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Teuflische Versuchung - Blaues Inferno | Erotischer SM-Roman

von

Dieses E-Book entspricht 288 Taschenbuchseiten

Garet Quell ist in seine Schwester Melissa verliebt, die – abgesehen vom Verwandtschaftsgrad – auch noch in einer glücklichen Beziehung mit Millionärssohn Chris weilt. Anstatt sich jemandem anzuvertrauen, schweigt Garet und betäubt seinen Schmerz mit wechselnden Sex-Abenteuern: Sex zu dritt bis SM.
Als Garet an einem Abend die ebenso schöne wie mysteriöse Isabeau kennenlernt, scheint sich alles zum Guten zu wenden. Die attraktive junge Frau zeigt ihm neue Pfade der Lust und Gefühle, von denen er vorher nicht zu träumen wagte. Erstmalig empfindet Garet Geborgenheit und Glück.
Doch Isabeau ist nicht die, die sie zu sein scheint, und als Garet die Wahrheit erfährt, ist es längst zu spät. Das dunkle Geheimnis seiner Geliebten bringt nicht nur ihn selbst, sondern auch Chris und Melissa in Gefahr …

Über den Autor Angelique Corse:
Schon von Kindesbeinen an galt Angeliques größte Leidenschaft dem Schreiben. 2015 begann sie, unter verschiedenen Pseudonymen vielseitige Werke zu veröffentlichen. Mit „Sünde in Schwarz“ legt sie ihr Debüt im Erotik-Genre vor. Was für sie den Reiz an SM-Erotika ausmacht? „Der Kontrollverlust und die absolute Hingabe. Außerdem das Verruchte, Verbotene.“

Teuflische Versuchung - Blaues Inferno | Erotischer SM-Roman

von Angelique Corse

Wieder erschien Melissas Bild vor seinem geistigen Auge. Jenes wirkte wie ein Geist, der ihn Tag und Nacht verfolgte. Das seltene, jedoch glockenhelle Lachen, ihre seidigen, schwarzen Haare, die schlanke und trotzdem nicht dürre Figur…all das hatte von jenem Augenblick an eine einzigartige Faszination auf ihn ausgeübt. Obwohl die Scham erbarmungslos in seinem Innern tobte.
Garet hatte sich dafür gehasst, tat es oftmals heute noch und trotzdem schwiegen die Empfindungen nicht. Im Gegenteil. Es hatte ihn große Mühe gekostet, im Beisein seiner Schwester gelassen zu bleiben und sich nichts anmerken zu lassen. Niemand durfte davon erfahren, insbesondere seine Eltern nicht. Andernfalls hätten Melissa und er selbst die Hölle auf Erden gehabt. Und wie jener Zustand auf kurz oder lang geendet hätte, wollte er sich nicht vorstellen.
Sein schlanker Körper vibrierte, als stünde er unter Strom. Wie damals. Aufgrund der räumlichen Nähe glich es fast einem Wunder, das seine Gefühle unentdeckt blieben. Selbst dann, wenn sie sich gegenseitig beim Anziehen halfen, um feiern zu gehen. Jene speziellen Clubs zu besuchen, war ebenfalls Garets nicht ganz uneigennützige Idee. Zum einen, weil man sich dort präsentieren und kleiden konnte, wie man wollte, ohne angestarrt oder belästigt zu werden.
Außerdem hoffte er, dort eine Frau oder auch einen Mann zu finden, der seine törichten Gefühle erstickte oder wenigstens für kurze Zeit ablenkte. Letzteres fand er oft auf unterschiedliche Art und Weise. Nicht selten entdeckte Garet dabei neue, faszinierende Tiefen der Lust, dennoch blieb das eigentliche Ziel unerreicht. Zu seinem Ärger ertappte er sich öfter bei der Vorstellung, die erlernten Praktiken mit Melissa durchzuführen. Was seine Scham bis ins Unermessliche vergrößerte.
Ein Teil von ihm schrie, er solle die Clubbesuche einstellen und Garet ahnte, dass es für ihn das Beste wäre. Aber er sah auch Melissas Freude und ihre leuchtenden Augen bei jedem Mal. Sie schien in diesen Etablissements aufzublühen und pflegte sogar erste sexuelle Kontakte, allerdings mit Frauen. Trotzdem hätte Garet nicht für möglich gehalten, dass es so weit kommen würde. Schließlich stellte ihr Vater Berührungen stets in ein negatives Licht. Denn seine verhießen Schmerzen, Tränen und Qual.
Er atmete tief durch, jene Erinnerung brannte noch immer mehr, als ihm lieb war. Ebenso wie die damalige Entscheidung, seinen eigenen Gram zu ignorieren und Melissa weiterhin in die Clubs zu begleiten. Solange es seiner Schwester gut ging, war alles andere zweitrangig. Und das, obwohl Garets Gefühle, gepaart mit unbändiger Lust sowie einer Prise Eifersucht ihn nicht selten innerlich zerrissen.
Ein trauriges Lächeln schlich sich auf seine Züge und er nahm sich eine zweite Bierflasche. Auf einem dieser Streifzüge hatte Melissa Chris kennengelernt, einen gut aussehenden Mann von sechsunddreißig Jahren aus reichem Elternhaus, aber mit speziellen sexuellen Vorlieben. Dass jemand wie er sich überhaupt ins La nuit noire wagte, hatte Garet sehr verwundert. Diese Location befand sich weit unter dem, was dieser Mensch höchstwahrscheinlich gewohnt war.
Trotzdem schien ihm der Besuch dort Spaß zu machen. Erst genehmigte er sich eine SM-Session mit der Empfangsdame, um anschließend an der Bar etwas zu trinken. Von jenem Moment an hatte Garet gemerkt, dass ein Auge auf Melissa ruhte und sich ein teuflisches Lächeln nicht verkneifen können. Seine Schwester würde ihn nach allen Regeln der Kunst abblitzen lassen. Was genau passiert war, hatte sie ihm nicht erzählt, aber ihr schelmisches, triumphierendes Grinsen, als sie auf die Tanzfläche zurückgekehrt war, hatte Bände gesprochen.
Für den Bruchteil einer Sekunde hatte der reiche Schnösel Garet fast leidgetan. Seine Schwester war eine liebenswerte, junge Frau, aber wenn es darum ging, arroganten Typen eine Abfuhr zu erteilen, konnte sie zum Biest werden, das sein Gegenüber deutlich spüren ließ, was sie von ihm hielt.
Trotzdem hatte Garet unmittelbar nach diesem Abend eine Veränderung bei seiner Schwester festgestellt, die er zunächst selbst nicht einordnen konnte. Sie träumte mehr als sonst, was zu einigen Missgeschicken im Haushalt führte. Gebannt betrachtete Garet erst seine Finger, dann die Handinnenflächen. Noch mehr als eine Stunde danach hatte er die Schmerzen seines eigenen Griffes gespürt, zumal es das erste Mal gewesen war, dass er Wolfram physisch zurückgehalten hatte. Vorher reichten Worte aus.
Natürlich wehrte Melissa sich verbissen gegen die aufkeimenden Empfindungen, was nicht anders zu erwarten war. Ob die Situation für ihn selbst oder Melissa schwieriger war, konnte niemand mehr sagen. Auch weil Chris innerhalb einer Viertelstunde zum Helden wurde, als er Melissa unmittelbar nach einem erotischen Fotoshooting vor einem perversen Lustmolch rettete.
Im Nachhinein hätte Garet sich dafür ohrfeigen können, dass er seine Schwester gedrängt hatte, ihn zu kontaktieren. Obwohl es wahrscheinlich nicht viel geändert hätte. Melissas Veränderung dauerte an, was ihn sehr verletzte. Dennoch kam es in dieser Zeit zu dem besagten Kuss, welchen Garet, obwohl er lediglich zum Ausprobieren diente, als einen der schönsten Momente seines Lebens in Erinnerung behalten hatte.
Selbstverständlich mimte er Melissa gegenüber den betroffenen Bruder, doch in Wahrheit liefen Puls und Herz Amok. Zumal er gemerkt hatte, dass es sie nicht kaltließ, was die zufällig beobachtete Selbstbefriedung untermalte. Andererseits bemerkte Garet, wie der Kontakt zwischen Melissa und dem reichen Schnösel immer intensiver wurde, obwohl sie selbst es vehement abstritt.
Wann genau sie das erste Mal Sex gehabt und inwieweit seine Schwester dabei nach und nach zu seiner Sklavin wurde, wusste Garet nicht. Melissa als Sklavin war für ihn schwer vorstellbar, obwohl er ihre devote Ader durchaus kannte. Für ihn war die Geschichte ganz anders weitergegangen, denn aus Sorge um Melissa und aufgrund beunruhigender Informationen, die er im Stahlwerk erhalten hatte, entschied Garet, Chris zu besuchen.
Dabei war ihm das Villenviertel wie eine andere Welt vorgekommen. Dort gab es keine finanziellen, materiellen Sorgen, dafür einige finstere Abgründe. Aufgrund, aus heutiger Sicht betrachtet, von Unsicherheit, war Garet, ohne sich anzumelden, auf das Grundstück gegangen und Chris hielt ihn für einen Einbrecher.
Über den Schlag auf den Kopf und die anschließende, kurzzeitige Gefangenschaft lachten im Nachhinein beide. Doch Chris ahnte nicht, welchen inneren Aufruhr seine geforderte Gegenleistung ausgelöst hatte. Ihm seine persönlichste sexuelle Fantasie zu erzählen, hatte Garet sehr viel Überwindung gekostet und bis zum Schluss hatte er gehofft, dass Chris die Wahrheit nicht erkannte. Was zum Glück nicht passierte.
Nur wenige Tage später hatten sie sich verbünden müssen, denn Garet erhielt eine SMS von Melissa, die eindeutig als Hilferuf zu interpretieren war. Obwohl sein Herz sich verbissen sträubte, fuhr Garet mit der Information. Dieser reagierte schnell und, wie sich im Nachhinein herausstellte, keine Minute zu früh. Denn niemand wollte sich ausmalen, was sonst mit Melissa geschehen wäre.
Seufzend strich Garet seine Haare nach hinten. In den letzten Tagen dachte er viel zu oft an Melissa und ihre Vergangenheit, obwohl sein Verstand ihm gewaltsam befahl, aufzuhören. Zwischen ihr und ihm hätte sich niemals etwas entwickeln können, ob Chris nun existierte oder nicht. Es war verboten und würde es immer sein.
Leider teilte sein Herz diese Ansicht nicht und klammere sich verzweifelt an die kleinen, zauberhaften Momente, welche sie miteinander geteilt hatten. Garet unterdrückte nur knapp den Impuls, irgendetwas gegen die Wand zu schleudern. Stattdessen nahm er einen weiteren Schluck Bier und griff nach der Fernbedienung. Mitternacht war längst vorbei, aber etwas Anspruchsloses zum Berieseln sollte sich finden lassen.
Im nächsten Moment weiteten sich Garets Augen und ein hauchdünner Schweißfilm überzog seine Hände. Reflexartig versuchte er noch, den Powerknopf zu drücken, was jedoch misslang. Warum, um alles in der Welt, befand er sich ausgerechnet auf einem Erotikkanal? Garet wusste es nicht. Nur würde dieses Programm seine gedrückte Stimmung nicht beruhigen, sondern aufheizen. Auch, weil sein Körper sofort reagierte.
Die eingängige Musik, eine etwas spezielle Kombination aus New Age und Jazz, legte sich sofort wie ein nasses Tuch auf ihn und vernebelte seine Sinne. Erst nach einigen Sekunden erkannte er das Bild auf dem 25-Zoll-Flachbildfernseher. Es zeigte ein junges Pärchen, das sich eng umschlungen hielt. Die glatten, dunkelvioletten Haare der Frau fielen über ihre Schultern. Im Gegensatz zu ihrem Partner war sie schmaler gebaut und deutlich kleiner.
Als sie sich für den Bruchteil einer Sekunde zur Kamera umwandte, sah Garet ihre vornehm blasse Haut, die ihn sofort schauern ließ. Der Mann war in vielen Punkten das genaue Gegenteil. Groß, breit gebaut und muskulös. Seine kurz geschnittenen, hellbraunen Haare waren leicht gegellt und obwohl Garet weder sein Gesicht noch seine Augen klar erkennen konnte, hegte er sofort den Verdacht, wer von beiden der dominante Part sein würde.
Wie gebannt sah Garet zu, wie der Mann ihren Oberkörper zu streicheln begann und dabei etwas grob ihre Pobacken umfasste. Ein anzügliches Raunen war die Antwort. Was ihn dazu veranlasste, an ihren Haaren zu ziehen, um anschließend den Hals mit Bissen und Küssen zu traktieren.
Garet schluckte. Obwohl ein Teil sich massiv sträubte, ging seine Fantasie ihre Wege. Plötzlich war es nicht mehr das Filmpärchen, das sich dem Sog jener intensiven Liebkosung hingab, sondern Melissa und er. Wie von selbst kroch seine Hand zu dem steifen Glied und rieb daran.
Sanft drückte Garet Melissa auf das mit schwarzem Satin bezogene Bett. Ihre Lippen, rot und wund von all den Küssen, verzogen sich zu einem Lächeln. Auch ihre blasse Haut zeichneten bereits einige Kratzer, trotzdem wollte sie mehr…
»Mmh.« Melissa schnurrte wohlig und in Garets Ohren klang es wie Musik.
...
Bis zu diesem Zeitpunkt war seine Entscheidung, ins Stahlwerk zu gehen, noch leicht schwammig gewesen.
Obwohl Garet diese Art von Clubs und einzigartige Atmosphäre dort noch immer mochte, schien das Stahlwerk wie ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite eignete es sich ausgezeichnet zum Entspannen sowie schnelles, unkompliziertes Vergnügen, andererseits verband Garet noch immer düstere Erinnerungen mit diesem Ort.
Hier hatte er sich einst wie eine männliche Hure angeboten, um an Informationen über Chris Schober zu gelangen. Dass seine Schwester ihr Herz an einen reichen Schnösel verloren hatte, erfüllte ihn nicht nur mit Schmerz, sondern auch mit Sorge. Denn die meisten wohlhabenden Familien hatten irgendwelche Leichen im Keller und Garet wollte um jeden Preis verhindern, dass Melissa etwas zustieß. Schließlich war ihre häusliche Situation belastend genug. Mit dem, was schlussendlich ans Licht gekommen war, hatten weder er noch Melissa noch Chris gerechnet. Besonders Letzteren stürzte es in ein riesiges Gefühlschaos, was Garet sogar ein wenig leidtat. Auf diese Art und Weise mit der Vergangenheit konfrontiert zu werden, musste schrecklich sein und wahrscheinlich hatte allein die Liebe zu Melissa Schlimmeres verhindert.
Er schüttelte den Kopf, um die störenden Gedanken zu vertreiben. Heute Abend wollte er sich amüsieren, nicht mehr und nicht weniger. Trotzdem spürte Garet einen bitteren Geschmack auf der Zunge, als die massive Eingangstür des Stahlwerkes hinter ihm ins Schloss fiel. Der Sex war nicht schlecht gewesen, im Gegenteil. Noch immer spürte er ein deutliches Ziehen im Unterleib, wenn er an den Analsex zurückdachte. Keine der Frauen hatte mit seiner besonderen Vorliebe ein Problem gehabt, sondern waren bereitwillig darauf eingegangen.
Ein regelrechter Hitzestrahl schoss durch seinen Körper. Wie gut der Dildo sich angefühlt hatte, als sie ihn erst langsam und anschließend bestimmt in seinen Po schoben. Garet schauerte. Nur mit Mühe konnte er seine Erregung zurückhalten. Mit einem offensichtlichen Ständer dort aufzutauchen, wäre unvorteilhaft, obwohl er beileibe nicht der Einzige dort war. Garet seufzte und konzentrierte sich für den Bruchteil einer Sekunde auf den negativen Aspekt jenes Abenteuers. Denn so wild und anregend der Sex auch gewesen sein mochte, er hatte es nur getan, um an Informationen heranzukommen. Sofort ließ seine Erregung nach und Garet marschierte zielstrebig auf eine weitere Tür zu.
»Hallo«, begrüßte ihn eine freudige Stimme. »Lange nicht gesehen.«
Garet erwiderte ihr Lächeln, während er sein Portemonnaie hervorholte. »Ja, ich hatte viel zu tun.«
Zu seiner Erleichterung war sie taktvoll genug, ihn nicht zu löchern. Obwohl der Vorfall schon zwei Jahre zurücklag, wussten noch immer alle Bescheid. Was Garet mehr als unangenehm war.
»Na dann. Nutze den Abend, um ein wenig auszuruhen.«
Ob sie sich absichtlich so bewegte, dass ihre Brüste gegen das hautenge Latexkleid rieben, wusste er nicht. Zumal sie gleichzeitig ihren Kopf so hielt, dass ihre schwarzen Haare aufreizend durch den weiten Ausschnitt glitten. Unwillkürlich errötete Garet und musste sich beherrschen, sie nicht sofort zu berühren. Sex im Eingangsbereich war nicht sein Stil. Außerdem hatte ihre Äußerung gezeigt, dass sie seine Vorlieben nicht unbedingt teilte. Die Art von Liebesspielen, die er bevorzugte, eignete sich beileibe nicht zum Ausruhen.
Im Gegenteil. Zweifelsohne fühlte man sich danach befreiter, aber dennoch meist erschöpfter als zuvor. Trotzdem hauchte Garet ihr einen Luftkuss zu, bevor er den Hauptraum des Stahlwerkes betrat.
Schwere, von Patschuli, Schweiß und einem Hauch von Sinnlichkeit getränkte Luft schlug ihm entgegen, während ihm gleichzeitig laute Musik in die Ohren drang. Urplötzlich schauerte Garet.
Diary of Dreams, wie ein Blitzschlag zuckte der Name durch seinen Kopf.
Warum um alles in der Welt wurden sie hier gespielt? Es war nicht so, dass er die Band nicht mochte. Aber für eine Party waren sie nicht unbedingt geeignet. Begleitet von den schwermütigen, elektronischen Klängen steuerte Garet auf die Bar zu und bestellte sich, entgegen seines Vorsatzes, keinen harten Alkohol zu trinken, einen Wodka auf Eis. Die tiefe, melodiöse Stimme des Sängers traf sein Innerstes, doch er weigerte sich, jene Empfindungen zuzulassen. Sie verursachten nur Schmerz und waren sinnlos.
Garet ließ seinen Blick durch den Raum schweifen. An weiblichen Besuchern mangelte es an diesem Abend nicht. Auf der Tanzfläche sowie auf den Sitzgelegenheiten tummelten sie sich. Die meisten von ihnen waren allein und ohne es zu merken, leckte Garet sich über die Lippen. Nachdem die wehmütigen Klänge verstummt und sein Glas bis auf den letzten Tropfen geleert war, spürte er seine innere Kraft zurückkehren. Das Lächeln war selbstbewusst, als er auf die Tanzfläche zusteuerte und sich der nun geeigneteren Musik hingab.
Psycho Bitch, dachte Garet. Wie passend.
Innerhalb kürzester Zeit wurde er von zwei Frauen angeflirtet. Trotz identischer Frisuren und Haarfarbe waren sie augenscheinlich nicht verwandt. Hungrig fixierten sie ihn mit Blicken und versuchten, ihm unauffällig näher zu kommen. Was in Anbetracht ihrer deutlich aufreizenden Bewegungen sowie der knappen, figurbetonten Minikleidern aus Lack nicht funktionierte.
Garet schmunzelte in sich hinein, zeigte sich jedoch gnädig und machte einen Schritt auf sie zu. Sanft streichelte er die Wange der einen Frau und nutzte die Gelegenheit, ihr tief in die Augen zu blicken. Dabei stellte er fest, dass sie, trotz der Ähnlichkeit, jünger war als ihre Freundin. Diese stellte sich forsch hinter ihn, umfasste seine Hüften und das Becken. Garet keuchte überrascht auf. Damit hatte er nicht gerechnet. Zumal ihre Hände vorwitzig seine Wirbelsäule hochglitten
»Na, na«, gespielt erbost wandte er sich um, griff nach ihrem Handgelenk. »Wer wird mich denn hier verführen wollen?«
»Also ob du etwas dagegen hättest«, erwiderte die Blondine keck und leckte sich über die Lippen.
Ihre Freundin nutzte die Chance, um in seine Schulter zu beißen.
»Luder«, keuchte Garet und funkelte sie in gespieltem Zorn an.
Beide kicherten schelmisch und er wusste, dieser Kampf war verloren. Seine Erregung wurde mit jedem Augenblick größer, schmerzhafter. Trotzdem blieb ein Rest Beherrschung zurück.
»Also gut. Ihr habt gewonnen.« Für den Bruchteil einer Sekunde schloss Garet die Augen, als sie begannen, seinen Oberkörper zu liebkosen. »Doch ich stehe weder auf Publikumssex noch darauf, mit Fremden zu spielen. Verratet mir eure Namen.«
»Nina«, erwiderte die eine und reichte ihm formell die Hand, während Garet nicht wusste, ob er zuerst in ihre grünen Augen oder auf die festen Brüste schauen sollte.
»Flumen.« Das spöttische Grinsen verriet, dass es nicht ihr richtiger Name war. Aber das kümmerte Garet nicht.
Durch den hautengen Lackstoff spürte er deutlich, wie ihre Finger die Innenseiten seiner Schenkel entlangfuhren, um die Mitte bewusst außen vor zu lassen. Ein unwilliges Knurren verließ seine Kehle.
»Lass dich von ihr nicht täuschen«, hauchte Nina und umspielte sein Ohrläppchen mit der Zunge. »Das ist nur Show. In Wahrheit ist sie eine unterwürfige Sklavin, die mit Freuden den Befehlen ihres Meisters gehorcht.«
Garet erwiderte ihren Blick und seine Augen leuchteten auf. Wie eine Schlange bei der Jagd griff er in Flumens Haarpracht und zog sie fast brutal auf die Füße.
»Was fällt dir ein, mich ohne Erlaubnis zu berühren?«, herrschte er sie an.
Die Augen der Angesprochenen weiteten sich zunächst vor Schreck, um danach schuldbewusst zu Boden zu blicken.
»Verzeiht mir, Herr.«
Garet lächelte wohlwollend und schaute Nina fragend an. Diese verstand sofort und nickte. Ohne Gnade zerrten sie Flumen mit sich in Richtung der Darkrooms. Die Tür fiel mit einem lauten Knall ins Schloss und Garet sah, wie Flumen schauerte. Zum ersten Mal hatte er die Gelegenheit, sie eingehender zu betrachten.
Die junge Frau war deutlich kleiner als ihre Freundin und hatte, im Gegensatz zu Nina, aschblonde Haare. Ihre tiefblauen Augen sollten unschuldig wirken, doch Garet wusste es besser. In ihr schlummerte ein verdorbenes, kleines Drecksstück, das nur darauf wartete, seine schmutzige Seite auszuleben. Wieder einmal, wie Garet vermutete. Trotzdem reizte ihn die Vorstellung.
»Setz dich auf den Stuhl«, befahl er und wies auf einen Lederstuhl, dessen schmale Sitzfläche in zwei Hälften geteilt war.
Jeder, der darauf Platz nahm, musste zwangsweise die Beine spreizen. Flumen schaute verwirrt, erst zu Nina, dann zu Garet, tat aber, was von ihr verlangt wurde.
»Und, Nina. Zieh sie vorher aus«, kam der nächste Befehl, während er etwas aus der Truhe nahm.
Die Angesprochene nickte und schälte ihre Freundin aus dem Kleid, was aufgrund der zahlreichen Schnallen einige Minuten in Anspruch nahm. Teuflisch lächelnd kehrte Garet zurück. In der einen Hand trug er ein langes Seil aus Hanf, die andere war frei. Außerdem hatte er im Bund seiner Hose ein Vibro-Ei versteckt. Man konnte schließlich nie wissen.
Wohlwollend sah Garet, wie Flumen auf dem Stuhl merklich schauerte, jedoch nicht versuchte, ihre Position zu ändern. Verrucht lachten ihm ihre geöffneten Beine entgegen und wenn Garet sich nicht täuschte, war bereits eine leichte Feuchtigkeit an ihren Schamlippen zu erkennen.
Auch Nina hatte sich bereits entkleidet und ihren Platz hinter Flumen eingenommen. Ihre großen Brüste mit dunklen Warzen schimmerten verführerisch. Außerdem schien sie zu wissen, was sie tat.
»Wunderschön.« Garet hatte einiges darum gegeben, seine Hose ausziehen zu dürfen.
Aber seine Rolle als dominanter Part erlaubte es nicht. Obwohl seine eigene Geilheit ihn innerlich zerriss. Stattdessen nahm er das Seil fester und schritt einmal um Flumen herum. In ihrem Blick lag deutliche Angst, trotzdem zuckte sie nicht mit der Wimper.
»Heb deine Arme.« Ohne ihn anzuschauen, folgte sie Garets Befehl, während Nina gekonnt mit ihrem Ohrläppchen spielte.
Flumen schnurrte wohlig, während Garet begann, das Seil um ihren Körper zu schlingen.

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