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Leseprobe: Amy Morrison
vom Mädchen zum Luder | Erotischer Roman | die Sexabenteuer der Amy Morrison

Flo lag schlafend neben mir im Bett, während im Nachbarzimmer der Freund meiner Schwester ihr die Seele aus dem Leib poppte. Sie stöhnte und schrie jetzt schon seit über einer Stunde unter seinen gierigen Attacken, die das Bett so laut zum Ächzen und Poltern brachten, dass ich es sogar bis hierher in unser Zimmer hören konnte.
Mir war es feucht und warm zwischen den Beinen, meine Brüste kribbelten und mein Herz wummerte, so sehr erregte mich das.
Aber Flo schlief.
Das ging jetzt schon seit fast zwei Wochen so.
Meine Schwester, ihr Freund, Flo und ich hatten von meinen Eltern für unseren gemeinsamen Urlaub hier auf der Isle of Man ein kleines Ferienhäuschen gemietet bekommen. Wir verbrachten viel Zeit mit Ausflügen zum Strand und Baden im Meer, mit tagsüber in Cafés herumzusitzen und abends Spiele zu spielen. Die meiste Zeit aber waren meine Schwester und ihr Freund am Poppen ... morgens vor dem Aufstehen ... mittags irgendwo am Meer zwischen den Felsen ... und die halbe Nacht durch im Zimmer.
Sex mit Flo dauerte immer nur fünf Minuten. Normalerweise genügte mir das. Nicht aber, wenn meine Schwester und ihr Freund im Nachbarzimmer zu olympischen Höchstleistungen aufliefen. Dann ließ es mich unzulänglich vorkommen und unbegehrt. Und mein Appetit auf Sex, der sich durch die vergangenen vier Jahre mit Flo nicht gerade zu einem reißenden Hunger entwickelt hatte, war so sehr viel größer, als zu Hause in Liverpool.
Ich war einundzwanzig, Flo zwei Jahre älter, und ich hatte mich damit abgefunden, dass unser Sexleben kein besonderes war; dafür war unsere Beziehung schön. Flo war die perfekte Mischung aus Party- und Cliquenmensch auf der einen und fleißigem Student mit klarer Vorstellung von unserer gemeinsamen Zukunft auf der anderen Seite. Er war witzig, konnte mich zum Lachen bringen wie kein anderer, ging mit mir in Clubs und auf Partys, wo er hin und wieder auch als DJ auflegte, und hatte eine Menge cooler Freunde. Darüber hinaus mochten ihn meine Eltern, und seine Eltern mochten mich; wir unternahmen viel miteinander.
Der Freund meiner Schwester dagegen, wenn man ihn überhaupt als ›Freund‹ bezeichnen konnte, weil beide erst seit zwei Monaten miteinander gingen, war ein wortkarger, wenig unterhaltsamer Typ und sah nicht halb so gut aus wie Flo.
Aber er poppte wie ein Weltmeister – soweit ich das den hemmungslosen Lustschreien meiner Schwester nach beurteilen konnte.
Sie war das Luder von uns zweien, ich war die Brave, das liebe Mädchen von nebenan. Und die meiste Zeit war ich mächtig stolz darauf, dass es so war.
Ich studierte Psychologie im vierten Semester.
Sie kellnerte, nachdem sie erst das Sport- und dann das BWL-Studium abgebrochen hatte.
Ich war groß und schlank, meine Brüste groß und schön.
Sie klein und ein bisschen pummelig.
Ich war hellwach und rollig.
Sie war hellwach und rollig – aber sie wurde gepoppt!
Flo schlief.
Ich schlug seine Decke zur Seite und betrachtete ihn. Er trug, wie immer, Unterwäsche im Bett. Weißes T-Shirt und blaugraue Boxershorts. Wenn er wach gewesen wäre, hätte ich mich niemals getraut, so direkt zwischen seine Beine zu starren. Aber wenn er schlief, betrachtete ich ihn gern ausgiebig. Die Shorts waren gut gefüllt. Darauf war ich stolz, auch wenn ich nicht wirklich Vergleichsmöglichkeiten besaß. Aber meine Schwester hatte ihn mal beim Duschen gesehen und mir danach grinsend zu meinem Glück gratuliert.
»Jaa!«, hörte ich sie durch die Wand hindurch schreien. »Härter! Ja! Ja!«
Meine Schwester war, wie Flo, zwei Jahre älter als ich und hatte seit ihrem fünfzehnten Lebensjahr so viele Jungs und Kerle gehabt, dass sie wohl beurteilen konnte, ob ein Mann gut bestückt war oder nicht.
Und Flo war gut bestückt.
Aber Flo schlief.
Mein Herz schlug schnell und flatternd. Ich merkte, wie meine Finger zitterten und ich mir nervös auf der Unterlippe herumbiss. Warum sollte ich ihn nicht einfach wecken und ihn dazu verführen, mit mir zu schlafen?
»Gib – ihn – mir!«, stöhnte meine Schwester im Takt ihres knarrenden Bettes.

Ich war mir sicher, dass die Pensionsinhaberin, eine ältere Dame Mitte sechzig, uns an den erhitzten Gesichtern ablesen konnte, dass wir gerade für ein paar Minuten unanständig gewesen waren und dass wir das Zimmer bei ihr einzig und allein zu dem Zweck gemietet hatten, jetzt gleich noch viel unanständiger zu werden.
Sie begrüßte uns lächelnd, und ich senkte wie ertappt den Blick, wobei ich fühlte, dass ich noch röter wurde. Aber scheinbar waren wir nicht die ersten Gäste in ihrem Pensionsinhaberinnenleben, die ihr Haus nur deshalb aufsuchten, um sich hier miteinander zu vergnügen. Freundlich ging sie über meine Schüchternheit hinweg.
»Wir sind heute so gut wie leer«, sagte sie. »Deshalb gebe ich Ihnen beiden das kleine Appartement unter dem Dach zum Preis des reservierten Doppelzimmers. Da oben sind Sie ungestörter.«
Sie hatte uns durchschaut!
*nochröterwerd*
Wir ließen uns von ihr nach oben führen. Die ganze Zeit über hatte ich das nicht wirklich unbegründete Gefühl, etwas Verbotenes zu tun. Und ich muss zugeben, dass mich das noch rolliger machte, mich noch mehr erregte.
Dann betraten wir unser kleines Reich.
Das Appartement bestand aus einem recht geräumigen Wohnzimmer mit Sofa und zwei großen Polstersesseln, einem kleinen Bad, in dem es leider keine Wanne, sondern nur eine Dusche gab, und einem rustikal eingerichteten Schlafzimmer mit großem Pfostenbett und Balkon zum Wald hin.
»Bitte, fühlen Sie sich ganz wie zu Hause«, sagte sie, reichte LonelyHeart den Schlüssel und verabschiedete sich lächelnd.
Wie ausgehungert fielen wir übereinander her, sobald die Tür ins Schloss gefallen war!
Wild knutschend riss LonelyHeart mir das Kleid vom Leib, dann den BH, dann den Slip.
Für einen kurzen Moment war es um unsere Gelassenheit von vorhin geschehen, und ich gebe zu, für genau diesen Moment hatte ich, obwohl ich furchtbar gierig und rollig war, auch ein klein wenig Angst. Sehr viel Angst sogar. Angst vor seiner Wildheit, Angst vor seiner Direktheit, Angst davor, dass hier vielleicht Dinge geschehen würden, die ich nicht zulassen wollen würde, auch wenn mir nicht klar bewusst war, was das sein konnte.
Ich hörte auf, mich zu bewegen, stand wie erstarrt da.
LonelyHeart merkte es, reagierte sofort. Er ließ von mir ab und lächelte, nahm meine Hand.
»Hab keine Angst«, sagte er. »Hier wird nichts geschehen, was du nicht selber willst. Aber vieles, wonach du dich sehnst.« Er küsste zärtlich meine Stirn, meine Schläfen und meine Wangen. Als seine Lippen schließlich wieder bei meinem Mund angelangt waren, hatte ich mich wieder völlig beruhigt.
»Zieh mich aus«, flüsterte er mir ins Ohr. Ich schaute ihm in seine grünen Augen und lächelte. Dann griff ich unter sein Shirt und schob es nach oben. Das Gefühl seiner nackten Haut unter meinen darübergleitenden Handflächen elektrisierte mich, und zum zweiten Mal an diesem Tag, nach unserer Begrüßung am Bahnhof, sog ich genießerisch seinen Duft durch die Nase tief in mich hinein.
Er roch gut, und ich fühlte mich wohl.
Ich zog ihm das Shirt aus, küsste zärtlich seine Brust, seinen Hals.
Seine Finger berührten mich an den nackten Seiten, streichelten an meinen Brüsten und an meinen Schultern hoch, während ich seine Hose öffnete und sie nach unten streifte.
Plötzlich war sie wieder da, diese wundervolle, vor Erregung berstende Gelassenheit, die mein Herz schneller und kräftiger schlagen und mein Atmen so viel tiefer und bewusster werden ließ.
LonelyHeart kletterte aus seinen Schuhen und Strümpfen und schlüpfte aus der Hose. Dann trat er, dabei meine beiden Hände haltend, einen Schritt zurück, um mich zu betrachten.
Und ich betrachtete ihn.
Sein dunkelblonder Wuschelschopf war inzwischen noch verwuschelter als ohnehin schon, seine Augen leuchteten lebendig, als sie mich von oben bis unten scannten, was seine schönen Lippen besonders breit lächeln ließ. Ihm gefiel, was er sah. Seine Schultern waren breit und gerade, seine Brust angenehm trainiert, so wie auch sein Bauch – kein Sixpack, aber flach. Die Beine waren am besten trainiert, vermutlich joggte er regelmäßig oder fuhr Fahrrad.
Wieder wurde ich leicht schüchtern. Denn die ganze Zeit hatte ich bewusst vermieden, ihm zwischen die Beine zu schauen. Fast wünschte ich mir jetzt ein bisschen, es wäre wie bei Flo: Licht aus und anfangen. Aber ich wollte es ja anders, als ich es mit Flo hatte. Also zwang ich mich, hinzusehen.
Er stand leicht nach oben gekrümmt von seinem Körper ab, war, wie ich vorhin erfühlt hatte, gänzlich rasiert und schien mir zuzunicken.
»Gefällt er dir?«
Oh ja, er gefiel mir! Er war kleiner als der von Flo ... was, nahm ich an, nicht so schwer war, weil der von Flo wirklich riesig war. Oftmals zu riesig für mein enges Kätzchen. Aber er sah reiner aus, vielleicht weil er rasiert war, vielleicht weil er in der Farbe heller war, und härter.
Ich nickte nur. Ich war viel zu erregt, um etwas sagen zu können. Ich wollte nicht, dass ich stotterte oder krächzte.
»Dann küss ihn, süße Prinzessin«, forderte er mich lächelnd auf.
Einfach so.
Schamröte und Erregung zugleich schossen mir in den Kopf.
Ich hatte noch nie den Penis eines Mannes in den Mund genommen. Klar hatte ich davon gehört, dass man das wohl so tat. Die Meinungen meiner Freundinnen darüber waren geteilt. Die einen taten es, um dem Mann einen Gefallen zu tun, die anderen, weil es ihnen selbst sehr viel Spaß machte und es sie zusätzlich erregte. Ich selbst hatte es noch nie getan, zwar schon oft darüber nachgedacht, wie es sich wohl anfühlen und ob es mir gefallen würde, aber nie ausprobiert. Flo hatte mich nie darum gebeten oder es verlangt. Deshalb nahm ich an, dass er es nicht wollte. Und wenn er es nicht wollte, wollte ich es auch nicht unaufgefordert tun, um bei ihm nicht den Eindruck zu erwecken, versaut und verdorben zu sein.
Aber gereizt hatte es mich seit Jahren.
Und jetzt endlich sollte ich ... durfte ich.
LonelyHeart küsste mich auf den Mund, streichelte meine Brust ... und dann stand er wartend da. Nicht ungeduldig wartend, nein, lächelnd.
Das Herz schlug mir bis zum Hals.
Ich griff nach unten, fasste ihn an, vielleicht, um ihn mir vertrauter zu machen ... um meine Angst zu verlieren. Gut fühlte er sich an – warm, hart, samtig, glatt. Mit der anderen Hand fasste ich nach seinen Hoden, streichelte sie mit den Fingerspitzen. LonelyHeart schloss genussvoll die Augen, atmete tief ein.
Diesen Moment hatte ich gebraucht. Das Schließen seiner Augen. Ich fühlte mich nicht beobachtet, fast so, als wäre ich allein im Raum. Allein mit einem Dessert von dem zu naschen man mir verboten hatte ... und das ich deshalb doppelt so sehr wollte.
Ich sank in die Knie, ohne ihn mit den Händen loszulassen, küsste dabei seine Schulter, seine Brust, seinen Bauch.
Jetzt schwebte sie vor mir, seine Männlichkeit, nach Duschgel duftend und prall.

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