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Leseprobe: Maria Bertani
Aurelia - Nymphe der Lust | Historischer Erotik-Roman

... »Purpur. Es wird aus der Purpurschnecke gewonnen. Die Farbe ist so kostbar, dass sie nur für Könige und Päpste verwendet wird.«
Romero hält mir ein kleines Döschen unter die Nase. Der Inhalt ist kaum zu erkennen. Nicht mehr als eine Messerspitze voll.
»Um diese Menge Pigment zu erhalten, mussten zwölftausend Schnecken sterben.«
»Die armen Schnecken sterben für die Kunst?«
»Ja, das Leben ist nicht immer romantisch.« Romero zieht die Augenbrauen hoch. »Farbe aus Pflanzen ist nicht so haltbar. Man muss die wasserlöslichen Farbstoffe auf Eierschalen, Muscheln oder Kreide geben. Das Ganze trocknen und dann zermörsern. Dann bekommst du ein Farbpigment, das mit Öl versetzt werden muss, um die endgültige Farbe zu erhalten.«
Ich nicke zum Verständnis.
»Das erfordert alles seine Zeit. Aus diesen Pigmenten kannst du dann noch eine Art Stift herstellen, wenn du es mit weichem Bienenwachs verknetest.« Er drückt mir ein rundes Stück farbiges Wachs in die Hand und sagt: »Probier es aus«, während er mir ein Pergament zuschiebt.
Ich zeichne ein paar Striche. Fühlt sich gut an, und es ergibt eine satte Farbe.
»Aus Kreide und Erde kann man recht einfach Pigmente herstellen. Bei den Edelsteinen wird das schon schwieriger. Die müssen erst mühsam zerschlagen und dann immer kleiner zerbröselt und zermörsert werden. Aber dafür hat man dann sehr schöne Farben. Ultramarin, Bergblau, Rauschgelb oder auch Goldfarbe. Allerdings bevorzuge ich für Goldeffekte Blattgold, das kommt dann ganz zum Schluss auf die Leinwand.«
Der Meister zeigt mir eine Schachtel mit feinsten Goldplättchen.
»Dann gibt es noch Farben, die auf eine etwas übelriechende Weise hergestellt werden, aber das müssen wir heute nicht erörtern.«
»Wieso? Ihr habt gesagt, ich muss als Maler meine Farben selber herstellen.«
Romero grinst. »Möchtest du auf Bleiplatten pinkeln und dann das Bleiweiß abschaben?« Er hält mir eine weitere Dose hin.
»Oh nein«, wehre ich ab.
Romero lächelt mich an, dann wird sein Gesicht wieder ernst. »Wenden wir uns den Bindemitteln zu: Was könnte man von diesen Sachen wohl als Bindemittel benutzen, Aurelia?«
»Öl?«
Er nickt. »Außerdem Eiweiß oder auch Wasser. Aber das ist nur für Pergament geeignet und ergibt eine ähnliche Konsistenz wie Tinte. Wir werden jetzt einige Farben anmischen. Danach brauche ich dich noch mal, um mir Model zu stehen.«
»Gut. Und womit fangen wir an?«
»Mit Lapislazuli, dort drüben.«
Romero gibt mir eine Dose. »Nimm den kleinen Löffel und miss anderthalb davon ab, dann gib es in einen kleinen Tiegel und als Bindemittel ein paar Tropfen Leinöl dazu. – Nein, nicht diese Flasche, das ist Mohnöl. Die dort, mit dem roten Stöpsel.«
»Verzeiht«, stottere ich verlegen.
»Da gibt es nichts zu verzeihen. Du musst die Dinge erst lernen.«
Aus den angegebenen Zutaten stelle ich mit einem Holzstäbchen eine weiche Masse her.
»Dann etwas Purpur, aber nur sehr wenig. Das werde ich allerdings selber tun.«
Das ist mir auch lieber. Sollte mit dem teuren Stoff etwas schief gehen, so ist es nicht meine Schuld.
»Dann benötigen wir noch Blattgold.«
Romero stellt die Farben und die Goldspäne auf seinen kleinen Beistelltisch vor der Leinwand. »Komm her. Zieh dich aus. Ich löse dir die Bänder.«
Als das Kleid zu Boden fällt, will ich auf das Podest steigen.
»Warte noch.« Romero haucht mir einen Kuss auf meinen Nacken, noch einen und noch einen. Meine Brustknospen stellen sich sofort auf.
»Andrea, was tut Ihr?«, flüstere ich.
»Psst …«
Er legt einen Finger auf meine Lippen. Ich schließe die Augen. Er küsst meinen Rücken, fährt über meine Hinterbacken, bis zum Ansatz meiner Schenkel. Meine Haut brennt, meine Brustknospen sind so hart, dass es fast schmerzt. Dann dreht er mich zu sich.
»Sieh mich an.«
Ich zwinge mich meine Augen zu öffnen. Romeros Gesicht ist meinem ganz nah. Seine Augen stechen, doch seine Hände sind zärtlich.
»Was wollt Ihr?« Mein Herz rast wie verrückt.
»Dich! Mit allem. Haut, Haar und Seele. Ich bin der Teufel in Menschengestalt und was ich in die Finger kriege, gebe ich nicht mehr her.« Dabei lächelt er, aber seine Augen sind wie glühende Kohle. »Du wirst zu mir kommen, mit deinen goldenen Knospen.«
Während er spricht, tupft er mir das Blattgold zwischen die Brüste und auf die Brustspitzen. Dann lässt er seinen weichen Pinsel über meine Haut streichen. Ich zittere vor Erregung und in meinem Unterleib spüre ich ein lustvolles Ziehen. Immer tiefer gleitet der Pinsel. Ich sehe, wie sein Schwanz steif in der Hose steht. Er gibt mir einen leichten Klaps auf die Schenkel. »Spreiz deine Beine.«
Ich tue es.
Der Pinsel streicht über die Innenseiten meiner Schenkel.
»Fühlt sich das gut an?«, haucht er.
Ich kann nicht antworten.
Er kniet vor mir und küsst meinen Schamhügel. Den Pinsel tupft er in Purpurfarbe, während sein heißer Atem über meine Venus streicht.
»Deine Schnecke hat die königliche Farbe wahrlich verdient«, flüstert er und sein Pinsel betupft meine Möse.
»Du bist die perfekte Nymphe. Wenn du auch den anderen Männern den Kopf verdrehst … Ich bin derjenige, der dich trinken wird.« Seine Zunge gleitet zwischen meine Schamlippen und leckt einen Tropfen Honig.
Ich stöhne und lehne mich gegen ihn. »Ich halte das nicht aus, bitte nimm mich.« Meine Stimme ist mir fremd.
»Ich werde dich nehmen. Und du wirst mich anflehen, es wieder und wieder zu tun, dich zu trinken und dich zu vögeln. Aber es ist wie beim Malen, du wirst noch lernen müssen.«
»Ja, Meister, das will ich.«
Oh, Gott, ich verbrenne. Ich will, dass er es mir macht, egal wie. Nur soll er mich endlich von dieser Qual befreien.
Romero erhebt sich.
»Nein, bitte«, flehe ich ihn an, »ich will alles tun!«
»Ich weiß ...« Er legt die Pinsel weg und lässt mich stehen.

Ich will hinaus zum Wasserbecken. Das kalte Nass wird meine Haut kühlen und meine Hitze löschen. Als ich die Ateliertür öffne, sehe ich, wie Romero mit geschlossenen Augen an einem Baum lehnt. Er hält seinen Schwanz in der Hand und reibt ihn auf und ab. Tränen der Wut laufen mir über die Wangen. Schon spritz er in hohem Bogen auf den Rasen. Entspannung legt sich auf seine Züge. Er packt seinen noch halbaufgerichteten Schwanz wieder in seine Hose und geht zum Haus. Ich stürme zum Wasserbecken. Marco liegt auf dem Rücken und lässt sich auf dem Wasser treiben.
»Was ist denn mit dir passiert?« Er schaut mich erstaunt an.
Ich springe mit voller Wucht ins Wasser.
Er kommt näher. »Hey, was ist los?«
Ich antworte nicht, versuche nur, die Tränen zurückzuhalten, was mir nicht gelingt.
Marco zieht mich sanft an sich. Erst wehre ich mich gegen seine Arme, doch er lässt mich nicht los und so füge ich mich und spüre, wie gut mir seine Kraft tut. Stockend erzähle ich ihm von Andrea.
Marco ist überrascht. »Hm … Das sieht ihm gar nicht ähnlich. Normalerweise würde er einen guten Stich niemals sausen lassen. Er besteigt alle seine Jüngerinnen, bevor er sie einem anderen gönnt.«
»Ach, ein guter Stich bin ich, ja?!« Ich boxe nach Marcos Schulter. Er ist schnell und hält meine Handgelenke fest.
»Hey, ist das so schlimm? Also, ich finde nicht! Allerdings könnte ich dir ein kleines Angebot machen.«
»Mich vögeln?«
Marco lacht laut. »Ich bin doch nicht lebensmüde! Mit der Zunge oder mit der Hand könnte ich es dir machen. Den ersten Stich überlasse ich aber lieber dem Meister, sonst bin ich ein toter Mann.«
Ich zögere. »Und … und was willst du dafür?«
Marco grinst. »Ganz einfach: Dass du es mir auch machst!«
»Was?!«
»Nun guck doch nicht so. So schlimm ist es auch wieder nicht.«
Ich sehe ihn mir genau an. Er ist ein hübscher Kerl und ich fühlte mich bisher schon immer von ihm angezogen. Seine Augen verengen sich zu schmalen Schlitzen. »Und?«
»Wie soll ich das tun?«
»Wie du willst. Mir ist es mit dem Mund am liebsten, aber da du keine Erfahrung hast, kannst du auch deine Hand nehmen.«
»Ich … hab auch das noch nie gemacht.«
»Macht nichts, ich sag dir, wie du es tun sollst.«
Mit einem leichten Nicken stimme ich zu.
»Lehn dich zurück, leg den Kopf auf den Beckenrand.«
Ich tue es und halte mich mit den Händen am Rand fest. Marco hebt meinen Po an, legt sich meine Beine auf die Schultern und schiebt sich an meine Venus heran. Mein Herz hämmert und meine Säfte laufen zusammen. Zu wissen, dass dieser junge Kerl gleich seine Zunge in mein Intimstes tauchen wird, macht mich verlegen und verlangend.
Er legt die Hände so unter meinen Po, dass meine heiße, verlangende Spalte jetzt genau vor seinem Mund liegt.
Ich atme flach.
Er blickt mich durch meine Beine hindurch an und lächelt. »Hey, es wird dir gefallen, nur keine Scheu.« Er beugt sich ein Stückchen hinunter und kreist vorsichtig mit seiner Zunge um meine Perle.
Ich stöhne auf. »Oh …«
Marco macht weiter, lässt sich nicht beirren. Je mehr er mit seiner Zunge um meine Perle kreist, desto härter wird sie. Und es dauert nicht lange, bis sie pulsiert. Plötzlich spüre ich seine Finger an meiner Möse. Mein Atem geht stoßweise. Was hat er vor? Geschickt und ganz langsam lässt er zwei von ihnen hineingleiten. Ich stöhne laut auf und die Hitze schießt mir ins Gesicht. »Oh, Gott, was tust du?!«
»Ich ficke dich.«
Dieser Satz lässt noch mal eine Woge durch meinen Körper rauschen.
Ganz schlicht, ohne sein Tun zu unterbrechen, fügt Marco hinzu: »Ich mache nur das, was der Meister hätte tun sollen.«
Meine Venus umklammert pulsierend seine Finger, die er langsam rein und raus fährt, immer wieder, dauerhaft und gleichmäßig. Die Wellen der Lust schütteln meinen Körper. Mein Atem ist nur noch ein Keuchen.
»Du bist eine überreife Frucht.« Marcos Stimme ist rau vor Erregung. »Schade, dass ich dich nicht pflücken darf.«
»Tu es trotzdem, bitte …«, jammere ich.
Marco schließt die Augen. »Das darf ich nicht. Wenn der Meister …«
»Ist mir egal, tu es einfach, bitte, bitte…« Ich keuche, bin wie von Sinnen. Mein Unterleib wirft sich Marco entgegen. Ich sehe, wie auch sein Atem unregelmäßig geht. Kurz zögert er, dann beugt er sich wieder zu meiner Perle hinunter und saugt sie in den Mund. Zeitgleich stößt er seine Finger in meine Venus, schneller und schneller. Sein Saugen wird fast unerträglich. Ich winde mich und stöhne unter seinem Mund und seinen Fingern. Die Welle der Lust, die meinen Körper erfasst hat, spült mich mit sich fort. Ich kralle mich an den Rand des Brunnens und mein Körper bäumt sich auf. Laut schreie ich meinen Höhepunkt hinaus und spüre das nicht mehr enden wollende Zucken meines Körpers.
Schließlich sacke ich schwer atmend in mich zusammen und blicke in den Himmel. Nach einer Weile sehe ich zu Marco. Er hat mir meine Zeit gelassen, hat mich beobachtet.
Ich lächle.
Er küsst mein fieberndes Gesicht. »Du bist wundervoll. Der Meister wird es genießen, dich zu nehmen.«

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