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Die Sex-Flüsterer - verraten die Geheimnisse des Online-Datings - Das unentbehrliche Erotik-Handbuch

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Onlinedating-Seiten erfreuen sich enormer Beliebtheit. Inzwischen kennt wahrscheinlich jeder jemanden, der eine Affäre oder Beziehung (glücklich oder auch nicht) über das Internet gefunden hat. Anderen wiederum will online so gar kein erfüllter Kontakt gelingen. Was machen sie falsch?
Die Manager der größten deutschen Erotik-Community »POPPEN.de« verraten die Geheimnisse des erfolgreichen Onlinedatings. Wie und wo findet man Menschen zum Glücklichsein – ob für Liebe, Liebelei, One-Night-Stand, Freundschaft mit Vorzügen oder ganz besondere (Sex-)Vorliebe? Ganz nebenbei erfährt der Leser noch so allerhand Interessantes rund um die schönste Sache der Welt …

Die Sex-Flüsterer - verraten die Geheimnisse des Online-Datings - Das unentbehrliche Erotik-Handbuch

von Hafenmayer Huth Streicher

Vor einiger Zeit fragten wir auf POPPEN.de, ob sich die Sexualmoral im Laufe der Zeit gewandelt hat. Rund 30.000 Mitglieder gaben uns einen Einblick in ihre Sexualmoral. Zuallererst die Hauptaussage: Fast ein Drittel glaubt von sich, schon immer sexuell aufgeschlossen gewesen zu sein, und sieht bei sich keine großen Veränderungen im Laufe der Zeit.
Gehen wir jetzt ein wenig tiefer in die Daten, finden wir interessante Aspekte. 10 Prozent der Frauen und immerhin noch 6 Prozent der Männer gaben an, heutzutage deutlich öfter einen Dreier oder Gruppensex zu haben. Bei den befragten Paaren lag die Zahl sogar bei 22 Prozent. Bei den Fantasien zeigt sich ein ähnliches Bild: Der Dreier ist mit 58,6 Prozent die beliebteste Sexfantasie der Männer. Frauen stehen ebenfalls zu 51 Prozent auf die Ménage à trois. Alles echte Hinweise darauf, dass der Dreier beliebter und gefragter wird. Doch warum ist für viele Mitglieder diese Fantasie so interessant und wie bekommt man am besten zwei Mitspieler ins Bett?
Eine Zweierbeziehung für eine dritte Person zu öffnen, hatte früher für viele etwas Verruchtes und Verbotenes an sich. Auch die heutige Datinggesellschaft ist noch von einem Monogamie-Ideal geprägt. Aber genau das Verbotene macht diese Fantasie nun auch interessant. Zudem besteht bei vielen Dreier-Liebhabern eine voyeuristische Neigung. Es turnt an, den eigenen Partner mit einem weiteren Mitspieler in lustvoller Erregung zu sehen. Während die meisten Männer einen Dreier mit zwei Frauen (FFM) besonders sexy finden, können sich viele Frauen besonders den MMF (also Sex mit zwei Männern) vorstellen. Die individuellen Grenzen verlaufen dabei unterschiedlich. Bei einem Dreier mit zwei Männern, auch Teufelsdreier genannt, könnten homophobe Ängste oder Rivalität unter den Männern aufkommen. Im Kapitel Cuckolding und Wifesharing gehen wir darauf noch genauer ein.
Wie immer sollte man natürlich auch hier die Umsetzung der Fantasie vorher möglichst detailreich mit dem Partner besprechen: Welche Erwartungen herrschen, welche Varianten möchte man erleben, wie neugierig ist man auf Neues und welche Vorerfahrungen bringt man mit? So lässt sich ungefähr abschätzen, wie der Dreier ablaufen könnte.
Im Pornofilm zumindest sieht alles immer einfach, cool und megageil aus. Die Standardsituation geht so oder so ähnlich: Gebräunte Frau und muskulöser Mann tauschen vor ihrer Villa am Pool Zärtlichkeiten aus. Er zieht blank und zeigt seinen monströsen Schwengel. Da kommt plötzlich die heiße Freundin der Frau auf High Heels um die Ecke gestöckelt, reißt erschrocken für eine halbe Sekunde die Augen auf, guckt sich dann interessiert das beginnende Liebesspiel der beiden an, weiß gar nicht, wen oder was sie zuerst verwöhnen soll, sein Riesenschwert oder ihre prallen Brüste … Die Nahaufnahme zeigt ihre Zunge, wie sie sich lasziv über die vollen Lippen streicht und da ist sie – haste nicht gesehen – in der nächsten Kameraeinstellung auch schon mitten drin im heißen Spiel und beglückt Frau und Mann als hemmungslose, bisexuelle Gespielin.
Ach, wenn es so einfach wäre … Das Problem fängt doch schon damit an, dass nicht jeder von uns diese coole Villa mit einem Pool besitzt…
Aber mal im Ernst: Bisexuelle Frauen, die gern einen flotten Dreier erleben möchten, gibt es tatsächlich – und gar nicht mal so selten. Wie weiter oben gesehen, haben 51 Prozent der Frauen die Fantasie eines heißen Dreiers. Bei Männern ist diese Sexfantasie das beliebteste erotische Kopfkino schlechthin.
Doch es muss natürlich nicht bei der Fantasie bleiben. Der Anteil der Paare, die sich trauen, im heimischen Schlafzimmer oder in einem Swingerclub einen Dreier tatsächlich umzusetzen, steigt rasant. Das zeigen uns Erfahrungsberichte im POPPEN.de-Forum, die wachsende Zahl der entsprechenden Suchanzeigen, die Diskussionen im Chat und natürlich die Ergebnisse der anonymen Umfrage, die wir durchgeführt haben. Über die Hälfte der befragten Mädels hat angegeben, schon einmal einen Dreier erlebt zu haben. Bei den Männern liegt die Zahl niedriger, rund 44 Prozent gaben an, schon einen Dreier erlebt zu haben.
Wie findet man aber nun die richtigen Mitspieler?
Hallo,
wir suchen jemanden, der ernsthaft Interesse an einem Dreier hat.
Wir sind ein Mann und suchen zwei Frauen.
Dieser nicht ganz ernst gemeinte Aushang fand sich vor einiger Zeit an Plakatwänden in Hamburg und geistert seitdem als Witz durch das Netz. Ob dieser Aufruf erfolgreich war, bleibt allerdings offen.

Jetzt aber mal im Ernst, wie findet man zum Dreier?
• Verzichte darauf, einen Freund zu fragen. Es kann zwar von Vorteil sein, wenn man die Person gut kennt. Allerdings kann dies im Nachgang auch problematisch werden. Auf POPPEN.de sehen wir bei den Suchanfragen von Männern und Frauen, dass eher in der Nähe des eigenen Standorts gesucht wird. Paare, die einen dritten Mitspieler suchen, vergrößern den Suchradius enorm und klicken eher Profile an, die nicht in der gleichen Stadt sind. Die Paare sind dabei zudem aufgeschlossener, was das Alter angeht.
***
BDSM – das klingt jetzt erst mal nach ganz viel »Shades of Grey”: ein paar Peitschen, ein paar Fesseln, hier und da ein etwas strengeres Regime im Bett. Die erfolgreiche Romanreihe wurde verfilmt und lockte ein breites Publikum an, das Interesse an Sexpraktiken mit Unterwerfung und Schmerz-Spielen bekam. Inzwischen gibt es eigene Datingseiten für diesen Trend, wie zum Beispiel Fetisch.de – eine Art Nischendating. Die Mitglieder dort nennen sich selbst »Kinkster”, eine Neuerfindung aus der englischen Vokabel für »kinky” also auf Deutsch »abnormal”. Ist der BDSM-Bereich denn wirklich abnormal? Zumindest viele Außenstehende verbinden mit dem Begriff etwas Seltsames in Lack und Leder. Profis aus der Szene allerdings können über dieses Verhalten und auch über die Romanreihe nur müde lächeln, denn hinter BDSM verbirgt sich mehr, als manche vermuten.
In einer unserer Umfragen zu Sexfantasien war bei den Frauen BDSM mit rund 40 Prozent eine der außerordentlich beliebten Fantasien. Bei den Männern waren es rund 37 Prozent. Der Anteil an echten BDSM-Aktivisten liegt allerdings deutlich niedriger, denn in den meisten Fällen bleibt es bei der Fantasie. Was in Gedanken reizvoll ist, muss es nicht unbedingt auch in der Umsetzung sein.
In erster Linie geht es bei BDSM nicht um Gewalt und Schmerzen. Alle gängigen Klischees von Auspeitschungen sollte man daher erst einmal vergessen. Auch Dominas, die gestresste Manager demütigen und an ihre Schmerzgrenzen führen, haben wenig mit dem zu tun, was inzwischen mit viel Vergnügen in den Schlafzimmern praktiziert wird. Dominanz- und Unterwerfungsspiele stehen im Mittelpunkt. Also das Ausgeliefertsein eines devoten Partners in die sexuelle »Gewalt” des anderen, des dominanten Parts. Das funktioniert dann gut, wenn beide in ihrer jeweiligen Rolle Lust verspüren.
Für viele war das Spiel mit Macht, Unterwerfung und Schmerz ein fester Bestandteil ihrer Sexualität, noch bevor es durch die Filmreihe immer mehr in die Gesellschaft drängte. Ausgeschrieben bedeutet BDSM übrigens »Bondage, Discipline, Dominance and Submission”. Frei übersetzt in etwa »Fesselung, Disziplinierung, Beherrschung und Unterwerfung”. Viele sexuelle Vorlieben fallen in diesen Bereich, der für Außenstehende manchmal etwas gewaltvoll und brutal wirkt.
Der Szene haftet noch eine gewisse Schwere an. Liberale Werte wie Gleichberechtigung werden bei den Praktiken (Achtung Wortspiel) geradezu mit Füßen getreten, so argumentieren Kritiker. Peitschen, Knebel, Fesseln und allerlei weiteres Folterwerkzeug gehören zur Ausstattung. Sadistisches und masochistisches Spielwerk reicht von Fesselspielen über Kneifen, Beißen, Hinternversohlen und Auspeitschen bis hin zum zerstörerischen Foltern, Verstümmeln, Vergewaltigen und Töten.
Den Kritikern recht oder unrecht zu geben, wäre an dieser Stelle sinnlos und gehört eher in ein Nachschlagewerk der gehobenen Psychologie. Widmen wir uns daher lieber den »einfachen” BDSM-Handlungen, die in den bekannten Filmen eine Rolle spielen und auch auf POPPEN.de oder Fetisch.de täglich hundertfach gesucht werden. Dort wird von Anfang an ziemlich konkret über die jeweiligen Wünsche gesprochen. Bei genauerem Hinsehen verbirgt sich hinter jedweder BDSM-Aktion ein erotisches Rollenspiel.
Der dominante Part, kurz »Dom” genannt, kann sich an seinem devoten Partner –»Sub” – nicht wahllos austoben. Bei allen Spielen gehört der Konsens zum guten Ton. Erlaubt ist nur, was beiden Partnern gefällt und womit beide einverstanden sind. Nicht immer sind die Rollen fest verteilt. Natürlich kann man – je nach Stimmungslage – von der Rolle des dominanten Parts zum devoten Spielgefährten switchen (wechseln) oder umgekehrt. Aber meistens möchten die aufeinander eingespielten Partner gern in der einmal gewählten Rolle bleiben und sie mit zunehmender Erfahrung erweitern. Switcher suchen sich für die alternative Rolle möglicherweise von Zeit zu Zeit einen anderen Partner. Gute Gelegenheit dazu bieten Swingerclubs.
Der Reiz liegt darin, beispielsweise ans Bett gefesselt zu sein und zu entdecken, wie es sich anfühlt, wenn man dem Partner vollkommen ausgeliefert ist. Für viele steigert sich die Lust noch dadurch, wenn dabei die Augen verbunden sind und sie nicht wissen, wo die nächste Berührung stattfindet. Dominante Männer und Frauen mit Erfahrung wissen, wie sie durch gezielte, sanfte oder zunehmend härtere Berührungen – beispielsweise mit leichten Schlägen und kunstvollen Stimulanzien gewisser Körperregionen wie Brustwarzen, Pobacken, Oberschenkel usw. – die Hormone des anderen in Wallung bringen und ihn oder sie in ungeahnte Bereiche der Lust führen können.
Offenheit, Akzeptanz, Neugierde und Hingabe sind Wörter, die im Forum oft im Zusammenhang mit BDSM fallen, wenn Neueinsteiger nach den Voraussetzungen fragen. Den ganzen weiteren BDSM-Insider-Fachjargon für gewisse Techniken, für Fetische oder spezielle Praktiken lernt man mit der Zeit. In den Foren trifft man auf total nette und hilfsbereite Unterstützer.

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