E-Books als ePUB für Tolino & iBooks,
Kindle (mobi) und PDF bestellen...

Duo Dominant - wie werde ich eine Domina? | Erotischer SM-Roman

(7)

von

Ähnliche Geschichten aus:
Auch als Buch erhältlich
BDSM
FemDom
Romane

Dieses E-Book entspricht 192 Taschenbuchseiten

Emma ist es leid, nur Sex im Swingerclub zu haben. Nach einem Jahr intensivem Lustleben fehlt ihr schon bald der gewisse Kick. So kommt es, dass sie eine neue Herausforderung bei einem Pornofotografen sucht. Durch ihn erfährt sie dominante Tendenzen, erkennt aber auch, dass er nicht der Richtige für sie ist.
Emma entschließt sich, Kontakt zu dem maskierten Mann aufzunehmen, den sie bei einem Gangbang kennengelernt hat und der ihr nicht mehr aus dem Kopf geht. Manuel ist ein klasse Typ, aber auch eine harte Nuss, die nicht einfach zu knacken ist. Schließlich tritt sie mutig und mit klopfendem Herzen in eine sagenhaft bizarre Welt ein. Mit Manuels Hilfe avanciert sie zu einer echten Domina. Schaffen sie es als dominantes Duo, Menschen mit extravaganten Wünschen zu beglücken?

Duo Dominant - wie werde ich eine Domina? | Erotischer SM-Roman

von Carrie Fox

Er nahm eine Kamera in die Hand, stellte sie ein und ging zu einem mit weißer, glänzender Lackfolie überzogenen Podest. Dort standen links und rechts zwei große Scheinwerfer, die er in einer passenden Lichtstimmung einstellte. Auch die Rückwand der kleinen Bühne war mit weißem Kunststoff bespannt, sodass es einen nahtlosen Übergang zur Stehfläche ergab. Es würde auf den Fotos aussehen, als stünde Emma im Nichts. Nur weiß als Hintergrund, ohne Übergang oder Abtrennung.
»Kommen Sie ruhig näher«, sagte Henry und streckte seine Hand aus.
»Okay …«, antwortete Emma und stöckelte auf den High Heels nach vorn.
»Keine Angst, ich habe schon mal eine halb nackte Frau gesehen.« Henry lachte augenzwinkernd und Emma lächelte mit einem Augenaufschlag zurück.
»Steigen Sie bitte auf das Podest.« Emma ging ungelenk und wackelig auf das Podest zu und stellte einen Fuß darauf. Die Höhe, die sie überwinden musste, betrug ungefähr sechzig Zentimeter. Sie musste sich konzentrieren, die Stufe zu erklimmen, ohne dass es lächerlich aussah. Wenn sie das Casting bestehen wollte, musste sie einen guten Eindruck machen. Schließlich hatte sie es geschafft und stand oben. Wie eigenartig sich das anfühlte. Sie kam sich verloren vor, denn sie wusste nicht, wie sie sich zu bewegen hatte.
»Was soll ich tun?«, fragte sie unsicher.
»Stell deine Beine … sorry, darf ich dich duzen? Ich heiße Henry.« Er nahm seine Kamera in die linke Hand und reichte ihr die rechte.
»Ich weiß«, erwiderte sie schmunzelnd.
»Ich duze meine Models.«
»Na gut, von mir aus. Ich habe nichts dagegen.«
»Gut. Geh zurück auf deinen Platz, stell dich in die Mitte des Podests.«
Emma trat zwei Schritte zurück.
»Und jetzt stell deine Beine auseinander.«
Sie sah zu Boden, damit sie mit den hohen Schuhen mehr Sicherheit hatte, und prüfte den Stand ihrer Beine.
»Schau in die Kamera. Und jetzt dreh dich zur Seite und lächle.«
Emma achtete darauf, dass ihre Beine stramm standen, der Bauch eingezogen war und sie ihr unwiderstehlichstes Lächeln präsentierte.
»Jaaa, so ist das gut. Du siehst hinreißend aus.« Während Henry guthieß, was sie tat, schoss er eine Menge Fotos und betätigte den Serienbildauslöser. Emma fühlte sich geschmeichelt. Anscheinend gefiel ihm, was er sah.
»Du hast eine gute Figur, sehr feminin«, lobte er.
»Danke.« Sie genoss es, von ihm als feminin bezeichnet zu werden. Es gab ihr ein gutes und warmes Gefühl. Ja, es spornte sie sogar an, gut zu sein und zu zeigen, was sie draufhatte. Sie war zwar kein Starlet, aber die Vorstellung, dass sie eins werden könnte, motivierte sie und machte sie glücklich.
»Und jetzt dreh dich um, aber lass dabei deine Beine weit auseinandergestellt.« Emma drehte sich, sodass sie mit dem Hintern zu Henry stand.
»Ja, so ist das gut, das gefällt mir. Du hast einen wunderschönen Arsch. Dreh dich wieder um und komm herunter.«
***
»Ja, so ist das schon ganz gut, aber dein Hintern muss mehr raus, Mädchen. Mach ein Hohlkreuz.« Emma ließ ihren Rücken in kniender Position sinken und schob den Po in Henrys Richtung. Dabei musste sie auf dem Bock balancieren, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Es war gar nicht so einfach und kostete Emma sehr viel Konzentration. Die Kamera klickte unaufhörlich. Emma bemerkte, wie er immer näher an ihren Hintern kam. Wahrscheinlich machte er Nahaufnahmen von ihrer Spalte.
»Gut, gut! Sehr schön machst du das!« Henry fotografierte immer wieder ihr Hinterteil. »Du hast einen so schönen Arsch.«
Sie schmunzelte, fühlte sich geschmeichelt, wenn Henry ihr Komplimente über ihren runden Hintern machte. Sie genoss seine Worte, auch wenn er sie zum wiederholten Mal mit dem Ausdruck »Arsch« erschreckt hatte.
»Dein Arsch ist ein Kunstwerk. Bleib so.«
Emma blieb in der anstrengenden Haltung knien. Als sie das Geräusch seiner Kamera hörte, sah sie sich um.
»Nein, nicht bewegen, du machst sonst die Symmetrie kaputt. Sieh nach vorn und mach ein Hohlkreuz.«
»Entschuldigung, Henry. Ich wusste nicht, dass es um Symmetrie geht.«
»Anfängerin eben, du kriegst schon noch mit, wie das geht.« Henry ließ die Kamera schnell und oft hintereinander auslösen und Emma kam es vor, als hagelte es Blitze auf sie. Sie kam sich vor, als befände sie sich in einer Fernsehshow, und fühlte sich in eine andere, fremde, aufregende Welt versetzt.
»Jetzt komm wieder runter, Emma.« Sie erhob sich aus der anstrengenden Position und ließ sich von dem weinroten Bock gleiten.
»Komm mit, ich möchte, dass du dir etwas anderes anziehst.« Er führte sie wieder hinter den Paravent.
Diesmal hatte er ein orangerotes, feingeripptes Kleid für sie ausgesucht und hielt es ihr hin.
»Die beiden Öffnungen kommen nach vorn. Verwechsle es nicht.« Henry verließ den Umkleidebereich. Auch dieses eng anliegende Kleidchen ging bis zum Ansatz ihres Pos. Die großen, runden Öffnungen lagen auf Emmas Dekolleté. Als sie das Kleid herunterzog, quollen ihre Brüste durch die Öffnungen und sprangen förmlich heraus. Wie geil sah das denn aus! Das würde sich bei den Fotos sicher gut machen. Es war ein richtiger Hingucker! Wie prall ihre Brüste jetzt wirkten. Wow.
»Ja, wunderbar!« Henry kam mit geöffneten Armen auf sie zu. »Klasse, nimm deine Haare mal zurück, ich glaube, das würde besser zu dem Outfit passen.«
Bewundernd trat er einen Schritt zurück. Sie hob die Arme, um ihre Haare streng zurückzunehmen. Mit einer Hand hielt sie sie fest zusammen.
»Halt, da fehlt noch etwas …«, sagte er, kam auf sie zu, leckte an seinen Fingerkuppen und begann, ihre Nippel zu zwirbeln. Was erlaubte er sich … Entrüstung schob sich in ihre Gedanken. Sofort standen ihre Brustwarzen. Emma wusste nicht, ob es von der Kühle der nackten Brüste kam oder weil Henrys spontane Aktion sie kurz erschaudern ließ. Oder war es vielleicht doch Erregung? Sie blickte verwirrt in sein Gesicht. Dann wandte er sich von ihr ab, um auf seinem Schreibtisch in einem kleinen Kästchen etwas zu suchen.
»Welchen Gummi magst du, den kleinen oder den großen?«, fragte er und blickte durch das Glas seiner Brille verschmitzt zu ihr hinüber.
»Der kleine reicht, denke ich mal.« Bei diesem Satz konnte Emma es nicht lassen, an seiner Hose herabzusehen und kurz mit dem Blick an seinem Reißverschluss hängen zu bleiben.
»Das hab ich gesehen«, meinte er mit scherzhaft drohendem, erhobenem Zeigefinger.
Emma lächelte. Sie nahm den Gummi aus seiner Hand und band damit die Haare zu einem festen Pferdeschwanz zusammen.
»Du hast ein tolles Lächeln, Emma.« Henry schob sie nach vorn. »Steig bitte wieder auf das Podest und dann machen wir die gleichen Aufnahmen noch mal, aber auf dem Boden. Fangen wir wieder mit der ersten Position an.«
Dieselbe Prozedur wiederholte sich. Die mit der digitalen Großbildkamera verknüpfte Studioblitzanlage blitzte erneut und leise hörte sie das Klicken der Kameraverschlüsse. Helle Lichtblitze und surrenden Geräusche begleiteten Henrys Kamerahandhabung. Alle vorherigen Positionen wurden noch einmal abgelichtet – mit Lächeln, ohne Lächeln, mit geöffnetem Mund, erhobenem Kinn und laszivem Blick. Dieses Mal streckte sie statt ihres Hinterns ihre Brüste hervor, die schön umrandet vom orangefarbenen Stretchstoff des Kleides sicher der Wow-Effekt auf den Bildern waren. Immer wieder kam er zwischendurch zu ihr und reizte zärtlich ihre Nippel, damit sie stets schön standen und für die Fotoaufnahmen aufreizend aussahen.
»Du hast herrliche Nippel und sie reagieren wunderbar. Bei den meisten Models brauche ich Eiswürfel dazu. Auch deine Brüste haben eine wunderschöne Form, sind fest und prall. Einfach perfekt.” Er verstand es, sie mit Komplimenten zu überschütten und sie damit anzuspornen, ihr Bestes zu geben. »Nimm dein Kinn etwas höher, sonst gibt das nur unnötige Falten. So eine Operation würde mehrere Tausend Euro kosten. Mein Ratschlag ist umsonst und schenkt dir ein schönes Gesicht.« Emma wurde das Gefühl nicht los, dass ihre Kopfhaltung noch etwas anderes bedeutete. Warum wollte er immer, dass sie ihren Kopf hochreckte? Ging es nur um das Aussehen?
»Es sieht erhaben aus, wenn du das machst. Aus der Kameraperspektive erscheint es machtvoll. Wie eine königliche Herrscherin. Mach nur so weiter. Das ist toll. Ja, super!« Nebenbei wedelte er ihr mit der Hand zu, als wollte er Aufwind erzeugen. Emma streckte ihr Kinn noch eine Nuance höher.
»Und jetzt steig herunter und komm zu mir«, sagte Henry und streckte seine freie Hand aus, um ihr beim Heruntersteigen zu helfen.
»Ich habe hier einen großen Spiegel und eine Couch. Stütz dich mit den Händen auf den oberen Rand der Couch und streck deinen Hintern dem Spiegel entgegen, so kann ich Fotos machen, auf denen vorn wie hinten alles von dir zu sehen ist.«
»Das ist ja eine tolle Idee.« Emma ging auf die mit rotem Plüsch bezogene Couch zu, stellte sich davor und ließ sich ein Stück nach vorn fallen, um sich mit den Händen an der hohen Lehne abzustützen.
»Leg deinen Kopf auf die Arme.« Sie tat es, es war eine angenehme Position.
Henry wusste das anscheinend. »Entspann dich, schließ die Augen.« Sie schloss die Augen und hörte aufmerksam, was er tat. Er lehnte sich wie aus Versehen an ihren Hintern und sie spürte seinen Schwanz durch die Seidenhose. Er flüsterte ihr ins Ohr. »Steck dir einen Finger in den Mund.«
Emma öffnete die Augen, lächelte und steckte langsam ihren Zeigefinger in den Mund.
»Lass den Finger nicht so leblos in deinem Mund, bewege ihn, tu so, als ob du einen Schwanz lutschst.«
Dabei dachte er doch bestimmt an seinen eigenen … Sie ließ den Zeigefinger in ihren Mund hinein und wieder hinaus gleiten, immer darauf bedacht, dass es ihm gefallen möge. Er knipste auch diese Position.
»Jaaa, das machst du gut so. Steh auf, Emma. Komm mit zum Spiegel.« Sie nahm den Finger aus dem Mund und folgte ihm. Henry stellte sie vor den großen Spiegel. Er stand hinter ihr und streichelte sie sanft am Ansatz ihres Pos. Sie ließ sich die Zärtlichkeiten gern gefallen. Ob sich mehr daraus entwickeln würde? Doch Emmas Verstand sagte ihr, dass man das nicht machte, schließlich war Henry hier der Chef. Von ihm hing es ab, ob sie aufsteigen konnte oder nicht.

...
Noch ein kurzer Blick in den Spiegel. Ja, ihr Gesicht war immer noch perfekt geschminkt. Was würde Manuel sagen? Er hatte noch nicht ein einziges Mal hinter sich gesehen, sonder sich voll auf die Bewachung konzentriert.
Als Emma fertig war, wechselten sie die Position. Manuel war mit einem kurzen, bewundernden Blick vor sie getreten. Er pfiff leise, als er im Vorübergehen ihre Kleidung sah. Emma hörte es und fühlte sich geschmeichelt. Plötzlich spürte sie einen Klatscher auf ihrem Hintern. Sie kicherte erschreckt und drehte sich zu ihm herum. Manuel hatte sie augenzwinkernd auf den Po gehauen.
»Wo hast du bloß die heißen Klamotten her?«, flüsterte er ihr ins Ohr. »Sie machen mich ganz wahnsinnig!«
»Ich habe sie bestellt. Ich hoffe, den anderen Männern gefällt das auch.«
»Mit Sicherheit. Keine Frage, du wirst heute Abend die Königin sein«, sagte er leise, während er ihren Nacken küsste. »Meine Königin«, setzte er hinzu.
Wenn das mal keine Andeutung war, dass er sie haben wollte!
Emma brachte sich in Position. Dann stellte sie ihre Beine auseinander, um den Stand zu festigen. Demonstrativ stemmte sie ihre Hände in die Hüften und richtete die Arme auf, baute quasi eine Schranke, damit niemand an Manuel herankonnte. Genauso, wie er es vorhin für sie getan hatte. Die ersten Gäste blieben neugierig stehen.
»Ob ich den anderen gefalle? Wie wirke ich auf die?«, fragte Emma, den Kopf in Manuels Richtung drehend.
»Bombastisch scharf«, antwortete er hinter ihr. »Diese Überraschung ist dir wirklich gelungen!«
»Die Leute grinsen mich an.« Leichte Scham kroch in ihr hoch. War sie nicht doch zu overdressed? War ihre bizarre Kleidung zu schockierend für einen Swingerclub? Um es so aussehen zu lassen, als sei sie ihrer Sache sicher, hob sie selbstbewusst den Kopf und der Anflug von Unsicherheit verschwand sofort wieder.
»Das ist nur der Neid oder die Gier, mach dir keine Gedanken«, antwortete Manuel aus dem Hintergrund. Wenn Emma daran dachte, wie sie nachher als Dreamteam in Schwarz durch den Club flanieren würden, kam ihr Selbstbewusstsein auf Hochtouren und das Gefühl der Erhabenheit stieg auf einen Level an, den sie bisher noch nicht gekannt hatte. Manuel hatte einen besonderen Einfluss auf sie. Er steckte sie regelrecht an mit seiner Art, über alles bestimmen zu können. Mit diesem Mann glaubte Emma endlich etwas Bedeutendes gefunden zu haben, das ihre Lebenssituation entscheidend verändern könnte. Es gefiel ihr, sich zusammen mit ihm zu zeigen. Es fühlte sich wichtig an und es könnte eine Wende in ihrem Leben bedeuten.
Sie hörte das lederne Knistern hinter sich. Er war gerade dabei, seine schwarze Lederhose anzuziehen. Bei einem erneuten Seitenblick sah sie, was er trug. Das Kleidungsstück sah cool aus. Die Hose war lang, von hinten als ganz normale Lederhose zu sehen, doch wenn er sich umdrehte, hatte sie eine großzügige Aussparung genau dort, wo der Schwanz war. Unter der langen schwarzen Lederhose trug er einen Ledertanga mit einem faustgroßen Dreieck, das seitlich in schmalen Streifen nach hinten verlief, sodass man nur erahnen konnte, was für ein mächtiger Schwanz darunter steckte. Einen Moment später war er mit dem Anziehen fertig. Ein außerordentlich scharfer Anblick bot sich ihr, als sie sich zu ihm umdrehte. Sie ging auf ihn zu und konnte nicht anders, sie musste ihre Finger an die Aussparung legen und Manuels aalglatte Haut berühren, während sie mit einem Finger unter dem Tanga verschwand. Wie schön es sich anfühlte. Fast wie weiche Seide. Er war perfekt rasiert. Emma hatte selten eine Rasur in dieser Vollendung gesehen. Ob er sich unten an den Eiern auch die Haare abbrannte? Sie hätte noch stundenlang weiterstreicheln können. Mit einer Hand liebkoste sie die unbehaarte Stelle, mit der anderen umfasste sie seinen Lederarsch. Er war glatt und fest. Sie fand es selbst höchst erregend, über diesen knackigen Hintern zu gleiten, während sich auch bei Manuel etwas regte. Es dauerte nicht lange, bis sich sein bestes Stück erhob und auf Emma zeigen wollte. Der Ledertanga war plötzlich sehr prall gefüllt und sah aus, als würde er jeden Moment aufplatzen. Manuel war eine dominante Erscheinung und sein Bodybuildingkörper machte Eindruck. Nicht nur auf Emma. Viele Augen waren inzwischen auf sie gerichtet.
»Ich habe noch ein Utensil mitgebracht«, sagte er und gab ihr eine Schieblehre in die Hand. Dass sein Big Johnny sich aufgerichtet hatte, war für ihn anscheinend nebensächlich. Er tat, als beachtete er ihn nicht.
»Was ist das denn?« Emma betrachtete das metallene Ding mit Millimeterskala, das flach wie ein Lineal war und in der Form an eine Rohrzange erinnerte.
»Damit kannst du genau ausmessen, welche Längen und Durchmesser dir heute Abend begegnen.«
Emma lachte auf. So etwas Verrücktes hatte sie noch nie gesehen, geschweige denn ausprobiert!
Na, das konnte ja lustig werden! Emma steckte es sich in den Stiefelschaft. Kalt glitt das Metall an ihrer Haut entlang. Es brauchte einige Augenblicke, bis es sich an ihrer Haut erwärmt hatte.
»Hast du heute keine Maske bei dir?«, fragte sie ihn, während sie suchend umhersah.
»Doch natürlich. Heute habe ich eine Ledermaske dabei. Die ist nicht so eng. Schließlich muss ich später Anweisungen geben, da muss man mich auch verstehen können.« Er hielt ihr eine schwarze Maske mit ausgeprägten Nähten hin. Die Aussparungen an Augen und Mund waren rot paspeliert. Diese Maske hatte keine Schnallen, nur ein Bindeband für den Nacken. Trotzdem sah sie nach etwas aus, das zu einem Übergeordneten passte. So stellte sich Emma einen dominanten Befehlshaber vor. Einen, der die richtigen Utensilien bei sich trug, um auf andere großen Eindruck zu machen, und der Befehle erteilte, denen sich andere unterzuordnen hatten. Sicher sahen das die Gäste des Clubs genauso wie sie.
Die beiden gingen zur Bar und es dauerte nicht lange, bis zwei Männer vor ihnen standen. Emma sah die beiden an und musterte sie von oben bis unten.
»Habt ihr Lust auf eine Spielrunde?«, fragte Manuel. Er blickte zuerst augenzwinkernd Emma an und danach die zwei Männer, die sich wiederum fragend ansahen.
»An welches Spiel habt ihr denn gedacht?«, fragte der eine.
»An eine Schwanzparade«, antwortete Manuel.
»Wie? Was? Eine Schwanz-pa-ra-de?«, fragte der andere in abgehackten Silben und lachte anschließend.
»Sie will sich wohl den besten aussuchen«, sagte der eine, als wüsste er schon, um welches Spiel es sich handelte.
»Genau das«, erwiderte Manuel und streckte ihm drohend den Zeigefinger entgegen, als hielte er eine Pistole in der Hand. Vielleicht sollte die Geste verdeutlichen, dass er recht hatte. Oder war es eine unterschwellige Warnung, dass der Clubgast vor seinen Augen nicht das Wort ergreifen durfte? Es war genauso, wie Manuel es zuvor gesagt hatte. Er spielte immer. Zu jeder Gelegenheit musste er beweisen, wer das Alphatier war. Er konnte es wohl nicht lassen, immer den Ranghöheren darzustellen, besonders dann, wenn sich mehrere Männer versammelten.
»Wollt ihr uns nach oben begleiten?«, setzte Emma freundlich und verlockend hinzu. Die beiden nickten und sie sah ihnen die Vorfreude an. Einer von ihnen ging an der Couch vorbei und zwinkerte seinem Freund zu. Dieser erhob sich und schlich der Gruppe hinterher. Emma ging als Erste die Treppe hinauf, gefolgt von Manuel und den drei Männern. An der spanischen Wand angekommen, stellten sich alle um Manuel herum auf.
Er machte den Anfang. »Seid ihr bereit, Männer? Diese Lady möchte eure Prachtstücke begutachten.«
Er drehte sich kurz um, zog sich die Maske über den Kopf und band sie hinten zusammen. Der Ausdruck der rot paspelierten Augenaussparungen war herrisch, in den inneren Augenwinkeln leicht nach unten gezogen – wie Augenbrauen, die das Böse eines Gesichtsausdruckes verstärkten. Er hatte plötzlich ein teuflisches Gesicht. Wie beeindruckend! Sein muskulöser Oberkörper drückte Kraft und Überlegenheit aus. Emma konnte kaum ihre Augen von ihm abwenden. Inzwischen waren noch drei Paare nach oben gekommen und standen unaufdringlich am Rand des Geschehens, wohl um zuzusehen. Neugierig auf Manuels Anweisungen zum Spiel, versuchten die Personen sich den besten Platz zu sichern, um möglichst dicht am Geschehen zu sein und um nichts zu verpassen. Sie sahen sich gegenseitig über die Schultern und reckten ihre Köpfe, um genug zu sehen. Es war, als gäbe es etwas umsonst, und jeder wollte mitkriegen, was es war. In gewisser Weise gab es wirklich etwas Kostenloses. Das Spiel. Es fühlte sich an, als wäre Emma in einer spanischen Arena und das Publikum wartete begierig auf den herausstürmenden Stier. Nur dass Emma nicht mit einem Stier kämpfen sollte, sondern ihre Befehlsgewalt erproben und gleichzeitig die Männer glücklich machen. Ob es ihr gelang? Es fühlte sich an wie eine Gratwanderung. Zu viel und sie wirkte unfreundlich, zu wenig und sie hatte nicht genug mentale Kraft, um über die Kerle zu bestimmen.
Manuel sah über die Leute hinweg und zählte mit erhobener Hand sechs Männer, die Interesse anzeigten.
»Siehst du?«, raunte er Emma zu, während er sie leicht in die Schulter stupste. »Ich sagte doch, dass sie mitmachen werden.«
Sie grinste schelmisch und war voller Spannung, wie das Spiel ablaufen würde.
Er gab das Kommando. »Achtung, Aufstellung! Wir haben hier eine spanische Wand mit 10 Löchern. Fünf oben, fünf unten. Ihr wisst alle, wofür die unteren da sind?«
Die Männer nickten und murmelten durcheinander. Einer von ihnen musste warten, bis wieder ein Platz an den Aussparungen in der Wand frei werden würde.
»Stellt euch auf, alle an die Löcher! Der Gewinner darf mit der Lady vögeln!«, befahl Manuel und die Männer machten alle mit. Sie ließen sich bereitwillig von ihm dirigieren, schließlich hatte das Spiel für den Gewinner ein großes Ziel. Es war ein echter Anreiz für alle Kerle, die dort hinter der spanischen Wand standen, und Emma fühlte Stolz. Es war, als erlaubte Manuel nur dem elitären Gewinner, sie benutzen zu dürfen. Danach gehörte sie wieder ihm, ohne dass sie das Gefühl einer Unterwürfigkeit verspürte.

mannomania 01.07.2019 

Duo Dominant - wie werde ich eine Domina? Ein erotischer SM-Roman von Carrie Fox, erschienen am 31.05.2019 bei blue panther books Fazit: Das handliche TB bei 192 Seiten mit einem wiederum perfekt gewählten Cover liess sich schnell und zügig verarbeiten. Neuen Spielvarianten und auch -techniken gegenüber bin ich aufgeschlossen, gar neugierig und wurde auch hier nicht enttäuscht. Der Plot wird aus Sicht von Emma erzählt, die noch mehr aus ihrem aktuellen Sex-Leben herauskitzeln möchte. Daher auch der Wunsch, eine Spur härter zu agieren und sich darüber Lust aber auch Macht über Andere zu verschaffen. Sie möchte sich als Domina versuchen - ob ihr das gelingt? Mir gefiel der sehr angenehme, nahezu schon bildliche Schreibstil sehr - die Autorin versteht ihr Handwerk und weiss, wovon sie spricht/schreibt. Gerne mehr davon...perfektes Kopfkino, genau passend in der heißen Jahreszeit :)

Geli Sondermann 29.06.2019 

Hier meine Rezension zu...Duo Dominant...Wie werde ich...eine Domina? Von Autorin Carrie Fox...aus dem Blue Panther Books Verlag. Es handelt sich hierbei...um einen Erotischen SM - Roman. Emma denkt immer nur an Sex. Nach geilen Mails mit Julian...den sie nie persönlich kennen gelernt hat.. folgen auch mit anderen Männern Cybersexfantasien. Nicht genug...folgten One Night Stand Treffen...und ein Gangbang...in einem Klub. Eine Stellenausschreibung..bei einem Pornoproduzenten macht sie neugierig...und sie geht dem nach. Als sie merkt...das es nichts für sie ist...erinnert sie sich...an den maskierten Manuel aus dem Klub. Sie möchte selbst...in diese bizarre Welt eintreten...und geht...mit klopfendem Herzen ihren Weg. Wird sie eine Domina werden können? Oder gar ein Dominantes Dream Duo? Lasst euch überraschen... Interessant geschrieben...und sehr lesenswert Danke an #bluepantherbooks für das tolle Rezensionsexemplar

Asinus E. 25.06.2019 

Heute eine Domina! Der Untertitel lautet: Wie werde ich eine Domina? Aber warum denn eigentlich?, möchte ich als stirnrunzelnder Leser hinzufügen. Die Protagonistin Emma hat ein intensives Sex-Leben. Sie trifft sich mit Typen aus dem Internet, besucht Swinger-Clubs und genießt den Gangbang. Doch das ist ihr offenbar zu wenig. Tief in ihrer Seele bildete sich der Wunsch nach einer echten und liebevollen Beziehung, lässt uns die Autorin schon auf Seite 8 wissen. So weit, so gut. Entsetzt über die verächtliche Behandlung durch einen Pornofilmer, entdeckt sie an sich eine dominante Ader und hat plötzlich Lust, die Rolle einer Domina zu spielen. In einem Erotikladen beschafft sie sich die passende Kleidung und ein paar brauchbare Utensilien. In einem SM-Studio, dessen Inhaber sie von früher kennt, macht sie dann die Probe aufs Exempel. Die letzten Buchseiten zeigen dann allerdings, wo und wie ihr wahres sexuelles Glück zu suchen und zu finden ist. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Die Autorin kann wunderbar erzählen. Großes Kompliment! Ihr Text besticht durch gute Lesbarkeit, vor allem auch kenntnisreiche und authentische Beschreibungen bis ins kleinste Detail. Die erotischen Passagen sind dezent und dennoch lustvoll formuliert, auch hier trifft die Autorin ins Schwarze. Aus all diesen Gründen habe ich es sehr bedauert, dass nach 188 Seiten schon alles vorbei war. Trotz allem habe ich ein Problem: Ich nehme der Emma die Domina zu keinem Zeitpunkt ab. Sie mag sich szenetypisch kleiden, die Haare stecken, die richtigen Sprüche ablassen und kräftig nach Anleitung die Peitsche schwingen. Eine Domina in meinem SM-Verständnis ist und wird sie deshalb noch lange nicht. Das liegt hauptsächlich an ihrer diesbezüglich mangelnden Ausstrahlung auf mich als Leser. Eigentlich will sie auch gar nicht so richtig. Wenn ihrs nicht fühlt, sagt Goethe, ihr werdets nicht erjagen. Für mich ist Emma von Anfang bis Ende eine junge, eher unsichere Frau auf der Suche nach ihrem ganz persönlichen Glück. Auf eine Fortsetzung des Buches wäre ich deshalb neugierig. So gesehen, möchte ich allen SM-Erfahrenen und SM-Interessierten diesen Roman gern zur Lektüre empfehlen. Möge jeder sich eine eigene Meinung bilden.

Laura P. 21.06.2019 

Ich denke, dass Buch könnte wesentlich spannender und leidenschaftlicher sein, wenn der erzählstil nicht so unpersönlich und abgehackt gewesen wäre. Irgendwie wurde ich nicht mit der Geschichte warm und konnte nicht in die Welt der Dominanz abtauchen. Sehr schade, denn ich glaube es wäre mehr möglich gewesen.

Tina B. 20.06.2019 

Carrie Fox hat einen sehr fesselnden und flüssigen Schreibstil, deshalb flogen die Seiten beim Lesen nur so dahin und ich habe dieses Buch in einem Rutsch gelesen. Die Geschichte wird aus Emmas Perspektive erzählt, sie wirkt sympathisch und ihre Entwicklung im Lauf der Story war für mich gut nachvollziehbar und glaubhaft. Ich hatte eine tolle Lesezeit und dieses Buch war für mich der perfekte Urlaubsbegleiter.

Claudia Scholz 20.06.2019 

Diese Geschichte hat mir richtig gut gefallen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ich fand auch alle Begegnungen der Protagonistin sehr inspirierend und sie auf ihrem Weg zu begleiten war wirklich inspirierend Es war ein wirklich tolles Lesevergnügen !!!! Wer sich für erotische und prickelnde Literatur interessiert kommt hier voll und ganz auf seine Kosten

Stefanie F. 28.05.2019 

Wollte es nicht mehr aus der Hand legen! Ich dachte erst Zur Domina muss man geboren sein, das kann man doch nicht lernen!. Und dann fing ich an zu lesen. Mit der Zeit verstand ich, wie der Titel gemeint ist. Spannend, aufregend, sexy! Hätte ich jemals gedacht, dass man Liebe, Leidenschaft, Sanftheit und die pure Dominanz miteinander vereinen kann? Nein! Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und war echt enttäuscht, als die Geschichte zu Ende war. Ich habe dieses Buch wirklich gern gelesen.

REZENSION SCHREIBEN

Ihre Bewertung*
0 / 5 Sterne
Hinweis:
Ihre E-Mail Adresse wird natürlich nicht in den Kundenrezensionen veröffentlicht!