen Tageszeitung, ein Inserat gefunden, das mich irgendwie ansprach: »Sportlicher Endzwanziger sucht junge Frau für besondere Stunden – und mehr.«
Das war so kurz und knapp, dass es schon wieder viel aussagte.
Ich hatte natürlich keine Ahnung, ob der Inserent vermögend genug war, um meinen Preisvorstellungen für eine Entjungferung gerecht zu werden, aber ich meldete mich auf die Chiffre-Anzeige, gab eine kurze Beschreibung meiner Person ab und sprach ganz offen die Entjungferung an. Und dass ich tatsächlich für das »und mehr« auf der Suche nach einer bezahlten Stelle als Liebesdienerin war.
Nein, verstehen Sie mich nicht falsch, ich wollte keine Prostituierte werden! Meine Dienste sollten nur einem einzigen Mann, einem einzigen Herrn zur Verfügung stehen! Aber eben über die gemeinhin bei Ehepaaren normalen sexuellen Gepflogenheiten hinaus und ohne Kennenlernen, miteinander Laufen und Heiraten, sondern auf rein geschäftlicher Basis.
Meine Vorstellung war, dass ich mit meiner Unschuld und ein paar Jahren als Dienerin eines potenten Mannes ein gesundes Polster für mein weiteres Leben erwirtschaften könnte. Nennen Sie mich blauäugig, Sex-Luder, Hure, naiv oder dumm.
Aber ich wusste, dass es einen Markt für solche Angebote gab. Natürlich wollte ich nicht bei jedem »anheuern«! Nein, ich dachte, dass ich schon das Recht beanspruchen konnte, zumindest auf eine gewisse Optik, ein gewisses Minimum an Umgangsformen, eine gewisse Sympathie halt, zu pochen. Immerhin hatte ich vor, mit diesem Mann Dinge zu tun, die Gleichaltrige eigentlich erst nach einem halben Jahr Zusammensein mit sich machen lassen. Und viele auch nicht. Oder nie.
Und mit meinen gerade mal neunzehn Jahren glaubte ich auch, genug mitbekommen zu haben, um mich vor Ausnutzung und Prostitution zu schützen. Ich hatte einen Vertrag aufgesetzt, der die Grenzen meiner Dienste ganz klar beschrieb und hatte bei einem Notar schon eine Unterbringung des unterschriebenen Vertrages abgesprochen: Er sollte in einem verschlossenen Umschlag aufbewahrt und nur dann vom Notar geöffnet werden, wenn ich mich nicht regelmäßig alle drei Monate bei ihm meldete; persönlich natürlich.
Mit diesem Vertrag, schön in einem neutralen Umschlag verpackt, saß ich jetzt also in dem vereinbarten Café und schaute nervös auf die hereinkommenden Gäste. Ich trug, wie vereinbart, einen kurzen Rock und eine Bluse, die mit meinem Haar farblich korrespondierte. Gerade war ein junges Pärchen hereingekommen, aber den Endzwanziger vermochte ich noch nirgends zu entdecken. Der abgesprochene Zeitpunkt war schon um fast zehn Minuten überschritten.
Plötzlich stand dieses junge Pärchen vor meinem Tisch und der Mann sagte mit sonorer Stimme: »Entschuldigen Sie unsere Verspätung, aber Sie wissen ja: Die Parkplatzsuche.«
Ich war erst einmal sprachlos. Dass unser Treffen im Beisein einer zweiten Frau stattfand, hatte ich am allerwenigsten erwartet.
»Dürfen wir uns setzen?«, fragte der Mann mit einem wissenden Lächeln.
Ich stammelte: »Selbstverständlich …«, bekam einen puterroten Kopf und schämte mich erst einmal für meine mangelnde Souveränität.
Er setzte sich sogleich neben mich. Die Frau nahm mir gegenüber Platz. Ich schätzte sie auf Mitte zwanzig. Sie war außerordentlich attraktiv, mit hellblond gelocktem Haar und einer Figur, die meiner in keiner Weise nachstand.
Natürlich hatte er meine Verwunderung bemerkt und so übernahm er die Gesprächsführung: »Darf ich Ihnen meine Frau Helena vorstellen? Sie müssen wissen: Wenn es zu dem angedachten Vertrag kommen sollte, dann werden wir drei eine Menge Zeit miteinander verbringen. Deswegen wollte Helena Sie auf jeden Fall auch kennenlernen, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Darum sind wir zu zweit.«
Die Bedienung kam zu uns und er bestellte drei Kaffee; meiner war schon eine geraume Weile leer.
»Wenn ich Ihre wenigen Zeilen richtig verstanden habe, so bieten Sie ein besonderes körperliches Privileg zum Verkauf an, suchen aber darüber hinaus eine Arbeitsstelle, die man dem Bereich Servicedienstleistungen zurechnen könnte?«
»Ja …«, stotterte ich. »So in etwa. Es würde natürlich auch eine einmalige Sache gehen, aber damit würde ich auf Zeit nicht weiterkommen. Ich suche schon eher etwas Dauerhaftes.«
»An welche Art von Dienstleistung genau haben Sie gedacht?«
Die Bedienung brachte unsere Kaffees und ich musste mit meiner Antwort einige Augenblicke warten. »Entschuldigen Sie, wenn ich das jetzt so im Beisein Ihrer Frau sage, aber ich stelle mir vor, dass ich für eher außergewöhnliche Sachen im Zusammensein da sein möchte …« Ich brach ab.
Er blickte seine Frau an. »Ach so. Sie meinen wegen Helena. Nein, das ist kein Problem. Wir haben beide eine sehr freie Auffassung vom Eheleben oder besser gesagt: Ich nehme mir meine Freiheiten und Helena gehört da einfach dazu.«
Ich wusste nicht, wie ich das interpretieren sollte.
»Außerdem würde der Vertrag Helena natürlich einschließen!«
Allmählich dämmerte mir etwas. Helena hatte auch Spaß an Frauen und der Mann hatte wohl nichts dagegen, mit zwei Frauen zu schlafen. Ganz so hatte ich mir das eigentlich nicht vorgestellt.
»Damit habe ich nicht gerechnet. Es müssten ohnehin erst einige Dinge geklärt werden …« Da mir wieder die Stimme versagte, schob ich ihm einen Umschlag zu.
Er öffnete ihn, nahm den vorbereiteten Vertrag heraus und las ihn aufmerksam durch.
»Über … Einzelheiten kann man natürlich reden …«, stammelte ich.
Sehr leise, damit es im Café nicht hörbar war, aber laut genug, dass Helena, die sich interessiert vorgebeugt hatte, es verstehen konnte, las er einige Punkte vor: »Kein Toilettensex, kein Analsex, keine Analdehnung, keine Prostitution, keine bleibenden körperlichen Schäden, Narben oder Male, alle drei Monate eine Woche Urlaub zum Besuch des Notars, ein hübsches Sümmchen für das Häutchen, ein angemessenes Gehalt … hmm … noch ein, zwei Punkte …«
Helena lehnte sich zurück. »Sagen Sie, meine Liebe, wie kommen Sie in Ihrem Alter auf so genaue und spezielle Vorstellungen?«
»Ich habe mich informiert«, antwortete ich. »Es gibt einfach einige Dinge, die ich nicht machen will; nicht machen müssen will. Ich möchte nicht gegen meinen Willen in irgendeiner Stadt in einem Puff enden oder gar irgendwohin verkauft werden und ich möchte nach der Zeit körperlich noch für ein ganz normales Leben geeignet sein.«
Helena schaute ihren Mann an. »Mir gefällt die Kleine, sie weiß, was sie will, und ich glaube, sie weiß auch, was sie erwartet, entscheide du.«
»Hören Sie«, meinte er, »ich möchte natürlich schon in etwa wissen, was ich für mein vieles Geld bekomme. Wir werden hier in der Nische praktisch nicht gesehen. Würden Sie mir erlauben, ihre Scham und ihre Brüste einmal anzufassen? Ich meine: Wie ernst meinen Sie es wirklich damit, sich mir ›zur Verfügung zu stellen‹?«
Wortlos öffnete ich zwei Knöpfe meiner Bluse und spreizte meine Beine leicht. Zuerst griff er mir an die Brust. Prüfend massierte er sie ein wenig und konnte so spüren, wie fest sie war. Dann knibbelte er an meiner rechten Brustwarze. Ich spürte, wie sie sich zwischen seinem Daumen und Zeigefinger aufrichtete. Ein leichter Schauer überlief mich und ließ mich frösteln. Mit dem Daumen fuhr er über die Warze, zog sie leicht nach unten und ließ sie hochschnellen. Sein Gesichtsausdruck war unergründbar. Seine Augen fixierten mich. Sie waren stahlblau.
Anschließend fuhr er mir mit der linken Hand zwischen die Schenkel. Es erforderte meine ganze Selbstbeherrschung, die Beine nicht einfach zu schließen. Sie zitterten leicht. Ich musste meine Augen schließen, so konnte ich ihm nicht die seinen gucken. Als er sich meinem Schambereich näherte, wurde es für seine tastend suchende Hand eng. Ich schluckte und versuchte, wieder den Impuls zu unterdrücken, die Beine zusammen zu pressen. Dann gelang es mir, sie noch ein wenig weiter zu spreizen. Und noch etwas weiter. So weit gespreizt hatte ich noch nie irgendwo gesessen. Mit einem Griff umfasste er meinen Venushügel. Jetzt schaute er doch etwas überrascht. Er hatte wohl nicht damit gerechnet, dass ich glattrasiert war. Während er mir wieder fest in die Augen schaute, drang sein linker Mittelfinger in mein Allerheiligstes ein. Mein Allerheiligstes, das noch nie zuvor von einer Männerhand berührt worden war. Mein Allerheiligstes, das, so wurde mir klar, in diesem Moment seine Heiligkeit verlor. Denn diese Hand, diese Hände würden, und über die Entscheidung war ich mir jetzt schon im Klaren, in Zukunft jederzeit das Recht und die Macht besitzen, dieses ehemalige Allerheiligste zu benutzen, darin einzudringen, damit Spaß zu haben und vielleicht noch mehr Dinge damit zu tun, die ich mir nicht wirklich vorstellen konnte. Ich wusste, dass »Nein« sagen zukünftig für mich nicht mehr möglich sein würde. Ich hatte ein pauschales »Ja« formuliert. Ein »Ja« für alles. Die letzten Minuten hatten dafür gesorgt, dass ich erregt war. Ich spürte ein leichtes Brennen und Ziehen in meiner Vagina. Es war mir nicht möglich, seinem Blick auszuweichen. Noch wusste ich nicht, dass es mir zukünftig nicht mehr erlaubt sein würde, ihn unmittelbar anzuschauen. Auf jeden Fall war ich so feucht im Schritt geworden, dass es ihm ein Leichtes war, mit dem Finger ein wenig in mich einzudringen. Er ließ den Finger etwas in meiner Scham kreisen, zog ihn heraus und hielt ihn prüfend unter seine Nase. »Sie müssen wissen, dass der Geruch ganz wesentlich über Sympathie oder Antipathie zwischen zwei Menschen mit entscheidet«, dozierte er. »Und Sie riechen gut.«
...
Zögerlich streckte ich die Hand aus und drückte mit dem Finger langsam den Rufknopf. Ich war pünktlich. Sehr pünktlich.
Es dauerte nur wenige Augenblicke, bis ich das »Ja bitte?« vernahm und die Stimme des für mich immer noch namenlosen Mannes erkannte.
»Kyra hier«, meldete ich mich.
»Einen Augenblick, ich hole Sie am Tor ab.« Dann war Stille.
Es dauerte ein paar Minuten, bis sich die Tür schwer öffnete und der Mann vor mir stand. Er trug eine Jeans und ein blaues Flanellhemd, dazu Sandalen. Einfache Hauskleidung halt.
»Kommen Sie rein«, meinte er freundlich und nahm mir den kleinen und sehr leichten Koffer ab.
Ich machte erneut zögerlich die ersten Schritte in mein neues Leben und betrat einen Kiesweg, der sich zwischen den Bäumen hindurch zu einem wirklich großen Haus, einer weiß getünchten Villa schlängelte.
»Seien Sie nicht überrascht«, erläuterte mein Begleiter, während wir auf die Villa zugingen. »Ich bin zwar erst neunundzwanzig, habe das Haus aber von meinen Eltern geerbt. Hier bin ich relativ unabhängig. Es ist für Helena und mich wirklich ein bisschen groß ausgefallen. Wir haben hier nur selten Gäste, kaum Verwandtschaft und wenig Freunde. Wir leben ziemlich zurückgezogen. Von der Nachbarschaft bekommt man auch nicht viel mit.«
Und die Außenwelt bekommt nicht viel davon mit, was hier drinnen passiert, dachte ich bei mir, während wir den Kiesweg voranschritten.
»Heute sind Sie in einem der Fremdenzimmer untergebracht«, erklärte er. »Ihren späteren Arbeitsbereich besichtigen wir dann morgen.«
Ich war erstaunt, dass er immer noch beim förmlichen »Sie« verblieb. Aber er würde dafür sicher seine Gründe haben. Als wir uns dem Haus näherten, erkannte ich meinen Irrtum: Ich war zum Nebeneingang hereingekommen, quasi dem Bediensteten-Eingang. Der Haupteingang musste auf der gegenüberliegenden Seite liegen, vermutlich mit der entsprechend repräsentativen Einfahrt, aber auch von der hohen Mauer umschlossen. Hier führte nur eine kleine Tür ins Haus. Wir betraten einen Flur, der zu einer größeren Halle mit Freitreppe führte. Die Erbschaft schien nicht ganz ohne gewesen zu sein.
Helena betrat die Halle, nahm ohne ein Wort den Koffer entgegen und sagte zu mir: »Kommen Sie mit, ich zeige Ihnen Ihr Zimmer.« Dann ging sie voraus die Treppe hinauf. »Sehen Sie, hier oben links geht es zu unseren Schlaf- und einigen Nebenräumen. Von dort führt auch noch eine kleinere Treppe nach unten in den Salon und in die weiteren Wohnräume. Daran schließt sich der Spezialbereich an, der in beiden Etagen von unseren Räumen aus zu erreichen ist. Aber das wird Bernhard Ihnen morgen alles zeigen.«
Endlich war er nicht mehr namenlos. Bernhard also. Und ganz offensichtlich nicht nur einfach Bernd.
Wir gingen nach rechts, wo eine Zimmerflucht begann. Ich wurde den Eindruck nicht los, dass man hier mehrere Besucher recht problemlos unterbringen konnte. Wir betraten eins der Zimmer. Das Gästezimmer hätte in jeder Mietwohnung wahrscheinlich als Wohn- und Essbereich eine gute Figur abgegeben, so groß war es. Auch das Bett war eigentlich für mehr als eine Person ausgelegt. Das Zimmer war groß und hell. Als ich zu einem der beiden Fenster ging, erkannte ich, dass der Blick nach vorn in den Park hinausging. Meine Vermutung mit der repräsentativen Einfahrt war richtig gewesen. Ein schöner Blick. Ob ich den in Zukunft wohl auch hin und wieder würde genießen dürfen? Dass das in gewisser Weise tatsächlich so ähnlich kommen würde, konnte ich in diesem Moment noch nicht ahnen.
»Ich lasse Sie jetzt allein. Bernhard wird sich in ein paar Minuten um Sie kümmern. Fühlen Sie sich wie zu Hause«, meinte Helena. Zu Hause. Ja, dieses Haus würde vermutlich für mindestens drei Monate mein Heim, mein Zuhause sein. Aber ob mein künftiges Schlafgemach ähnlich prunkvoll, hell und wohnlich aussehen würde, daran hegte ich meine Zweifel.
Unschlüssig ging ich auf und ab und betrachtete die Ausstattung, die eher etwas älter, aber gediegen wirkte. Sicher hatte Bernhard sie nach dem Tod seiner Eltern so übernommen und nichts geändert. Warum auch? Alles machte einen ungemein wertigen Eindruck.
Ich überdachte wieder meine derzeitige Situation. Hatte ich das wirklich richtig gemacht? Würde ich das hier drei Monate aushalten? Was aushalten? Sicher war ich auf einigen Seiten gewesen und hatte ein paar Dinge gesehen, aber Bilder anschauen und etwas erleben, das sind zwei Paar Schuhe. Eine Entjungferung ist die eine Sache, vor allem, wenn man sich dabei vertraglich abgesichert hatte. Aber ich hatte mich für mindestens drei Monate jemandem ausgeliefert, der vermutlich sadistisch veranlagt war. Der Dinge von Frauen verlangte, die Helena offenbar nicht bereit war, ihm zu geben. Das würde mein Part sein.
Sinnend schaute ich aus dem Fenster in die Bäume vor dem Haus, als ich hinter mir die Tür gehen hörte. Es fing schon ganz leicht an zu dämmern. Ich drehte mich um und sah Bernhard, der einen Servierwagen in den Raum schob, auf dem ein Sektkühler stand, daneben zwei Sektgläser und eine Schale mit ein paar Antipasti.
»Ich habe mir gedacht, dass wir uns ein wenig Zeit zum Kennenlernen nehmen sollten«, sagte Bernhard. »Helena hat außer Haus zu tun. Wir sind allein und haben alle Zeit der Welt.« Er schenkte uns beiden ein Glas Sekt ein. Dem Anlass entsprechend. Wenn Helena außer Haus etwas zu tun hatte, dann konnte ich mir das lebhaft vorstellen. Welche Frau möchte schon im Haus sein, wenn ihr Mann eine Neunzehnjährige entjungfert? Auch wenn sie es wusste, auch wenn sie es trug, Begeisterung durfte man von ihr nicht erwarten.
Wir unterhielten uns. Bernhard fragte nach meinem bisherigen Leben. Da gab es nicht sehr viel zu erzählen, und so ließ er minimale Einblicke in sein eigenes Leben zu. Immerhin erfuhr ich, dass er nicht zur Arbeit gehen musste. Das Erbe war so ausreichend, dass er seine Zeit verbringen konnte, wie er sich das vorstellte. Rentier halt. Seine Beziehung zu Helena sparte er aus dem Gespräch komplett aus. Einerseits ging mich das nichts an und andererseits hatten wir am heutigen Abend ein bestimmtes gemeinsames Ziel, das Gespräche über andere Mitglieder des weiblichen Geschlechts eher unschicklich erscheinen ließ.
Nach und nach leerten wir den Sekt. Schließlich setzte er sich neben mich und begann, sanft meine Oberschenkel zu streicheln. Nicht fordernd. Nicht zielgerichtet, nein, sanft und vorsichtig. Dabei vermied er es noch, unter meinen Rock zu fahren. Ich wusste nicht recht, wie ich mich verhalten und was ich tun sollte. Mir fehlte jegliche Erfahrung. Er war etwa zehn Jahre älter als ich und wusste, wie man mit einer Frau umzugehen hat. Also lehnte ich mich zurück, schloss erst einmal die Augen und horchte in meinen Körper hinein. Das sanfte Kribbeln, wo seine Fingerspitzen meine nackte Haut an den Schenkeln berührten, mein klopfendes Herz und der Geruch des Mannes, der unmittelbar neben mir saß … All das nahm ich sehr bewusst wahr.
Plötzlich spürte ich seine Lippen auf meiner Stirn. Dann auf der Wange. Und schließlich auf dem Mund. Ganz leicht. Ich spürte noch keine Zunge. Dann knöpfte er meine Bluse auf, unter der meine Brüste prall und erwartungsvoll mit hoch aufgerichteten Nippeln warteten. Vorsichtig streichelte er mit den Händen darüber und wieder zog er eine Brustwarze mit dem Zeigefinger nach unten und ließ sie zurückschnellen. Dann fuhr er mit eben diesem Zeigefinger um den Warzenhof herum, ehe er die Brust mit der ganzen Hand ergriff und sanft massierte. Mir liefen Schauer über den Rücken, meine Hände, nein, die ganzen Arme zitterten und ich hatte einen Kloß im Hals. Ich glaube nicht, dass ich jetzt etwas hätte sagen können.
Er griff nach meiner linken Wange und schob meinen Kopf etwas zu sich. Dann küsste er mich auf den Mund und drang erstmals mit seiner Zunge zwischen meine zitternden Lippen. Ich öffnete den Mund etwas und ließ es zu, dass seine Zunge auf meinen Zähnen spielte. Schließlich traute ich mich und meine Zungenspitze begrüßte die seine. Was darauf folgte, war ein langer und intensiver Zungenkuss. Der erste meines Lebens. Es war himmlisch.
Ohne den Kuss zu unterbrechen, streifte er mir jetzt die Bluse vollends über die Schultern, drückte meine Arme nach hinten, und zog sie mir aus. Als er sich von meinen Lippen löste, öffnete ich die Augen und wieder versank ich in den seinen, die tief und unergründlich wirkten und mich fixierten. Er stand auf. Mit der linken Hand griff er um meine Schultern und mit der rechten unter meine Oberschenkel und hob mich hoch, als würde ich kein Gewicht haben. Er drehte sich um und trug mich zum Bett, worauf er mich vorsichtig ablegte. Dann zog er mir den Rock hinunter und schaute, während er sich das Hemd auszog, auf mich herab, wie ich so völlig nackt vor ihm lag. Erstmals warf ich einen Blick auf seinen muskulösen und braun gebrannten Oberkörper, der jedem Dressman zur Ehre gereicht hätte. Achtlos ließ er sein Hemd fallen, öffnete die Hose und ließ sie ebenfalls zu Boden gleiten. Darunter war er nackt. Sein Glied war erigiert und stand in seiner vollen Pracht nur ein paar Zentimeter von meinem Gesicht entfernt vor mir. Das war er also. Der Stolz eines jeden Mannes. Erstmals in meinem Leben sah ich einen Penis in natura und, ehrlich, ich war zunächst wenig beeindruckt. Schönheiten sind Männer eigentlich nicht. Schon gar nicht untenrum. Aber dieser Penis hier würde in nächster Zeit vermutlich einen Teil meines Lebens bestimmen.
Ich verlor sein bestes Stück aus den Augen, als er sich neben mich legte. Wieder küsste er mich. Dann wanderten seine Lippen über mein Gesicht, meine Wangen, das Kinn und den Hals hinunter zu meinen Brüsten. Leicht liebkoste er die Warzen mit seiner Zunge, spielte daran herum und saugte leicht daran, sodass sich Brustwarze und Hof in seinen Mund hineinwölbten. Fast schien es, als wollte er wie ein Baby Muttermilch trinken. Das währte aber nur kurz, denn er ergriff meine rechte Brustwarze mit den Zähnen und zog sie ganz leicht in die Länge. Ich erschauerte ein wenig. Wieder begannen seine Lippen und seine Zunge zu wandern.

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