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Leck mich, fick mich, schlag mich | Erotischer Roman

von

Dieses E-Book entspricht 176 Taschenbuchseiten

Sie ist allein mit diesem fremden Mann auf einer griechischen Insel. Sie will nichts von ihm, denn sie liebt nur Frauen.
Aber die Vergangenheit holt sie ein: In ihren Träumen sieht sie sich immer wieder nackt und gefesselt den Peitschenhieben von Nonnen ausgesetzt. Sie muss etwas unternehmen, um die Erinnerungen zu bewältigen! Wird es ihr helfen, wenn sie den Mann bittet, die Szenen von damals mit seiner Hilfe noch einmal zu erleben? Wird sie sich ihm offenbaren können – nackt und gefesselt – und wird sie durch den realen Schmerz den Schmerz von damals überwinden können?

Über den Autor Svenja Mund:
Ich wurde in einem kleinen Dorf in der Nähe von Köln geboren, wo ich auch die Zwergschule besucht habe, die es damals dort noch gab. Ich weiß nicht, ob es meinem Intellekt geschadet hat; jedenfalls konnte ich trotzdem studieren – Biologie und Landwirtschaft an verschiedenen Universitäten in Deutschland. Gelebt habe ich damals in Wohngemeinschaften ohne feste partnerschaftliche Verbindung, was meiner eher lockeren Einstellung zum anderen Geschlecht entgegenkam. Eine Karriere im klassischen Sinne ist mir leider versagt geblieben, ich war weder Ministerin noch Mitglied des Aufsichtsrates einer großen Bank. Aber das macht ja nichts, Quotenfrau zu sein ist bestimmt nicht meine Aufgabe! Ein Mann muss einen Baum pflanzen, einen Sohn zeugen und ein Buch schreiben, so heißt es doch. Und eine Frau? Ich jedenfalls habe vier Bäume gepflanzt – nein, pflanzen lassen, es gibt eben noch Kavaliere! (Keine deutschen Eichen, es sind japanische Pflaumen, glaube ich.) Söhne habe ich zwei – von verschiedenen Vätern. Und nun ein Buch, welches zu schreiben die schwierigste Aufgabe war. Thema: Erotik, die ich in so vielfältiger Weise genossen habe. Ich hoffe, dass Sie, liebe Leserin, lieber Leser, ein wenig an diesem Genuss teilhaben können.

Leck mich, fick mich, schlag mich | Erotischer Roman

von Svenja Mund

Nur das Schiff der Kapelle stand noch, drum herum war ein ebenes Stück Grün, bewachsen mit lockerem Buschwerk. Hannes trat ein. Hinter einem der leeren Fensterhöhlen baute er seine Staffelei auf und setzte sich auf einen Felsen davor. Er musste hier schon mal gewesen sein, so zielsicher wie er sich verhielt. Svenja deutete er an, sich neben ihn zu setzen. »Jetzt müssen wir ganz still sein«, sagte er.
Sie schaute hinaus, betrachtete die Fläche draußen und roch seinen frischen Schweiß. Er ihren bestimmt auch. Ihr Hemdchen klebte an der Haut. Irgendwie war ihr unheimlich, nicht vor ihm. Wenn er was von ihr gewollt hätte, hätte er schon bessere Gelegenheiten gehabt – gestern Nacht zum Beispiel. Nein, es war die Umgebung, das Kloster ... Und sah sie da nicht Grabsteine zwischen dem Grün?
»Ist das da ein Friedhof?«, flüsterte sie ihm ins Ohr.
»Die haben ihre Toten immer um die Kirche herum begraben«, flüsterte er zurück. »Stört es dich?«
»Ist unheimlich.«
Ein merkwürdiges, Svenja unbekanntes Gefühl beschlich sie. Einerseits die nahen Toten, die sie erschaudern ließen, andererseits so dicht neben diesem Mann, der leicht bekleidet und verschwitzt war. Es war eine intime, ja fast erotisch Stimmung.
Hannes griff zum Stift.
Ein Knacken im Gehölz ließ Svenja aufschrecken. Vorsichtig schoben sich zwei Ziegen auf ein freies Stück und begannen zu grasen. Hannes grinste ihr zu und Svenja stieß einen erleichterten Seufzer aus. Weitere Ziegen folgten. Acht Tiere waren es.
Hannes zeichnete mit weichem Stift, zügig brachte er Striche und Schattierungen auf das Blatt Papier. Svenja war beeindruckt, wie exakt er die wesentlichen Merkmale der Tiere festhielt. Dann ein neues Blatt, noch ein Tier. Mehrere. Noch ein Blatt.
Weitere Ziegen traten auf die lichte Fläche.
Hannes zeichnete und zeichnete, was das Zeug hielt. Dann suchten die Tiere wieder den Schatten auf. Sie knabberten Blätter von den Büschen und allmählich verschwanden sie wieder im schützenden Gebüsch.
Hannes strahlte sie zufrieden an, zeigte ihr stolz seine Werke und sie nickte anerkennend. Erst jetzt wurde ihr wieder bewusst, in welcher Anspannung sie war.
Hannes reichte ihr Wasser und sie trank eine ganze Flasche leer. Er auch.
In dem alten Gemäuer war es noch schattig und einigermaßen erträglich gewesen, draußen schlug die Hitze unerbittlich zu. Das Wasser schwitzten sie umgehend wieder aus. Hannes zog sein Hemd aus, Svenja wartete und überlegte einen Moment. Konnte sie es wagen, ohne ihn zu animieren? Was sollte es, sie trug ja einen Sport-BH. Also, raus aus dem Shirt. Verstohlen betrachtete sie seinen Oberkörper: muskulös, ein wenig gebräunt. Wenn sie auf Männer stände, wer weiß ...
Sie glaubte, auch seine Blicke zu spüren. Sie hatte nichts zu verbergen, fand sich wohlgeformt. Ihr Bauch war fast flach, ihre Brüste nicht zu groß und nicht zu klein, alles in allem war sie wohl proportioniert. Aber diese Gedanken beschäftigten sie nur kurz. Denn Hannes ging wieder voran. Ein plötzlicher Schauer der Angst ließ sie zurückschauen. Sie versuchte, das Gestrüpp zu durchdringen. Svenja, da ist niemand, versuchte sie sich zu beruhigen.
***
Abends gab es wieder ein nettes Beisammensein auf Hannes’ Terrasse. Beide genossen den guten Wein und das leckere Essen. Dann ins Bett.
Svenja hatte unruhige Träume. Sie wälzte sich hin und her, wachte immer wieder Schweiß gebadet auf. Erinnerungen kamen in ihr hoch. Oder waren es nur schlimme Fantasien? Nonnen in langen schwarzen Kutten lachten satanisch, standen um sie herum, während sie sich nackt auf dem Boden wälzte. Peitschenhiebe schlugen auf ihre Haut, kichernde junge Frauen in grauen Gewändern ... Sie wollte fliehen, wurde gepackt, klatschende Schläge auf ihren nackten Hintern, es schmerzte, sie hörte sich schreien, höhnisches Gelächter der Umstehenden, wieder Flucht. Nein, sie war festgebunden, an den Füßen. Dicke Stricke, die auseinandergezogen wurden. Schamlos starrten Umstehende zwischen ihre Schenkel, schlugen mit der Peitsche auf ihre Schamlippen, fester, sie schrie, Schmerz, was für ein fürchterlicher Schmerz. Die Lederriemen schnitten tief in ihr Fleisch, tiefer, immer tiefer, geifernde Gesichter in Anbetracht ihrer Pein, sie würden ihren Unterleib aufreißen, spalten ... nein!
»Neeeeiiin!!!«
Starke Hände hoben sie vom Boden, ihre Fesseln lösten sich, die Stricke fielen herab, sanftes Schaukeln, weich wurde sie gebettet in wohligem Flaum, sie fiel in einen tiefen, traumlosen Schlaf.
***
Sonnenstrahlen blinzelten in ihre Augen, ihre Lider zuckten, öffneten sich. Wo war sie? Irritiert schaute sie sich um. Nicht ihr Bett! Sie war nicht in ihrem Bett! Vorsichtig stützte sie sich auf die Ellenbogen, ließ den Blick durch den Raum schweifen ... Hannes! Sie war in Hannes Bett! Sie schaute zur Seite. Er war nicht da. Wie war sie hierhergekommen? Hastig schlug sie die Decke zur Seite, Hemd, Slip, alles noch an ihrem Körper. Mit der Rechten fuhr sie zwischen ihre Schenkel, schnupperte an den Fingern. Kein Geruch nach Sperma, nur ihr eigener Duft. Die Treppe knarrte. Hannes kam mit zwei Tassen Kaffee die Treppe herauf, setzte sich auf die Bettkante und lächelte sie an.
Schweigen.
Svenja bekam kein Wort heraus. Es dauerte, bis sie sich gefangen hatte: »Was ... Wieso bin ich hier?«
»Komm«, sagte Hannes ruhig, »wir gehen auf die Terrasse, da ist es schöner.«
Immer noch nicht ganz beisammen, ergriff Svenja eine der Tassen und nahm einen ordentlichen Schluck, dann folgte sie Hannes.
»Du hast in der Nacht geschrien«, begann er mit leiser Stimme.
»Geschrien?«
»Ich bin davon wach geworden. Erst dachte ich mir nichts dabei, aber dann hast du immer wieder geschrien, und da bin ich zu dir runter, um nachzusehen, was los war. Du hast wild im Bett getobt, hast wohl schlecht geträumt. Ich hoffe, dass du es mir nicht krummnimmst, dass ich dich in mein Bett gelegt habe. Ich hab deine Hand gehalten, bis du zur Ruhe gekommen bist.«
Mit großen Augen starrte sie ihn an. In sein Bett getragen ... Händchen gehalten ... Sie schaute an sich herunter. Sie trug nur Slip und Hemdchen, sanft schaukelten ihre Brüste bei jeder Bewegung.
»Ich hab dich sonst nicht angefasst.«
Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. »Danke.«
Der Kaffee brachte ihre Lebensgeister zurück, sie war ihm wohl eine Erklärung schuldig. »Ich hätte nicht mit zu der Klosterruine kommen sollen«, begann sie schließlich mit leiser Stimme.
»Was hat das denn auf sich – du und das Kloster?«
»Ich bin in einem Kloster groß geworden. Meine Eltern kenne ich nicht, bei uns lebten Mädchen, die keine Eltern mehr hatten oder solche, die ihre Kinder nicht wollten. Die Nonnen haben sich derer angenommen. Bis ich volljährig war, bin ich da gewesen. An meinem achtzehnten Geburtstag bin ich abgehauen.« Sinnierend schaute sie in die weite Landschaft. Hannes drängte sie nicht. Sie fuhr fort: »Die Nonnen waren sehr streng mit uns. Für jeden Scheiß gab es drakonische Strafen. Nachher, in der Schulklasse, gab es zwei Gruppen: Die Braven, das waren die meisten, und die Bösen, zu denen natürlich ich gehörte. Immer wieder wurde ich eingesperrt oder musste mich über einen Bock legen, über dem mir dann eine der Nonnen den Hintern versohlt hatte. Als ich in die Pubertät kam, wurde alles noch schlimmer. Alles, was mit Sex zu tun hatte, war absolut tabu. Maria war auch in meiner Klasse, sie hatte im Schlafsaal das Bett neben mir. So haben wir uns näher kennengelernt ... Und lieben gelernt.«
»Hattet ihr damals auch schon ein erotisches Verhältnis miteinander?«
»Da hat es angefangen. Heimlich natürlich. Aber irgendwann war es nicht mehr zu verstecken, und dann wurde es das reinste Spießrutenlaufen. Aber wir haben immer zusammengehalten! Wenn wir ungehorsam waren, wie fehlende Schularbeiten, oder Ähnliches, dann gab es Arrest oder den Hintern versohlt. Mit der Hand oder auch mit dem Stock auf den nackten Arsch.« Sie lachte kurz und sarkastisch. »Ich bin überzeugt, dass sich die frommen Nonnen daran aufgegeilt haben!«
Svenja machte eine kurze Pause.
Dann fuhr sie fort: »Mit der Pubertät wurden die Strafen anders. Ich kann mich nicht mehr so genau erinnern, vieles habe ich verdrängt und mit schlimmen Träumen und Angstfantasien vermischt. Ich weiß nicht mehr, ob meine Erinnerungen Wahrheit oder Fantasie sind.« Sie sah Hannes an. »Interessiert dich das überhaupt?«
»Klar interessiert es mich. Aber du musst es nicht erzählen, wenn es dir schwerfällt.«
»Ich kann ja mal mit den schönen Gegebenheiten anfangen. Im Schlafsaal war es nie ganz dunkel, immer brannte so eine Notbeleuchtung. Maria schlief im Bett neben mir, die Betten waren etwa einen Meter auseinander. Einmal sah ich, wie sie unter ihrer Decke regelmäßige sanfte Bewegungen mit der Hand machte. Wir waren vierzehn oder fünfzehn, weiß ich nicht mehr so genau. Irgendwann stöhnte sie leise, streckte ihre Brust nach oben, den Kopf in den Nacken, dann sank sie wieder in die Kissen. Ich hatte mich damals noch nie selbst angefasst. ›Da unten‹, das war alles Teufelswerk und böser Schmutz. Trotzdem ahnte ich, dass Maria sich grade befriedigt hatte. Von da an versuchte ich immer, möglichst lange wach zu bleiben, vielleicht würde sie es ja noch mal machen. Tat sie schon in der nächsten Nacht. Um besser sehen zu können, richtete ich mich ein wenig auf, sie bekam es mit und hörte sofort auf. Im Dunkeln sahen wir uns an. Ohne mich aus den Augen zu lassen, führte sie dann langsam ihre Hand wieder unter die Bettdecke, streichelte sich erneut und besorgte es sich vor meinen Augen. Am nächsten Tag suchte sie wie zufällig immer meine Nähe, und ich ihre. Zufälliges oder absichtliches Berühren, ein mir unbekanntes Kribbeln ging durch meinen Körper dabei. Abends im Bett warteten wir, bis die anderen schliefen. Dann schlug Maria ihre Bettdecke zur Seite, zog das Nachthemd hoch, bis ihre Brüste frei waren, und begann, sich am ganzen Körper zu streicheln. Ich sah, wie sie heftig atmete, und zum ersten Mal in meinem Leben wusste ich, warum ich feucht zwischen meinen Beinen wurde. Schließlich setzte Maria sich auf die Bettkante, öffnete weit ihre Schenkel.
...
Sie schenkte sich Kaffee nach und nahm einen Schluck. »Ist es ... Ich meine, ist es ...« Svenja wusste nicht, wie sie ihn danach fragen sollte.
»Du meinst, ob ich deine Erzählungen irgendwie schlimm, deine Ausdrucksweise zu deftig empfinde?«
»Empfindest du das so?«
Hannes lächelte: »Nein. Es ist offen und ehrlich. Das weiß ich zu schätzen.«
»Wenn ich heute darüber nachdenke, dann bin ich überzeugt, dass das nicht wirklich so war. Ich kann mir nicht real vorstellen, dass Nonnen Derartiges zugelassen hätten, in einem Kloster! Aber so ist es mir in Erinnerung geblieben. So kommt es in meinen Träumen vor, eben vermischt mit meinen Empfindungen, die wahrscheinlich das Reale in derartig drastische Gegebenheiten umgebaut haben.«
»Es ist ja oft so, dass das Unterbewusstsein schlimme Erinnerungen im Laufe der Jahre verändert. Das hat ja meistens einen Grund, einen, der das Erlebte besser ertragen lässt.«
Svenja schwieg einen Moment, dann meinte sie versonnen: »Ja, das kann sein ... Tja ... Und weißt du ... Wie soll ich das sagen ... Es sind erotische Träume. Du magst es nicht glauben, aber wenn ich das alles nacherlebe, so nackt mit den anderen Mädchen zu kämpfen und fertiggemacht zu werden, das erregt mich ... Glaube ich. Jedenfalls bin ich dann immer nass zwischen den Beinen. Komisch, nicht?«
»Vielleicht ist das ja das positive Element, das dir dein Unterbewusstsein versucht zu vermitteln, damit du die schlimmen Erinnerungen besser ertragen kannst. Ich bin kein Psychologe, aber so könnte ich mir das vorstellen.«
»Ja, könnte sein. Ich weiß es nicht.«
»Hast du denn sonst auch solche Sado-Maso-Fantasien? Oder entsprechende reale Erlebnisse mit anderen Partnerinnen?«
»Nein. Noch nie!« Und nach einer Weile sagte sie: »Komm, lass uns auf die Terrasse gehen. Du zeichnest und ich sonn mich noch ein wenig, einverstanden?«
Gemeinsam räumten sie das Frühstück ab.
Svenja ging nach unten und zog ihre schwarze Spitzenunterwäsche an. Als sie wieder rauf kam, war Hannes schon auf der Dachterrasse verschwunden. Sie folgte ihm. Sie hatte dramatische Dinge erzählt, aber entgegen ihrer Erwartung, fühlte sie sich gut, regelrecht befreit. Auf der Treppe verharrte sie einen Moment und dachte nach. Sollte das so einfach sein? Musste sie nur ihren inneren Mist einmal loswerden? Darüber musste sie genauer nachdenken! In sich hineinlächelnd nahm sie die letzten Stufen, baute die Liege auf und legte sich nieder. Die Hände hinterm Kopf verschränkt, betrachtete sie Hannes, der konzentriert an seiner Zeichnung arbeitete: Ob er sie auch wieder malen würde? Frivol legte sie den Kopf zur Seite, zupfte an ihrem Oberteil, bis die linke Brust frei war, genauso wie er sie gestern abgebildet hatte, dann schloss sie die Augen.
Ein kühles Tröpfchen ließ sie aufschrecken, sie riss die Augen auf. Grinsend stand Hannes über ihr, in der Rechten hielt er mehrere Eiswürfel und ließ das Schmelzwasser auf ihren Bauch tropfen.
»Du Idiot!«, rief sie lachend und sprang auf.
Dicht standen sie nun voreinander. Erst jetzt wurde ihr bewusst, dass ihr linker Busen immer noch unbedeckt war. Grinsend zog sie das Oberteil hoch und nahm den Gin Tonic, den Hannes ihr reichte. Sie alberten ein wenig herum.
Aber dann wollte Svenja es doch wissen: »Was hast du heute gezeichnet? Zeig doch mal.« Ohne eine Antwort abzuwarten, ging sie zur Staffelei. Pferdeköpfe. Er hatte Pferdeköpfe gezeichnet.
»Das sind verschiedene Rassen«, erklärte er. »Ponys aus der Steppe, solche aus dem kühlen Norden. Sie haben verschiedene Gebisse, je nachdem, was die Natur dort an Futter hergibt.«
»Aha.«
»Harte Kräuter benötigen ein anders Gebiss, als weiches Gras aus Mitteleuropa.«
Um die Pferdeköpfe herum hatte er verschiedene Pflanzen gezeichnet und alles mit lateinischen Namen versehen. Gestochen scharfe künstlerisch gemalte Schrift. Geduldig hörte sie seinen Erklärungen zu, aber dann blätterte sie die Seiten um.
»Dich habe ich auch noch mal gezeichnet«, sagte er grinsend, als sie ihr Konterfei betrachtete: Nur im Spitzenslip, oben ohne!
»Du Schuft!«, rief sie und stupste ihn mit dem Ellenbogen in die Seite.
»Ich habe mir herausgenommen, deinen rechten Busen genauso darzustellen wie deinen linken. Ist das nicht richtig?«
Svenja lachte verschmitzt, das Bild gefiel ihr.
»Ich habe Hunger«, meinte sie schließlich. »Kommst du mit nach unten?«
Die Basis des Abendessens war Brot, aber die Beläge waren Köstlichkeiten von dieser schönen Insel. Dazu leckeren Rotwein bei einem romantischen Sonnenuntergang. Sie saßen sich gegenüber.
Aber am liebsten hätte Svenja sich neben ihn gesetzt, um ihren Kopf an seine Schulter zu betten. Sie wagte es aber nicht, trotz ihres Schwipps. Unweigerlich näherte sich dieser Abend seinem Ende. Ob sie noch mal bei ihm schlafen durfte?
Er ging zuerst ins Bad, während sie im unteren Bereich unschlüssig herumstand. Sie hörte, wie er sich wusch, das Klo benutzte, dann war Ruhe. Langsam ging sie die Treppe hinauf. Herzklopfen. Warum nur? Sie steuerte das Bad an. Pinkeln, waschen, und nun? Zögerlich tat sie ein paar Schritte in seinen Bereich und stand unschlüssig in ihrem knappen Hemdchen und Slip da. Hannes war schon im Bett.
»Du kannst gern bei mir schlafen«, hörte sie ihn auffordernd sagen.
»Wirklich?« Und schon warf sie sich neben ihn.
Es war warm. Er hatte seine Nacktheit notdürftig unter der Bettdecke verborgen. Sie lag ausgestreckt auf dem Rücken. Langsam kroch die Dunkelheit in den Raum.
»Die Nonnen scheuchen die anderen Mädchen zurück in den Schlafsaal«, begann Svenja leise zu erzählen. »Maria und mich lassen sie einfach liegen. Wir rücken zusammen, umarmen uns, drücken uns aneinander, halten uns fest. Alles tut weh. Am nächsten Morgen müssen wir in den Unterricht. Wir dürfen nicht zurück in den Schlafsaal, um uns die Schuluniform anzuziehen. Man gibt uns ein Büßerhemd, graues Sackleinen, sonst nichts. Darin werden wir natürlich zum Gespött der anderen. Dauernd versuchen sie, das Ding hochzuziehen, um über unsere Nacktheit darunter Witze zu reißen, das reinste Spießrutenlaufen. Auch nach dem Unterricht werden wir von den anderen getrennt. Unsere Unterkünfte sind jetzt zwei Zellen, jede eine für sich allein. Eine harte Matratze, ein Pinkelpott und an der Wand ein Bild der Jungfrau Maria. Ich weiß es noch wie heute: Die Augen auf dem Bild! Sie haben mich angestarrt. Beobachtet. Wochenlang musste ich in diesem Loch bleiben, vergitterte Fenster, nur die Gedanken an meine Maria haben mich am Leben erhalten. Aber auch tagsüber hat man uns nicht zusammengelassen, kein Wort, keine Berührung, immer nur sehnsüchtige Blicke. Aber ich wollte mich nicht unterkriegen lassen. Ich habe mir vorgestellt, Maria sei bei mir, würde mich streicheln, liebkosen. Ich habe dieses blöde Hemd ausgezogen, nackt habe ich mich vor das Bild gesetzt. ›Siehst du mich‹, habe ich gesagt, ›siehst du mich, du angebliche Jungfrau? Du hast es doch auch getrieben!‹ Dabei wusste ich gar nicht genau, wie man vögelt. Aber dass sie ohne einen Fick ein Kind geboren hatte, das glaubte ich ihr nicht. Ich hatte den Eindruck, dass sie zu mir herabsieht. ›Sieh her‹, habe ich ihr befohlen, ›ich bin ganz nackt! Das hier sind meine Titten. Siehst du sie? Hast du auch so schöne Titten? Und das hier ist mein Loch!‹ Ich hab meine Beine geöffnet, sie sollte meine Schamlippen sehen. Ich hab sie gerieben und gestreichelt, bis sie ganz nass waren. ›Das ist meine Fotze!‹ Ich wollte richtig dreckig und gemein sein. ›Sieh mir zu, wie ich sie ficke!‹ Und dann hab ich meine Finger reingestoßen, immer wieder, habe meine Titten gestreichelt, wie meine Maria es getan hatte. Und so hab ich es mir vor den Augen der Jungfrau besorgt. Dann konnte ich endlich einschlafen. So habe ich es jeden Abend gemacht!«
Svenjas Hand suchte die von Hannes. Er erwiderte ihren festen Druck.
»Bis heute denke ich daran, wenn ich mich selbst befriedige«, setzte sie leise hinterher, um sich dann einem friedlichen Schlaf hinzugeben.
***
Die Sonne hatte den Raum bereits in ein angenehmes Licht getaucht, als Svenja die Augen öffnete.
Hannes war schon wach. Offensichtlich hatte er sie im Schlaf beobachtet, denn freundlich lächelte er sie an und sagte: »Guten Morgen, du schöne Jungfrau.«
»Schöne Jungfrau ... wie lieb.«
Es dauerte einige Minuten, bis sie richtig wach war. »Aber ich bin gar keine Jungfrau mehr«, sagte sie grinsend und richtete sich ein wenig auf.
»Nein? Hast du denn doch schon mit einem Mann geschlafen?«, feixte er zurück.
Svenja knuffte ihn kurz. »Auch als Lesbe hat frau viele Möglichkeiten, das blöde Häutchen zu zerstören.«
Hannes lachte und Svenja setzte sich aufrecht hin. »Ich habe eine ganze Sammlung von Dildos und Vibratoren in allen möglichen Größen!«
»Soso!«
»Und die benutze ich auch!«
»Allein oder zu zweit?«
»Du neugieriger Schelm. Sowohl als auch. Und du? Holst du dir oft einen runter?«
»Je nach dem. Mit einer Frau ist es natürlich schöner.«
»Jaaa, das stimmt!«
»Aber wenn keine da ist, muss das auch allein gehen.«
»Jetzt ist ja eine da. Aber leider steht sie nicht auf Männer.«
»Leider nicht.«
»Würdest du sonst versuchen, mit mir zu schlafen?«
»Tja, erotische Reize sendest du ja reichlich aus. Versuchen würde ich es schon.«
»Bist du jetzt geil?« Schelmisch grinste sie ihn an.
»Weiß nicht. Wie soll ich das sagen? Ich muss mich ja in mein Schicksal fügen.«
»Du weißt es nicht? Darf ich mal nachsehen?«
»Mann, Svenja!«
Aber sie hatte schon seine Decke in der Hand und zog sie vorsichtig zurück.
»Es interessiert mich schon, wie das so bei einem Mann ist«, kommentierte sie ihr Tun und betrachtete, wie schon am Vortag, seinen Schwanz, der ihr nicht steif aber doch in gewisser Größe entgegenlachte. Wieder hockte sie sich auf ihre Knie, beugte sich vor, um besser sehen zu können: »Interessantes Teil!« Wieder juckte es in ihren Fingern, dieses dicke Ding anzufassen. Ob er es zulassen würde? Vorsichtig näherte sich ihre Hand. Sie sah zu ihm hin.
Er lächelte nur, wusste bestimmt, was sie vorhatte, unternahm aber nichts.
Mit Daumen und Zeigefinger fasste sie zu, streichelte sachte seinen Schaft, was er mit heftigem Zucken beantwortete.

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