E-Books als ePUB für Tolino & iBooks,
Kindle (mobi) und PDF bestellen...

She - Vivienne, eine Frau auf Abwegen | Erotischer Roman

von

Ähnliche Geschichten aus:
Auch als Buch erhältlich
Romane

Dieses E-Book entspricht 232 Taschenbuchseiten

Die attraktive Vivienne ist seit über zwanzig Jahren verheiratet und liebt ihren Mann. Doch ab und zu überfällt sie unbändige Lust nach einem erotischen Abenteuer und drängt sie dazu, ihrem Alltag zu entfliehen.
In dieser Stimmung wird Vivienne zur hemmungslosen und unersättlichen »She«, die die Männer (und Frauen), die ihr zu dieser Flucht verhelfen können, geradezu magisch anzieht. So trifft sie ihren »Mentor«, der ihren Körper in Besitz nimmt und ihn einer ganzen Horde von Männern anbietet, die sich an ihm bedienen und all ihre Körperöffnungen ausfüllen. Aber auch mit einer Frau, die ihre Lust in ungeahnte Höhen schnellen lässt, lebt sie ihren unendlichen Hunger aus. Vielleicht können die fünf Männer, denen sie vier Tage und Nächte lang in einer abgeschiedenen Hütte zu deren Vergnügen zur Verfügung steht, ihre schier grenzenlose Gier stillen?

Über den Autor Evi Engler:
Evi Engler ist das Pseudonym einer bekannten Internetautorin, die im realen Leben erfolgreiche Managerin ist. In ihrer Freizeit und während Leerlaufzeiten am Arbeitsplatz entwickelt und schreibt sie Geschichten. Als Vorgesetzte und leuchtendes Vorbild so vieler Frauen, darf sie sich Ausflüge in die ausgefallenen Winkel des menschlichen Miteinanders offiziell nicht erlauben. Da sie darauf nicht verzichten möchte, durchlebt sie sie in der Fantasie, schreibt sie auf und lässt ihre Leser daran teilhaben. Alle Geschichten sind bodenständig, als wären sie tatsächlich geschehen. Sie packen den Leser und nehmen ihn mit. Sie schildert so anschaulich, dass man meint, selbst mitten im Geschehen zu sein. Aus verständlichen Gründen muss sie diese hocherotischen Geschichten heimlich veröffentlichen. Darum ist ihr Pseudonym so gewählt, dass niemand hinter ihr Geheimnis kommen kann, obwohl es in ihren Geschichten mehr als einen handfesten Bezug zu ihrer Person gibt. Der Tenor in all ihren Büchern ist stets der gleiche. Ihre Geschichten strotzen von Lebensfreude und guter Laune. Sie legt Wert darauf, den Leser glücklich zu stimmen, ihn am Ende des Buches froher gelaunt zu sehen als zu Beginn. Bisher waren ihre Werke nur einem kleinen Kreis von Interessierten zugänglich, nun präsentiert sie sich der breiten Öffentlichkeit.

She - Vivienne, eine Frau auf Abwegen | Erotischer Roman

von Evi Engler

»Soll ich dich bekannt machen oder kennst du ihn schon?«, bohrte ihr Mann ungehalten nach. Er wurde jedes Mal von Eifersucht gepackt, wenn sie sich für andere Männer interessierte.
Sie hätte ihn gern gefragt, ob er sich vorstellen könnte, mit dem Mann und ihr ...?
Aber sie ließ es, denn sie hätte ihm nicht klarmachen können, dass niemand zwischen sie und ihn treten könnte. Egal, was passierte – sie gehörte zu ihm, denn sie war seine Frau. Seine Eifersucht war die reinste Energieverschwendung.
Die Sehnsucht nach dem Ungeplanten, Unorthodoxen und Ungehörigen beunruhigte sie bereits kurz nach der Pubertät. Es waren die gleichen Wünsche, Sehnsüchte und frivolen Gedanken wie jetzt.
In ihrem Mann hatte sie damals einen Partner gefunden, der mit ihr das lebte, was sie sich vorstellte. Der mit ihr gemeinsam die Experimente – die verrückten, die ordinären, die, die sie sich erträumt hatte – durchführte und unglaublichen Lustgewinn daraus zog. Diese Zeit war jedoch seit der Geburt der Kinder vorbei. Die Sehnsucht nach den wilden Zeiten war ihr geblieben, sie traute sich jedoch erst seit der Geburt ihrer Enkeltochter, sie erneut auszuleben.
Eines dieser Erlebnisse hatte sie mit ihm zusammengeführt. Seinen Namen kannte sie nicht, jedoch konnte sie seine Stimme und seinen Geruch jederzeit in der Erinnerung erneut aufleben lassen, als wäre er gegenwärtig. Die Gedanken an dieses besondere Ereignis erregten sie über die Maßen und machten sie automatisch heiß. Beinahe unbewusst rieb sie die Schenkel aneinander, sobald sein Bild vor ihrem inneren Auge auftauchte. Dieses Ereignis ruhte an dominanter Stelle in ihrer Erinnerung, tief eingegraben und unlöschbar. In dieses Abenteuer flüchtete sie sich, sobald sie Langeweile verspürte, wenn sie nicht schlafen konnte, wenn sie irgendwo warten musste oder ihr aus einem anderen Grund langweilig war.
In den Momenten genoss sie es, in diesem einzigartigen Abenteuer zu schwelgen und vor sich selbst damit zu protzen. Dass sie sich das getraut hatte! Eine Ungeheuerlichkeit, die sie leider mit niemandem teilen konnte.
Die erregende Stimmung, in die sie die Rückerinnerung versetzte, versuchte sie mit allen Mitteln zu verheimlichen. So erlebte sie die Hitze im Unterleib, die warmen Wangen heimlich und ausschließlich für sich allein.
Für diese Erinnerungen lohnte sich definitiv jede Gefahr!
Damals war sie seit Tagen von diesem wohlbekannten, gleichermaßen gefürchteten wie ersehnten Gefühl beeinflusst worden. Es ging von diesem dunklen Punkt in ihrem Charakter aus, den sie meistens leugnete, der jedoch mit der Zeit mehr und mehr Macht über sie gewann. Es war sinnlos, dagegen anzukämpfen. Die Hitze musste abgebaut werden und da gab es nur einen Weg.
Sie flüchtete sich in die Jugendkneipe, die sie immer dann aufsuchte, wenn sie wegen der bereits verronnenen Lebenszeit zu verzweifeln begann. Dort bekam sie das Gefühl vermittelt, jung zu sein. Sie beobachtete die jungen Leute, fühlte sich in sie hinein und empfand nach und nach mit ihnen. Sie wusste dann genau, wie sich die kichernden jungen Dinger fühlten, die ihre Wirkung auf Männer gerade erst entdeckten, aber kaum Vorteile daraus zogen. Sie reizten sie, mehr oder weniger unbewusst, wussten jedoch mit dem in Flammen stehenden Mann nichts oder nur wenig anzufangen. Vielleicht weil sie in der Sexualität unerfahren oder gehemmt waren, weil Konventionen oder Anstand sie hemmten oder sie sich einfach nicht trauten, das auszuleben, wonach es sie verlangte.
Sie saß gedankenverloren am Fenster, hielt die große Cappuccino-Tasse in beiden Händen, trank hin und wieder daraus und stierte blicklos zwischen den Schlucken über den Tassenrand hinaus durchs Fenster.
Plötzlich nahm sie ihn wahr, wie er draußen stand in dem eleganten Mantel, genau in ihrem Blickfeld, ohne zu wissen, wie lange sie ihn schon anstarrte. Er reagierte mit einem Lächeln, als sie den Blick fokussierte und ihn bewusst wahrnahm. Sie zuckte zusammen und zappelte erschreckt und verlegen herum. Er neigte lächelnd den Kopf, kehrte um, betrat die Kneipe und kam an ihren Tisch.
»Hallo!« Da stand er und schaute sie milde lächelnd an.
Sie fühlte sich hilflos, durchschaut und ausgeliefert. Dass er die Lösung der beklemmenden Anspannung bewirken könnte, glaubte sie nicht. Dazu waren ihre Verlegenheit und Unsicherheit zu groß. Sie fühlte sich außerstande, diese Begegnung in ihrem Sinne zum Erfolg zu bringen. Sie fand sich kleinlaut und schüchtern wie ein Mädchen, das man bei etwas Unrechtem ertappt hatte. Sie wartete auf seine Reaktion und hoffte, er würde gehen, um die peinliche Situation zu beenden. Er erwischte sie in einem Moment der Schwäche, daraus würde nichts Gutes entstehen.
Er sprach ruhig und gelassen. Sie nahm den Sinn der Worte nicht wahr, dazu war sie zu befangen. Die entspannten Schwingungen, die über die Stimme herüberkamen, machten sie jedoch etwas lockerer.
Die Bedienung trat an den Tisch. Der Mann bestellte etwas und nahm Platz, souverän und dominant. Als sich jedoch sein Mantel beim Setzen knautschte und ihm damit unbequem unter das Kinn stach, realisierte sie unvermittelt, dass er unsicherer war, als er es erscheinen lassen wollte. Ihr Gesicht entspannte sich etwas, ein leises Lächeln bewegte ihre Mundwinkel.
»Wir sind uns noch nie begegnet, das ist bedauerlich. Ich weiß, was Sie fühlen«, sprach er. Sein Lächeln war gewinnend, sein Selbstvertrauen deutlich spürbar. Nur sie wusste von seiner Unsicherheit, und dieses Wissen ließ sie sich als Frau fühlen, nicht mehr als unterlegenes, unsicheres Mädchen. Und damit kehrte ihre Stärke zurück.
Seine Aussage war totaler Quatsch. Es konnte niemand wissen, was sie fühlte, das wäre ja noch schöner. Ihr Lächeln vertiefte sich und damit verschwand die Schüchternheit. Es konnte beginnen. Wenn er stark genug war, dann könnte es etwas werden. Sie war bereit.
Feuchte Wärme durchströmte sie, ja, sie war wirklich bereit. Und sie fühlte sich reif, reif wie eine Frucht, die gepflückt werden wollte.
Sie ließ seine Einflussnahme zu, ließ zu, dass er sich überlegen fühlte, als könnte er sie erobern und sie nach seinem Gusto in Besitz nehmen. Sie gab ihm Macht über sich, damit sein Selbstvertrauen wuchs. Er würde das Selbstvertrauen benötigen, um ihre Wünsche und Bedürfnisse umsetzen zu können. Sie konnte sich die Macht über sich selbst jederzeit zurückholen. Sie brauchte nur »Nein!« zu sagen, dann wäre sie wieder frei.
»Sie passen in diesen jungen Rahmen«, bemerkte er und musterte sie freundlich. Er schien zu wissen, was er wollte. Offensichtlich verfolgte er ein Ziel.
Manchmal handelten Männer, ohne dass Vivienne den Grund dafür erkennen konnte. Oftmals zu ihrem Erstaunen stellten sich die Handlungen jedoch im Nachhinein meist als richtig und angemessen heraus.
Er sprach: »Gehen wir?«, wobei er nicht um ihr Einverständnis bat, sondern ihr schlicht Bescheid gab.
Die Kellnerin brachte den bestellten Kaffee, er verlangte die Rechnung, zahlte und wartete auf sie.
Sie lächelte. Sie hatte die Macht »Nein!« zu sagen. Diese Macht ließ sie unter seinem Einfluss frei sein. Sie lenkte, er folgte, obwohl er im Glauben war, das Steuer in der Hand zu haben.
Mit dem Taxi fuhren sie zum führenden Hotel am Platze und ließen sich den Zimmerschlüssel geben. Im Flur des Appartements im dritten Stock angekommen, half er ihr aus dem Mantel, hielt intensiven Augenkontakt und küsste sie leicht.
»Komm!« Er fragte nicht nach ihrem Namen und nannte ihr seinen nicht. Namen waren nicht wichtig. Er wusste, was zu tun war. Er schenkte Sekt ein aus der Minibar, sie stießen an und küssten sich, fester, heißer und versanken im Kuss. Sie erlebten beide die steigende Hitze und die aufkeimende Leidenschaft. Der erste Knopf, den er an ihrer Kleidung öffnete, ließ ihren Magen grummeln und die Knie weich werden.
Sie erwiderte seinen forschenden Blick mit einem koketten Augenaufschlag und unsicherem Lächeln. Bereitwillig und völlig passiv ließ sie sich bis auf die Schuhe entkleiden. Mit immer weiter steigender Erregung schaute sie zu, wie er ihren Körper ausführlich betrachtete. Er schien jede Einzelheit in sich aufzusaugen. Als sich ihre Blicke begegneten, erkannte sie bei ihm die gleiche Erregung, die sie in sich verspürte.
Es gab kein Zurück, weder für sie noch für ihn.
Er trat auf sie zu, nutzte für eine erneute Erkundung ihres Körpers Mund und Hände. Bei ihren Lippen begann er. Die Hitze ihrer Leidenschaft verschmolz die Münder zu einer schier untrennbaren Einheit. Die Zungen tanzten den erotischen Schlangentanz, arbeiteten intensiv an der anstehenden Vereinigung. Die Hitze in ihrem Mund besetzte den Hinterkopf, floss in breitem, mitreißenden Strom abwärts in den Unterleib und schmolz alle Hindernisse hinweg.
Sein Mund eilte dem Strom voraus, widmete seine Aufmerksamkeit Hals und Schultern. Er beschäftigte sich intensiv, saugend, schleckend, küssend, streichelnd mit ihren Brüsten, von dort schlich er hinab zum Bauch.
Vivienne atmete schwer und keuchend, sie zerschmolz vor Hitze, die einem unbändigen Verlangen nach dem forschenden Mund, den erobernden Händen und der prickelnden Vorfreude entsprang. Die flüssige Glut aus dem Hinterkopf erreichte den Unterleib, ließ dort alles schmelzen und verwandelte es in heiße Flüssigkeit.
Sein Mund eroberte ihre Scham, die erste Berührung dort ließ sie laut aufstöhnen. Sie reckte der schleckenden Zunge ihr Becken entgegen, öffnete sich den erobernden Händen und den saugenden Lippen – bereit zu allem, was der Mann ihr geben und allem, was er von ihr haben wollte.
Sie stand nackt in einem Hotelzimmer und ließ sich von einem Fremden abschlecken und heißmachen. Sie erlaubte ihm Zugang zu den intimsten Plätzen ihres Körpers, sie brannte vor Verlangen, sich ihm vollkommen hinzugeben. Die Ungeheuerlichkeit, einem Wildfremden ihre Gunst zu schenken, ließ sie womöglich noch heißer werden und steigerte das Verlangen weiter und weiter.
Sie gab sich seiner Leidenschaft mit aller Inbrunst, allen Fasern des Körpers, allem Temperament und jeder Emotion hin. Sie liebte mit jeder Zelle ihres Körpers.

...
Als sie spürte, dass der Zeitpunkt des nächsten Abenteuers näher rückte, fasste sie den verrückten Plan fester ins Auge. Es machte sie heiß, an Männer zu denken, die entschlossen einen bestimmten Ort aufsuchten, um schnellen und unkomplizierten Sex zu haben, egal mit wem – Hauptsache Sex.
Sie malte sich ein ungeheuerliches Szenario aus, das sie hoch erregte. Sie dachte daran, dorthin zu gehen. Sie dachte an mehrere Männer, die sich ihrer in einem Gebüsch bemächtigten, sie niederzwangen, sie im Knien von vorn und hinten nahmen, die sie drängten, den Mund zu öffnen, um diesen zu penetrieren. Wenn sie bei dieser Vorstellung angelangt war, nahm die Hitze jedes Mal so weit zu, dass sie es sich selbst machen musste, wieder und wieder.
Wenn die Gedanken daran sie überfielen, während sie mit ihrem Mann zusammen war, verführte sie ihn, so oft es ging. Ähnliche Attacken hatte ihr Mann früher häufig erlebt, als sie sich noch nicht getraut hatte, ihre heimlichen Fantasien in die Tat umzusetzen. Daher gehörten solche sexuellen Übergriffe, wie er sie mit heimlichem Schmunzeln nannte, zu ihrem gewohnten Verhalten. Ihr Mann fand sie nicht weiter verwunderlich.
Planen heißt nicht, dass ich es tun muss!, dachte sie, wenn sie die Panik zu übermannen drohte. Panik, die sie aus der Angst heraus überfiel, dass sich eine solche Situation zu ihrem Nachteil entwickeln könnte. Wenn sie sie einmal eingegangen wäre, dann gäbe es wahrscheinlich kein Zurück mehr. Daher dauerte es auch eine ganze Weile, bis sie die Absicht in die Tat umsetzte.
Aber eines Tages machte sie sich auf den Weg. Schneller und unkomplizierter Sex – das war etwas, was sie erleben wollte. Oh ja!
Während der Fahrt rieb sie die Schenkel aneinander, wetzte unruhig auf dem Sitz hin und her und konnte kaum an sich halten. Trotz der hohen Erregung fuhr sie zweimal am Rastplatz vorbei, ehe sie sich traute, hinaufzufahren. Dann blieb sie lange im Auto sitzen, schaute starr geradeaus.
In den Autos der Nachbarschaft regte sich nichts. Ihr Herz klopfte laut. Sie stieg aus, hoffte und befürchtete zugleich, direkt von mehreren Männern angegangen zu werden. Aber es tat sich nichts.
Sie umkreiste langsam das Auto, schaute sich nach allen Seiten um, sah aber niemanden. An den Rastplatz schloss sich ein lichter Wald an, von Trampelpfaden durchzogen. Als sie sich in die Richtung wandte, sah sie einige Männer, die verstohlen hinter Bäumen hervorschauten.
Zuerst unsicher, dann zunehmend sicherer werdend, ging sie über einen Pfad in den Wald hinein. Die Männer wichen vor ihr zurück, versteckten sich, um ihr dann nachzuschauen. Weicheier und Loser, hatte ihr Mann behauptet.
Sie erblickte fünf Männer in unmittelbarer Nähe – fünf Männer, die hergekommen waren, um leichten und schnellen Sex zu finden. Doch keiner sprach sie an, niemand ergriff Besitz von ihr.
Sie musste unbedingt etwas Wildes tun, etwas Übermütiges, Respektloses. Also zog sie öffentlich ihr Höschen unter dem Kleid aus, hockte sich hinter ein winziges, durchsichtiges Holunderbüschchen und pinkelte. Die fünf Männer schauten hinter Bäumen und Büschen hervor und beobachteten sie. Übermütig ließ sie das Höschen um den Finger kreisen und schritt langsam, Augenkontakt suchend, an den Männern vorbei. Nichts geschah.
Sie wanderte durch das Wäldchen, zum Auto, das sie unbehelligt erreichte. Dann atmete sie tief durch und wünschte sich seit Jahren zum ersten Mal eine Zigarette. Sie saß im Auto, die Füße aus der geöffneten Tür auf die Erde gestemmt, die Ellbogen auf die Knie gestützt. Sie war heiß, glühte förmlich, war aber auch enttäuscht und desillusioniert. Das Aufregende, das Abenteuer aus ihrer Vorstellung war weg, der schlaffen und jämmerlichen Realität gewichen. Weicheier und Loser.
Plötzlich trat jemand an ihr Auto und hielt ihr eine rot-goldene Dunhill-Packung hin. Vor ihr stand ein toller Mann, einer aus einem anderen Traum, nicht aus dem schäbigen vom Autobahnrastplatz – groß, dunkel, mit grauen Schläfen und blauen Augen, mit Anzug und Krawatte.
Sie zog eine Zigarette aus der Schachtel, der Mann gab ihr Feuer.
»Dunhill-Feuerzeug!«, stellte sie noch fest, dann brach für sie die Hölle los. Als der Rauch ihren Mund füllte, bekam sie einen Hustenanfall, atmete dadurch den Rauch noch tiefer ein. Sie musste aufstehen, um nicht zu ersticken, hustete, hustete, hustete und stützte sich schwer atmend an der Tür ab.
Der Mann klopfte ihr fest auf den Rücken und fragte mitfühlend: »Verschluckt?«
»Nein«, erwiderte sie heiser, immer noch nach Luft ringend, »Nichtraucher!«
Der Mann lachte und reichte ihr ein Papiertaschentuch, mit dem sie sich die Tränen aus den Augen tupfte. Im Rückspiegel kontrollierte sie das Make-up. Hinter ihrem Rücken hörte sie: »Geht’s wieder?«
Sie konnte noch nicht wieder sprechen, nur nicken.
»Das was Sie suchen, werden Sie hier nicht finden!«, meinte er mit einer Selbstverständlichkeit, als hätten sie sich abgesprochen.
»Ach, was suche ich denn?« Ihre Stimme klang belegt, erneut traten ihr Tränen in die Augen.
»Ich zeig’s dir, komm mit!«
Sie kämpfte mit sich, ob sie nach der aktuellen Erfahrung nicht lieber nach Hause fahren sollte, denn die Lust auf Erlebnisse der besonderen Art war verschwunden. Der Mann wollte sie von ihrem Auto wegführen. Ergeben verschloss sie ihr Fahrzeug und folgte ihm. Die Hitze wuchs wieder an. Er nahm sie bei der Hand und führte sie zu einem großen Audi.
»Du fährst!«, befahl er in ruhigem Ton, der keine Widerrede zuließ, öffnete die Fahrertür und half bei der Sitzverstellung. Sie war damit beschäftigt, sich in dem ungewohnten Auto zurechtzufinden, für Gedanken an die nähere Zukunft blieb keine Zeit.
Auf sein Geheiß hin fuhr sie vom Rastplatz auf die Autobahn, an der heimischen Abfahrt herunter, in Gegenrichtung wieder hinauf.
»Sehr schön!«, lobte sie der Fremde. »Fahr, so schnell du willst, wir haben Zeit.« Er musterte sie von der Seite, sie ließ ihn schauen. Das deutlich sicht- und spürbare Begehren des fremden, wirklich gut aussehenden Mannes, seine Lüsternheit, die herüberstrahlte, verursachte bei ihr steigende Erregung. Ihre Wangen röteten sich, Wärme machte sich in ihrem Unterleib breit, in ihrem Magen war ein Flattern spürbar wie von Schmetterlingsflügeln. Ihre Brust zog sich zusammen, ihre Haltung änderte sich. Sie straffte sich, bot sich an, machte sich bereit.
Er legte die Hand auf ihr Knie. Sie lächelte schmal, schaute weiter geradeaus. Die Hand glitt das Bein hinauf, höher und höher. Sie dachte an den Slip, der in der Handtasche ruhte, und dessen Fehlen er gleich bemerken würde.
Den Moment fand sie prickelnd. Sie schämte sich und wartete doch ungeduldig auf die Berührung genau dort. Sie verspürte Angst, wollte aber genau das erleben. Ihre Wangen röteten sich. Sie schaute weiter auf die Fahrbahn. Die streichelnde Hand näherte sich ihrem Schoß, der Beifahrer wartete gespannt auf eine Reaktion. Ihre Wangen röteten sich intensiver, als sie die Beine öffnete, um der Hand Zutritt zu ermöglichen.
Sie zog die Luft zwischen den Zähnen ein, als die Hand ihre Leiste berührte, und schloss genießerisch die Augen, als sie ihr Ziel erreichte. Ein tiefes Stöhnen entrang sich ihrer Kehle, als er zielstrebig ihren winzigen Hügel eroberte.
Er befahl: »Öffne die Augen!«
Sie konnte dem Befehl nicht folgen, denn ihr Venushügel sandte andere Befehle an ihr Hirn. Schiere Lust bemächtigte sich ihrer und verbot der Vernunft, sie zu kontrollieren.
»Halt an!«, rief er befehlend. Sobald seine Hand ihren Schoß freigab, war sie wieder in der Lage, die Augen zu öffnen. Sie lenkte das schwere Auto auf den Seitenstreifen und kam zum Stehen. Lächelnd blickte sie zu ihm hinüber.
»Du musst schauen, wo du hinfährst«, gebot er freundlich. »Geht’s wieder?«
Sie fuhr weiter, zu ihrem Leidwesen berührte er sie nicht mehr. Der Fremde, dessen Namen sie bisher nicht kannte, leitete sie von der Autobahn hinunter durch die Großstadt zu einem frei stehenden älteren Haus. Er wies sie an, in der Garageneinfahrt zu halten.
Ihr Herz klopfte.
Sie betraten das Haus, ein fremdes Revier. Sie begab sich in sein Domizil, gab ihre Freiheit auf, für ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang.
»Möchtest du etwas trinken?«
Sie musterte die wundervollen antiken Möbel, während er eine Sektflasche öffnete und Champagnerschalen aus einem Glasregal nahm. Sie befanden sich in einer Art Bibliothek mit großem Kamin, einigen Vitrinen, in denen antike Waffen und andere Gegenstände ausgestellt waren. Die Wände wurden von raumhohen Regalen bedeckt, die farbenprächtige, wertvoll aussehende Bücher in sauberen Reihen enthielten. Fein geordnet bestimmten sie die Dekoration des Raumes.
Er stellte Vivienne mit dem Sektglas in der Hand vor einen Spiegel, trat hinter sie, schaute sie im Spiegel an und berührte sie. Er legte die Handflächen auf ihre Schulterblätter und wartete auf ihren Einwand. Als der nicht erfolgte, begann er, ihren Körper mit beiden Händen zu erforschen.
Die erste Berührung war atemraubend. Sie rang nach Luft, während sie gebannt die großen Hände beobachtete. Gebannt schaute sie im Spiegel zu, wie sie ihren Körper entweihten und ihn in Besitz nahmen. Der starke Mann mit seiner Wärme und Härte stand unmittelbar hinter ihr, berührte und dominierte sie, wie sie noch nie dominiert worden war.
Respektlos tasteten sich die Hände überallhin. Vivienne gab ihre Willensbekundungen gänzlich auf und sich dem hin, was er mit ihr anstellen mochte. Sie ließ sich fallen in Leidenschaft und Körperlichkeit, ließ die Fleischeslust obsiegen.
Die forschenden Hände machten sich an ihrem Kleid zu schaffen, schlüpften darunter, hoben es an. Im Spiegel sah sie kurz ihre unbekleidete Scham, die Hand strich flüchtig darüber. Nachdem er das Kleid entfernt hatte, sah sie ihren nackten Körper sich unter seinen Berührungen winden. Sie schien zu glühen.
Anscheinend mühelos hob er sie auf einen Tisch, auf dem sie sich ausbreitete und alle Hingabe zeigte, derer sie fähig war. Er zog sich ebenfalls aus, kniete sich nackt zwischen ihre Schenkel und betrachtete sie erneut. Ihre Erregung ließ sie schwer atmen.

Schreiben Sie die erste Kundenrezension!

REZENSION SCHREIBEN

Ihre Bewertung*
0 / 5 Sterne
Hinweis:
Ihre E-Mail Adresse wird natürlich nicht in den Kundenrezensionen veröffentlicht!