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Eine Woche Probezeit | Bekenntnisse einer Nymphomanin

von

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Dieses E-Book entspricht 176 Taschenbuchseiten

Sarah und Henry kennen sich schon seit Jahren, da sie sich täglich im Büro gegenübersitzen. Auf einer Betriebsfeier gestehen sie sich gegenseitig ihre Liebe. Aber schon am ersten Abend beichtet Henry Sarah seine sexuellen Vorlieben – seine Leidenschaft für fesselnde Dominanz, die er ausüben möchte. Zu seiner Erleichterung lässt sich Sarah auf ein einwöchiges Verhältnis auf Probe ein, um zu erfahren, was genau sich dahinter verbirgt und was das für den Fall einer Beziehung mit Henry bedeuten würde. Beide begeben sich auf eine Reise zwischen körperlicher Lust und emotionaler Selbstfindung, auf der Henry endlich alle Register der körperlichen Fixierung mit Leder und Latex ziehen kann. Und obwohl er am Ziel seiner Träume scheint, stellt er sich zusehends die Frage, welches Geheimnis Sarah wohl umgibt.
Werden sie ihre Reise auch nach Ablauf der Probezeit fortsetzen können?

Eine Woche Probezeit | Bekenntnisse einer Nymphomanin

von Jascha Bending

Die beiden Handfesseln sind nicht nur übereinanderliegend miteinander verbunden, sondern auch noch durch einen in der Höhe verstellbaren Gurt mit dem hinteren Teil des Halsbandes. Henry korrigiert auch gleich den Sitz, indem er den Abstand zwischen ihren Händen und dem Hals verkürzt, sodass ihre Arme nun waagerecht hinter ihrem Rücken gefesselt sind. Durch diese Haltung spannt sich ihr Oberkörper noch mehr, und es fühlt sich an, als würde sie ihre Brüste, wenn auch unfreiwillig, präsentierend nach vorn drücken.
»Soll ich aufhören?«, vernimmt sie Henrys Stimme durch einem Schleier aus Emotionen. Doch sie sieht nur in den Spiegel und fragt sich, wer diese Person da eigentlich ist. Und damit meint sie nicht Henry. Bin ich das?
Erneut drängt seine Stimme zu ihr durch. »Ich habe dir versprochen, nichts zu machen, was du nicht willst. Nur ein Zeichen und ich höre sofort auf.«
Nein, denkt sie. Nicht aufhören. Aber wie soll sie sich mitteilen? Sie dreht sich um und schaut ihm wieder in die Augen. Stelle jetzt bitte eine Frage, die ich mit Ja oder Nein beantworten kann, denkt sie sich.
»Soll ich aufhören?«
Geht doch. Ein Lächeln würde über ihr Gesicht gehen, wenn es das denn könnte. So schüttelt sie ganz sacht den Kopf, um ein Nein zu signalisieren.
Dafür huscht über Henrys Gesicht jetzt ein Lächeln. Er geht um sie herum und greift von hinten sanft an ihre Hüften. »Den müssen wir dann jetzt aber ausziehen.« Dabei zieht er leicht am Gummizug ihres Slips.
Wieder bewegt Sarah den Kopf. Doch jetzt ist es die Bewegung der nickenden Zustimmung.
Henry greift an beiden Seiten den glatten Stoff und während er sich langsam bückt, wandern seine Augen am sichtbar werdenden Po entlang. Sie hebt kurz die Füße, und Henry kann den Slip aufnehmen und beiseitelegen.
Dann richtet er sich wieder auf und fährt mit den Handflächen sanft über ihr Gesäß, sie gleiten weiter über ihren Bauch nach oben, bis er mit beiden Händen die Brüste erreicht. Was für ein Gefühl. Sie sind etwas größer als eine Handvoll und sehr fest. Genauso wie ihre Brustwarzen. Er massiert sie leicht und kann dabei nicht verhindert, dass sie seine Erregung zwischen ihren Pobacken spürt. Sie versucht, ihn irgendwie zu greifen, doch es gelingt nicht. Langsam wandern seine Hände dann nach unten. Sie erreichen ihren Bauch, und es ist unüberhörbar, dass sie beim Atmen zittert.
Seine Hände gleiten weiter nach unten und gelangen in den Schambereich. Im Spiegel sieht er, dass sie zum Teil rasiert ist. Nur in der Mitte befindet sich ein schmaler vertikaler Streifen, der aber kurz geschnitten ist. Gut, denkt er sich.
Sarah überkommt das Gefühl von Enttäuschung, als er plötzlich von ihr ablässt. Noch mal geht er zu der Kommode.
Was kann er denn jetzt noch holen? Ich kann mich doch schon überhaupt nicht mehr bewegen.
Diesmal hat er zwei einfache Lederfesseln in der Hand. Er kniet sich vor sie hin und befestigt je eine an ihren Fußgelenken.
»Zeit zum Duschen«, sagt er, während er sich wieder aufrichtet. Dann hakt er seinen Zeigefinger in den Ring, der sich an der vorderen Seite des Halsbandes befindet und zieht Sarah mit sich.
Um nicht das Gleichgewicht zu verlieren, hat sie keine andere Wahl, als ihm zu folgen. Dabei klappern die Karabinerhaken, die sich jeweils an den Ringen der Fußfesseln befinden. Sie rechnet damit, das Badezimmer aufzusuchen, in dem sie sich gestern Abend noch kurz frisch gemacht hat. Doch er geht mit ihr die Treppe runter ins Erdgeschoss und auch noch eine weitere Treppe hinab bis in den Keller. Dort öffnet er gleich die erste Tür auf der linken Seite, die er allerdings erst noch aufschließen muss.
Der Raum ist dunkel und fensterlos. Sollte es ein Fenster geben, so ist dieses verdeckt. Henry betätigt einen Schalter, doch statt eines hell erleuchteten Badezimmers erkennt sie einen komplett mit schwarzen Fliesen gekachelten Raum. An der rechten Wand befindet sich über die gesamte Breite ein Spiegel. Das Licht ist neonschwarz. Der ganze Raum ist eine einzige Dusche. Ein Ort, an dem man seinen Fantasien, insofern diese auch mit Wasser zu tun haben, freien Lauf lassen kann.
Henry bewegt sie in die Mitte des Raumes und deutet ihr an, dort stehen zu bleiben. Er geht zur Wand gegenüber, an der sich eine Kurbel befindet. Langsam dreht er daran, und über ihrem Kopf kommt eine Kette mit einem Karabinerhaken nach unten. Als dieser kurz über Sarahs Kopf ist, geht er zu ihr und hakt den Karabiner an einem Ring, der sich oben auf ihrer Kopfmaske befindet, ein. Dann bückte er sich und zieht ihr linkes Bein ein wenig zur Seite. Sarah blickt nach unten und erkennt erst jetzt, dass sich dort am Boden befestigte Ketten befinden. Er hakt sie am Karabinerhaken ihrer Fußfessel ein. So verfährt er auch mit dem anderen Fuß. Unweigerlich steht sie mit leicht gespreizten Beinen inmitten des Raumes. Dann geht er wieder zur Wand und dreht erneut an der Kurbel. Jetzt aber in die andere Richtung. Sie spürt, wie sich die an ihrem Kopfgefängnis befestigte Kette spannt. Gerade, als sie meint, nach oben gezogen zu werden, rastet die Kurbel ein.
»Damit du mir nicht umfällst oder ausrutscht«, erklärt ihr Henry. »Und jetzt entschuldige mich bitte. Ich muss mir auch was anderes anziehen. In Boxershorts duscht es sich so schlecht. Lauf nicht weg, ich bin gleich wieder da.«
Lauf nicht weg, denkt sie sich. Wie auch?
Henry verlässt den Raum, und sie steht völlig allein und absolut hilflos da. Alles kann man mit ihr machen und nichts könnte sie dagegen tun. Leicht versucht sie, ihren Oberkörper zu bewegen. Doch ihre Hände bleiben fest hinter ihrem Rücken fixiert, und die Fesseln an ihren Fußgelenken hindern sie daran, die Beine in eine andere Position zu bringen. Sie versucht, beide Beine gleichzeitig anzuheben und spürt, wie das Gewicht ihres Körpers auf ihren Kopf und ihren Hals übertragen wird. Sofort stellt sie auch diesen Bewegungsversuch wieder ein.
Dann erschrickt sie. Da sind Geräusche. Kommt Henry wieder? Sie schaut gebannt auf die Tür. Doch sie geht nicht auf. Die Geräusche werden lauter und entpuppen sich als Musik. Rhythmische elektronische Musik. Sarah wird unruhig. Wo bleibt er nur?, fragt sie sich. Was ist, wenn mir was passiert? Wenn ich keine Luft mehr bekomme und ohnmächtig werde? Aber davon ist sie weit entfernt, und sie stellt sich nur eine Frage: Was kommt als Nächstes?
Dann endlich öffnet sich die Tür, und Henry kommt zurück. Er hat sich in der Tat umgezogen.
Er trägt einen schwarzen Body, knielang an den Beinen und an den Armen bis zu den Ellenbogen. Vermutlich aus Latex, geht es Sarah durch den Kopf. Dazu stabile Boots. Viel mehr kann sie aufgrund des schummrigen Lichts und der dominierenden Dunkelheit nicht erkennen. Doch als er sich ihr nähert, meint sie einen Reißverschluss durch seinen Schritt gehen zu sehen. Später, hat er gesagt. Und was kommt jetzt?
Er stellt sich direkt vor sie und greift mit seinen Armen um sie herum. Er drückt sie an sich. Ganz fest und genießt es, dass sie sich dem nicht entziehen kann. Seine Hände wandern auf ihre Pobacken. Wieder drückt er sie an sich, und diesmal soll sie spüren, was er dabei empfindet. Und sie spürt es zwischen ihren Beinen, als er sich ein wenig reibend an sie drückt.
Zum Glück ist da noch eine Schicht Latex zwischen, denkt sich Henry. Sonst könnte es schneller vorbei sein, als ihm lieb ist. Außerdem will er sich zunächst um Sarah kümmern.
Also entfernt er sich wieder von ihr, geht hinter ihr an die Wand und dreht einen Wasserhahn auf. Er prüft die Temperatur und befindet diese dann für angenehm warm. Er füllt einen Eimer, greift einen Waschlappen und ein Stück Seife und geht wieder zu Sarah.
»Na, dann wollen wir mal«, grinst er sie an, taucht Lappen und Seife in das Wasser und beginnt, sie zunächst am Bauch einzuseifen. Es folgen die Beine, die gefesselten Arme und der Rücken darunter.
Sarah empfindet es als sehr angenehm. In ihrem Körper baut sich eine Spannung auf, wie sie es bisher noch nicht erlebt hat.
»Die interessanten Stellen habe ich mir für zuletzt aufgehoben«, flüstert Henry, der ihre Ungeduld bemerkt. So beginnt er, sehr langsam und sehr ausführlich ihre Brüste in kreisenden Bewegungen zu massieren. Mal mit Waschlappen, mal ohne. Mal gleiten seine Handflächen über die glatte Haut, mal drückt er sie zärtlich zusammen. Seine Finger spielen mit ihren festen Nippeln.
Als Zeichen körperlichen Wohlbefindens bleibt Sarah nichts anderes übrig, als schnurrende Geräusche von sich zu geben. Sie spürt, wie sich in ihrem Schritt etwas regt. Sie versucht, die Beine aneinander zu bringen, doch natürlich gelingt es ihr nicht. Dafür hat sie aufgrund der kompletten Fesselung zu viel Spannung im Körper. Erlöse mich endlich, denkt sie sich. Egal wie, aber komme zur Sache.
Doch Henry befasst sich als Nächstes mit ihren Pobacken. Auch hier geht er wie schon bei ihren Brüsten sehr intensiv und zeitaufwendig vor. Er drückt beide Hälften zusammen und zieht sie auch mal auseinander. Dabei begegnet ihm zum ersten Mal ihre hintere Körperöffnung. Er beschränkt sich aber darauf, alles gründlich mit dem Waschlappen zur reinigen. Er umkreist das Epizentrum ihrer Rückansicht. Mal sanft, mal fester. Und es scheint ihr zu gefallen.
Henry hat plötzlich einen Gedanken. Möchte sie mehr als eine Außenwäsche? Deutet er ihre Signale richtig? So richtig sicher ist er sich nicht. Soll er? Soll er nicht? Sein Finger umkreist die hintere Öffnung und übt leichten Druck auf den sich dort befindlichen Muskel aus. Aber zu mehr kann er sich nicht entscheiden. Er möchte es. Sehr sogar. Aber bei aller Intimität: Wäre das nicht zu früh zu viel? Während er weiterhin ihre hinteren Rundungen bearbeitet, entschließt er sich in einem Moment kurzer Überzeugung dann doch, es darauf ankommen zu lassen. Bei allem, was in den letzten zwölf Stunden bereits geschehen ist, kommt es darauf jetzt wohl auch nicht mehr an.
Tu es, denkt sich Sarah. Tu es. Sie versucht, es ihm zu signalisieren und drückt ihren Hintern, so weit es geht, in seine Richtung. Dann spürt sie, dass etwas in sie eindringt.
...
»Was ist das denn«, fragt sie ihn, als sie den Gegenstand aus Metall entdeckt, der wie die Flamme einer Kerze aus der Mitte der Sitzfläche nach oben ragt.
»Ein Buttplug zur zusätzlichen Fixierung.«
»Für ... hinten?«
Henry überkommt plötzlich ein extrem unbehagliches Gefühl. Hoffentlich war das nicht zu viel Risiko, denkt er sich. Aber er lässt sich nichts anmerken. »Yep!«, antwortet er mit angespannter Lässigkeit.
»Wie kommst du darauf, dass ich das mache?«
»Als mein Finger heute Morgen drin war, hatte ich nicht das Gefühl, dass es dich gestört hat.«
»Ich konnte nicht sprechen.«
»Hättest du aber nachher tun können.«
»Der ist aber größer als ein Finger.«
»Versuchst du es trotzdem?«
»Und wenn ich eine Hose angezogen hätte?«
»Dann müsstest du die wohl ausziehen.«
»Und wenn ich einen Slip tragen würde?«
Er muss den Bruchteil einer Sekunde nachdenken. Dann hebt er ihr Kleid hinten ein wenig hoch und sieht ihren blanken Hintern.
»Ich bin davon ausgegangen«, fährt sie fort, »dass du mir den sowieso ausgezogen hättest. Also habe ich ihn gleich weggelassen.«
Er schmunzelt nachdenklich. Wie geplant, hat der von ihr mitgebrachte Wein ihre Hemmschwelle sinken lassen. Denn sonst kämen ihr die Worte nicht so leicht über ihre Lippen. Und auch nicht das, was sie jetzt zu tun hatte.
Mit ihrem hinteren Loch zielt sie auf die Spitze des eingeölten Metalls und lässt sich langsam sinken. Der kühle Gegenstand gleitet in sie hinein. Es beginnt zu ziehen, als der Eindringling nach unten hin etwas dicker wird. Aber damit hat sie gerechnet. Stück für Stück arbeitet sie sich vor, geht mal wieder etwas zurück, um dann wieder neu anzusetzen.
»Lass dir Zeit«, spricht Henry beruhigend auf sie ein. »Es kommt auf Behutsamkeit und Gefühl an. Beim ersten Mal ist das sicher befremdend und tut auch weh.«
Sarah nickt zustimmend.
Einige Versuche später ist es soweit, und nach einem leichten Schmerz spürt sie, wie das Metall komplett in ihr ist und sich ihr Schließmuskel entspannt, da das temporäre Implantat nach unten hin wieder schmaler wird.
Sie stöhnt auf.
»Denke bitte nicht, dass ich dich immer und überall mit meinem Fetisch konfrontieren werde, sollten wir zusammenbleiben. Aber ab und zu würde ich auch in etwas Alltäglichem eine Prise Erotik einbauen. Und da wir uns auf eine Woche geeinigt haben, bleibt mir nicht viel Zeit.«
»Was muss ich jetzt tun?«, möchte sie wissen.
»Eigentlich gar nichts.«
Henry zieht das Tuch vor ihr vom Tisch weg, und Sarah ist erstaunt über das Besteck neben ihrem Teller. Denn da ist keins. Links und rechts befinden sich lederne Handfesseln. Es sind aber keine normalen Fesseln, da diese komplett die Unterarme umschließen. Verschlossen werden sie durch vier Lederriemen mit Schnallen. An jeweils zwei Stellen sind sie durch Kettenglieder mit dem massiven Holz der Tischplatte verbunden.
Es knistert ganz schön in ihrem ganzen Körper, schon wieder. Nach wenigen Handgriffen ist sie erneut in seiner Gewalt. Nur wenige Zentimeter ist sie nach dem Anlegen der Fesseln dazu in der Lage, die Unterarme unter dem Klackern der Karabinerhaken anzuheben. Dabei sind diese fest von schwarzem Leder umschlossen. Immerhin kann sie ihre Finger noch bewegen, was ihr aber nichts bringt, da sie die Position der Hände nicht verändern kann.
Doch auch damit nicht genug. Henry verschwindet kurz aus ihrem Sichtfeld und sie spürt, wie er auch um ihre Fußgelenke Fesseln legt, die am Fußboden verankert sind. Gleichzeitig sorgt er dafür, dass der Stuhl nicht mehr bewegt werden kann.
»Sollen wir jetzt essen?«, fragt er verschmitzt, als er wieder steht und ihr Kleid so herrichtet, als säße sie völlig normal am Tisch.
»Wir? Entweder du quälst mich, indem du mir etwas vorisst, oder du fütterst mich.«
»Genau das ist meine Intention!«
»Was?«
»Na, füttern.« Er verschwindet in die Küche und somit hinter ihrem Rücken aus dem Sichtfeld.
Sie betrachtet ihre Arme und kann es erneut kaum glauben, sich nur wenige Stunden später schon wieder in der devoten Rolle der Sklavin zu befinden. Ihre Unterarme sind vom Ellbogen bis zum Handgelenk fest von Leder umschlossen, und ihren Füssen geht es auch nicht besser, wobei die Entfernung zwischen beiden sehr großzügig ist. Das hat zur Folge, dass sie ihre Oberschenkel nur notdürftig zusammenbringen kann, indem sie ihre Knie stark nach innen drückt. Wenn er wollte, könnte er ungehindert in ihren Schritt gelangen. Womit auch immer. Und wegen des Dings in ihrem Hintern kann sie selbst auf dem Stuhl nicht hin und her rutschen. Ihre Hände werden feucht. Und nicht nur die.
Henry serviert Salat, Brot, grüne Nudeln mit Käse-Sahnesoße und füllt die Gläser auf, nachdem er eine weitere Flasche Rotwein geöffnet hat. Dann setzt er sich ihr gegenüber und schaut zu, wie sie hilflos darauf wartet, dass er ihr beim Essen hilft. Schließlich erbarmt er sich, und abwechselnd isst er selbst oder führt Sarah das zum Mund, was sie ihm aufgibt.
»Was denkst du gerade«, möchte Henry schließlich wissen.
»Irgendwie versuche ich gerade, nichts zu denken.«
»Warum?«
»Es kommt mir alles so unwirklich vor.«
»Wie genau?«
»So, als wäre ich nicht wirklich hier.«
»Weil du weg möchtest?«
»Nein ... anders!
»Und wie anders?«
»Es ist, als würde ich nicht selbst in meinem Körper sein. Als würde ich mich selbst anschauen und fragen, ob das wirklich ich bin.«
»Ich kann dir beweisen, dass du es bist.«
»Was?«
»Na, du in deinem Körper.«
»Und wie?«
Seine Hand verschwindet unter der Tischplatte. Dann muss sie lustvoll aufstöhnen, als der Stuhl unter ihrem Hintern plötzlich vibriert.
Sie schaut ihn mit großen Augen an. »Was zum Teufel ...?«
Dann merkt sie es: Es ist nicht der Stuhl, der vibriert. Es ist ihr Hintern selbst. Es ist das Ding in ihrem Arsch. Sie versucht, die erregenden Wellen, die sie durchströmen, durch Bewegungen ihres Körpers einzufangen. Doch es gelingt ihr nicht. Lediglich die Kettenglieder rasseln bei dem Versuch, Beine und Arme in eine andere Position zu bringen. Ihre Finger verkrampfen sich zu Krallen als letzter verzweifelter Versuch, durch Körpersprache ihre Erregung zum Ausdruck zu bringen.
Dann hört es auf. Henrys Hand liegt wieder auf dem Tisch. Sie will was sagen, doch ihr Sprachzentrum ist leer. Ihr würden auch keine passenden Worte einfallen.
Henry steht auf, geht um sie herum und bringt ihre Haare wieder in Ordnung, die durch starkes Schütteln mit dem Kopf etwas in Unordnung geraten sind. »Denkst du immer noch, dass es nicht dein Körper ist?«
Sie versucht, den Kopf nach hinten zu drehen, um ihn anschauen zu können. Vergeblich. Sie ringt sichtlich nach Fassung. »Dass der Weg zum Ziel wichtig für dich ist, kann ich nicht leugnen. Aber die Mittel sind schon ... krass.«
»Ich könnte dich losbinden.«
»Käme denn noch mehr?«
»Wer weiß ...!« Dabei gleiten seine Hände über ihre verdeckten Brüste und ganz leicht drückt er sie zusammen.
»Ich habe noch Hunger«, sagt sie. »Und gib mir Wein.« Ihr Tonfall hat schon was von einem Befehl.
»Na dann«, bemerkt er lapidar und geht wieder zurück zu seinem Stuhl.
Sie hat jetzt nur noch eines im Blick: seine Hand. Allerdings verzichtet er während des Essens auf weitere Demonstrationen. Auch aus Angst, sie könne sich verschlucken. Dafür schenkt er nochmals Rotwein nach.
»Das reicht«, sagt sie nach einer weiteren Gabel mit Nudeln und fordert ihn auf, ihr nochmals den Wein zu reichen.
Er macht, was sie ihm aufgetragen hat. Er lässt sie das Glas halb leer trinken und stellt es dann beiseite.
Sie merkt schon, wie der Alkohol ihren Blutkreislauf erreicht. In einem Anfall von Aktionismus zerrt und zieht sie mit ihrem ganzen Körper an sämtlichen Fesseln, als sei es ein letzter Versuch, sich zu befreien. Doch nichts rührt sich. Weder der Tisch noch der Stuhl. Dafür sind ihre Haare wieder völlig zerzaust, und das Haarband ist verrutscht. Henry, der Sarahs sinnlosen Zerrversuche regungslos beobachtet hat, nimmt es ganz ab, und sie schüttelt mit dem Kopf noch mal so wild hin und her, dass ihre Mähne vor ihrem Gesicht hängt. Sie atmet tief und schwer.
»Und jetzt?«, fragt sie recht aggressiv.
»Was meinst du?«
»Du fesselst mich doch nicht so, nur um mich füttern zu können ... oder?«
Sein Lächeln erscheint ihr so gemein und animalisch wie das des Jokers in Batman. »Da hast du wohl recht«, beginnt er mit passender Klangfarbe in seiner Stimme. »Aber nur zum Teil.«
»Häh?«
»Ich werde dich noch ein wenig mehr fixieren müssen.«
»Noch mehr? Noch mehr wäre einmauern!«
»Na, es geht immer noch was.«
Erneut verschwindet er unter dem Tisch. Sie erwartet jeden Moment das Klicken, das ihre Hintertür wieder zum Schwingen bringt. Doch es passiert nicht. Dafür spürt sie seine Hand auf ihrem linken Oberschenkel oberhalb des Knies. Er legt etwas um ihr Bein und zieht es fest.
»Noch eine Fessel?«
»Kluges Mädchen!«
Dazu vernimmt sie das schon vertraute Rasseln sich bewegender Ketten. Das gleiche passiert an ihrem rechten Bein. Was hat er nun schon wieder vor? Kurze Zeit später erfährt sie es, als sie jetzt auch die Beine nicht mehr nach innen drücken kann. Henry muss die Fesseln um ihre Oberschenkel mit Ketten an der Unterseite der Tischplatte verbunden haben. Das Ergebnis ist eindeutig: Ungehinderter Zugriff auf das, was sich zwischen ihren Beinen befindet.
»Bist du bereit?«, fragt er unvermittelt, noch immer unter dem Tisch sitzend.
»Ist das eine Fangfrage?« Sie ist nervös und zum Zerreißen angespannt. »O mein Gott«, entgleitet es Sarah mehr stöhnend als sprechend, als es in ihrem Hintern wieder zu vibrieren beginnt. Doch damit nicht genug. In ihrer Hilflosigkeit vernimmt sie ein weiteres summendes Geräusch.
»Was ist das?«, möchte sie wissen wie jemand, der kurz vor der Narkose noch fragt, was ihm gespritzt wird.
»Lass dich überraschen«, kann sie zwischen ihrer emotionalen Achterbahnfahrt und den ganzen Nebengeräuschen gerade noch vernehmen.
Umso deutlicher spürt sie aber, wie zwei Hände ihr auch so schon kurzes Kleid nach oben schieben.
»Du hast dich komplett rasiert?«
Endlich hat er es gemerkt, denkt sie sich. Wo hat er denn die ganze Zeit hingeschaut, als er da unten war?
»Mir war danach«, antwortet sie mit offenem Mund.

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