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Dominanz – Die Kunst der erotischen Herrschaft | Erotischer Ratgeber

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Dieses E-Book entspricht 128 Taschenbuchseiten

Wie gehst du am besten vor, wenn du deinen Partner zu deinem Sklaven machen möchtest? Mit welchen Techniken wirkst du auf erregende Weise dominant? Wie kannst du deinen Partner am raffiniertesten demütigen und bestrafen? Und worauf musst du achten, um ungewollte Schäden zu vermeiden? Die Antworten auf all diese Fragen findest du in diesem Buch – und viele Ideen für fantasievolle Erniedrigungen gibt es dazu. So lernst du Schritt für Schritt die Kunst der erotischen Herrschaft und gestaltest aus der Unterwerfung deines Partners ein erregendes Erlebnis für euch beide.

Herzliche Grüße
Arne Hoffmann

Dominanz – Die Kunst der erotischen Herrschaft | Erotischer Ratgeber

von Arne Hoffmann

Worin liegt das Vergnügen, dominant zu sein?
Für manchen mag es auf der Hand liegen, weshalb bei SM-Spielen die dominante Rolle wesentlich reizvoller ist als die unterwürfige: Du kannst dich von deinem Partner nach Herzenslust verwöhnen lassen, wann immer du gerade Lust darauf hast, und ihm dabei auch die unterschiedlichsten lästigen Arbeitsaufgaben auftragen. Dabei kannst du ungestört Zicke oder Macho sein, ohne dass du dich zu rechtfertigen brauchst. Sobald dein Partner beginnt zu motzen oder ähnlich unerwünschte Bemerkungen zu machen, kannst du ihm schlicht den Mund verbieten. Und auch anderweitig hat die Schattenseite der Persönlichkeit, die jeder von uns hat, freie Fahrt: Beispielsweise kannst du deinem Sadismus freien Lauf lassen und dein Partner reagiert darauf nicht nur mit Dankbarkeit, sondern sogar mit sexueller Erregung.
Das klingt jetzt viel weniger nach Sich-verwöhnen-lassen und mehr nach echtem Stress? Warum um alles in der Welt solltest du dir das antun? Sicher, SM-Szenen aus der dominanten Perspektive machen dich scharf, aber kann man diese sexuelle Erregung nicht auch in Form der unterschiedlichsten Pornos genießen?

Wie kannst du überzeugend Dominanz verkörpern?
Was kannst du tun, damit dich dein Partner zumindest vorübergehend als seinen Herrn wahrnimmt und das auch emotional spürt? Hierzu gibt es die verschiedensten Mittel und Wege.
Einer davon orientiert sich an dem alten Spruch »Fake it, til you make it«. Wenn du dich lange genug wie ein dominanter Mensch bewegst und versuchst, wie ein solcher Mensch zu denken, beginnst du dich über kurz oder lang auch so zu fühlen. Anfangs nimmst du dir vielleicht schon eine Weile, bevor euer Spiel beginnt, die Zeit, in diese Rolle hineinzufinden – indem du in der Kleidung, die du für dieses Spiel gewählt hast, durch deine Wohnung schreitest und im Geiste durchgehst, was du mit deinem Partner anstellen möchtest.
Als besonders effektiv, um sich selbst dominant zu fühlen, gilt die sogenannte Wonder-Woman-Pose, also die Beine schulterbreit auseinandergestellt und die Arme in die Hüfte gestemmt. Psychologen der Harvard und der Columbia Business School ließen die Versuchspersonen eines Experiments mehrere Minuten lang diese Position einnehmen und ermittelten dann, welche Veränderungen diese Haltung hervorrief. Dabei zeigte sich: Die Versuchspersonen fühlten sich selbstbewusster, optimistischer und dominanter und ihr Speichel wies sogar ein höheres Niveau von Testosteron und ein niedrigeres Niveau des Stresshormons Cortisol auf. Als man sie vor einem Gremium von Personen einen kurzen Vortrag halten ließ, traten sie dabei leidenschaftlicher und engagierter auf und wurden als fesselnder und überzeugender wahrgenommen. Wenn du dich also vor Beginn eures Spiels auf ähnliche Weise aufputschst, dürfte dir das dabei helfen, dich stark und machtvoll zu fühlen und das deinen Partner auch spüren zu lassen.

Wie lernst du am besten, deinen Partner zu beherrschen?
Du hast es nicht nötig, so zu tun, als hättest du schon Tausende von Menschen zu perfekten Sklaven ausgebildet, während du in Wahrheit keine Ahnung hast, was du da tust. Wenn du diesen Eindruck zu erwecken versuchst, während du dich mangels Erfahrung schon bei der einfachsten Fesselung verhedderst und merklich nervös wirst, dann wird der Kontrast zwischen deiner Rolle und der Wirklichkeit so groß, dass es selbst der gutwilligste »Sklave« nicht mehr schafft, in dieser gemeinsamen Fantasie stecken zu bleiben. Du darfst als »Herr« eben auch unerfahren sein, und es ist dir nicht verboten, es zu zeigen. Ihr habt euch bereits darauf geeinigt, dass du derjenige bist, der sagt, wo’s langgeht – das musst du dir nicht erst durch bestimmte Leistungen verdienen. Insofern kannst du dich von sehr viel unnötigem Stress befreien.
Wenn du einmal zu dieser Erkenntnis gelangt bist, dann wird dir auch klar, dass du deinem Partner kein Extremprogramm zu bieten brauchst, als ob du jahrelang nebenher bei einer Domina gejobbt hättest, sondern auf einem relativ soften Level anfangen kannst. Womöglich ist auch dein Partner nicht supererfahren in diesem Bereich, weshalb auch er sich freuen dürfte, wenn du nicht gleich mit gnadenloser Härte und den ausgetüfteltsten Szenarien einsteigst.
Orientiere dich also eher an einem harmlosen Soft-SM-Streifen wie »Neuneinhalb Wochen« statt an einem Extrem-Porno und tue beispielsweise Dinge wie diese:
• Du fesselst deinen Partner auf eurem Bett, bevor du ihn erst ein wenig piesackst – durch Zwicken, Kitzeln, sanftes Drehen seiner Brustnippel und so weiter – bevor du ihn besteigst. Zum erotischen Piesacken kannst du auch die verschiedensten Hilfsmittel mit wachsender Unannehmlichkeit verwenden, also dich zum Beispiel von Fruchtstücken auf der Haut deines Partners über Eiswürfel zu Wäscheklammern bewegen.


Wie gehst du mit Aufsässigkeiten deines Partners um?
Dass ein SM-Spiel, bei dem ein Partner den anderen unterwirft, so reibungslos abläuft, wie ich es hier geschildert habe, ist keineswegs immer der Fall. Häufig kommt es stattdessen – gerade bei Partnern, die sich erst in ihre Rollen einfinden müssen – zu kleinen Machtkämpfen miteinander, die mal offen und mal verdeckt ausgetragen werden. Diese Kämpfchen können die unterschiedlichsten Gründe haben. Beispielsweise versucht der »Sklave«, das Spiel so zu steuern, dass es allein seinen Bedürfnissen gerecht wird, oder er möchte austesten, ob die Dominanz seines »Herrn« tatsächlich so unerschütterlich ist, wie er es gern hätte.
Auch die Formen, in denen solche Kämpfe ausgetragen werden, sind grundverschieden. Am direktesten ist noch die eindeutige Weigerung, etwa wenn dein Partner dir auf einen Befehl hin erklärt: »Sorry, das mache ich nicht.« Oft ist der Widerstand aber subtiler: Dein Partner unterbreitet dir Gegenvorschläge. Er erhebt in unterwürfigem Tonfall Einwände. Er ignoriert einen Befehl von dir, als ob er ihn überhört hätte. Er fragt dich, ob du dir wirklich sicher seiest. Oder er versucht zu verhandeln: »Wenn ich das tue, bekomme ich dann das?«
Viele dominante SM-Liebhaber empfinden ein solches Verhalten ihres Partners als ausgesprochen nervig. Ihrer Einschätzung nach sollte in dem Gespräch vor dem Spiel geklärt werden, welche Befehle in Ordnung gehen und welche ein Tabu darstellen. Schon dadurch erhält der unterwürfige Partner viele Möglichkeiten, am Verlauf des Spiels entscheidend mitzuwirken.
Oft aber wird das SM-Spiel für beide Partner ruiniert, wenn der angeblich Unterworfene in Wahrheit das Steuer übernimmt. Das von vielen eigentlich Ersehnte und für die volle Entfaltung der Lust Benötigte, nämlich dass der Dominante die Kontrolle innehat, wird beschädigt. Der Unterwürfige kann seinen Partner nicht als seinen »Herrn« ernst nehmen, wenn der sich von ihm mit Leichtigkeit dazu manipulieren lässt, alles zu tun, was der Unterwürfige will.

Welchen Erniedrigungen kannst du deinen Partner beim privaten Spiel unterziehen?
Manche SM-Liebhaber genießen Spiele mit körperlichen Belastungen wie Fesseln und schmerzhafte Bestrafungen (die natürlich auch einen psychologischen Aspekt besitzen). Andere ziehen Demütigungen vor, die den Körper kaum oder gar nicht betreffen, sondern in erster Linie psychologischer Natur sind. Hier sind einige Ideen, was Letzteres angeht.
• Dein Partner hat dir die intimsten Fragen über seine Sexualität wahrheitsgemäß zu beantworten: etwa über Häufigkeit und Gewohnheiten der Selbstbefriedigung, peinliche Erlebnisse aus seiner Vergangenheit, seine bislang verheimlichten erotischen Fantasien, seine geheimen Wünsche in Bezug auf bestimmte Personen (vielleicht aus eurem gemeinsamen Bekanntenkreis) und was dir sonst so einfällt. Auch hierzu kannst du wieder spöttische oder herablassende Kommentare abgeben. Insbesondere wenn sich diese Fantasien um Erniedrigungen drehen oder wenn dein Partner bestimmte wunde Punkte offenbart, merkst du sie dir für zukünftige Spiele.
• Für einen bestimmten Zeitraum, etwa eine Woche, hat dein Partner jederzeit sexuell verfügbar zu sein, egal was er gerade tut und ob er selbst in Stimmung ist oder nicht. Du bedienst dich an ihm ohne Vorwarnung, wann immer du gerade Lust dazu hast.


Worauf solltest du achten, damit solche Erniedrigungsspiele gelingen?

Vor allem ist es wichtig, dass du die ganz persönlichen Vorlieben und Grenzen deines Partners im Auge behältst. So kann es ein Mann erotisch anregend finden, wegen seiner angeblich unzureichenden körperlichen Ausstattung niedergemacht zu werden, aber nicht dafür, dass er zu wenig Geld verdient. Und umgekehrt. Erotische Demütigungen sind individuell und nicht beliebig austauschbar. Die eine bringt deinen Partner sexuell in Wallung, eine andere ist für ihn eine ernsthafte Kränkung, die er nur schwer verarbeiten kann, eine dritte lässt ihn vielleicht vollkommen kalt. Behalte im Auge, wie dein Partner ausgerichtet ist. Wenn ihr mehr Erfahrung mit solchen Spielen habt, kannst du ihn schon mal an seine Grenze führen – du solltest ihn aber nicht ernsthaft überfordern.
Solange ihr noch kaum Erfahrung mit so etwas habt, heißt es allerdings auch hier: Fangt lieber erst mal mit kleinen Schritten an, statt gleich in die Vollen zu gehen.

Wie kannst du deinen Partner zu deinem Sklaven ausbilden?

Wenn ihr über einzelne Spiele hinausgehen und du deinen Partner dauerhaft »abrichten«, also zu deinem Sklaven machen möchtest, würde sich eine Partnerschaft zu etwas entwickeln, das in der Szenesprache als »24/7-Beziehung« bezeichnet wird: 24 Stunden am Tag und 7 Tage in der Woche.
Grundvoraussetzung dafür ist ein entsprechend starkes Bedürfnis bei euch beiden und dass ihr zuvor Gelegenheit hattet, in kürzeren Phasen zu erproben, ob jeder von euch mit seiner Rolle gut zurechtkommt. Bevor ihr eure Beziehung zu einer »Dauerversklavung« umwandelt, solltet ihr tiefgehende Gespräche darüber führen, in denen ihr deutlich macht, was ihr euch konkret darunter vorstellt und was jeder von euch als seine Rechte und Pflichten betrachten würde. Das Ergebnis dieser Unterhaltung könnt ihr dann in einem sogenannten »Sklavenvertrag« festhalten.

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