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Lesbische Liebe | Erotische Geschichten

von

Dieses E-Book entspricht 192 Taschenbuchseiten

Erleben Sie in neun aufregenden Geschichten die unterschiedlichen Facetten von Sex und Liebe zwischen Frauen:
Da ist Peggy, die von Männern die Schnauze voll hat und sich in der Disco gern von Mara verführen lässt.
Oder Theresa, deren Masseurin es nicht nur auf ihren Rücken, sondern auch auf ihre intimsten Stellen abgesehen hat ...
Und wer hätte gedacht, dass sich unter dem Dach eines Indoor-Spielplatzes für Erwachsene Schaukeln mit eingebauten Dildos, Liebesnester mit Massagedüsen und Rutschen mit Noppen verstecken?
Lassen Sie sich entführen in die Welt der lesbischen Liebe und werden Sie Zeuge sinnlicher, gieriger und hemmungsloser Erotik …

Lesbische Liebe | Erotische Geschichten

von Holly Rose

Ich hatte mein kleines Schwarzes angezogen, darunter trug ich nur einen String-Tanga. Mein rotes Haar fiel mir in Wellen über die Schultern. Ausnahmsweise hatte ich es einmal nicht zum Zopf zusammengefasst, sondern lufttrocknen lassen. Das Ergebnis war offenbar nicht ganz ohne, den Blicken der Männer nach zu urteilen.
Doch ich wollte einfach nur abtanzen, alles andere und insbesondere die Männerwelt waren mir so was von egal. Ich war zwar immer noch sauer auf meinen Mann, doch letztlich hatte ich mich bereits damit abgefunden, meinen weiteren Lebensweg allein zu gehen.
Dennoch war ich ein klein wenig irritiert darüber, welchen Eindruck mein Kleid offenbar hinterließ. Planlos hatte ich es aus dem Schrank gezogen. Da in dieser Location jedoch offenbar Jeansware die Oberhand hatte, war ich der Hingucker schlechthin. Schamlos griff sich die Männerwelt in den Schritt und leckte sich über die Lippen, und anstatt auf der Tanzfläche abzurocken, kämpfte ich mit den Tränen. Diese Typen sollten mich doch endlich in Ruhe lassen.
Da hörte ich plötzlich eine tiefe, sonore Stimme hinter mir, die sagte: »Lasst sie doch in Ruhe, verdammt noch mal! Was soll denn das! Sie gehört zu mir – haut ab, alle zusammen.«
Als ich mich umdrehte, sah ich, dass die Stimme einer Frau gehörte, die den Jungs, welche mich so penetrant belästigt hatten, den Stinkefinger zeigte.
»Sorry«, meinte meine Retterin, »aber das musste jetzt mal sein. Kein Benehmen, diese Typen! Mein Name ist Mara. Bist du neu hier oder Wiedereinsteigerin? Na ja, mir soll’s egal sein. Die Bande ist wenigstens weg – hast sie total heißgemacht mit deinem sexy Outfit. So was sind die Jungs hier nicht mehr gewöhnt.«
Mara lachte und ich taxierte sie. Auch sie trug Jeans in Kombination mit einer luftigen Bluse und Sneakers an den Füßen. War das die neue Ausgehkluft? Ich schien in meiner abstinenten Zeit so einiges verpasst zu haben.
Höflich bedankte ich mich bei meiner Retterin in der Not und Mara schlang besitzergreifend einen Arm um meine Taille. »Komm, lass uns erst mal den Groove spüren. Du siehst aus, als könntest du es gebrauchen.«
Ich lachte. »Endlich mal jemand, der mich zu verstehen scheint. Willkommen in meinem Leben, Mara«, sagte ich zu ihr und drückte mich an sie.
Der Abend wurde dann so richtig schön. Wir tanzten, bis wir völlig verschwitzt die Tanzfläche verließen, um uns einen kühlen Drink zu genehmigen.
Mara wich nicht mehr von meiner Seite. Mal legte sie besitzergreifend einen Arm um mich, dann küsste sie mich wieder auf die Wange, um dann einen Arm um meinen Hals zu legen und mich zu sich heranzuziehen.
Ihre Penetranz war mir schon fast unangenehm, doch sagte ich mir, dass Mara mich immerhin aus den Fängen dieses Pulks gerettet hatte, welcher mir unweigerlich ans Leder wollte. Ich zeigte mich deswegen nicht gerade unfreundlich. Mara wiederum schien einfach nur Lust auf diesen Abend zu verspüren, also ließ ich sie austoben – und als sie mir am späteren Abend zu verstehen gab, dass sie total auf mich abfahre, schaute ich sie verdutzt an.
»Hast du es nicht schon längst geahnt?«, fragte sie mich. »Ich bin lesbisch, und zwar zu hundert Prozent – du hast mich total angemacht, Peggy! Ich fahr total auf dich ab, ich steh auf dich.« Sanft küsste sie mich auf die Wange, strich zärtlich über mein Gesicht und ich musste erkennen, dass mich diese Berührungen nicht kalt ließen.
Nicht nur, dass meine Möse nachhaltig zu pochen begann, plötzlich hatte ich auch das Gefühl, dass alles, was heute Abend passierte, sich so verdammt richtig anfühlte.
Bei Bernd war das anders gewesen. Der Sex mit ihm war gut gewesen, ohne Zweifel. Doch er hatte immer wieder mal bemerkt, ich könne ihn nicht richtig annehmen oder ich würde mich gebärden wie eine Lesbe. Ja, vielleicht war ich ja eine!, dachte ich bei mir. Vielleicht lief deshalb so vieles falsch in meinem Leben? Ich wusste es nicht zu sagen. Es war ja nichts dabei, eine Frau zu lieben! Der Gedanke daran ließ mich nicht mehr los – und ich sah Mara plötzlich mit anderen Augen.
»Du bist wunderschön«, wisperte ich, »deine Wimpern sind unglaublich lang und deine rehbraunen Augen sind der Hingucker. Ich glaube fast, du weißt gar nicht, was du so zu bieten hast?«
»Ich versuche krampfhaft, meine Reize für mich zu behalten«, meinte Mara lachend zu mir, »ich mag nicht wegen Äußerlichkeiten geliebt werden. Die inneren Werte müssen stimmen, erst dann lasse ich die Katze aus dem Sack.«
Darüber musste ich herzlich lachen. Das erste Mal seit Wochen, ja vielleicht Monaten, lachte ich so unbeschwert und schmiegte mich an Maras Schulter. Ich erzählte ihr ein klein wenig aus meinem Leben und Mara rollte nur mit den Augen.
»Tja, du hast jetzt die Wahl: Entweder du läufst diesem Typen nach – dann kann ich dir leider nicht weiterhelfen – oder du versuchst es mal mit mir. Ich kann dir nur sagen, du hast mich komplett verzaubert.«
Das hatte ich auch schon lange nicht mehr gehört. Hemmungslos und völlig ohne Scham küsste ich sie. Wir nahmen uns bei den Händen und schauten uns lange, sehr lange in die Augen. Es knisterte gewaltig zwischen uns – meine Sehnsucht nach dieser Frau war immens.
»Du wirkst auf mich immer noch wie ein Häufchen Elend«, meinte Mara, und da der DJ in genau diesem Augenblick einen Song meiner Lieblingsband auflegte, zog ich Mara auf die Tanzfläche und wir gaben alles. Ich tanzte alle Gefühle, die nicht mehr recht zu mir passen wollten, einfach weg, tanzte mir die Seele aus dem Leib, um endlich bei mir selbst anzukommen. Ich wollte nichts mehr beschönigen, nichts mehr klarstellen – sondern einfach leben. Ich war auf einem guten Weg.
Mara lachte, als ich ihr sagte, woran ich gerade gedacht hatte, während die Rhythmen von Metallica wummerten. »Das ist gut, sehr gut sogar. Du wirktest ja wie versteinert, als du den Laden hier betreten hast. Allmählich schält sich eine völlig neue Peggy aus dir hervor, die mir übrigens viel besser gefällt.«
Wir lachten gemeinsam, küssten uns zärtlich, dann drückte Mara sich an mich. Wir hatten einfach nur Spaß. Dabei handelte es sich nur um eine rein zufällige Bekanntschaft, die sich jedoch mittlerweile so verdammt richtig anfühlte. Ich gewann den Eindruck, dass das alles so sein sollte. Ich glaubte an die Kräfte des Universums – und irgendwie schien es mir, als hätte der Kosmos hier seine Finger mit ihm Spiel. Mara war meine Retterin in der Not! Plötzlich war mein Leben keine Endlosschleife mehr – plötzlich konnte ich wieder lachen, war auch kein Häufchen Elend mehr, wie mich Mara treffenderweise zuvor bezeichnet hatte. Ich begann mich ganz allmählich wieder zu spüren.
Wir blieben noch einige Stunden in dem Club, und so mancher Besucher schaute zu uns herüber, während wir unbedarft an der Bar züngelten. Irgendwann griff Mara an meine Brust, als wollte sie sagen: Ab jetzt gehörst du zu mir.
»Hey, ihr beiden«, sagte da plötzlich ein ziemlich zugedröhnter Typ, »knutscht zu Hause weiter, sonst lernt ihr meinen Prügel kennen – der ist nämlich schon seit einigen Stunden stahlhart! Capito?«
Ich kicherte, doch Mara konterte blitzschnell: »Schalt mal einen Gang runter, Sunny! Deine dummen Sprüche ziehen schon lange nicht mehr bei mir. Verzieh dich.«
Ich zog meine neue Freundin auf meinen Schoß und wisperte ihr zu: »Komm, lass uns gehen – es ist unglaublich heiß hier drinnen und ich wohne nicht weit weg von hier.« Ich kicherte. »Der Typ hier kriegt sonst noch einen echten Koller.«
***
Wir schliefen einige Stunden und noch war absolut nichts zwischen uns passiert. Da begann Mara, mich liebevoll zu streicheln und behutsam mit der Fingerkuppe über meine Klit zu fahren.
»Hm, Sex am Morgen ist wunderschön«, meinte ich verschlafen. Alles fühlte sich verdammt gut an.
Bebend vor Lust war ich Wachs in ihren Händen und Mara meinte: »Du musst aber sehr lange unterdrückt haben, was für mich glasklar auf der Hand liegt. Du brauchst keinen Kerl, Süße, du brauchst eine Frau, die dich versteht und die dir Lust und Liebe vermittelt – nirgendwo anders wirst du so etwas finden, glaub es mir.«
»Nimm mich mit in deine Welt«, wisperte ich Mara zu, »ich möchte dich berühren, möchte mit dir schlafen und dich so lange küssen, bis meine Lippen völlig wund sind. Jede Falte von dir möchte ich erkunden, möchte dich schmecken, riechen, lieben.«
Und plötzlich waren da Hände, die mich mit Selbstverständlichkeit berührten, Finger, die in meine Öffnungen eindrangen, sodass ich vor Leidenschaft zu stöhnen begann. Finger berührten meine Nippel, Hände fuhren durch mein Haar, wuselten darin herum, Lippen küssten mich zärtlich. Und ich genoss all das über die Maßen.
Mara forderte nichts ein.
Träge lag ich da, ließ ihre Liebkosungen einfach nur zu. Wir hatten alle Zeit der Welt und auch das fühlte sich verdammt richtig an. Durch das intensive Streicheln wurde ich immer aufgewühlter, meine Möse pochte, bat um Erlösung und als Mara nach einem Vibrator fragte, murmelte ich leise: »erste Schublade links.«
Mara kam mit dem etwas in die Jahre gekommenen Teil zurück und schaltete es ein. Dann fuhr sie damit unglaublich sinnlich über meine Innenschenkel hinweg, für mich eine völlig neue Erfahrung. Sie küsste mich zärtlich. Automatisch drang meine Zunge in ihren Mund ein. Ich hatte das Gefühl, noch nie so sinnlich berührt, noch nie so überaus sinnlich genommen worden zu sein.
Mara war die perfekte Liebhaberin. Sie führte mich in ihre Welt ein – in ihr ganz eigenes Traumland – und ich ließ mich führen, war bereit, mit ihr zu gehen, weil ich uns als Seelenverwandte ansah.
Glücklich über all das, wollte ich Mara küssen, mit ihr schlafen, sie lecken, sie herzen. Doch Mara lehnte ab. Das überraschte mich, doch die Erklärung kam sofort. »Gemach, gemach, meine süße Maus, wir sind hier nicht auf der Autobahn, sondern bewegen uns auf einer Landstraße. Ich hasse Eile! Wir wollen schließlich Spaß haben und nicht auf die Tube drücken!«
In diesem Moment wusste ich: Mein ganzes bisheriges Leben hatte ich genau das getan. Ich hatte auf der Überholspur gelebt – Mara würde mich lehren, den Schleichgang einzulegen.
...
Ihre Nachbarin Bella war das genaue Gegenteil von Karina. Karina war agil und lebensbejahend, konnte zupacken und was sie anschob, setzte sie auch durch. Bella indes langweilte sich zu Tode. Sie hatte den Zug verpasst, der damals angerollt war, um ihr zu sagen, sie möge doch endlich auf ihn aufspringen – so könne ihr Leben doch nicht weitergehen. Bella hatte das Signal übersehen, war nicht aufgesprungen und so ließ ihre Motivation immer mehr nach.
Morgens machte sie den Kindern Frühstück, bereitete ihnen später das Mittagessen zu und abends ihrem Mann das Abendbrot. Ihre Ehe existierte seit langer Zeit nur noch auf dem Papier.
Überdies hatte Bella eine Affinität zu Frauen entwickelt. Aber da sie die Ehe mittlerweile nur noch der Kinder wegen führten, hatte sie sich gar nicht die Mühe gemacht, ihrem Mann etwas darüber zu erzählen – wozu noch Wind säen, wo noch nicht einmal mehr ein Lüftchen vorhanden war. Wären die Kinder in ein paar Jahren aus dem Haus, bräuchte Bella nicht mehr zu schauspielern.
Allerdings war sie sich nicht sicher, ob sie bis dahin durchhalten würde.
***
Dabei war sie als Zweiundzwanzigjährige sogar einmal Weinkönigin gewesen – heute mit vierunddreißig nahm sie Wein nur noch in flüssiger Form zu sich, oftmals reichlich. Das Bild, welches Bella derzeitig abgab, passte nicht zu der Frau, die früher einmal Lektorin gewesen war, bevor sie sich selbst aus dem Leben herauskatapultiert hatte.
Nun unternahm sie wieder erste Gehversuche zurück ins Leben und war mit Karina für sechzehn Uhr verabredet. Die Kinder waren bei Freunden und würden später von ihrem Mann abgeholt werden. Bella hatte also den ganzen Abend frei. Ihre Seele lechzte nach Abwechslung, ihre Möse lechzte nach einem Abenteuer und sie selbst wollte auch einmal wieder wahrgenommen werden.
***
Entsetzt schaute Karina auf die Uhr. Ach du große Güte! Schon vierzehn Uhr vorbei. Die Zeit rannte aber auch nur so. Gerade war sie in einer schicken Wäscheboutique gelandet und suchte sich frische, peppige Unterwäsche für den Sommer aus. Ein bisschen verrucht durfte es selbstverständlich sein. Sie wählte mehrere String-Tangas, drei formschöne BHs und mehrere halterlose Paar Strümpfe in unterschiedlicher Farbgebung aus und konnte dabei nicht verhindern, dass ihr Höschen feucht wurde.
Karina konnte sich sehr gut vorstellen, wie diese Sachen an ihr wirkten, und fühlte sich bereits richtig gut. Plötzlich entdeckte sie eine unglaublich erotisch wirkende Korsage. Eigentlich wusste sie sofort, dass dieses Teil viel zu kostbar war, um es zu tragen – doch das war Karina egal. Sie musste sie haben – auch noch, als die Verkäuferin ihr den horrenden Preis nannte. Karina zuckte nicht einmal mit der Wimper.
Die Korsage war in einem warmen Rotton gehalten, hatte statt der obligatorischen schwarzen Spitze eine lila gearbeitete. Allein dadurch wirkte die Korsage überaus sexy – und dass sie geknöpft und nicht geschnürt würde, nahm Karina vollends für dieses zauberhafte Dessous ein.
Die junge Frau war mittlerweile in ihrem dreiunddreißigsten Lebensjahr angekommen, fühlte sich jedoch aufgrund ihrer Agilität wesentlich jünger. Ihr Beruf machte ihr großen Spaß, in ihrer Freizeit ging sie gern auf Trekkingtouren und hatte kein Gramm Fett zu viel auf den Rippen.
Doch jetzt musste sie sich sputen, um noch rechtzeitig zu Bella zu kommen. Nichts hasste Karina mehr als Unpünktlichkeit!
Nachdem sie gezahlt hatte, war sie rundum zufrieden. Seit Langem war sie nicht mehr shoppen gewesen und die Einkäufe schütteten gerade einen ganzen Sack voller Glückshormone über ihr aus. Die Verkäuferin fragte, ob es ihr gut gehe, und Karina antwortete: »So gut habe ich mich seit ewigen Zeiten nicht mehr gefühlt. Es hat mir richtig gutgetan, bei Ihnen einzukaufen.«
»Na, dann schauen Sie ruhig öfter bei uns vorbei«, meinte die Dame, »wir bekommen stetig Neuware herein – da ist sicherlich das ein oder andere Teil für Sie dabei. Bei Ihrer Figur?«
Karina lächelte, bedankte sich für das Kompliment und nahm ihre Einkaufstüte. Beschwingt machte sie sich auf den Weg zu Bella.
Wenn sie ehrlich zu sich selbst war, verspürte sie nur noch wenig Lust auf das Date mit Frau Nachbarin.
Bella würde sie sowieso wieder runterziehen. Doch dieses Mal würde sie ihr frühzeitig den Wind aus den Segeln nehmen. Sie hatte einfach keine Lust auf die alten Geschichten – sie würde der Nachbarin anbieten, bei ihr zu arbeiten – vielleicht könnte man sie so wieder in die Berufstätigkeit bringen, denn dass Bella auf andere Gedanken gebracht werden musste, stand völlig außer Frage.
Karina wusste um Bellas Neigung zu Frauen. Zwar war sie darin nicht so konsequent wie sie selbst, doch was sollte es. Jeder nach seiner Fasson, sagte sich die junge hübsche Frau. Irgendwann musste Bella Farbe bekennen und aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen. Auch sie hatte nur ein Leben.
Karina seufzte. Was ging es ihr selbst doch gut. Sie hatte mit der Eröffnung des kleinen Blumenladens die richtige Entscheidung getroffen. Er ernährte sie, machte sie glücklich und das übertrug sich auf ihre Kunden, die den Laden meist mit einem Lächeln betraten und auch wieder verließen. Karina musste schmunzeln: Alles richtig gemacht!, resümierte sie dann stets, und auch jetzt huschte ein zartes Lächeln über ihr Gesicht.
***
Bella, die mittlerweile auf heißen Kohlen saß, wartete schon eine Weile auf Karina. Als diese endlich erschien, begrüßte Bella sie freudig: »Endlich! Wenn du wüsstest, wie ich diesen Tag herbeigesehnt habe, liebste Karina. Ich habe ja sonst niemandem zum Reden außer …«
»Ach Bella, nicht schon wieder die Leier!«, seufzte Karina. »Komm doch endlich mal in die Puschen und unternimm etwas. Wach auf, Bella. Das geht doch so nicht weiter. Such dir ein Ehrenamt oder was weiß ich … übrigens möchte ich dir nachher auch noch etwas sagen … aber jetzt lass uns erst mal ins Kino gehen.«
Sie nahm die Nachbarin in den Arm, wiegte sie zärtlich und meinte dann: »Also los … bevor der Film ohne uns anfängt.«
Bella legte den Kopf schräg und schaute Karina tief in die Augen.
»Hast du wirklich noch Lust darauf oder wärst du auch offen für etwas anderes?«
»Zu a) nicht wirklich, zu b) was schlägst du also vor?«
Bella leckte sich über die Lippen. »In Bottrop soll ein Indoor-Spielplatz für Erwachsene die Tore geöffnet haben. Er ist einer FKK-Villa angeschlossen – also mit Bekleidung geht da leider nicht. Ich habe gehört, es soll dort ziemlich cool sein – ein ganz neues Bespaßungsprojekt für Erwachsene. Was denkst du? Der Besitzer will sogar noch ausbauen und einen Wellness-Tempel dazubauen.« Bella kicherte leicht. »Ich kann mir zwar unter einem Indoor-Spielplatz nichts vorstellen, aber mit dir gehe ich gern mal das Risiko ein, reinzuschauen.«
Karina schoss förmlich die Feuchtigkeit in die Möse – ein Indoor-Spielplatz versprach zumindest Spaß, und sie hatte das unbestimmte Gefühl, dass sie den heutigen Nachmittag nicht so schnell vergessen würde.
Einen kurzen Moment überlegte sie noch, dann sagte sie: »Also, auf zu diesem Indoor-Spielplatz für Erwachsene nach Bottrop! Bin gespannt wie ein Flitzebogen.«
***
Das konnte Karina auch sein. Denn an der FKK-Villa angekommen, waren sie doch ein wenig überrascht von den immensen Ausmaßen der Halle, die diesen Spielplatz beherbergte. Überaus herzlich wurden sie von der Dame am Empfang begrüßt und gefragt, ob sie nur den Spielplatz oder auch den Saunabereich und das Schwimmbad nutzen wollten.
Karina, die nur ungern etwas dem Zufall überließ, buchte das Gesamtpaket, zahlte eine stattliche Summe und ließ sich überraschen.
Ein großes Plakat kündigte bereits die überdimensionale Wasserwelt an, die im nächsten Jahr eröffnet würde – Bella hatte also recht gehabt. Dann begaben sie sich zu den Kabinen.
Ein älterer Mann, welcher den beiden Frauen bereits voll entkleidet über den Weg lief, musterte Karina und Bella anerkennend, und Karina musste schmunzeln, denn der Mann trug im wahrsten Sinne des Wortes sein Geschlecht spazieren. Es stand so steil von ihm ab, als hätte er gerade seine persönliche Flagge gehisst.
Die beiden Frauen taten, als würden sie dies gar nicht wahrnehmen, nahmen sich provokativ in den Arm und der Mann ging seines Weges.
***
Als sie die Halle betraten, bekamen Karina und Bella die Münder nicht mehr zu. »Aber, aber … das ist ja tatsächlich ein richtiger Spielplatz«, meinte Bella leicht irritiert. »Sandkasten, Buddelecke, Spielzeug … ich dachte, es wäre ein Erwachsenen-Spielplatz?«
»Was immer du vermutet hast – aber siehst du hier irgendein Kind?«, fragte Karina die Nachbarin. »Benutz doch einfach mal deinen Verstand. Du sollst hier Spaß haben. Schau doch mal genauer hin: Siehst du nicht die Schaukel, die mit einem Dildo präpariert ist, die kleinen Wigwams, die vermutlich nicht dazu da sind, um Cowboy und Indianer zu spielen, und schau mal zu der großen Riesenrutsche – wenn mich nicht alles täuscht, ist auch da etwas sehr Erregendes eingearbeitet worden. Irgendwie sehen die Dinger nach Massagebürsten aus, die sicherlich nicht dazu dienen, dir den Hintern abzuputzen.«
Bella kicherte. »Nee, ganz sicher nicht. Du hattest schon immer den besseren Blick für das Wesentliche. Also gut, gehen wir spielen!«
Und Karina und Bella hatten Spaß. Sie spielten tatsächlich im Sand, bewarfen sich gegenseitig damit und einige Gäste spielten einfach mit.
Dass das Spiel die Menschen trotz der Einfachheit anmachte, konnte man an hoch aufgerichteten Penissen genauso gut erkennen wie an so manchen aufgestellten Brustwarzen, in die Frauen sowie Männer lustvoll hineinkniffen.
Auch wurde schamlos gevögelt – schließlich war man hier unter sich. Das, so sagte sich Karina, würde sie sich für den Wigwam aufheben. So weit war sie einfach noch nicht, sich in aller Öffentlichkeit die Möse lecken zu lassen. Ihr Blick fiel auf die Schaukel und den Dildo, welcher in die Sitzfläche eingearbeitet war. Trotz ihrer Affinität zur Frauenwelt hätte sie dieses Spielgerät doch sehr gern ausprobiert, und Bella brauchte sie noch nicht einmal anzuschubsen, denn die Schaukel funktionierte vollautomatisch.

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