E-Books als ePUB für Tolino & iBooks,
Kindle (mobi) und PDF bestellen...

Farben der Lust | Erotische Geschichten

(25)

von

Ähnliche Geschichten aus:
Auch als Buch erhältlich
Romane

Dieses E-Book entspricht 192 Taschenbuchseiten

Ein Buch – zwei Frauen – zwei prickelnde Geschichten aus Frankreich ...

»Farben der Lust«
Die junge Künstlerin Helena soll den geheimnisvollen Champagner-Erben Henri porträtieren. Unter der glühenden Sonne Südfrankreichs erlebt sie Stunden voller Leidenschaft. Doch ist sie wirklich die einzige Frau in Henris Leben?

»Sinnliche Wette«
Der attraktive François verführt Sophie nach allen Regeln der Kunst in seinem Haus am Meer. Ist Sophie der Einsatz in seiner »sinnlichen Wette« oder am Ende gar der Hauptpreis?

Farben der Lust | Erotische Geschichten

von Aimée Rossignol

Obwohl ich mich eigentlich am Nachmittag mit meinen Skizzen beschäftigen wollte, greife ich, ohne groß nachzudenken, zum Telefon in meinem Zimmer und wähle Tonys Nummer in Berlin.
Gleich nach dem zweiten Klingeln meldet er sich und ruft »Helena!« aus. »Ich habe die französische Nummer gesehen und wusste, dass du es bist! Meine Liebe, wie geht es dir?«
Und plötzlich weiß ich gar nicht mehr, was ich auf seine Frage antworten soll, schlucke und merke, dass ich zu aufgewühlt bin, um ihm irgendetwas zu berichten, und auch gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.
»Helena, Liebes! Alles in Ordnung?«
»Ja, ich ...« Ich atme tief durch. »Ja, es ist schön hier. Die Arbeit geht gut voran«, lüge ich, doch es ist gar nicht so leicht, Tony hereinzulegen. Er ist eben nicht nur mein Galerist, sondern über die Jahre auch ein guter Freund geworden.
»Aber Schätzchen, irgendetwas ist los, ich höre es doch! Ist es Marchand? Ist er nicht nett zu dir? Soll ich kommen und mit ihm reden?«, fragt er drohend.
»Nein, nein. Er ist nett ...« ... und aufregend und attraktiv und verwirrend und und und ..., füge ich im Geiste hinzu. »Ich wollte mich nur kurz melden. Ich muss jetzt auch wieder Schluss machen. Ich muss malen, das Licht ist gerade zauberhaft! Wenn du das sehen könntest! Bis bald. Ich melde mich wieder!«
Rasch lege ich auf. Es war dumm gewesen, so unüberlegt Tony anzurufen, aber vielleicht wollte ich mich nur von Henri ablenken und ein Stück meiner alten Normalität spüren.
Ich lasse mich rückwärts auf das Bett fallen, ziehe die Shorts, das T-Shirt und Unterwäsche aus und bleibe nackt auf dem Bett liegen. Eine Brise vom Meer streicht über meinen Körper. Mit Marc, den ich noch während des Studiums kennenlernte, habe ich meinem Körper nicht viel Bedeutung beigemessen. Die Kunst war immer wichtiger – oder Marcs Befriedigung. Mein Körper ist wie ein unbespieltes Instrument, denke ich, wie eine Leinwand ohne Farbe. Als meine Gedanken zu Henri wandern, steigt in mir langsam wieder diese Erregung auf, ein Gefühl, das ich nicht einordnen kann, ein Verlangen, von dem ich gar nicht weiß, wie ich es befriedigen soll.
Vorsichtig streiche ich über meine warme Haut, berühre meine Brüste und gleite sanft über meine sich aufrichtenden Knospen. Seufzend schließe ich die Augen, fühle wie mein Schoß heiß und feucht wird. Ein Beben erfasst meinen Körper und mit beiden Händen umfasse ich meine Brüste, während die Sommersonne das Zimmer aufheizt und Seeluft das Zimmer erfüllt.
Alle meine Sinne sind geschärft und wachsam. Alles ist intensiv. Ich kann das Salz des Meeres in meinem Mund schmecken und gleichzeitig ist es unwichtig, denn es geht nur um das, was ich fühle. Ein Beben erfasst meinen Schoß. Heißes Pochen zwischen meinen Schenkeln.
Ich packe meine Brüste fest, fühle pralle Fülle zwischen meinen Fingern und in meinem Innersten lodert ein Feuer, als würde jemand das Sonnenlicht mit einem Brennglas zwischen meine Schenkel lenken. Ich spreize die Beine und hebe mein Becken. Das Verlangen, mich dort unten zu berühren, mich zu streicheln, wird größer, bis es mich schließlich überwältigt und ich eine Hand auf meinen glühenden Venushügel lege, während ich mit meinen Fingern meine Knospe reibe und sanft zwicke. Mein Rücken bäumt sich auf, als wolle sich mein Körper einem unsichtbaren Geliebten entgegenstrecken, ihn einladen, in mein Innerstes einzudringen und mich zu erfüllen.
Vorsichtig schiebe ich zwei Finger in die feuchte Hitze zwischen meinen Schamlippen, dringe in mich ein und stoße zu. Die Heftigkeit meines Tuns raubt mir den Atem.
Ich beiße stöhnend in meine Hand und endlich erlaube ich mir eine flüchtige Berührung meiner Perle. Wellen der Erregung durchfluten meinen Körper und ich gebe mich ihr ganz hin. Dabei wünsche ich mir, ich hätte mehr Hände, könnte mich überall gleichzeitig berühren. Hastig greife ich nach meinem Nippel, zwicke und quetsche ihn, während mir kehlige Laute entfahren. Mein Mund ist trocken und ich befeuchte meine Lippen mit der Zunge.
Gerade, als ich glaube, es nicht mehr aushalten zu können, beginne ich, meine Perle sehr langsam zu umkreisen. Ich mag das nasse, satte Schmatzen meines Schoßes. Abwechselnd dringe ich in mich ein und streichele die empfindliche, zarte Haut um meine Perle. Mein stoßweiser Atem gibt mir den Rhythmus vor. Schneller, immer schneller werden meine Bewegungen. Mein Körper kommt mir vor wie ein Bogen, bis zu Äußersten gespannt.
***
Jetzt mustere ich irritiert Henris Sekretär, der ungerührt weiter auf seinen Laptop starrt.
»Keine Sorge«, beruhigt mich Henri, »Jean versteht kein Deutsch.« Nach einer kurzen Pause fährt er fort: »Ich habe heute und morgen viel zu tun, macht es Ihnen etwas aus, hier zu zeichnen?«
Ich schüttele den Kopf. »Das Licht ist nicht ideal, aber für ein paar Studien reicht es.«
»Sehr schön. Sobald es geht, treffen wir uns wieder im Atelier.«
Die kommenden Stunden arbeiten wir schweigend. Es ist so leise, dass das Kratzen meines Bleistifts auf dem Papier zu hören ist.
Bis Jean mit einem Telefonat die Stille durchbricht. Er sieht unglücklich aus, nachdem er aufgelegt hat. Es folgt ein kurzer Wortwechsel mit Henri, den ich nicht verstehe, weil beide sehr schnell sprechen, dann stürzt er, für mich sehr plötzlich, aus dem Zimmer.
Irritiert lasse ich den Bleistift sinken. Aber Henri zuckt nur mit den Achseln. Wir sind allein. Allein miteinander, und dieser Gedanke lässt mich wieder erröten und an seine Lippen auf meinen denken.
Henri erhebt sich langsam, geht um seinen Schreibtisch herum und tritt neben meinen Sessel am Fenster.
»Zeigen Sie doch mal! Wie sieht es bisher aus?«
Er greift so schnell zu und zieht mir den Skizzenblock aus der Hand, dass ich überrascht loslasse. Von schräg oben grinst er auf mich herab, als ich lautstark protestiere: »Nein! Das sind nur Skizzen! Das sollten Sie nicht sehen!«
Natürlich klappt er die erste Seite zurück und entdeckt das Bild mit seinen vielen Mündern.
Seine blauen Augen weiten sich überrascht und ein durchdringender Blick trifft mich.
»Ah«, sagt er leise, »ich ahnte doch, dass da etwas in Ihnen schlummert ...«
Ich versuche standzuhalten, aber in mir zerfließt etwas. Bedenken, Widerstand, die blonde Frau ... alles löst sich auf. Es ist nicht mehr wichtig. Wichtig ist nur, dass er mich küsst, dass er mich berührt.
Sehr langsam greift er nach dem Bleistift, entwendet ihn meinen zittrigen Fingern und legt den Stift auf das Fensterbrett.
Dann nimmt er meine Hand, zieht mich aus dem Sessel und umschließt mich fest mit beiden Armen. Diesmal hat dieser Kuss keine Sanftheit, diesmal trifft Begehren auf Begehren. Kein vorsichtiges Tasten. Er nimmt sich sofort, was er will. Er nimmt meinen Mund, so wie ich mir wünsche, dass er mich nimmt, meinen ganzen Körper. Und wie sehr überrascht mich dieser Wunsch! Wie sehr überrascht mich meine feuchte Scham, meine sich aufstellenden Knospen, die sich gegen den Stoff und seine Brust pressen. Atemlos lassen wir schließlich voneinander ab, nur um kurz darauf wieder in einen Kuss zu versinken. Ich fühle seine Hände auf meinem Rücken, seine warme Haut auf meiner. Er ist unter den Stoff geglitten und fährt mein Rückgrat auf und ab, als würde er auf mir spielen. Perlende, kleine Bewegungen, die Feuer und Brennen zwischen meinen Beinen wecken.
Ungeduldig ziehe ich an seinem Hemd, zerre es aus dem Bund der Hose, berühre seinen straffen Bauch, gleite bis zu seiner Brust.
»Langsam«, sagt er, löst sich lächelnd von mir und tritt einen Schritt zurück, »wenn wir spielen, dann nach meinen Regeln.«
»Was für Regeln?«, frage ich und empfinde das Fehlen seiner Lippen auf meinen als herben Verzicht.
Rasch durchquert er den Raum, schiebt einen Riegel vor die Tür.
»Ich bin der Herr deiner Lust.«
Er sagt es beiläufig, so als wäre es unwichtig. Meine Stirn runzelt sich, aber ich weiß nicht, was ich dazu sagen könnte. Begehren vernebelt meinen Verstand.
»Nicht hier. Komm mit!«
Er nimmt meine Hand und führt mich zum Buchregal an der Wand. Eines der Bücher ist ein Schalter, das sehe ich jetzt, als er es ein wenig nach vorn zieht. Der Schrank schwingt nach hinten auf und offenbart eine Wendeltreppe nach unten.
»Hast du Angst?«, fragt er, stellt sich vor die Treppe und mustert mich dabei eingehend. Seine Augen ruhen auf mir. Das Meer darin wirkt beruhigend blau und zugleich aufregend dunkel. Ich schüttele den Kopf. Ich habe keine Angst. In meinem ganzen Leben habe ich mich noch nie so sicher gefühlt, wie jetzt. Sein Körper ist mein Schild, mein Schutz.
»Dann komm.« Er umschlingt meine Finger und führt mich hinab in einen halbdunklen Raum, in dessen Mitte ein großes Bett mit hohen Metallpfosten steht. Die gemauerten Wände sind mit allerlei Peitschen und anderen Utensilien behängt, deren Bedeutung ich nicht kenne.
Ein Lederbock steht rechts neben der Tür, zwei runde Hocker vor dem Kamin gegenüber des Bettes.
»Das ist meine Welt.«
»Was ist das alles?«, traue ich mich schließlich zu fragen. Meine Stimme klingt leise und hallt ein wenig von den Wänden wieder.
»Das ist Spielzeug.« Henri streift sein Hemd ab und entblößt eine gebräunte glatte Brust, deren Anblick mir einen wohligen Schauer über den Rücken jagt.
»Du kannst wieder gehen und alles ist wie vorher«, bietet er mir an, aber ich weiß, dass nichts jemals so sein wird wie vor Henri Marchand.
»Nein!«, sage ich entschieden. Was habe ich schon zu verlieren?
»Zieh dich aus.« Seine Stimme klingt jetzt sehr sanft, sehr beruhigend und hätte mir sonst so eine Aufforderung vielleicht die Schamesröte ins Gesicht getrieben, fühlt es sich gerade sehr richtig an.
Langsam lasse ich die Bluse über meine Schultern und die Hose zu Boden gleiten. Bei meinem BH zögere ich kurz, aber Henri nickt mir ermunternd zu und befeuchtet seine Lippen mit der Zunge. Seine Zunge in meinem Mund ..., denke ich, und lasse auch BH und Slip fallen.
»Geh zum Bett.«
Ich lege mich auf den Rücken. Ein wenig peinlich ist mir, wie feucht ich bin.
Inzwischen hat er zwei Tücher von der Wand genommen, tritt hinter mich und bindet mit geschickten Bewegungen meine Hände an den Metallpfosten fest.

Schreiben Sie die erste Kundenrezension!

REZENSION SCHREIBEN

Ihre Bewertung*
0 / 5 Sterne
Hinweis:
Ihre E-Mail Adresse wird natürlich nicht in den Kundenrezensionen veröffentlicht!