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Leseprobe: Litha Bernee
Stille mein Begehren | Erotischer Roman

Versonnen strich Birgany über das grüne T auf dem blütenweißen Batisthemd. Genau wie sie erwartet hatte, stach die Farbe nicht ins Auge, sondern hob sich dezent ab.
Sie faltete die beiden Hemden, legte sie in ihren Korb und machte sich auf zum Kontor der Strogows.
»Seid gegrüßt, Heribert. Sind die Strogows anwesend?«
»Seid gegrüßt, Birgany. Ja, ich sage den Herren, dass Ihr sie zu sprechen wünscht.«
»Danke.«
Als Erster kam Thoran aus einem der angrenzenden Zimmer, dicht gefolgt von seinem Bruder. »Witwe Krämer«, grüßte Nikolai.
»Seid gegrüßt, wie können wir Euch behilflich sein?«, erkundigte sich Thoran.
»Ich habe die ersten beiden Hemden bestickt und möchte wissen, ob es in Eurem Sinne ist, ehe ich mit den anderen zehn beginne.«
»Ich sagte es Euch doch bereits, als ich die Bestellung aufgab.« Thoran schaute sie stirnrunzelnd an.
»Ich weiß. Aber auf dem Papier sieht es anders aus als auf Stoff. Es dauert auch nicht lange. Bitte werft einen Blick darauf.«
»Mein Bruder hat mir versichert, dass uns Eure Verzierungen gefallen werden. Nun seid Ihr schon mal hier und außerdem bin ich gespannt auf Eure Arbeit«, mischte sich Nikolai ein. »Folgt mir bitte in unser Arbeitszimmer.«
Birgany stellte den Korb auf einen Sessel, reichte Nikolai ein Hemd und Thoran das zweite. Nikolai schüttelte es aus und stieß einen anerkennenden Pfiff aus. »Dezent und einzigartig. Eine hervorragende Arbeit.«
»Danke.« Birgany lächelte und freute sich über sein Lob.
»Dreht Euch um.«
»Wieso?« Irritiert sah sie Thoran an.
»Ich will sehen, wie die Stickerei wirkt, wenn ich es trage.« Thoran löste seine Halsbinde und warf sie auf den Schreibtisch. »Dafür muss ich ein Hemd ausziehen, um das andere anziehen zu können. Es sei denn, Ihr wollt mich nackt sehen.«
Mit feuerroten Wangen wirbelte Birgany herum. Dieser arrogante Charmeur, dachte sie und starrte auf die Scheiben der Vitrine, in denen sich Thorans Abbild spiegelte. Sie presste die Hände auf den Mund. Zum ersten Mal in ihrem Leben sah sie einen halb nackten Mann. Thorans Brustkorb war dezent von schwarzen Haaren bedeckt, die sich nach unten hin verjüngten und als Strich im Bund seiner Hose verschwanden.
Will ich irgendwann als alte Frau sterben, ohne erfahren zu haben, ob die körperliche Liebe wirklich schön sein kann? Wie es sich anfühlt zu fliegen?, überlegte Birgany.
Sie drehte sich um, trat vor Thoran und legte beide Hände auf seine Brust. Genauso hatte sie es sich vorgestellt, während sie sein Hemd bestickt hatte. Ständig hatte sie an seinen Kuss gedacht und Fannys Worte im Ohr gehabt.
Die Muskeln unter ihren Fingern waren hart. Sie strich über eine der Brustwarzen, die sich sofort aufrichtete. Diese Berührung fand ein Echo in ihrem Körper und Birgany nahm die zweite Hand zu Hilfe. Sie ertastete eine Narbe, die seitlich über seinen Rippenbogen verlief.
»Eine Unachtsamkeit bei der Jagd.« Thorans Worte katapultierten sie aus ihrer Träumerei.
Mitten in der Bewegung erstarrte Birgany. Ihr Blick umwölkte sich und ihr Brustkorb hob und senkte sich hektisch.
»Ich bitte um Verzeihung. Ich weiß nicht, was mich zu einer derart unschicklichen Tat veranlasst hat.« Die Hände in den Rockfalten verborgen, zog sie sich drei Schritte zurück.
»Es hat mir gefallen.« Thoran ergriff ihre Hand und legte sie zurück auf seinen Brustkorb. Er wollte ihr die Kleider vom Leib reißen. Ihre verborgenen Schätze erkunden. Wissen, ob der Rest von Birgany ebenso exquisit war wie ihr Mut.
»So viel Feuer, welches ungenutzt verpufft«, sprach Thoran leise und strich ihr mit dem Handrücken über die seidenweiche Wange. »Darf ich mein Angebot erneuern? Dir die Freuden der körperlichen Liebe zeigen? Dir Genuss verschaffen?« Bei diesem intimen Gespräch war es Thoran wichtig, eine Bindung zu ihr aufzubauen. Sie war nicht schockiert, dass er sie duzte. Lächerlich wäre gewesen, weiter auf den gängigen Konventionen zu beharren.
Die unterschiedlichsten Emotionen huschten über ihr Antlitz. Argwohn, Unsicherheit, gefolgt von purer Entschlossenheit. Sie zog die Unterlippe zwischen die Zähne und ihr Gesichtsausdruck zeigte Thoran, wie ihre Gedanken sich förmlich überschlugen.
***
Dankbar für die Atempause stand Birgany im Ankleidezimmer. Mit zittrigen Händen goss sie Wasser in die Schüssel und benetzte ihr Gesicht.
Sie war frei und konnte tun, was sie wollte.
Warum sollte sie die Gunst der Stunde nicht nutzen? Sie wollte wissen, wie es sich anfühlte, körperliche Freuden durch einen Mann zu erfahren. Thorans Kuss war eine Offenbarung gewesen und schon damals hatte sie mehr gewollt.
Unsicher kaute sie an ihrer Unterlippe und legte sich schützend die Arme um den Leib. Insgeheim mochte sie beide Männer, obwohl sie ihr im Grunde fremd waren.
Ihr Konterfei blickte ihr verschwommen aus der Wasserschüssel entgegen. Die Haare zerzaust, die Augen riesig.
»Du hast es ins Rollen gebracht, also nicht kneifen. Du wolltest einen Liebhaber für eine Nacht und wer eignet sich dafür besser als einer der Strogowzwillinge?«, fragte sie ihr Spiegelbild.
Nur wen? Thoran, dessen Kuss sie schon verrückt gemacht hatte?
Oder Nikolai, der seinen Bruder gerügt hatte, als sie in der Gasse lag?
Sie straffte die Schultern und ging zurück.
Sobald sie eintrat, hatte sie die volle Aufmerksamkeit der Brüder. Nikolai lehnte im Wohnzimmer am Kaminsims und Thoran lief vor dem Fenster auf und ab. Ein betörender Duft wehte ihr aus dem angrenzenden Zimmer entgegen.
»Ihr werdet von mir ablassen, wenn ich euch darum bitte? Diskretion wahren und nicht mit anderen über dieses einmalige Abenteuer reden?«
»Du kannst uns vertrauen«, antwortete Nikolai. »Ein Nein und wir hören auf, egal wie schwer es sein mag.«
Langsam kam Thoran auf sie zu und blieb dicht vor ihr stehen. »Wir schüren dein inneres Feuer, bis du verbrennst, und offenbaren dir eine Welt, die dir völlig fremd ist.«
Birgany starrte in Thorans erdbraune Augen und glaubte kaum, was sie hörte.
»Wir?« Birgany ärgerte sich über die Panik in ihrer Stimme. Sie wollten beide mit ihr das Lager teilen?
»Ruhig, kleine Feuerfee. Nikolai und ich werden dir zeigen, wie schön ausschweifende Liebe sein kann. Werden dich liebkosen und erregen.« Seine Fingerspitzen glitten über ihren Hals. »Wer von uns die Gunst erhält, deinen anbetungswürdigen Körper mit seinem zu vereinen, entscheidest du. Gib uns die Möglichkeit, dich auf sinnliche Weise zu umwerben.« Thoran ergriff ihre Hand und sie folgte ihm in den angrenzenden Raum.
»Oh.« Ein Kerzenmeer hüllte sein Schlafgemach in goldenes Licht. Auf dem Laken lagen getrocknete dunkelrote Rosenblüten verstreut. »Ich bin überwältigt, welche Mühe ihr euch gemacht habt.« Die Anspannung wich aus ihrem Leib und sie war sich sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Thoran löste die Enden ihres Brusttuches, zog es ihr über die Schultern und strich mit dem Daumen am Ansatz ihres Dekolletés entlang.
Gänsehaut breitete sich aus und Birgany erschauerte unter der Berührung. Nikolai zog ihr Unterkleid weiter hinab, gleichzeitig spürte sie seine Zunge auf der Schulter. »Hast du Angst?«, fragte er.
»Ja.« Der Mann strahlte eine ebensolche Wärme aus wie sein Bruder.
»Sollen wir aufhören?«
»Nein.«
Zärtlich griff Nikolai in ihr Haar und schob es zur Seite. Warme Lippen pressten sich auf ihren Hals. »Unsere Feuerfee ist im Moment etwas wortkarg.«
»Ich bin nervös. Es ist neu. Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll.«
»Lass uns einfach machen. Wir werden für dich sorgen.« Thoran neigte den Kopf und strich mit der Zungenspitze über ihre Lippen. »Öffne dich für mich.« Seine Zunge strich über ihre untere Zahnreihe. Er schmeckte nach Minze und ein klein wenig nach Zimt. Zaghaft stupste sie seine Zunge an. Er stöhnte an ihrem Mund, sein spielerisches Drängen wurde leidenschaftlicher und Birgany versank in diesem sinnlichen Kuss.
»Nein«, protestierte sie, als er sich zurückzog. »Ich will mehr.«
»Nicht so ungeduldig, kleine Feuerfee.«
Der Kosename gefiel Birgany. Noch nie hatte man ihr einen Kosenamen gegeben.
Ein letztes Mal leckte Thoran über ihre vom Küssen pulsierenden Lippen. »Wir wollen deinen Körper erkunden. All die geheimen Stellen finden.« Seine Zunge fuhr seitlich an ihrem Hals entlang und sie stöhnte auf.
»Genau hier ist eine solche Stelle und es steigert dein Verlangen.« Gleichzeitig strich Nikolai mit dem Finger über ihren Spann. »Hier ist eine weitere Stelle. Heb den Fuß.«
Unfähig, klar zu denken, gehorchte sie und er zog ihr nacheinander die Schuhe aus. Strumpfbänder und Strümpfe folgten. Sie spürte, wie Nikolais Zungenspitze über ihre Kniekehle tanzte.
Es war unzüchtig. Verrucht. Und sie gierte nach mehr.
Beherzt raffte sie ihre Röcke, wurde aber von starken Händen aufgehalten. Irritiert starrte sie Thoran an. »Ich dachte, wir würden ... «
»Wir versprachen dir ein außergewöhnliches Erlebnis und wollen dich vorbereiten.«
»Ich bin bereit«, platzte sie heraus. Thoran schmunzelte, löste ihren Zopf und fächerte ihr Haar auf.
Er saugte ihren Daumen tief in seinen Mund. »So fühlt es sich für mich an, wenn ich von deiner köstlichen Grotte umschlossen werde.«
Birgany leckte sich über die Unterlippe. Seine Worte steigerten ihre Begierde. Sie fühlte sich leicht und frei.
Versiert schnürte Thoran ihr Mieder auf und schob es ihr samt Unterkleid vollends von den Schultern. »Hol mich der Teufel. Was ist denn das?«
»Kein Korsett, trotzdem ein Augenschmaus, welcher einem Mann die Sinne raubt.«
»Ein äußerst verruchtes Stück.« Thoran zupfte an ihrem Ubera.
»Selbst entworfen. Damit ich besser atmen kann. Hilft mir im Moment aber nicht.«
»Ich kann ihre harten Nippel durch den Stoff sehen.«
Beschämt presste sie beide Hände auf ihre Brüste.
»Nikolai, sie will uns ihren nackten Busen nicht zeigen.«
»Ihr wollt mich entblößen, dabei seid ihr noch vollständig bekleidet. Fast jedenfalls.«
»Wie Ihr wünscht, holde Maid«, erwiderte Nikolai, kam geschmeidig auf die Füße und zog sich sein Hemd über den Kopf. Thoran tat es ihm nach. Birgany fuhr seine Narbe mit der Fingerkuppe nach. Wieder zogen sich seine Bauchmuskeln zusammen. Neugierig erkundete sie weiter seinen Oberkörper und fand noch fünf kleine Narben.
Fest umklammerte Thoran ihre Handgelenke.

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