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Entdeckung der Dominanz | Erotischer SM-Roman

von

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Nach zwanzig Ehejahren, Kindererziehung und einem ereignislosen Leben in einer
eintönigen Vorstadtsiedlung scheint die Ehe von Vera und Nick am Ende.

Die einzige Zuflucht aus diesem Dilemma sind erotische Tagträume, in die sich beide Partner verlieren und darin untreu werden.

Während Nick sich immer mehr in seiner Traumwelt verliert, verschlägt es Vera nach einem Ehekrach nach »Black Swan Manor«, wo Domina Baronesse Hanna und ihr Team eine faszinierende Parallelwelt aus weiblicher Dominanz geschaffen haben.

In dem als Dominastudio eingerichteten Keller des exklusiven Herrenhauses lernt sie ihre Träume an männlichen Sklaven auszuleben und gewinnt dadurch Kraft und Selbstbewusstsein.

Wird Vera auch Nick dominieren, und kann Nick diese »neue Vera« lieben?

Entdeckung der Dominanz | Erotischer SM-Roman

von Edyta Zaborowska

Ein bisschen fühlte ich mich an die Szenen aus dem Film »Das Schweigen der Lämmer« erinnert, als ich mit Ewa und Seiyoua durch die Korridore im Keller stolzierte. Es war ein altes Gebäude, in dem es nach frischer Farbe roch – und irgendwie nach Sünde. Das behauptete jedenfalls Ewa, die vor mir ging und sich zu mir umdrehte.
Den gesamten Kellerbereich des Gebäudes hatte die Baronesse renovieren und ausbauen lassen. Ich wurde zu einem kleinen Zimmer eskortiert, das man für meine nächste Prüfung auserkoren hatte. Das Mobiliar bestand aus einem zerkratzten Tisch mit eingeritzten Obszönitäten sowie zwei Stühlen und einer Sitzbank an der Wand. Metallhaken waren auf der Tischplatte befestigt, offensichtlich dafür gedacht, die Gefangenen während der Vernehmung zu fixieren.
Die Baronesse erwartete mich bereits. Noch immer trug sie das elegante Kostüm vom Dinner. Eine Weile stand sie reglos vor dem Tisch und musterte mich. Sie nickte zustimmend, nahm dann auf der an der Zellenwand befestigten Holzbank Platz.
»Wie mir gesagt wurde, bist auf dem besten Weg, Teil meines Teams zu werden!«, sagte sie in einem ruhigen Ton und drückte einen Klingelknopf an der Wand, worauf ein Mann von zwei schwarz uniformierten Frauen hereingeführt wurde.
Ich sah die beiden jungen Damen zum ersten Mal. Aufgrund ihrer Lederuniformen nahm ich an, dass sie als Wärterinnen angestellt sein mussten.
Der muskulöse Mann war fast nackt. Seine Scham war mit einem schwarzen Tangaslip bedeckt, mehrere Lederriemen waren um seinen Körper gezurrt, Fuß- und Handgelenke mit Stahlfesseln versehen. Sie ließen ihm kaum Bewegungsfreiheit, und er war gezwungen, mit kleinen Schritten in Richtung des Stuhls auf der anderen Seite des Tisches zu tippeln, dorthin, wo die Haken eingelassen waren. Ein schwarzer Stoffsack verhüllte seinen Kopf wie bei einem Verbrecher, der zu seiner Hinrichtung geführt werden sollte.
Unsanft wurde er auf den Stuhl gedrückt. Danach verließen die beiden geheimnisvollen Schönheiten den Raum und die Baronesse ergriff wieder das Wort: »Ich möchte dir Adam vorstellen, meinen persönlichen Leibwächter!«
Die Hand mit der Zigarette wies nonchalant in Richtung des schweigend auf dem Stuhl sitzenden Mannes.
»Vera! Der Mann gehört dir! Zeig mir an ihm, was du mit einem Kunden machen würdest! Hier sind die Mittel, die ich dir dafür zur Verfügung stelle«, erklärte sie und legte darauf die beiden Züchtigungsinstrumente auf den Tisch. »Sei hart, zeig uns deinen Sadismus und lass den Schwarzen Schwan in dir los. Verzichte auf alle Scham und Zurückhaltung, so wie wir es getan haben. Sei du selbst und werde eins mit deiner Latexhaut, deiner Dominanz und den Peitschen! Wenn du es schaffst, mich zu erregen, hast du den Job!«
Mein gesamter Körper bebte vor Aufregung. Ich umfasste den Griff der Reitgerte und ließ den dünnen mit Leder bezogenem Fiberglasstab durch die Luft fahren, spürte die Macht, die dieses Instrument mir verlieh.
Ich, und nur ich allein, traf ab sofort die Entscheidungen!
Langsam umrundete ich den Tisch. Das Klacken meiner Absätze erfüllte den Raum. Die Stiefel drückten jetzt überhaupt nicht mehr und ich wurde immer sicherer auf diesen schwindelerregend hohen Absätzen. Aus dem Augenwinkel erkannte ich, dass die Baronesse sich auf der Bank neben Aimée niedergelassen hatte. Zärtlich verhakten sich die schlanken Finger der beiden Frauen miteinander.
Ich war in einen Traum geraten, einen realen Traum, der hoffentlich nie enden würde, dachte ich und umfasste die Kette, die Adams Handgelenke zusammenhielt. Alles in mir geschah jetzt automatisch und intuitiv. Ich musste nicht einmal überlegen, was ich als nächstes tun würde. Mit einem Ruck zog ich die Kette zwischen Adams Händen hervor und fixierte sie mit den Karabinerhaken auf der Tischplatte. Verzweifelt versuchte dieser, das Gleichgewicht auf dem wackeligen Stuhl zu halten. Bei jeder Bewegung hörte ich metallisches Gerassel. Mit jedem Ton liebte ich dieses Geräusch mehr. Ich verpasste ihm eine Ohrfeige und bemerkte, wie er vor Schreck zusammenzuckte. Es jagte mir einen wohligen Schauer durch den Leib.
Ich legte meinen Mund an sein Ohr und flüsterte durch den Stoffsack: »Hörst du mich, Sklave?«
Er nickte.
»Du wirst dich die nächsten Wochen an diese Stimme gewöhnen müssen. Noch ist sie dir unbekannt, aber wenn ich mit dir fertig bin, dann wird sie ein Symbol für deine Qual sein! Es sind nicht die Schmerzen der Stahlmanschetten, die deine Haut an den Hand- und Fußgelenken abschürfen. Es ist auch nicht das Warten darauf, dass sich die Tür zu deiner Zelle öffnet und ich wieder auftauche. Mit jedem Sonnenuntergang, den du durch das Kellerfenster deines kleinen Lochs siehst, wird dich etwas anderes quälen: deine sinkende Hoffnung auf ein Ende deiner Hilflosigkeit.«
Ich roch seinen anregenden Männerduft, der die ohnehin schon knisternde Spannung in mir noch verstärkte. Ich spitzte die Lippen und gab ihm den Hauch eines Kusses auf die Ohrmuschel, die sich unter dem Stoff abzeichnete. Zu gern hätte ich sein Gesicht gesehen, sicher war es ähnlich attraktiv wie der restliche Körper. Allein durch die Vorstellung, gleich seine prächtig ersteifte Manneskraft vor mir zu sehen, spürte ich wachsende Erregung.
Ich stellte mich hinter ihn, legte die Spitze der Reitgerte auf seine rechte Schulter und redete weiter: »Seiyoua erzählte mir, ihre Kunden würden es lieben, wenn ihre Hände in einen Schraubstock gespannt werden und sie ihnen dann Streichhölzer und Nadeln unter die Fingernägel treibt. Ich bevorzuge hingegen andere ... perfidere Mittel, um meine Lust an deinen Schmerzen zu steigern!«
Ich war über die Wahl meiner Worte überrascht, nie zuvor hatte ich solche Ausdrücke in den Mund genommen, oder überhaupt daran gedacht, sie auszusprechen. Es war, als hätte der dunkle Aspekt nicht nur mein Denken, sondern auch das Sprechen übernommen.
»Auch du wirst es lernen, den Schmerz zu genießen ... so wie ich es genieße, Schmerz zu verursachen!«, sagte ich mit einem fiesen Lächeln, holte mit der Reitgerte aus und ließ sie auf seinen Rücken niedersausen. Der flexible Stab fraß sich in seine helle Haut, wo sich sofort ein roter Striemen bildete. Unter dem Stoffsack hörte ich ein gedämpftes Stöhnen. Adams Oberkörper begann zu zittern.
»Meine Zärtlichkeiten sind dein Schmerz!«
Wieder zog ich die Gerte durch. Es tat verdammt gut, stellte ich mit einem Lächeln auf den Lippen fest.
»Bald schon wirst du mir für diese Zuwendungen die Stiefel küssen. Es wird dich mit Glück erfüllen, dass ich meine Aufmerksamkeit an dich verschwende.«
Wieder schlug ich auf den stummen Mann ein, diesmal noch fester. Ich versuchte dabei auszuloten, wie weit ich gehen konnte. Ein kehliges Geräusch durchschnitt den Raum. Adam zitterte am ganzen Körper.
»Ups! Zu stark?«, höhnte ich mit einem Blick zu meinen beiden Zuschauerinnen und schlug dann noch einmal zu, allerdings etwas weniger stark. Ich nahm nun die kleine, neunschwänzige Peitsche in die andere Hand, schlug mit der linken Rückhand zu. Kaum hatte er sich an die Riemen der Peitsche gewöhnt, sprach wieder die Reitgerte aus der rechten Hand für mich.
Ein enges Netz aus rötlichen Striemen hatte sich auf seinem Rücken gebildet. Ich war ganz offensichtlich in meinem Element, fürchtete nichts mehr und konnte alle Schranken um mich fallen lassen.
»Ich habe schon viele von deiner Sorte trainiert!«, log ich ihn an. »Aber du, Adam, du wirst mein Meisterstück werden! Deinen Willen werde ich so brechen, dass du nur noch eine leere Hülle bist, die meine Wünsche erfüllt! Hast du verstanden?«
Da ich keine Antwort bekam, wiederholte ich meine Frage: »Hast du mich verstanden?«
Ich ließ mich tiefer in meine neue Rolle als dominante Herrin fallen. Dunkelheit umhüllte mich wie die Schwingen eines großen Vogels. Meine Gedanken drehten sich nur noch um mich und meine Lust. Ich wollte mich an diesem Mann erregen, egal wie.
»Ich habe dich etwas gefragt!«, keuchte ich ungeduldig.
Wieder schlug ich zu. Ich trat ihm den Stiefel in die Seite, sodass der vor Schmerz stöhnende Mann zur Seite kippte. Der schwarze Stoff seiner Kopfmaske bewegte sich unter seinem Atem, schien bei jedem Einatmen an Mund und Nasenlöchern zu kleben.
»Ich kann es kaum erwarten, dass du zu einem meiner willigen Spielzeuge wirst und nur noch meinen Anweisungen folgst. Ich bin die Herrin und du mein Subjekt. Das wird uns beide verbinden, egal wie schlimm es für dich endet!«, hörte ich mich sagen.
Erneut schlug ich zu, stärker als zuvor. Ich fürchtete, dass ich die Kontrolle über mich verlor, wenn ich so fortfuhr und musste mich zu einer Pause zwingen. Das Blut pochte durch meinen Schädel, meine Brust hob und senkte sich im Rhythmus meines schnellen Atems.
Ich strich mit meinen gummiumhüllten Fingern über die Striemen seiner Haut. Adams Atem war stoßend wie meiner, er stöhnte und wimmerte unter dem Stoffsack. Ich tastete seine harten Brustmuskeln ab, fuhr über den noch frischen Brandfleck und die harten Brustwarzen abwärts und erlebte erstmals in meinem Leben, wie sich ein echtes Sixpack an einem Mann anfühlte.
Wow!
Die Spitze seines erigierten Penis’ schaute fast bettelnd aus dem jetzt viel zu engen Slip heraus, so, als würde sie um meine Berührung flehen.
Gern kam ich dieser Bitte nach! Ich umfasste die Eichel und schob die Vorhaut vor und zurück. Adams Eichel fühlte sich wundervoll an, sie war hart, und trotzdem weich wie Samt. Er wimmerte wie ein kleines Kind, spitze Kehllaute erfüllten trotz der Stoffmaske den Raum. Adam und ich ergänzten uns. Wir waren oben und unten, Herrin und Sklave, Sadistin und Masochist. Diese pikante Konstellation war pure Erotik. Er stand kurz vor dem Höhepunkt. Am liebsten hätte ich weitergemacht, hätte ihn bis auf den letzten Tropfen seiner Spermaflüssigkeit ausgeleert. Aber nein! Ich war die Herrin, ich wollte meine Befriedigung aus seinem Schmerz ziehen. Vorerst! Bei diesem Gedanken stöhnte ich unvermittelt auf, nahm die Peitsche und schlug auf ihn ein. Ich war wie von Sinnen. Mein Gesichtsfeld verengte sich, so, als wäre Adam mit seinem Körper und seinem lustvollen Stöhnen der Mittelpunkt meines Universums. Alles im Raum schien sich zu einem grotesken Stillleben zu verzerren. Die Zeit blieb um mich herum stehen, als ich in einen sadistischen Rausch fiel.

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